veTEC 571c mit Stellarmate auf einem Raspberry Pi4

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delauny

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Hallo,

ich möchte eine veTEC 571c über einen Raspberry Pi4 mit Stellarmate betreiben. Ich nutze Stellarmate schon seit einiger Zeit erfolgreich mit einer AZ EQ6 GT, einem GPS-Dongle, einer QHY AlCCD IIc als Guidingkamera, einer astromodifizierten Canon 600d, einem Refraktor mit selbstgebautem Motorfokus und einem 8" Newton.
Als erstes habe ich natürlich die neue Kamera über das mitgelieferte USB3-Kabel an einem USB3-Anschluss des Raspberry eingesteckt. Der Raspberry machte daraufhin keinen Muckser mehr. Dann die Kamera an den PC angeschlossen, wird erkannt und kann angesteuert werden.
Ich möchte euch die Details aller meiner Versuche ersparen, um das Teil am Raspberry zum Laufen zu bringen - hat länger gedauert.
Vielleicht hat aber jemand ähnliche Probleme, daher hier mein aktueller Stand:
Als erstes habe ich die aktuelle Version von Stellarmate (V 1.7.6) installiert, diese hat aktualisierte Indi-Treiber. Den ersten Versuch hatte ich mit einer älteren Version gemacht. Dann den Raspberry mit rpi-udate und rpi-eeprom-update auf den neuesten Firmware-Stand gebracht und die Software aktualisiert.
Die Kamera wird mit einem USB2-Kabel (kein USB3-Kabel verwenden!) an einem USB2-Anschluss (auch Hub möglich) erkannt und kann ohne Einschränkungen verwendet werden, zumindest soweit ich das bisher testen konnte. Der Download der Bilder dauert natürlich bei USB2 etwas länger als bei USB3, ist aber bei DeepSky aus meiner Sicht nicht entscheidend. Der USB-Hub an der Kamera funktioniert auch, habe dort einen USB-Stick eingesteckt, um Bilder abzuspeichern.

Eine USB3-Verbindung habe ich nur mit einem neuen USB3-Kabel hinbekommen, das mitgelieferte Kabel funktionierte nicht. Allerdings wird aktuell der USB-Hub an der Kamera nicht richtig erkannt und es kommt sporadisch zu Wifi-Aussetzern im 2.4GHz Netz. Das ist wohl ein bekanntes Problem bei den PIs, es wird daher empfohlen das 5GHz Netz in Verbindung mit USB3-Geräten zu nutzen, habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Die USB3-Implementierung des PIs scheint grundsätzlich problematisch zu sein, im Netz findet man zahlreiche Posts zu diesem Thema. D.h. die Kamera ist nicht das Problem, vielleicht tut sich auf der PI-Seite in Zukunft noch etwas. Ich frage mich, ob die beliebte ASIAir auch solche Probleme hat, wenn man USB3 nutzt. Soweit ich weiß, basiert die ASIAir auch auf der Hardware eines Raspberry. Ist aber keine Alternative für mich, weil die Kamera nicht ohne Basteleien von der ASIAir unterstützt wird.
Wenn jemand eine veTEC Kamera an einem Raspberry PI4 mit USB3 betreibt, wäre ich für Hinweise sehr dankbar.

Jetzt warte ich auf eine Wolkenlücke, um mit der neuen Kamera ein paar Photonen einzufangen.

Viele Grüße

Andreas
 
Hallo Andreas, ich hatte das mit meiner veTEC571M und meinem RPI4 (4GB) und astroberry (EKOS/INDI) vor einem Jahr ausprobiert. Prinzipiell funktioniert das auch, aber leider nicht für viele Bilder über längere Zeit stabil. Ein RPI4 mit 8GB würde Besserung bringen, ebenso schnell angebundener lokaler Speicher. Meine Lösung war ein 8 Jahre alter Laptop mit 8GB RAM, lokaler SSD (nachgerüstet) und Ubuntu Linux. Damit läuft es perfekt, wenn nicht immer mal wieder in der neuesten EKOS/Indi Version ein neuer Bug eingebaut wäre...

CS, Markus

PS. vergessen zu erwähnen, ein USB3 Hub am RPI4 mit eigenem Netzteil war notwendig, mit dem Laptop geht es auch ohne.
 
Hallo Markus,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe gestern nochmal das Equipment getestet. Jetzt lief es plötzlich auch mit USB3, nur der Stick an der Kamera wurde nicht erkannt. Scheint tatsächlich etwas von der Tagesform des kleinen Rechners abzuhängen - ich werde es weiter testen.
Das Wetter ist bescheiden, werde einfach mal eine Reihe Darks machen und schauen ob das stabil läuft.
Ein alter Rechner mit Linux wäre eine Alternative, muss ich mal drüber nachdenken.

Viele Grüße

Andreas
 
Hallo zusammen,

Meine Lösung war ein 8 Jahre alter Laptop mit 8GB RAM, lokaler SSD (nachgerüstet) und Ubuntu Linux.
ähnlich bin ich auch vorgegangen.
So nett wie der Pi ist, sinnvoll ist das Teil erst mit 8GB. Zumindest für unser ganzes Astrogeraffel. Aber was mittlerweile das Board alleine kostet :eek: bekomme ich, mit etwas suchen, fast einen Mini-PC.
Der WLAN-Chip hat mich auch nicht wirklich überzeugt.
Grundsätzlich war die Idee des Pi ja auch eine kostengünstige Plattform zur Verfügung zu stellen, um einen Einstieg in die Computerwelt zu ermöglichen.

Habe mittlerweile auch eine alt gedienten Laptop/Notebook mit Dualinstallation für meine Astrogedönse laufen.
Unterm Pinguin Mint 21.1 und unter Fenstern 11.
Da jeweils die üblichen Verdächtigen KStars/EKOS, INDI, Stellarium, etc..
Und ASCOM, SharpCap, Skychart, etc..

Auf beiden Systemen läuft alles rund.
Mal abgesehen von den Querelen der Updates unter Fenster 11.
Und unterm Pinguin die etwas "langsamere" Einführung der Treiber. Ist halt nicht die Hauptplattform für unser Astroequipment :unsure:.

Was man jetzt bevorzugt, ist Selbstentscheident. Jeder hat da so seine Präferenzen.
Wie für Markus / @mkempf ist für mich ein Notebook am Teleskop die "stabilste" Variante.
 
Hallo,

das Problem sitzt in der Regel vor dem Rechner! Ich hatte eine "udev rule" definiert, um den Hub abzuschalten. Wollte probieren, ob es dann unter USB3 läuft und das tat es ja auch. Problem: der eingebaute Hub ist ein USB2 Hub, der an der Kamera über USB3 am PI hängt und das mag er offenbar nicht. Mit der "udev rule" lief die Kamera dann aber unter USB2 nicht mehr :eek:
ALSO:
Mit der udev Definition läuft die Kamera unter USB3 und ohne udev läuft die Kamera mit USB-Hub am USB2-Port. Habe jetzt mal Darks und Bias aufgenommen, läuft stabil - betreibe die Kamera jetzt mit USB2 weil Wifi stabiler läuft.
Mein PI hat übrigens 4GB.
So schnell gebe ich nicht auf, ich bleibe dran :cool:

Viele Grüße

Andreas
 
Ich betreibe eine veTEC533c seit über 2 Jahren am PI4/4GB 32Bit und eine veTEC571c seit einem Jahr. Das ganze läuft bei mir unter EKOS/INDI völlig problemlos auf der USB 3.0 Schnittstelle. Probleme soll es gegeben haben unter Bullseye 64Bit. Dazu gibts im INDI-Forum einen größeren Thread. Das Problem soll aber gelöst sein.
Auch kann ich eine ASI120MC-S sowie einen DIY-Fokusser direkt über den Kamera-Hub problemlos betreiben.

Mein Pi läuft allerdings als Astroberry, nicht als Stellarmate. Das habe ich zwar auch, sogar 64Bit, ist aber eingemottet, da ich bei jedem Update Probleme hatte (APPs auf iOS und ANDROID liefen nicht mehr, alles neu installieren müssen...).

Ich kann nur ein paar Punkte aufzählen, die ich gemacht habe unter 32Bit:
- auf einem PI muß immer das 12V Netzteil an der veTEC angeschlossen werden!
- der Gesamtstrom auf allen USB Interfaces des PI darf ca. 1,5A nicht überschreiten (das genaue Limit weiß ich nicht mehr,... mal googlen)
- ein 5V ZWO Fokusser am PI nimmt so hohen Strom auf, dass der PI aussetzt, sofern noch die Kamera, eine Sucherkamera und sonstiges Kleinzeug angeschlossen ist. . Ich konnte diesen nur über einen aktiven, fremdgespeisten USB 3.0 Hub betreiben
- mein PI hat eine erhöhte Taktrate von 1,9GHz. Diese Taktrate ist normalerweise total safe. Habe sie auf 3 x Pi4 am laufen.
- mein OS habe ich per "SDCopier", dem mitgelieferten Standardprogramm auf eine externe M.2 SSD kopiert, die SD-Karte entfernt und boote und arbeite nun nur noch über die SSD. Das hat einen erheblich Geschwindigkeitsvorteil gebracht
- es MUß ein 5,1V Netzteil für den PI genutzt werden. Ein 5V Netzteil ist sehr kritisch! Alternativ habe ich einen einstellbaren DC/DC Wandler genommen, der von einem 13,5V Netzteil gespeist wird.. Ausgangsspannung muß 5,1V betragen
- das PI-Netzteil muß min. 3A liefern können, da das WLAN kurzzeitig hohe Ströme zieht, die man mit einem Multimeter nicht messen kann

Mein Astroberry 32Bit ist allerdings auch bis auf Weiteres eingemottet, da es kein 64Bit Bullseye Astroberry-Image gibt. Bin daher erst mal auf NINA unter WIN11 auf einem MINI-PC umgestiegen. :eek:

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut,

vielen Dank für deine Hinweise. Ich habe kein Problem mit der Spannungsversorgung, ich nutze ein Hub mit externen Spannungsversorgung und die Kamera hängt an 12V, der PI wird also an USB gar nicht belastet.
Mittlerweile scheint es ja auch zu laufen, einzig Kamera an USB3 mit Wifi macht Probleme.
Der PI hat auch wenig zu tun, mit Ekos und Kstars ist die CPU mit 10% belastet und es sind noch 2.8GB von 4GB RAM frei.

Viele Grüße

Andreas
 
ich habe den RPI4 noch als Plan B rumstehen, schön wenn es jetzt noch besser läuft. Hauptvorteil der Intel/AMD Lösung ist bei mir das Dualboot wenn ich für manche Zwecke die Windows/ASCOM Umgebung bzw Sharpcap brauche.

CS, Markus
 
Mit USB3 oder USB2 Anschluss?
Ich bemerke übrigens kaum einen Unterschied in den Downloadzeiten zwischen USB2 und 3.
Wie gesagt, mit USB2 läuft soweit alles stabil. Wenn das Wetter hier im Süden es zulässt, werde ich auch mal ein paar Lights machen.

Grüße

Andreas
 
USB3, ich nutze ihn ausschließlich für die Kameras, auch eine ASI2600 läuft da sehr gut
 
Interessant - und du hast keine Probleme mit Wifi? Welche Frequenz nutzt du 2.4 oder 5 GHz?
 
WiFi auf 5GHz, 2,4 GHz wird wegen Bluetooth abgeschaltet. Eine externe Antenne habe ich zusätzlich nachgerüstet.
 
Hallo Andreas,

ich habe die TS-Variante der Kamera am Pi mit Stellarmate.

Das ganze Equipment wird über einen aktiven USB3-Hub angeschlossen. Die Probleme mit dem WLAN und dem „falschen“-Band kenne ich. Zudem das schwache Signal. Da ich ohnehin im Garten das Stromkabel nutze, habe ich über einen Netzadapter das Signal über das Stromkabel geleitet. Das funktioniert wunderbar und USB3 mach damit auch keine Probleme.

Viele Grüße

Sven
 
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