Videoastronomie

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Lars2000

Mitglied
Ein herzliches hallo euch allen,

Danke für die Aufnahme hier im Forum. Ich habe schon einige interessante Berichte lesen können und freue mich auf den weiteren interessanten Austausch hier im Forum.


Für behinderte Menschen wäre das Unistellar oder Stellina Teleskop sicher eine interessante Lösung um in das Thema ohne großen Aufwand einfach einsteigen und beobachten zu können. (Vorausgesetzt man möchte soviel Geld dafür in die Hand nehmen).

Und das ist mein Thema, ich möchte gerne visuell mit dem Auge beobachten, dass geht aber aufgrund meiner Behinderung nur begrenzt. Auch in abgelegene Gegenden fahren und dort alles aufbauen ist mir nicht möglich.

Ich habe einen großen Garten in Stadtnähe und müsste zu 90% ein Teleskop vom Wohnzimmer per WiFi steuern können. Ich würde meine Beobachtung gerne per „Livebild“ über meinem Tablet/PC auf den TV übertragen können. Sehen und beobachten steht für mich hier im Fokus, Planeten, Mond und Deep Sky interessiert mich.

Eine „All in One“ Lösung wie das Stellina oder eVscope möchte ich aber nicht, zum einen möchte ich eine „Bessere Bildqualität“ und zum anderen flexibel bleiben um mit der Zeit mein System weiter auf- und auszubauen. Der Blick ins All soll auch optisch, wenn auch selten, für mich möglich bleiben.

Jetzt meine Frage/Bitte, könntet ihr mir Vorschläge machen was im Moment die Sinnvollste Investition für mich wäre? Ich bin bereit bis zu 5000€ zu investieren.

Vielen Dank

Lars
 
Hallo Lars,

herzlich willkommen im Forum! :)
Hast Du eine Möglichkeit das Teleskop ortsfest aufzubauen? Ich fürchte andere Lösungen werden nicht so kompakt und unkompliziert im Auf- und Abbau ausfallen wie das von Dir genannte eVscope.
By the way: das eVscope scheint mir das IPhone unter den Teleskopen zu sein. :cool:

Viele Grüße,
Roman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Lars,

wenn Du Englisch sprichst, dann kann ich Dir das Cloudy Nights EAA Forum empfehlen. Dort werden alle Deine Themen ausführlich diskutiert und es gibt sogar live brodcasts, die Du entweder live verfolgen oder die Aufzeichungen anschauen kannst.

Ich selbst stehe noch am Anfang von EAA (electronically assisted astronomy) und kann noch nicht wirklich kompetente Tipps geben, insbesondere was remote Steuerung des Teleskops oder die Nutzung von Teamviewer (als Beispiel für die Nutzung eines 2. PC aus dem Wohnzimmer) angeht.

Ich selbstnutze ein CPC800 und einen kleinen Apo Refraktor parallel, wobei das C8 für die kleineren DSOs, Planeten und Mond zuständig ist und der kleine Apo für die größeren Objekte. Jedes Teleskop hat eine Kamera und die Aufnahmen werden mit SharpCap pro auf einem Notebook live gestackt. Die Bilder dazu kannst Du in meiner Galerie (Link unten in meiner Signatur) anschauen. Aber es geht natürlich besser, wenn man mehr Erfahrung hat.

Das Alignment der Montierung kann man über einen ASCOM Treiber und eine Platesolving Software erledigen. Das Anfahren der Himmelsobjekte über Cartes du Ciel (eine Software) oder eine Planetariumssoftware wie Stellarium. Genau diese Themen liegen noch vor mir. Deshalb werfe ich nur die Stichworte in den Raum. Einzelheiten dazu gibt es in Cloudy Nights ausführlich nachzulesen.

Im Prinzip gibt es mit der ZWO ASIAIR eine fertige Lösung, die aber auf ZWO Produkte eingeschränkt ist und nur über Smartphone oder Tablet gesteuert werden kann. Dabei kommt dann ASI live zum Einsatz, auch eine Software für LiveStacking.

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht zu sehr mit Begriffen überhäuft und keinen Unsinn verzapft. Ich veröffentliche meine Fortschritte hier im Forum, komme im Moment aber nur langsam voran.

CS.Oli
 
Hallo Lars,

willkommen erst mal im Forum.
Was Dir vorschwebt wird, denke ich, mit Oberbegriff "EAA" zusammen gefasst - also elektronisch beobachten, ohne unbedingt Bilder abspeichern zu wollen (aber auch das wäre möglich). Wenn eVscope und Co von der Qualität nichts für Dich sind und Du mehr willst, würde ich zumindest ein Teleskop (z.b. ein EdgeHD) auf einer azimuthalen Gabelmontierung wählen. Da fällt Polausrichtung und Meridianflip schon mal weg und wenn Du eine empfindliche Astrokamera, einen motorisierten Autofokuser, einen Sucher mit Kamera und einen Steuerrechner daran machst, dann dürftest Du damit ziemlich viel mit Wifi-Remotesteuerung von drinnen erledigen können. Ich schaue mir das manchmal vom großen Fernseher im Wohnzimmer an, auf den ich das Bild vom Laptop übertrage, mit dem ich das Setup außen steuere.
Also, es gibt da schon viele Möglichkeiten. Die Grösse dürfte dann davon abhängen, ob Du jemanden hast, der Dir vielleicht beim Aufbauen helfen kann.
Und ich sehe, EAA-Oli (ich hoffe Du verzeihst den Ausdruck :) ) hat Dir ja schon geantwortet. Nimm Dir aber etwas Zeit um alle Möglichkeiten zu überdenken, bevor Du viel Geld ausgibst.

Gruß

*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lars,

investiere erst mal nur 450 EUR für einen ED-Doublett-Refraktor 80/560, 350 EUR für eine StarDiscovery Montierung mit Nachführung & GOTO und 150 EUR für eine IMX290 basierende CMOS Astrokamera. Bei einem kalkulierten Verlust von 30% beim Wiederverkauf sind das ca. 250 - 300 EUR für den Testbetrieb.

Dann kannst Du entscheiden, ob Du mit solch einer Lösung leben kannst - und bereit bist, Dein volles Budget für ein marginalen weiteren Qualitäts- und Erlebniszugewinn einzusetzen.

Insbesondere auch, da uns derzeit w/Corona die Vergleichsmöglichkeiten unserer Setups mit denen anderer Amateure fehlen.

So habe ich das gemacht und bin froh, nicht gleich mit solch großem Betrag eingestiegen zu sein, denn verglichen mit visueller Beobachtung ist Electronically Assisted Astronomy (EAA) ein Zugewinn, den andere Amateure mit dem Sprung von 4" auf 12" Öffnung im visuellen Bereich vergleichen.

Gruß,
Peter
 
Mit einem überschaubaren Setup einzusteigen, zu üben und dann evtl auszubauen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

CS.Oli
 
Hallo Roman,

Danke für Deine Antwort. So wie es aussieht wäre das wohl die perfekte Lösung, eine kleine beheizte Sternwarte mit der ganzen Technik und dann nur noch eine Verbindung ins Wohnzimmer legen. Das sprengt dann aber mein Budget um Längen ?

Hallo Oli,

Danke Dir für Deine Ausführungen, die haben mir sehr geholfen. So wie es aussieht muss ich mich aber erstmal mit den Fachbegriffen auseinandersetzten bevor ich mich den englischen Seiten widmen kann ?


Hallo Heiko,

Danke Dir für Deine Ausführungen, wenn ich mir Dein Bild anschaue:

ris nebula (NGC7023)

Bildentstehung: Electronically-Assisted Astronomy (EAA, e.g. based on a live video feed)

Teleskop oder Objektiv (Aufnahme): Skywatcher 130/650 PDS

Aufnahmekamera: ZWO ASI 294MC PRO ZWO ASI 294 MC PRO

Montierung: Skywatcher NEQ5

Teleskop oder Objektiv (Nachführung): TS OPTICS Sucher 8x50

Nachführkamera: Altair GPCAM2 IMX 224

Software: PHD2 Guiding PHD Autoguider Software · SharpCap 3.X Pro · PixInsight 1.8

Zubehör: Baader MPCC Mark III (Coma Corrector)

Ist das genau das was mir so vorschwebt, ein Live Video auf dem Bildschirm und trotzdem die Möglichkeit Visuell „Normal“ beobachten zu können. So wie ich das im Moment sehe steckt das Thema wohl noch in den „Kinderschuhen“ und ist ohne MEGA Aufwand nur mit dem eVscope oder Stellina zu realisieren?



Hallo Peter,
auch Dir ein Dank für Deine Antwort. Mit dem jetzigen Input hier aus der Runde ist das sicher eine Überlegung wert, vor allem wegen Deiner Aussage das die Unterschiede nur marginal sind. Ich frage mich nur, warum es dann so riesige Preisunterschiede gibt, wenn nur marginale Verbesserungen möglich sind?

Vielleicht habe ich da eine völlig falsche Vorstellung was ich am Ende auf dem Bildschirm sehen werde und die Lösung eVscope oder Stellina wäre für mich doch besser die erste Wahl?

Wenn dem so ist sagt mir das bitte und falls dem so ist welches von den beiden Geräten würdet ihr mir dann empfehlen?

Beste Grüße

Lars
 
Hallo Lars,

der Mega-Aufwand ist relativ. Klar sieht das am Anfang alles überwältigend aus. Aber wenn man das gelernt hat und versteht was die einzelnen Komponenten machen und man das einmal zusammengestellt hat, dann ist das auch immer wieder schnell aufgebaut und in Betrieb genommen.
Ich finde so etwas langfristig befriedigender als ein "Rundum-sorglos -Paket" wie eVscope oder Stellina zu nutzen. Da stelle ich mir vor, ist der Reiz des Neuen relativ schnell verflogen, Qualitätssteigerungen der Bilder durch Verbesserungen des Aufnahmeprozesses sind nur beschränkt möglich, man ist unflexibel im Bildauschnitt, andere oder neuere Kameras mit anderen Eigenschaften können nicht nachgerüstet werden, die Brennweite kann nicht für z.B. Planeten oder Monddetailansichten durch Barlowlinsen gesteigert werden, Filter sind nicht möglich, die Montierung bleibt wie sie ist etc.
Alles Dinge, die man wahrscheinlich dann vermisst, wenn man mal richtig in das Hobby eingestiegen ist. Es kommt drauf an, was Du Dir zutraust und was Deine Ansprüche an das Hobby sind.
Ein eVscope oder Stellina nur aufstellen, anzuschalten und dann das vorgegebene Bild anzuschauen (am Fernsehbildschirm stelle ich mir die Qualität davon grausig vor), würde mich nicht lange zufrieden stellen. Für andere mag es genau das sein, was sie suchen. Aber schau Dir genau an, was Du bekommst und was damit möglich ist, bevor Du entscheidest.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Lars,

ich habe vor Jahren mal Erfahrungen mit der Videoastronomie gesammelt, weil ich mir keine richtige Astrokamera leisten konnte. Genutzt wurde dazu ein C8 mit Reducer auf einer Vixen GP, allerdings ohne GoTo. Das Bild wurde mit einem Chinchkabel zum TV, bzw. Grabber weitergeleitet. Falls das hauptaugenmerk auf der Beobachtung liegen soll, dann würde ich dringend einen kleinen alten TV empfehlen, das Bild ist einfach sehr viel gefälliger als auf einem modernen Gerät.
Als Kamera wurde eine 1/2" CCTV von Mintron verwendet. Die kann zwar nur 2,56 sek. belichten, aber das reicht mit dem genannten Gerät aus um den Zentralstern im Ringnebel sichtbar zu machen. Das ist mir mit meinem 16"er hier nie gelungen.
In deinem Fall würde ich natürlich eine GoTo-Steuerung zu verwenden, z.B. die Teenastro. Das Gerät sollte in einer kleinen automatisch zu öffnenden Holzkiste untergebracht werden. Die Kosten sind damit niedrig und die Wartung ebenfalls. Falls Du irgendwann dann mit einer modernen Kamera Aufnahmen machen willst geht das natürlich ebenfalls und die Mintron oder vielleicht auch Watec können dann zu automatischen Himmelsüberwachung oder Guiding missbraucht werden.


MfG

Rainmaker

PS.: Es gäbe auch noch die Möglichkeit die Südseite des Gebäudes zu durchbrechen und eine Art Coudé-Refraktor zu installieren. Das hätte den Vorteil, dass man von drinnen beobachten könnte, aber sich nicht den Hintern abfrieren müsste. Außerdem wäre das Okular immer an der selben Stelle. Der Nachteil wäre aber ein nicht unerheblicher Aufwand beim Selbstbau, aber falls Du genügend freiwillige Helfer hast ...
 
Hallo Lars,

mein Projekt ist eigentlich im Wettbewerb oder vielleicht besser auf Anregung durch einen Freund entstanden, der ein eVscope hat. Ich dachte ich probier mal so etwas mit Einzelkomponenten 'nachzubauen', die ich hatte plus Kameras. Das Ergebnis für mich: der Lernaufwand und die Integration der Komponenten ist aufwändiger, aber gute Ergebnisse sind mit meinem Aufbau deutlich einfacher zu erzielen als mit dem eVscope und ich bin deutlich flexibler was die Größe der Objekte angeht, die ich beobachten will.

Von der Kostenseite ist das eVscope natürich günstiger, sogar wenn man alle Geräte gebraucht kaufen würde, die ich im Einsatz habe. Das übersieht man vielleicht. Aber ich hatte das CPC und hab mir nur den Apo dazu gebaut und die Kameras gekauft. Ausserdem ist das eVscope sehr viel kompakter und sehr schnell aufgebaut.

Als ganz einfache Variante gibt es übrigens noch den Revolution Imager 2... einfach mal googlen. Wäre mir aber zu beschränkt. Das Konzept ist eher wie fernsehgucken (meine Meinung).

CS.Oli
 
Im Prinzip gibt es mit der ZWO ASIAIR eine fertige Lösung, die aber auf ZWO Produkte eingeschränkt ist und nur über Smartphone oder Tablet gesteuert werden kann. Dabei kommt dann ASI live zum Einsatz, auch eine Software für LiveStacking.

ASIAIR Pro beherrscht LiveStacking.
Ob man die APP auf modernen TVs direkt installieren kann und/oder ob es möglich ist via ApplePlay einen TabletScreen direkt zu "streamen" weiß ich leider nicht.
Ich lasse die APP über BlueStacks (Android Emulator) laufen und gebe das LaptopBild über HDMI an den TV.

Über Discord kann man den Bildschirm auch streamen und so kann Jeder Corona-Konform im Warmen sitzend an unserer StarParty teilnehmen :cool:
 
Hallo Lars,

ich muss Heiko insofern zustimmen, dass das eVscope - vor allem gemessen am Preis - nicht upgradefähig ist. Dennoch sind alle anderen Lösungen (Ich habe viele Jahre mit einem Setup wie Rainmaker Videoastronomie betrieben) weit entfernt von Plug and play. Bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber Du planst ja Deinen Einstieg in die Astronomie und hast gewisse Einschränkungen. Versteht mich nicht falsch, jedes Setup erfordert skills, angefangen bei den Basics, wie Aufbauen, Alignment, scharfstellen mit Batinov etc. Ich fürchte, je länger die Kette wird, desto höher das Frustrisiko. Ich bin immer dafür, die Dinge am Anfang simpel zu halten. Und ehrlichgesagt bin ich ziemlich erstaunt, was dieses kleine Teil leistet. Man sollte sich aber genau die Praxisberichte ansehen, ich fürchte das Ganze ist doch etwas buggy in real.

Viele Grüße,
Roman
 
Hallo Lars,

der Irisnebel (https://forum.astronomie.de/media/irisnebel-und-umgebung.43113/full) den Du oben anführst, ist zwar durch Livestacks enstanden, wurde aber nachbearbeitet. Einen besseren Eindruck was mein benutztes Setup auch "live" leisten kann, bekommst Du hier EAA: 6 Minuten Andromeda .
Die Kosten dafür würde ich neu inlusive Laptop und Zubehör auch auf ca. 3000.- Euro veranschlagen. Also soviel wie das eVscope. Es geht vielleicht noch etwas billiger z.B. mit kleinerer Montierung und ungekühlter Kamera (z.B. Ist das eVscope denn schon da? :)) und natürlich auch immer viel teurer.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Lars,
Hallo rainmaker,

wusste doch, dass ich so etwas schon mal gesehen hatte:


Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für euer Feedback es hat meinem ursprünglichen Entschluss voll bestätigt. Heiko, die Aufnahme ist der Hammer da möchte ich hin. Wohnzimmer und Garten liegen Richtung Süden, vielleicht kann man da ein paar strippen ziehen, dass Haus sollte aber stehen bleiben klasse Dein Beitrag Peter.

Was sagt ihr zu meiner Auflistung, könnte ich so starten oder habe ich was vergessen? Welches Teleskop würdet Ihr nehmen? Oder habt Ihr bessere Vorschläge?

Vielen Dank
Lars

Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 CGEM II GoTo mit Celestron WLAN-Modul SkyPortal Wi-Fi

oder

Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD NexStar Evolution 8 StarSense GoTo

oder

iOptron Montierung MiniTower-PRO mit 2"-Stativ mit Skywatcher Apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED OTA, mein Favorit!

zusätzlich

Atik Kamera Infinity Color
ZWO ASIAIR PRO Astrofotografie-Computer
Passender Okularkoffer
 
Hallo Lars,

leider brauchst du zwingend ZWO Kameras und/oder Zubehör wie z.B Filterrad, Motorfokus... ASIAIR ist an die hauseigenen Produkte gebunden.
Die Kamera würde ich erst auswählen wenn das Teleskop feststeht. DIe Größe der Pixel und die Chip-Größe sollten zur Brennweite und den gewünschten Objekten passen.

Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist mit 1-2 Meter Brennweite anzufangen. Vielleicht ist es frustfreier wenn du mit einer kleinen Brennweite für Widefields anfängst und die gesamte Mechanik/ Elektronik kennen lernst.

Die Montierung würde ich dann aber schon für die großen Klopper auslegen, denn da möchtest du ja letztendlich hin.

Der MiniTower ist eine Azimutale Montierung, welche bei der Fotografie letztendlich eine Bildrotation hervorruft. Ob LiveStacking das verarbeiten kann weiß ich leider nicht; bin nur mit EQ Montierungen unterwegs.
Allerdings ist diese Art der Montierung (AZ) am Besten für die visuelle Beoabachtung geeignet. Bei einer EQ Montierung kann der Einblick durchaus sportlich werden.
 
Hallo Lars,

für EAA reicht normalerweise eine azimutale Montierung aus. Die Bildfeldrotation wird beim Stacken ausgeglichen, solange Du nicht zu viele Aufnahmen stacken willst. Dann nämlich entstehen an den Rändern dunkle Segmente. Grundsätzlich sind also iOptron Mini-Tower oder die Celestron Evolution möglich.

Allerdings passt der 6" Evostar und die iOptron Mini-Tower nicht zusammen! Das packt diese Montierung nicht. Vom Gewicht theoretisch schon, aber nicht von der Schwungmasse.

Besser ist immer eine parallaktische Montierung, wenn es um Bildakquise geht!

Wenn ich nochmal auf die Erfahrungen verweisen darf, die ich in CN lese, dann kommen die Leute mit den SC-Teleskopen recht gut klar. Wenn Du große Felder magst, dann wäre das RASA8 der Hammer, gepaart mit der ASI183 auf einer Celestron Advanced VX Montierung.

Wenn ich jetzt mit Blick auf EAA nochmal mit der Astronomie anfangen würde, dann würde ich vermutlich einen kleinen 80 mm Apo mit einer AVX kaufen und dazu eine ASI224. Später käme dann ein C8 und eine ASI533 dazu. Die Steuerung kann man mit einem Mini-PC benutzen, den man individuell installiert. Damit ist man nicht an ZWO gebunden wie bei der ASIAIR pro.

Die ATIK Infinity hatte ich mal zum Testen und sie hat mir am C8 nicht so viel Spaß gemacht.

CS.Oli
 
Hallo Lars,

also ich habe zwar ASI-Kameras, Filterrad und Fokuser, aber ich habe kein ASIAIR. Das bekommt man alles mit normalen Laptops oder MiniPCs hin. Die Software gibt es dafür. Das EdgeHD800 habe ich auch. Wenn es dahin geht sollte man auch den 0,7x Reducer nehmen. Das vergößert das Bildfeld und reduziert die Belichtungszeit.
Wenn es nur für EAA ist, würde ich vielleicht in Deiner Situation eine Gabelmontierung für das EdgeHD nehmen:
oder sowas:
Die parallaktischen Montierungen machen bei längerbelichteter Astrofotografie (z.B. Schmalband) mit Guiding viel Sinn. Bei ausschließlich EAA tut es aber eine azimuthale Montierung auch. Da brauchst Du Dich nicht mit Dingen wie genauer Einnordung, Meridianflip und Balancierung auseinandersetzen. Und das dürfte auch etwas leichter sein, da z.B. die ganzen Balanciergewichte wegfallen.
Du hast eine steile Lernkurve vor Dir, das will ich nicht verleugnen. Deshalb kann ein kleineres Setup um den ganzen Ablauf zu lernen, wie Dennis vorschlägt, durchaus Sinn machen. Es ist sowieso nicht verkehrt langfristig z.B. auch einen kleinen Refraktor für große Felder und das EdgeHD für die kleinen Sachen (z.B. Galaxien) zu haben.

Gruß

*entfernt*
 
ja... das hatte ich danach erst gesehen. Deshalb hab ich meinen Beitrag auch wieder gelöscht :ROFLMAO:

Soooorrry!

Ich würde ja für EAA am liebsten ein RASA11" in eine Gabelmontierung von einem CPC1100 bauen. :)

CS.Oli
 
Hallo Lars,

prüfe bitte, ob Du einen 150/1200 Apo an die IOptron montiert bekommst. Der Hebel ist lang, Dein fotografisches Equipment schwer und der OTA darf beim Alignment im Zenit nicht an die Stativbeine anschlagen.

Viele Grüße,
Roman
 
Hallo noch mal,

wie beim EdgeHD mit F/10 ist F/8 für EAA beim 150/1200 Apo fast schon zu klein. Da sollte auch noch ein Reducer davor oder gleich ein Teleskop mit größerem Öffnungsverhältnis. Der Apo hätte auch ein paar Kilo mehr Gewicht als der EdgeHD, falls das eine Rolle spielt. Das verlangt dann mehr Gegengewicht, eine größere Montierung etc. und macht das Ganze dann noch mal unhandlicher.
Ein RASA aber wäre dann in anderer Hinsicht anspruchsvoll.

Gruß

*entfernt*
 
Wow ihr macht mich fertig und meine Entscheidungsfindung wird immer schwerer ;)

Aber vielen lieben Dank für die Mühe die Ihr euch macht. Das ich erstmal klein Anfange und mich dann vergrößere wäre sicher Sinnvoll und richtig, aber ich möchte doch lieber voll durchstarten und habe mir folgende Konfiguration für den Anfang in den Warenkorb gelegt. Wenn kein Veto kommt würde ich die Bestellung heute losschicken weil es mir schon unter den Fingerkuppen juckt :)

Omegon Deluxe Okularkoffer, optimiert für Brennweiten ab 1800mm
Astronomik Filter UHC 2"
Celestron WLAN-Modul SkyPortal Wi-Fi
Atik Kamera Infinity Mono
TS Optics Teleskop-Service 0,5x Focal Reducer 1,25"
Celestron CPC Deluxe 800 HD Goto Teleskop mit Gabelmontierung

Liebe Grüße
Lars
 
Veto!

Hallo Lars,

mit dem CPC sind wir uns einig. Ich liebe das Gerät und kann es nur empfehlen. Aber es ist durch die azimutale Montierung nur für visuelle Beobachtung und EAA geeignet. Für echte Astrofotografie brauchst Du dann mindestens die Polhöhenwiege dazu. Da wäre aber eine parallaktische Montierung die bessere Wahl.

ABER
warum dieser Okularkoffer? Die Brennweiten sind nur für Planeten und Mond geeignet. Es gibt einige Threads zu dem Thema Okulare für das C8. Schau da mal rein. Ausserdem würde ich einen 2" Anschluß empfehlen und dazu ein 2" Okular mit 35 - 38 mm Brennweite. Mein Arbeitstier mit dem C8 visuell ist ein 25 mm 70° Okular mit 2" Anschluß, der Einblick ist toll und der Kontrast ist sehr gut bei einer AP von 2,5 mm. Für höhere Vergrößerungen würde ich ein Okular von 12 - 15 mm empfehlen und für Planeten 7 - 8 mm. Diese beiden wäre in dem Koffer zwar drin, aber ich würde mir lieber individuell was zusammenstellen.

Ganz vergessen würde ich den billigen Reducer. Da kommt nur der 0.63 Reducer von Celestron in Frage, sonst machst Du Dir die gut korrigierte Optik des C8 deluxe mit dem Reducer gleich wieder kaputt. Ich bin mir grad nichtmal sicher ob Du für die deluxe-Version des C8 nicht sogar einen speziellen Reducer brauchst.

Die Kamera würde ich auch nicht nehmen! Aber das hatte ich schon geschrieben. Wenn Du was mit großen Pixeln suchst, dann nimm die ASI 174 MM. Die hat ein ähnliches Feld, ist günstiger und das modernere Konzept (CMOS). Wenn es unbedingt die Infinity sein muss, dann gibt es die gebraucht für ca. 500 EUR.

Das Wlan Modul kannst Du zwar nehmen, aber wenn Du eh mit der Kamera arbeitest, steht das Notebook neben dem Teleskop und dann kannst Du auch ein Kabel nehmen und mit NexRemote arbeiten. Das kannst Du kostenlos bei Celestron downloaden. Ist aber Geschamckssache.

Grundsätzlich würde ich, wenn Dir die Finger jucken, folgendes empfehlen: entspann Dich, lehn Dich zurück und schlaf nochmal ne Nacht drüber! Und dann langsam anfangen! Nicht alles auf einmal... erst das Teleskop, damit erstmal klarkommen, dann Okulare, dann die Kamera.

CS.Oli

P.S. sorry Heiko - falls ich schon wieder zu schnell war
 
Hallo,

Oli, diesmal war ich zu langsam, nicht Du zu schnell :LOL:
Lars, wie ich und Oli gesagt haben, ist die azimuthale Gabelmontierung gut für visuell und EAA. Eine parallaktische Montierung wäre dann besser für Astrofotografie. Aber ich gehe davon aus, Du hast Dich dann entschieden keine Langzeitastrofotografie zu machen. Ich kann sonst den Aussagen von Oli nur zustimmen. Nimm einen richtigen für den das EdgeHD gerechneten Reducer, also da wo für EdgeHD draufsteht. Das EdgeHD hat schon ein korrigiertes Feld. Wenn Du einen für "normale" SC-Teleskope nimmst, der auch das Feld korrigiert, korrigierst Du sonst quasi doppelt und verschlimmerst die Abbildung wieder.
Nimm am besten vorher mit dem Händler Kontakt auf. Der sollte in der Lage sein, Dir zu sagen, was zusammen passt.
Und auf unser Veto würde ich für Deine Kaufentscheidungen keinen Wert legen. Wir sind hier nur Berater. Berater schulden im Allgemeinen nur die Beratung, nicht aber den Erfolg. Deswegen ist mit Beratung so schön Geld zu verdienen.
(Bevor der Aufschrei der Berater im Forum hier kommt. Ich darf das sagen. Ich habe das auch mal eine Zeitlang gemacht ;))

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Lars,

wenn Reducer am C8, dann natürlich 2" 0,63x von Celestron. Vergiss Okularkoffer und Atik Camera. Und warum Mono? Willst Du Schmalbandfotografie machen?

Gruß,
Peter

PS: Ich habe gerade mein 102/460 Bresser Polaris ("Farbwerfer") auf meine Discvovery geschnallt, um die n. Stunden endlich mal aus dem "Entzug" zu kommen ...

Denn es soll im Dreieck R - IN -M aufklaren.
 
Ihr zwei seit Klasse, Danke euch!

Ich habe jetzt das Celestron CPC Deluxe 800 HD Goto Teleskop mit Gabelmontierung bestellt.
Da ich nicht vorhabe in die Langzeitastrofotografie einzusteigen.

Ich werde mit visuell und EAA als Anfänger erstmal
ein dickes Brett zu bohren haben, dass reicht sicher für den Anfang und das ist
eigentlich auch das was mich interessiert.

Alles andere bestelle ich dann morgen und schlafe noch mal eine Nacht drüber,
Vorschläge sind weiter willkommen ;)

Liebe Grüße und vielen Dank
Lars
 
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