visueller Unterschied zwischen großemSC und Dobson

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Eckyyy

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hallo Leute,
mir geht da folgende Überlegung öfter durch den Kopf
Systemvergleich SC und Dobson - visuell:
wenn ich hier zu Hause im Garten zwei Geräte aubaue, zb einen Meade SC 16 Zoll mit laufendem Lüfter auf einer zb EQ 8 und daneben zb ein UK 16 Zoll Dobson und mir dann damit des Nachts Galaxien sowie Kugelsternhaufen wie auch Planeten im Vergleich anschaue, mag da ein gravierender Unterschied in der Kontrastschärfe sein oder ist das visuell nicht wirklich von Belang?


Was meint Ihr dazu
 
Hallo du,


"hier zu hause" liegt in Deutschland, denke ich mal, also nicht in Namibia oder einem besonders guten Standort. Daraus folgt, dass das Seeing im Regelfall die Grenze setzt, vor allem in dem Grenzbereich am Planeten. Daraus folgt wiederum, dass eine vergleichende Beurteilung ziemlich schwierig wird.

Nehmen wir beste Bedingungen am Himmel an und nehmen wir weiter beste optische Qualität beider Teleskope an und schließen thermische Probleme an den Teleskopen und der Umgebung aus, dann sollte das Newton-Teleskop einen leichten, sichtbaren Vorsprung haben. Da die obigen Annahmen aber in der Regel nicht erfüllt sind, gibt es noch unzählige Störfaktoren, die eine Rolle spielen.



Beste Grüße,
Christian
 
Hallo Eckyy,

wenn ich nur visuell unterwegs bin, würde ich mich Fragen warum ich mir eine EQ-8 für über 3000 Euro anschaffen soll. Oft sind es doch die sekundäre Faktoren, wie Christian schon erwähnt hat, die einem das Bild ruinieren.

Grüße

Matthias
 
Hallo,

von der Brennweite schon ein riesiger Unterschied.
Hier in unseren Breiten wäre bei so größer Öffnung ein Dobson vernünftiger. Und man spart sich die Monti.
Dann lieber in einen richtigen Dobson investieren.....meine Meinung.
Wenn ich das Teil nur aus der Garage fahre bis in den Garten, dann 20" oder mehr.

VG, Endriko

 
Hallo

.. das ist selbsterklärend

Ein richtiges Dobson braucht keine Montierung.
Ein falsches Dobson braucht eine Montierung man nennt es dann Newton.

 
was unterscheidet denn einen richtigen von einem falschen Dobson ? mauer

das kann ich Dir sagen - der richtige Dobson hat keine digitalen Teilkreise... :biggrin:

Nee, im Ernst: es dürfte doch wohl deutlich sein, dass mit einem "richtigen" Dobson einfach ein größerer gemeint war, ein richtig schönes großes Teleskop halt - wo ein SC nun mal eher selten in Größen oberhalb von 14" anzutreffen ist...

Gruß

Norman
 
Hallo Matthias,
für die Montage des 16er SC ist eine parallaktische Monti weitaus besser geeignet als die serienmäßige Gabelmontierung,oder, deswegen mein Gedanke an die neue EQ 8.
Und natürlich sind die anderen Faktoren nicht zu ignorieren.
Mir kommt es auch nur auf den direkten visuellen Vergleich der Optiken an.

Gruß
Peter
 
Hallo Christian,
ich kann also sagen, bei uns hier zu Hause -im Garten beim normalen Durchschauen bei beiden der großen Optiken kaum ein visueller Unterschied zu sehen ist?

(ich gehe mal theroretisch von gleichen sekundären Bedingungen und etwa gleichen Gesichtsfeldern aus und von ca 20% gegen 31% Obstruktion)

gruß
peter
 
Hallo Norman und Larry,

jetzt bin ich aufgeklärt, danke ?) , dann brauche ich ja nur beim Spechteln meinen NGC Max ausschalten und sogleich hat sich mein falscher Dobson wieder in einen Richtigen verwandelt?
Ist ja cool... wobei, wenn ich jetzt meinen Tubus alleine(also ohne Rockerbox) rumtrage, ists ein Newton geworden..

NB: Bin mal gespannt, welche Antworten, dem schlechten Wetter geschuldet, heute dazu noch eintreffen.

Jetzt mal Spass beiseite. Habe deswegen sarkastisch nachgefragt, da mir vor einigen Tagen bei einer Spechtelnacht mit einem Newbie, welcher sich ein eigenes Teleskop kaufen wollte, auf meinen Rat "kauf dir einen Dobson" geantwortet wurde:

"Nein, ich möchte ein richtiges und schickes Teleskop haben, welches auch was her macht".

Und ich [zensiert] habe den jungen Mann auch noch 2 Stunden vorher alle möglichen Deep-Sky-Objekte gezeigt.
Da fällt einem nichts mehr ein.
 
Hallo Peter

die unterschiedlichen Brennweiten machen einen Vergleich schlecht möglich.
 
Hallo Werner,

so wie es Norman geschrieben hat, so habe ich es gemeint.
Vielleicht hätte ich es anders schreiben sollen ;).

Endriko

 
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Servus,
drei Unterschiede ließen mich den Newton (oder Dobson) wählen. Die kürzere Brennweite lässt schwächere Vergrößerungen zu, damit auch größere Felder. Und die Obstruktion beim Newton ist geringer. Weiterhin dauert es ziemlich lange, bis das 14-16"SC temperiert ist. Wenn diese Punkte nicht von Bedeutung sind, kommt ein SC auch in Frage.

CS
Gottfried
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Eckyyy,

hab seit einigen Wochen meinen 16" f/4 Newton (Eigenbau, 20% Obstruktion) auf kräftiger EQ- Plattform (gekauft) in Erprobung. Danach käme ich niemals auf die Idee mir ein 16" SC mit passender Monti anzuschaffen.

Mit dem Newton kann ich mittels der komakorrigierten 2,7x Düring- Barlow und preisgünstigen Okus ganz ausgezeichnet und bequem sitzend Mond, Planeten und sonstige hochvergrößerungswürdige Objekte beobachten. Das geht natürlich mit den SC ebenfalls. Man hätte hier nur den kleinen Nachteil der erheblich größeren Obstruktion und der ewig währenden Temperaturanpassung des SC.

Da das Seeing bei uns selten bis nie die hohe Auflösung von 16" freigibt liegt notgedrungen der Schwerpunkt vis. Beobachtungen bei DS- Objekten bei mittlerer bis geringer Vergr. Hier besticht der Newton mit seinem relativ großen Gesichtsfeld. Man muss sich dazu aber relativ teure WW- Okulare und einen guten Komakorrektor gönnen. Derzeit besitze ich ein Nagler 27 mm, Nagler 3,5 mm und ein Ethos 13 mm. Das 3,5mm konnte ich bisher noch nie nutzbringend einsetzen.

Gruß Kurt

 
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Re: visueller Unterschied zwischen ...

Zitat von Kurt:
Man hätte hier nur den kleinen Nachteil der erheblich größeren Obstruktion und der ewig währenden Temperaturanpassung des SC.
Hallo Kurt, von welchen Voraussetzungen gehst Du hier aus? Von einem belüfteten, also optimierten, Newton, vielleicht sogar eine offene Konstruktion und einem unbelüfteten Standard-SCT? Ein wahrlich hinkender Vergleich, wie ich finde. Das Newton - in offener Bauweise - hat also keinerlei Probleme? Bodenseeing? Da ist dann ein etwas höher liegendes (auch noch belüftetes) SCT schon besser dran.

Ein C14 hat beispielsweise 32% Obstruktion und ein standardmäßiges Newton so 25%. Eine Zitat
Zitat von Kurt:
sieht für mich anders aus.


Zitat von Kurt:
Da das Seeing bei uns selten bis nie die hohe Auflösung von 16" freigibt liegt notgedrungen der Schwerpunkt vis. Beobachtungen bei DS- Objekten bei mittlerer bis geringer Vergr.
Aha, das gilt fürs SCT dann nicht? Wie wichtig ist dann noch die "erheblich" größere Obstruktion? :)



also nichts für ungut und

Beste Grüße,
Christian





 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Servus Christian,

die 25% Obstruktion stimmen für kleine Standard-Newton. Hier war die Frage nach größeren Geräten. Da sind 15-20% leicht zu realisieren. Der 63cm Newton, den wir gerade bauen, hat mit dem fotografischen Fangspiegel (170mm) knapp 25% Obstruktion, bei über 40mm ausgeleuchteten Feld. der visuelle Fangspiegel ist mit 120mm deutlich kleiner.... Den Unterschied in der Obstruktion sieht am schon!

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Christian, liebe Mitleser,

mein Vergleich hinkt wahrscheinlich deshalb weil ich noch kein 16" SC kennengelernt habe welches ordentlich belüftet ist. Da kommt bekanntlich die Hemmschwelle mit den Staubeintrag. Also kurz, ohne Belüftung kann man die Dinger für Hochvergr. vergessen.

Und wie viel Obstruktion hat das 16" SC denn wirklich? Jedenfalls sind es deutlich mehr als mein 16" mit genau 19,3%. Da muss man sich doch nur die MTFs anschauen um die deutlich bessere Kontrastübertragung beim Newton zu erkennen. Hab spaßeshalber mal 32% und 19% Obstruktion angenommen Der Unterschied ist zwar noch nicht niederschmetternd aber doch unübersehbar. Rein rechnerisch müsste sich das auch bei mittlerer und geringer Vergrößerung bemerkbar mache. Ich weiß aber nicht ob jemand dazu schon systematische Beobachtungsversuche gemacht hat. Falls ich es nicht wieder vergesse werde ich das mal meinen Newton mit Wechselobstruktion 19% <=>&#61683;32% ausprobieren.

Bei dem Newton hab bisher nur typisches "blurring", also schnell ändernde Seiingschlieren wahrnehmen können. Falls Bodenseeing auftreten sollte kann ich ganz schnell auf ISO-Tubus und saugende Zwangsbelüftung umrüsten.

Noch etwas: Mit der Tau-Raureifanfälligkeit hat man beim Newton üblicherweise weit weniger Probleme als bei des SCs.

Und noch etwas zum Gesichtsfeld:
Das max. sinnvolle GF (AP <= ca. 8 mm) ist bei dem f/4 Newton 2,5x größer als beim F/10 SC. Keine Ahnung ob man beim SC mit sog. Reducern deutliche Verbesserungen ohne Qualitätseinbuße erreichen kann.

Gruß Kurt
 

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Re: visueller Unterschied zwischen ...

hallo Leute,
vielen Dank für Eure Meinungen.
Danke!

PS:

"An die Servicepartner von Meade":

ich würde mir ja gerne mal ein solches Meade SC 16 Zoll auf einer parallaktischen Montierung ansehen-
wie ist es denn mit dem ATT 2014 ???

bringt das ein Aussteller mal mit?

bis denne und
mit freundlichem Gruß
eckyyy
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Kurt,

naja für Kugelsternhaufen wie auch Planeten braucht man ja kein großes Gesichtsfeld. Diesen (hier völlig unbedeutenden) Vorteil des Newton hattest du ja ins Spiel gebracht. Deine Vergleiche mittels MTF sind schön, aber fast nur von theoretischem Interessen, denn wie oben schon mehrfach erwähnt wurde, setzt das Seeing die Grenze. Simuliere doch mal nur leichte Tubulenzen, dann siehst du wie diese dir deine schöne MTF-Kurve zerhauen. Auch lässt du bei der Betrachtung der MTF optische Unzulänglichkeiten außen vor, die beide Systeme praktischen aufweisen können. Wie oben schon geschrieben wird ein tatsächlicher Praxistest laaange auf sich warten lassen, weil 1.) Es nicht so viele 16"-SCs wie 16"-Newtons gibt und weil 2.) Die Bedingungen wohl eher selten so sein werden, dass beide Systeme in den Grenzbereich vordringen könnten. Von daher wundert es mich schon, dass du Bescheid weißt über den Grenzbereich eines 16"-SCs, das ja nach deinen Aussagen völlig unbrauchbar ist, wenn es unbelüftet betrieben wird. Ich wundere mich immer über die guten Planetenbilder eines Damian Peach und Co, die mit einem C14 entstehen. Es wäre echt lustig, wenn er nicht belüften würde. :D Bevor wieder das unsinnige Argument kommt, Fotos und Visuell kann man nicht vergleichen. Doch, wenn jemand so gute Bilder macht, dann muss der Visuelle Anblick der Hammer sein, muss sich jedenfalls von einem Newton gleicher Größe nicht wesentlich unterscheiden.

Na belüftet er, belüftet er nicht, das ist hier die Frage: :D
http://www.damianpeach.com/barbados07.htm


Ins diesem Sinne,
beste Ostergrüße,
Christian
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Frohe Ostern,
vor einiger Zeit am Taubenberg konnte ich ein 14" Meade mit meinem (nicht besonders tollen) 16" Dobson (GSO Standard-Spiegel) vergleichen. Nicht nur mir, sondern auch dem SC-Besitzer viel die wesentlich brilliantere Abbildung im Dob auf. Das SC zeigte zB Kugelsternhaufen zwar aufgelöst, aber irgendwie matschig, während bei ähnlicher Vergrößerung das Bild im Newton knackig und lecker war. Das kann ich nicht mit irgendwelchen Zahlen oder Funktionen belegen, aber wie sagt ein guter Freund alleweil:

AEG = Aus Erfahrung Glug....

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Christian,

naja für Kugelsternhaufen wie auch Planeten braucht man ja kein großes Gesichtsfeld. Diesen (hier völlig unbedeutenden) Vorteil des Newton hattest du ja ins Spiel gebracht...
für Planeten ist das sicher unwesentlich. Aber schon beim Mond finde ich den Anblick mit besonders großem Gesichtsfeld eindrucksvoller. Dann kommen noch die vielen ausgedehnten DS- Objekte...Ich mag es halt mit 12“ oder16“ f/4 und Nagler 27 mm am Himmel zu „surfen“.

Ich hab zahlreiche Beobachtungen mit eigenen 12" Cassis in f/15 und f/12 hinter mir. Das hat mich dazu gebracht mir einen guten 12" f/4 Spiegel zu kaufen (geht schneller als selber schleifen :cool:). Das war für mich der Anlass meinen alten 16" f/4,9 Newton auf f/4 umzustricken und ihn auf die EQ zu stellen. Heute tut es mir leid dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Das ganze lässt sich in zwei Teilen noch relativ leicht ohne Fremdhilfe aus der Garage in den Garten tragen und ohne Werkzeug betriebsklar machen.

Ich hätte den 16“ f/4 auch genauso gut zu einem f/10 Cassi verbauen können. Aber dann hätte mir noch die passende Monti gefehlt. So etwas oder die Kombination 16“ SC + schwerer Monti würde für mich auch nur in einer festen Hütte Sinn machen, die ich leider nicht habe. Jüngere und kräftigere Stammtischbrüder als ich haben mir berichtet dass der Aufbau eines 16“ SC eine recht sportliche Angelegenheit ist, die man besser nicht alleine ausführen sollte.
…Deine Vergleiche mittels MTF sind schön, aber fast nur von theoretischem Interessen, denn wie oben schon mehrfach erwähnt wurde, setzt das Seeing die Grenze. Simuliere doch mal nur leichte Tubulenzen, dann siehst du wie diese dir deine schöne MTF-Kurve zerhauen…...
Da bin ich mir noch nicht so sicher ob der Unterschied in der MTF nur vom theoretischen Interesse ist. Immerhin ist er im Bereich der rel. Ortsfrequenz 0,3- 0,4 am größten. Wie schon gesagt werde ich das (vielleicht schon heute Nacht) praktisch austesten und davon berichten.
…Auch lässt du bei der Betrachtung der MTF optische Unzulänglichkeiten außen vor, die beide Systeme praktischen aufweisen können. ….
Ich gehe von opt. geringen Restfehlen für beide Systeme aus. Das ist produktionstechnisch durchaus möglich. Nur wird es für den Kunden äußerst problematisch das nachzuprüfen. Mir ist auch nicht bekannt welche Hersteller von SCs verbindliche Daten zur opt. Qualität liefern. Manche Spiegelhersteller tun das. Ein oder zwei davon halten sich für so überragend gut dass sie darauf verzichten. :/ Jedenfalls würde ich kein Teleskop oder Parabolspiegel ohne schriftlich zugesicherte opt. Qualitätsangabe kaufen.

…Von daher wundert es mich schon, dass du Bescheid weißt über den Grenzbereich eines 16"-SCs, das ja nach deinen Aussagen völlig unbrauchbar ist, wenn es unbelüftet betrieben wird. ….

„Völlig unbrauchbar“ hab ich nicht gemeint. Ich hab nur mehrfach mit 9“ und 8“ SCs im direkten Vergleich erlebt dass sie permanentes Tubus – Seeing zeigten. Ich kann mir nicht vorstellen dass das bei größeren SC s nicht passiert. Wir sind uns da wohl völlig einig dass hier für hochwertige Planetenfotos die Beseitigung von Tubussseing unabdingbar ist.
… Damian Peach und Co, die mit einem C14 entstehen...
Wie die das genau machen wüsste ich auch gern... ?)

Gruß Kurt
 
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Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Miteinander,

Noch mal zur Simulation MTF + Seeing. Man kann den immer vorhandenen natürlichen Wechsel des nicht anschaulich simulieren. Deshalb hier der angekündigte BB zum Obstruktionsveruch der vergangenen Nacht. Dazu hab ich eine 140 mm durchmessende Pappscheibe auf einen 5mm dicken Holzstab als Halter geklebt. So kann man die vergrößerte Obstruktion ohne das Teleskop zu berühren manuell in den Strahlengang schwenken während man das Auge am Okular hat.

Wenn man echt wissenschaftlich vorgehen will dürfte der Beobachter nicht wissen ob und wann die Obstruktion geändert wird. Leider hatte ich dafür keinen Helfer verfügbar. Trotzdem bringe ich spaßeshalber die Tabelle in Anhang mit den Ergebnissen vorbehaltlich Selbsttäuschung. Jedenfalls hab ich den Eindruck dass auch bei typischen, relativ hellen DS- Objekten hohe Obstruktion bei vis. Beobachtung merklich kontrastmindernd wirkt.

Zu dem verwendeten „HR- Coma Correktor“ von EXPLORE SCIENTIFIC kommt noch ein spezieller BB. Hier bei diesem Versuch hat sich aber bereits der Nutzen mehr als deutlich gezeigt: Die (+) bzw. (++) ohne Komakorrektor gelten nur dann, wenn das Objekt mittig im Gesichtsfeld liegt. Mit obigem Komakorrektor ist das weit weniger kritisch.

Gruß Kurt
 

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Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Kurt und alle,

deine Versuche kann ich durch eigene Beobachtungen durchaus bestätigen auch wenn es schon eine Weile her ist. 2005 und auch 2006 hatte ich das Glück, bei hervorragenden Seeingbedingungen auf der WSP in Florida zu beobachten. Hier waren natürlich mehrere größere SC's (14" - 16") und entsprechend optimierte 16" N auf dem Platze. In keinem der SC's war die Bilddefinition hinsichtlich des Kontrastes an Saturn mit den Newtonsystemen vergleichbar. Die Newtonsysteme schnitten ohne Ausnahme besser ab. Tubusseeing konnte man sehr wahrscheinlich vernachlässigen, zumal einige Nächte sehr mild waren und ein Temperaturabfall bis zum Morgen kaum vorhanden war (ausgleichende Wirkung der großen Wasserflächen auf den Key's).

Vor allem ein direkter Vergleich war recht aufschlußreich und ist mir noch sehr deutlich im Gedächtnis haften geblieben. Das waren aber keine 16" Geräte sondern zwei 10" Teleskope: Ein Takahashi Mewlon (Obstruktion ca. 30%) und ein MN mit Intes Micro Optik F7 (Obstruktion ca. 15%). Die Abbildung an Saturn war in beiden Fernrohren genial gut, aber eben doch mit "mehr Biss" im MN. Ich gehe davon aus, dass hinsichtlich der optischen Qualität beide Geräte auf etwa dem selben hohen Level waren. Die Spinne im Mewlon allein kann diesen doch merkbaren Kontrastunterschied m. E. nicht verursacht haben.

Ich hatte damals sehr viel Wert auf derartige Vergleiche gelegt, zumal die unmittelbare Anschaffung eines größeren MN, Refraktor oder ähnliches Gerät mit sehr gutem Kontrastverhalten unmittelbar bevorstand. Kurze Zeit später entschied ich mich dann nach ausgiebigen Vergleichen auch mit sehr guten, größeren Apos für einen 12"MN, den ich aber schweren Herzens vor wenigen Monaten hergegeben habe.

Viele Grüße
Werner
 
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Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo zusammen,

ich bin zwar sehr unerfahren, trotzdem erlaube ich mir zu sagen dass, bei gleiche Wetter-Bedingungen , die grosse
Brennweite-Unterschied zwischen SC und Dobson verursacht visuell, bei gleiche Okulare, der grösster Unterschied.
Bei SC sieht man die Objekte grösser als bei Dobson.

Viele Grüße

Marco
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Werner,

vielen Dank für deinen Bericht. Bei uns muss man erfahrungsgemäß leider sehr lange warten bevor man 16" an Planeten voll ausreizen und demensprechend den Einfluss von unterschiedlicher Obstruktion bei gegebener Öffnung wahrnehmen kann. Ich war aber bei meinen gestrigen Versuch überrascht dass dieser Effekt bei hellen DS- Objekten dass trotz wenig perfekter Bedingungen erkennbar ist.

Gruß Kurt
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Marco,

ich bin zwar sehr unerfahren, trotzdem erlaube ich mir zu sagen dass, bei gleiche Wetter-Bedingungen , die grosse
Brennweite-Unterschied zwischen SC und Dobson verursacht visuell, bei gleiche Okulare, der grösster Unterschied.
Bei SC sieht man die Objekte grösser als bei Dobson.

Wenn man jeweils die gleichen Okularen verwendet hast du natürlich recht. Aber in der Praxis wird man doch eher bei annähernd gleicher objekttypischer AP vergleichen. Daraus ergeben sich dann zwangsläufig unterschiedliche Okularbrennweiten bei f/4 bzw. f/10, sofern man zur Anpassung keine Barlowlinsen verwendet. Wenn ich z.B. mit meinem 16" F/4 Newton für hohe Vergr. ein 3,5 mm Nagler einsetze macht es überhaupt keine Sinn das selbe Okular auch mit einem 16" f/10 SC zu verwenden.

Gruß Kurt
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Zitat von Kurt:
Zu dem verwendeten „HR- Coma Correktor“ von EXPLORE SCIENTIFIC kommt noch ein spezieller BB. Hier bei diesem Versuch hat sich aber bereits der Nutzen mehr als deutlich gezeigt: Die (+) bzw. (++) ohne Komakorrektor gelten nur dann, wenn das Objekt mittig im Gesichtsfeld liegt. Mit obigem Komakorrektor ist das weit weniger kritisch.

Wie hast du das mit dem Korrektor bei dem 16" f/4 mit nur 19% Obstruktion gemacht? Ich habe die Daten von einem 16" f/4 mal in myNewton eingegeben. Aber selbst bei nur wenigen mm Vollausleuchtung ragt der Korrektor (85mm langes Rohr + 32mm Backfokus) doch so ca 2cm/3cm (bei 2mm/5mm Vollausleuchtung) vor den Hauptspiegel und stört somit das Beugungsbild. Oder hat diese Verdeckung am Rand durch den zu weit hereinragenden Korrektor noch keine sichtbaren Auswirkungen?

Gruß
Peter
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Peter,

... Oder hat diese Verdeckung am Rand durch den zu weit hereinragenden Korrektor noch keine sichtbaren Auswirkungen?

diese Verdeckung beträgt bei mir ca. 5 cm². Bezogen auf die Fläche des Hs sind das ca. 4 Promille Lichtverlust und praktisch nicht wahrnehmbares Streulicht wg. der kleinen zusätzlichen Obstuktion. Kurz gesagt, man merkt es nicht. Aber ich werde den Fs trotzdem gegen einen etwas größeren austauschen.

Gruß Kurt
 
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Kurt und Werner,alle,

vielen Dank für die Informationen.
Ich bin sehr nachdenklich geworden.Ein Fernrohr für alles
gibt es einfach nicht.
Stimmt.
Jedenfalls nicht in der normalen Bezahl Ebene.
.
Ich war letztes Jahr auf Big Island und hab da abends gemütlich auf 2800 Höhe durch ein C 11 geschaut. War nicht besoders,die Justage war daneben aber was ich da sofort bemerkt hab, war das fehlende Tubusseeing, was hier zu Lande immer da ist und die visuelle Beobachtung zu nichte macht. Immer.
.
Meine Frau sagt mir immer-das beste größte Fernrohr hier zu Hause ist rausgeschmissenes Geld, fahre lieber nach Namibia und miete dir da ein perfektes Fernrohr, da kommt wenigstens Freude beim Beobachten auf.

Stimmt auch wieder oder?

gruß
peter
.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: visueller Unterschied zwischen ...

Hallo Peter,
Zitat von Eckyyy:
...
Meine Frau sagt mir immer-das beste größte Fernrohr hier zu Hause ist rausgeschmissenes Geld, fahre lieber nach Namibia und miete dir da ein perfektes Fernrohr, da kommt wenigstens Freude beim Beobachten auf...
Einspruch! Klar ist Namibia toll, wenn die Bedingungen dort stimmen - tun sie aber auch bei weitem nicht immer. Und wie oft ist man da schon?
Hier in DE gibt es durchaus noch interessante Ecken, in denen auch visuell richtig viel zu holen ist. Ich persönlich kenne/nutze Südbrandenburg und Nordbrandenburg/MV.
Und wenn Du es z.B. nicht weit in die Alpen hast, ist das DEFINITIV einen Versuch wert.
 
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