Vixen FL90S – vom Schuldienst in die Garage und zurück zum Sternenhimmel

Schmelzing

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich möchte auch ein Teleskop-Komplettset vorstellen: Es handelt sich um einen Vixen FL90S Fluorite, 90/810 mm, vermutlich aus den 1980er-Jahren. Zu mir kam er über Kleinanzeigen und hat bereits eine etwas ungewöhnliche Biografie hinter sich.

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Der Verkäufer hatte ihn bei einer Auktion aus einem Schulbestand erworben. Leider gelang es ihm nicht, das Teleskop in Betrieb zu nehmen. Also führte der Weg des ehemals stolzen Schulteleskops zunächst einmal nicht zurück unter den Sternenhimmel, sondern – ganz prosaisch – in die Garage. Dort blieb er offenbar eine Weile, bis er Platz machen musste und bei Kleinanzeigen inseriert wurde.

Bei der Übernahme fehlten einige Teile. Aber was braucht ein alter Vixen schon, wenn man eine Restekiste, etwas Improvisation und einen Sohn mit 3D-Drucker zur Hand hat? So konnten einige fehlende Kleinteile wieder ergänzt bzw. nachgefertigt werden.

Zum Glück war bei dem Fund nicht nur der FL90S dabei, sondern auch eine passende grüne Vixen Super Polaris samt AL90-Stativ mit Halbsäule. Damit war die historische Kombination schon ziemlich überzeugend – und natürlich viel zu schade, um sie nicht wieder als Einheit herzurichten.

Beim vorsichtigen Reinigen gab es dann noch eine kleine Überraschung: In der Super Polaris, genauer gesagt im Bereich der Polsucheröffnung, fanden sich tatsächlich zwei kleine Stückchen Schulkreide. Als Lehrer hat mich das natürlich amüsiert. Offenbar bringt man aus dem Schuldienst nicht nur gute Erinnerungen mit, sondern manchmal auch ein wenig Kreide – und sei es Jahrzehnte später noch in einer Vixen-Montierung.

Leider kam mir die symbolische Bedeutung dieses kleinen Fundstücks erst nach dem ersten Reinigungswahn so richtig zu Bewusstsein. Die Kreidestückchen waren da bereits entsorgt. Immerhin habe ich vorher noch ein Foto davon gemacht – die Beweislage ist also gesichert.

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Auch äußerlich trägt der FL90S seine Vergangenheit noch stolz zur Schau: Auf der Taukappe (die fehlte und wurde von meinem Sohn mit 3D Druck ersetzt) befindet sich eine Gravur mit dem Hinweis auf das Eigentum der Stadt. Der kleine Fluorit war also tatsächlich einmal als Schulteleskop im Einsatz.

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Und damit schließt sich für mich irgendwie ein kleiner Kreis: Ein ehemaliges Schulteleskop landet bei einem Lehrer. Nur dass es diesmal hoffentlich etwas häufiger zum Einsatz kommt.

Nach einigen Jahrzehnten Schulbetrieb, Auktion und anschließendem Garagenaufenthalt durfte der FL90S jedenfalls endlich wieder das machen, wofür er ursprünglich gebaut wurde: Sterne zeigen.

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Das macht er übrigens ausgesprochen gut. Bei der ersten Beobachtung von Balkon zeigte sich eine für das Alter erstaunlich knackige Abbildung: Sterne werden bei sauberer Fokussierung nadelfein und punktförmig dargestellt, dazu kommen der hohe Kontrast und die sehr gute Schärfe, die man von einem klassischen Vixen-Fluorit erwartet.

Standesgemäß steht der FL90S inzwischen wieder auf seiner grünen Super Polaris mit dem passenden AL90-Stativ und der Halbsäule – also ziemlich genau so, wie man sich ein klassisches Vixen-Setup der damaligen Zeit vorstellt.

CS
Stephan

PS: mir fehlt jetzt noch der originale grüne 6x30 Klapp/Schwenk-Sucher. Wer einen in der Kiste ungenutzt liegen hat und mir verkaufen möchte - bitte melden!
 
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Hallo zusammen,

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Standesgemäß steht der FL90S inzwischen wieder auf seiner grünen Super Polaris mit dem passenden AL90-Stativ und der Halbsäule – also ziemlich genau so, wie man sich ein klassisches Vixen-Setup der damaligen Zeit vorstellt.

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CS
Stephan

Hallo Stephan, Glückwunsch zu diesem Sahnestück. Im letzten Bild zeigst Du den Tubus auf einer Vixen GP (oder GPDX), trägt die Super Polaris denn den Fluorit genauso zuverlässig?

Ich wünsche viel Spass damit, viele Grüße
Kay
 
Hallo Kay,
@KayAlf

ja genau, das Balkonfoto zeigt den Einsatz auf einer GP-E.

Nach meiner Recherche wurde als Montierung die SP im Kombipaket mitverkauft und diese trägt den FL90 mit seinen ca. 3,5kg hervorragend!

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Auf dem Balkon zeigte sich dann, dass das kleine Stativ AL-90 mit Halbsäule dem AL-130 haushoch überlegen ist. Weniger Grundfläche bei höherer Stabilität.

Ich nutze als visuelles Allroundgerät einen Vixen ED102S auf GP-E. Da beide Vixen-Geräte zum Einsatz kommen (FL90 für schnelle "Vintage Balkon Beobachtungen" und der ED102S mit 2" Aufnahme mit Binoviewer und anderem schweren Zubehör für längere Abende), nutze ich nun das kleine Stativ mit Halbsäule auf der GP-E. Die ist motorisiert und die Prismenklemme ermöglicht einen schnellen Wechsel für beide Teleskope. Ein zweites Gegengewicht habe ich heute über das Forum bereits finden können und ist auf dem Weg zu mir...

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CS
Stephan
 
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Hallo Michael,
@Astrofan61

tut mir leid für den Beinahe-Treffer, aber der kleine Fluorit ist hier wirklich in sehr gute, fürsorgliche Hände geraten.

Bei der knappen Anzeigenbeschreibung und der unklaren Fotodokumentation hatte ich jetzt auch nicht mit einem FL90 gerechnet...

CS
Stephan
 
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Hallo Stephan,
ich bekam schon vorab ein Foto mit dem Typenschild vom Verkäufer.
Aber kann man ja verstehen, das es einfacher für ihn war , es vor Ort zu verkaufen.
Dann viel Spaß damit!
 
Glückwunsch zum FL-90S - dies ist auch mein letzter verbliebener Vixen Apo, der nun final bleiben darf :)

Ein super Gerät! Leicht, kompakt und takenscharf ;)

Kommt jetzt im Wechsel mit einem Vixen Shuttle-Scope 80S (je nach Ziel) als g&g scope auf einer Zeiss T-Montierung zum Einsatz.
 
Auch von mir Glückwunsch zum FL90S !
Haben den FL102S als Autoreise-Gerät, und der ist nahezu perfekt.
(z. B. gestern nahezu perfekter Saturn bei 300x mit Radian 3 und seeing P9-10, Genfersee; mehr will ich nicht... :)).
Der FL90S soll ja spezifisch noch einen Tacken besser sein als der FL102S; wenn dem so ist, dann sehr viel Spaß... :p.
Der OAZ könnte etwas unpräzise sein; aber da gibt es ev. Möglichkeiten der Aufrüstung...?!

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Hallo zusammen,
vielen Dank für die positive Anteilnahme! Ich war gestern zum zweiten Mal mit dem Gerät unter dem Himmel. Die originale OAZ-Adaption bietet leider nur wenig Backfokus; hierfür lasse ich mir einen Adapter auf T2 anfertigen. An 2" ist mit dem Originalauszug nicht zu denken – und so lasse ich das Gerät zunächst bewusst im Originalzustand für meine „Vintage-Beobachtungen“.

Das Gerät war auf dem Balkon sofort einsatzbereit. Das Beugungsscheibchen im Fokus zeigte sich sauber. Intrafokal waren feine, konzentrische Beugungsringe mit scharfer Abgrenzung und hohem Kontrast zu erkennen. Extrafokal ebenfalls eine saubere konzentrische Ringstruktur, allerdings mit etwas geringerem Kontrast und diffuserer Abgrenzung. Einen auffälligen Astigmatismus konnte ich nicht feststellen; auch an Wega zeigte sich visuell keinerlei auffällige Farbe.
Zum Test habe ich dann mit dem 4,5-mm Okular alle vier Komponenten von Epsilon Lyrae getrennt (Epsilon 1 Lyrae liegt meines Wissens bei etwa 2,3" Abstand). Auch den Begleiter von Izar (Epsilon Bootes) konnte ich trennen. Dazu noch etwas M13 – am Rand bereits schön aufgelöst – sowie Albireo mit seinen tollen Farben. Theoretisch geht da mehr, aber da muss das Seeing hier auch erstmal mitspielen.
Dann kamen leider auch schon Wolken auf. Aber am Ende zählt: Es macht richtig Spaß, und der „Kleine“ ist unglaublich schnell einsatzbereit.

CS
Stephan
 
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Hallo zusammen,
ein kurzes Update zu meinem Vixen FL-90S, da sich beim Zubehör und am Tubus noch ein paar praktische Details geändert haben.

1. Das Zubehör-Kästchen für bewusste Vintage-Abende

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Um dem Refraktor zeitlich und optisch die passende Ergänzung zu geben – besonders für ganz gezielte, entspannte Retro-Beobachtungsabende – habe ich mir in den vergangenen Tagen schrittweise ein zeitlich mehr oder weniger stimmiges Set aus japanischer Fertigung zusammengestellt:

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Das Set besteht aus:

Celestron 26mm Plössl (1,25", Vixen Japan): Übersichtsokular mit angenehmem Einblick.

Vixen 18mm Ortho (1,25", Japan): Für mittlere Vergrößerungen auf der Achse.

Vixen 12mm Ortho (1,25", Japan, OEM): Klassisches Volcano-Top Abbe-Ortho.

Criterion 6mm Ortho (1,25", Japan, Circle Y: Liefert am FL-90S 135-fache Vergrößerung bei 0,67mm Austrittspupille. Eine gut nutzbare Brennweite für Mond und Planeten.

Tani 5mm Ortho (0,965", Japan): Mit 162-facher Vergrößerung und 0,55mm AP optisch bereits grenzwertig, dient aber bei sehr gutem Seeing als Maximalreserve.

Celestron 2x Silvertop Barlow (1,25", Vixen Japan): Ergänzt die Reihe theoretisch, kommt allerdings mit den originalen Vixen-Adaptern des FL-90S nicht in den Fokus. Der Okularauszug war werkseitig primär auf den optischen Weg von 0,965"-Zubehör ausgelegt, wodurch beim langbauenden 1,25"-Barlow-Setup schlicht In-Focus fehlt. Bei der Staffelung wird sie auch nicht zwingend benötigt.

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Die Okulare liegen sauber eingepasst im Holzkasten. Neben den Optiken finden dort auch die Verkabelung der Vixen MD-6 Quarz-Motorsteuerung sowie der klassische Rükl-Mondatlas ihren festen Platz – ideal, um das gesamte Equipment für eine klassische Visuell-Session auf einen Griff parat zu haben.


2. Anpassungen am Tubus

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Am Teleskop selbst wurden noch drei kleine Änderungen vorgenommen:

1. Auf den Rohrschellen ist eine Kamera-Schiene montiert, die als Tragegriff dient.

2. Gewichtsreduktion: Die originale Zubehörschelle (Accessory-Schelle) wurde demontiert, um überflüssiges Gewicht am Tubus einzusparen.
Sucher:

3. Ein passender 6x-Sucher ist nun fest am Auszug verbaut.

So steht das Setup für den praxisnahen Einsatz bereit.

CS

Stephan
 
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Sehr schön!

Einige Anmerkungen:
- in jedem Fall 90° Winkelsucher (um den sonst eintretenden Meningismus mit Kopfschmerzen für 24h zu verhindern)
- für widefield z. B. ein ES 24mm 68° (nicht schlechter als das Pano 24mm, ist klasse an meinem FL102)
- Orthos und Plössls sind ganz gut, haben jedoch Tunnelblick und miesen Augenabstand :(. Deshalb auf bequeme, gebraucht günstige aber
optisch hervorragende Radians oder Pentax XLs umsteigen (mit etwas Geduld im Gebrauchtmarkt suchen; das Unterschied ist riesig...!)
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Hinweise und Anregungen, @Steinheil

Das Set ist von mir ganz bewusst für eine möglichst zeitgenössische Beobachtung mit Originalausrüstung gedacht – mutmaßlich etwa 1985–87. Ich möchte den FL90S zunächst quasi auf einer kleinen „Retro-Schiene“ betreiben: Teleskop möglichst im Originalzustand und dazu Okulare, die zeitlich dazu passen.

Moderne, komfortablere Okulare habe ich durchaus auch – unter anderem die Baader-Morpheus-Reihe, mit der ich sehr zufrieden bin. Die decken für mich das moderne Beobachten mit großem Gesichtsfeld und angenehmem Augenabstand bereits ziemlich gut ab.

Auch ein 90°-Winkelsucher ist vorhanden. Komischerweise komme ich mit dem geradsichtigen Sucher aber besser zurecht. Ich kann dabei mit einem Auge den Himmel und mit dem anderen durch den Sucher schauen – das funktioniert für mich tatsächlich erstaunlich gut. Weiteres Starshopping erfolgt dann mit dem Übersichtsokular. Gegen Nackenprobleme hilft die Halbsäule zusammen mit dem Berlebach Astrostuhl.

Der FL90S soll zunächst einfach bewusst einmal so erlebt werden, wie man ihn ungefähr in der damaligen Zeit hätte betreiben können. Moderne Teleskope, 2"-Zubehör, Binoviewer usw. sind hier ebenso vorhanden und kommen zum Einsatz, wenn mir eher nach maximalem Komfort ist und ich die größere Ausrüstungstasche mitnehme.

Natürlich kann es trotzdem passieren, dass ich nach ein paar Abenden mit den Orthos und dem begrenzten Augenabstand völlig entnervt aufgebe, alles in die Schublade lege und doch nachrüste. 😄 und da bin ich ganz deiner Meinung, da steht der Fokussierer ganz oben auf der Liste.

Aber zunächst reizt mich gerade diese bewusste Reduktion und das Beobachten mit der alten Kombination. Ich werde berichten, wenn doch Frust aufkommt ;).

CS
Stephan
 
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Hallo zusammen,

kurzes Update, vielleicht mit Interesse für alle Besitzer von Vixen Teleskopen mit dem M53x1 Gewinde am Okularauszug.

Einen Adapter M53x1 Adapter gibt es kommerziell meines Wissens nicht im EU-Handel. Ich konnte aber mithilfe von KI eine 3D Druck Datei eines Adapters erstellen. Der Adapter endet auf T2 und baut möglichst kurz auf. Er erlaubt zusammen mit einem T2 Prisma oder dem T2 Amici Prisma auch die Beobachtung mit dem Binoviewer (mit 1,7x GWK). Damit sind - bis auf 2" Zubehör und Beobachtung mit dem Herschelkeil (die Hitze des Brennpunktes lässt den PETG Kunststoff schmelzen) - weitere Optionen mit dem Original Fokussierer ohne Umbau möglich!

CS Stephan

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Vixen FL90S – die Restaurierung ist abgeschlossen

Hallo zusammen,

Nachdem ich meinen Vixen FL90S hier im Forum vorgestellt hatte und sich ein schöner Austausch über das Teleskop und seine Ausstattung entwickelt hatte, möchte ich noch eine kurze Rückmeldung geben: Der Restaurationsprozess ist inzwischen abgeschlossen.


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In den vergangenen Wochen konnte ich einige fehlende Teile ergänzen und das Teleskop samt Montierung wieder vervollständigen:

  • 6×30-Sucher: Ein passender Sucher wurde nachgerüstet.
  • Gegengewicht: Auch für die Vixen Super Polaris konnte ich ein passendes Gegengewicht beschaffen.
  • Motorisierung: Die Montierung erhielt einen Rektaszensionsmotor samt MD-6-Steuerung. Besonders gefreut hat mich, dass sich sogar die originale grüne Zahnradabdeckung noch auftreiben ließ.
  • Polhöhenschraube mit Knebel: Die an der Super Polaris fehlende Schraube konnte ersetzt werden.
  • Abdeckkappe für den Polsucher: Auch diese fehlte zunächst beim Kauf. Auf einer der letzten HATT hatte ich vorsorglich eine passende Kappe mitgenommen – eigentlich für meine Great Polaris, die bislang noch ohne Polsucher auskommen muss. Nun fand sie zunächst am FL90S Verwendung.
  • Rektazensions- Poleinstellungs-Schrauben: Beide Schrauben waren verbogen und mussten entfernt werden. Ich habe die baugleichen Schrauben aus dem Vixen Fotoadapter entnommen und die verbogenen Schrauben durch intakte Originale ersetzen können.
  • Objektivdeckel: ein fehlender Objektivdeckel wurde durch einen passenden 3D Druck ersetzt.

Auch bei der Anpassung des Zubehöranschlusses hat sich etwas getan: Zwei selbst gefertigte 3D-Druck-Adapter ermöglichen es, den optischen Weg zu verkürzen und den FL90S wahlweise mit 1,25-Zoll-Zubehör oder einem T2-Anschluss zu nutzen. Der Rückbau auf das originale Zenitprisma mit 0,965-Zoll-Steckmaß ist dabei jederzeit möglich. So bleibt die ursprüngliche Ausstattung erhalten, während sich zugleich weitere Möglichkeiten für die Beobachtung eröffnen.


Damit ist der FL90S für mich nun wieder ein weitgehend vollständiges Teleskop, bei dem sich die klassische Ausstattung aus den 1980er-Jahren mit einer gewissen Flexibilität für die heutige Beobachtungspraxis verbinden lässt.


Ein herzliches Dankeschön an alle, die mich bei der Suche nach den fehlenden Teilen unterstützt, Hinweise gegeben oder mir mit passenden Komponenten weitergeholfen haben. Gerade dieser Austausch macht das Forum für mich so wertvoll.

CS
Stephan
 
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Sehr schön, dass der Refi wieder mit original Teilen ausgestattet und genutzt wird - so muss das! :)

Meiner hat ja inzwischen auch wieder eine SP als Untersatz :) - böderweise mit einem 90L drauf und jetzt bin ich zwischen den Beiden bei jeder Beobachtungs-Möglichkeit hin und her gerissen... - der FL ist defintiv besser, keine Frage aber eben doch nicht so viel wie man vielleicht denke würde und der 90L hat mit seiner Länge und Leistung als "einfacher" Achromat einfach einen Charm dem man (ich) mich auch nur schwer enziehen kann... Luxusprobleme... :D :D :D

Hier die Beiden bei einer Vergleichsbeobachtung.

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Genieß Deinen 90L ! :)
 
Hallo zusammen,


vielen Dank für das viele positive Feedback!

@fotofreund: momentan steht er aufgebaut im Arbeitszimmer, da kann ich ihn mir anschauen und habe auch bei schlechtem Wetter Freude an/mit ihm.

@donadani: Beides schöne Teleskope! Der 90L entspricht mit seiner Länge ja auch dem Bild eines „klassischen Refraktors“ und dürfte bei diesem Öffnungsverhältnis sicherlich eine angenehme Abbildungsqualität bieten.

Ich kenne diese „Zerrissenheit“ gut. Bei mir geht es mir mit meinem Vixen ED102S ähnlich: Durch seinen 2"-Okularauszug kann ich das gesamte 2"-Zubehör nutzen, etwa einen Binoviewer oder einen Herschelkeil. Der FL90S ist mit seinem schmaleren Okularauszug in dieser Hinsicht deutlich eingeschränkter.

Dafür ist er schön handlich, bietet eine tolle Abbildungsqualität und kommt bei mir auf dem Balkon mit deutlich weniger Zubehör viel schneller und unkomplizierter zum Einsatz. Gerade wenn es um eine spontane Beobachtung geht, ist das ein echter Vorteil.

Weniger ist eben manchmal doch mehr.

CS
Stephan
 
@fotofreund: momentan steht er aufgebaut im Arbeitszimmer, da kann ich ihn mir anschauen und habe auch bei schlechtem Wetter Freude an/mit ihm.
Hallo Stephan ...
Zwei mal auch bei mir so , ( sogar mit Zustimmung meiner Frau im Wohnzimmer ), ... => :cool:
In meinem Zimmer ist kein Platz mehr frei ... => ;)
Gruß
Marco
 
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