Vixen VC oder VMC 200

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Chribo

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Hallo Sternfreunde !

Wie siehts aus mit der optischen Qualität der beiden Geräte ? Da ich nicht vorhabe Astrofotos zu machen stellt sich für mich die Frage ob der optische Gewinn gegenüber einem Newton 200/1000 groß ist.

Da ich jetzt einen 200/1000 Newton nutze überzeugt mich zur Zeit nur die großere Brennweite des VC/VMC und die kürzere Baulänge.

Da beim Wechsel keine größere Öffnung heraus kommt frag ich mich wo soll das bessere Bild herkommen ???

Oder doch lieber 10" Sc ??

Kann mir da jemand Rat geben ?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß und CS

Christian

 
hallo chribo,

das thema VMC oder VC hatten wir schon oft, einfach
mal die suchfunktion bemühen.

zusammengefasst hier die worte von s.korth, das sagt eigentlich alles.

die frage ist wohl auch, was zeigt dir dein jetziger newton und
was willst du mehr sehen? mehr deepsky, mehr planeten, mehr sonne,
mehr alles? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
möglicherweise brauchst du zum mehrsehen gar kein neues gerät.
hast du deinen newton schon optimiert, mir velours, lüfter, neuem
okularauszug? das kann wahre wunder wirken!

ein 10"SC? sicher kein schlechtes allroundgerät, wenn die optik
passt. wenn ich allerdings an das tubusseeing denke und die auskühlzeit
von mehreren stunden......knackscharfe planetenbilder wirst du damit
nur selten haben (außer bei fixer aufstellung natürlich).

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Chribo,

ein VC oder VMC hat wahrscheinlich eine längere Brennweite als ein Newton. Dafür ist aber der Tubus des Newton länger. Behalte doch einfach Deinen Newton und kaufe Dir noch ein VC oder VMC, dann hast Du beides. Man kann ja nie wissen, ob man mal eine kürzere oder längere Brennweite braucht.

CS,
Oliver
 
Hi Chribo,

in SuW (x/2002) gab es vor kurzer Zeit mal ein Test des VMC 200 von Vixen und da wurde auch als Vergleich ein 8" Newton herangezogen.

Als von der Bildqualität war er ähnlich eines Newton. Aber Deep Sky mässig diesen unterlegen aufgrund seines Öffnungsverhältnisses. An Planeten aufgrund der großen Abschattung auch nicht besser als der Newton.

Wenn du ein Deep Sky Fan bist dürfte das Scope dir wenig bringen. Einziger Vorteil sehe ich in der kurzen Bauweise. Falls du z.B. nur eine EQ5/HEQ5 hast dürfte diese das SCope gearde noach so tragen (visuell), während ein 8" Newton /f5-6 schon fast zu groß für diese Monti ist. Eine Lichtgewinn hast du auch nicht, einen 8" Newton haste schon, also meine Epmfehlung vergiss es. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß

Lots
 
auf unserer Website www.vehrenberg.de findet man zumindest einen Erfahrungsbericht von Kurt Hopf (Sternwarte Hof) über das VMC. Eigentlich lesenswert und dieser gibt einen sehr guten Eindruck von dieser Optik.
Mit freundlichen Grüßen
Vehrenberg KG
 
Hallo Lots,

der Bericht über das VMC stammt von mir und Sven Wienstein und wurde in Sterne und Weltraum 3/2002, S. 74 ff veröffentlicht.

Zu finden ist der Artikel auch auf meiner Homepage, hier der Link:
http://www.astrohoppe.de/Berichte_und_Tipps/Vixen_VMC_200_L/vixen_vmc_200_l.html

Das VMC haben wir übrigens hauptsächlich mit einem SC verglichen, mit Ausnahme der visuellen Deep-Sky-Beobachtung, hier kam das Vixen R 200 SS ins Spiel.

Meiner Meinung nach ist eine Optik mit f=1950mm eine gute Ergänzung zu einem f=1.000mm Newton (Abbildungsmaßstab), insofern wäre m.E. das VMC oder VC eine gute und sinnvolle Anschaffung. Ein weiteres interessantes Gerät in dieser Hinsicht ist übrigens das Celestron 9,25, aber das hat natürlich schon wieder 1,25" mehr Öffnung.

Clear Skies

Michael
www.astrohoppe.de
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael!

Ich war neulich bei einem Beobachtungsabend an einer Sternwarte und hab da auch mal angesprochen, daß ich mir einen 8" von Vixen (hatte bzw. habe das VMC und auch das VC im Auge) anschaffen will.
Ein dort anwesender Hobbyastronom fragte gleich, ob's das R 200 SS werden sollte. Er hielt nicht viel vom R 200 SS, meinte es wäre [Zitat:] "zu hell", und riet mir davon ab.

Nun, ich wußte bis dahin noch nicht viel vom R 200 SS, fragte nicht weiter nach und hab halt im Anschluß eigentlich nichts schlechtes vom R 200 SS gelesen bzw. gehört. Im Gegenteil.
Ich weiß leider nicht, wie der Sternfreund zu der Meinung kommt. Meinte er vielleicht VISUELL zu hell, weil das Teleskop ja für die Fotografie optimiert ist?

Grüße,

osho
 
Hi Osho,

ich hab's selbst.
Also die Aussage ist Quatsch, insofern als visuell die Bildhelligkeit von der Vergrößerung abhängt. Wenn ich mit dem 8-Zöller 100x Vergrössere, ist das immer gleich hell, egal welches Scope. Da bei R200SS, VC, VMC, SC die Obstruktion sehr ähnlich ist, gibt's auch da keine sichtbaren Unterschiede.
Fotografisch ist diese Helligkeit erwünscht, und wenn sie einem nicht passt, kann man den f/7,5-Adapter hinzunehmen.
Bleibt nur, daß dieser Sternfreund Streulicht meinte. Bei F/4 ist es wirklich nicht leicht damit. Vixen hat den Okularauszug des R200SS ab Werk mit einer Art Schaumstoff, ähnlich Filz, ausgepolstert, weil Mattlack hier nicht ausreicht. Ich denke, wer das Gerät gekonnt mit Filz auspolstert, macht nochmal einen ordentlichen Kontrastgewinn durch Streulichtunterdrückung.

Ich selbst bin von meinem Gerät sehr überzeugt und habe visuell viel Spaß. Das grosse Gesichtsfeld ist phantastisch - welcher 8-Zöller bringt (mit welchem Okularaufwand) z.B. Plejaden oder Praesepe wirklich vollständig ins Bild? Rechnerisch geht's mit allen, aber in der Praxis...
Mein LV 30 mit 60° (da gäbe es auch noch Okulare mit noch mehr Feld um 30mm) zeigt den Ringnebel zusammen mit beiden Kastensternen im Feld und der Kontrast ist dabei so ordentlich, daß der Ringnebel schon bei dieser Vergrösserung (27x) ein deutlicher Ring ist.
Es hat mich im September eine Weile gekostet, eine Mittenmarkierung anzubringen und das Gerät mit dem Laser für Planeten zu trimmen. Das ist aber gut gelungen. Es ist keine Planetenkanone, resultierend aus den Anforderungen ans Okular, aus dem Streulicht und aus der Obstruktion. Aber die Jupiterbeobachtung am letzten Samstag bei 320x war ein Genuß. Was mit Webcam und auch chemisch mit dem R200SS geht, steht auf meiner Homepage.
Bei der DeepSky-Beobachtung bin ich voll und ganz zufrieden. Visuell wünsche ich mir bei einigen planetarischen Nebeln mehr Vergrößerung=Öffnung, aber dafür kann der 8-Zöller ja nichts.
Unter Vorstadthimmel (5m) braucht man schon Nebelfilter, um bei schwacher Vergrößerung etwas machen zu können. Das ist bei allen 8-Zöllern so. Aber mit einem günstigen 1,25" Nebelfilter (ob OIII, UHC oder DeepSky) und einem Okular mit voller 1,25" Feldblende bekommt man am R200SS auch noch ein sehr grosses wahres Gesichtsfeld.
So bleibt als einziges, echtes Ärgernis, daß bei kaltem Tubus der Deckel immer herunterfällt...
Und - das muß man auch sehen: bei f/4 wird manches Okular, ob teuer oder nicht, zum Versager. Man ist doch arg eingeschränkt bei der Okularwahl.

Clear Skies
Sven
 
Bleibt nur, daß dieser Sternfreund Streulicht meinte. Bei F/4 ist es wirklich nicht leicht damit. Vixen hat den Okularauszug des R200SS ab Werk mit einer Art Schaumstoff, ähnlich Filz, ausgepolstert, weil Mattlack hier nicht ausreicht. Ich denke, wer das Gerät gekonnt mit Filz auspolstert, macht nochmal einen ordentlichen Kontrastgewinn durch Streulichtunterdrückung.

Hi Sven,

da ich in meiner Hütte von herüberscheinenden Strassenlampen geplagt werde, kenne ich das Streulichtproblem bei Langzeitbelichtung nur zu gut. Nichtmal der exzellent geschwärzte und mit blendenversehene FS APO von Tak (f/6) konnte Streulicht vollständig unterdrücken.

Deshalb habe ich bei all meinen Optiken mit Pappe die Tuben ca. auf das dreifache verlängert. Das wirkt - nebst deinem Filztip - auch Wunder! Zusätzlich hat man dann auch Ruhe vor Tau. Diese extreme Verlängerung geht natürlich nur, weil ich nur mit 12 mm Bildiagonale (CCD) arbeite. Bei KB wirds dann schon vignettieren...
 
Hallo Sven,

ich bin immer wieder erfreut, wenn du mit großer Begeisterung und hoher fachlicher Kompetenz im Forum schreibst.

Wer kann da dem R200SS wiedersprechen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Gruß, Micha
 
Ich würde mich auch eher Lots anschließen und sagen: Sein lassen.
Der Fragesteller will damit nicht fotografieren, also ist der "Abbildungsmaßstab" kein Kriterium. Oder habe ich dich falsch verstanden?
 
Hi Leute,

vielen Dank für die Hinweise und Tipps. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Bei meiner Fragestellung geht hauptsächlich darum ob das VMC/VC 200 visuell ein Gewinn gegenüber dem 8" Newton bring.

Fest steht das ich mir ein Kompaktgerät zulege da dieses einfacher zu händeln ist.
Jetzt kommts nur drauf an ob es ein SC, VMC/VC oder Vergleichbares wird.

Da das VMC/VC nur als 8 Zöller zu haben ist überlege ich ob nicht ein 10 oder 11 Zöller SC die bessere Wahl ist.


Gruß aus dem Westen

Chribo




 
Hi Osho,

gerade der Vorteil des R 200 SS ist ja die gr. Austrittspupille die z.B. mit einem 30mm Okular (AP=7,5mm) erreicht werden kann. Damit sind natürlich schwache, flächige Nebel am besten beobachtbar bzw. werden überhaupt erst sichtbar (z.B. Californianebel, IC 405 oder IC 410 im Fuhrmann). Mit einem VMC oder VC ist dies ggf. eben nicht möglich...

Wenn man natürlich so eine "Lichtkanone" z.B. in einer Großstadt mit einem langbrennweitigen Okular (z.B. LV 30mm) einsetzt, dann macht sich die Himmelshelligkeit negativ bemerkbar (meine Erklärung für die Äußerung "zu hell"). Ansonsten ist es Unsinn, wie Sven schon schrieb.

Clear Skies

Michael
www.astrohoppe.de
 
Hallo,

ich gebe zu, in erster Linie bin ich natürlich Astrofotograf und in erst in zweiter visueller Beobachter...

Trotzdem lassen sich "leichter" höhere Vergrößerungen mit dem VMC/VC erzielen und es müssen nicht unbedingt die kurzbrennweitigsten Okularen zum Einsatz kommen. Meines Erachtens liegt der gr. Pluspunkt bei der Transportabilität des Systems, ist halt doch einfacherer zu transportieren als ein Newton!

Zur Fragestellung zurück: Mal unabhänigig von anderen Faktoren (Fotografie, Transport, Okulare usw.) bringt ein 8" Cassegrain nicht mehr als ein 8" Newton. Insofern würde ich z.B. zum bereits angeführten C 9,25 raten (gute Optik, besser gerechnet und länger als ein "normales" SC, z.B. hat der HS f/3,3 statt f/1,95).

Clear Skies

Michael
www.astrohoppe.de
 
Hi,

ich glaube, es müsste schon ein arg Schlechter Newton sein, wenn Du mit irgendeinem anderen 8-Zöller (Refraktoren aussen vor) einen Gewinn machen kannst, der den (finanziellen) Aufwand lohnt.

Willst Du ein Kompaktgerät, kommst Du um das Cassegrain nicht herum ( egal welches Cassegrain-Design). Willst Du aber visuell mehr haben, brauchst Du auch mehr Öffnung.
Mehr Öffnung aber macht den Handling-Vorteil das Cassegrain zunichte. Ein C9,25 ist sicher genauso mittelprächtig im Handling, wie ein 8" Newton. Es sei denn, du kommst mit der Tubusrotation am Newton nicht zurecht, die hätte ein Cassegrain nun nicht mehr nötig.
Hinzu kommt, das nicht jede Montierung, die einen 8" Newton trägt auch noch das C9,25 trägt - um es mal als kleinstmöglichen Sprung zu mehr Öffnung zu nennen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
hallo Chribo,

letzlich läuft es auf mehr Öffnung hinaus. Das C 9,25 (oder ein 10" MEADE) ist aber immer noch recht kompakt und auf alle Fälle handlicher als ein 10" Newton.

Wenn es sich also beim 8" f/5 von Chribo um einen Skywatcher und nicht um den kompakten Celestron Newton handelt, dürfte es auch mit dem C 9,25 (m.E.) keine Probleme geben. Die neuen Tuben von Celestron sind außerdem recht leicht gebaut, teilweise wird sogar - allerdings nicht beim C 9,25 - Kohlefaser verwendet.

Clear Skies

Michael
 
Hallo Christian

Mir geht es auch ausschließlich um die visuelle Beobachtung. Da stehe ich vor der genau umgekehrten Frage. Ich habe ein C8 und bin mit der Leistung am Planeten bisher nicht zufrieden. So überlege ich mir ein 8" oder 10" Newton (Dobson) zuzulegen. Was ich zum C8 schreibe, kann vielleicht nicht ganz auf die VC/VMC Geräte übertragen werden. Ich selbst habe beim ITV 2001 einmal kurz durch eins von beiden Geräten (VC/VMC weiß nicht mehr welches) schauen können. Da konnte ich keinen großen Unterschied zum C8 feststellen. Aber das war auch nur ein kurzer Blick.

Visuell sind die Newton aufgrund ihrer Bauart eindeutig im Vorteil. Zitat von der ausgezeichneten Seite ://www.intercon-spacetec.com/: "Ab 8" f/6 kann visuell die Obstruktion unter 20% gehalten werden, und damit wird die Kontrastleistung eines guten Refraktors gleicher Öffnung möglich";und "Die oft zitierte Aussage, ein SC sei wegen seiner langen Brennweite besonders für Planeten geeignet, ist blanker Unsinn. In der Praxis erreicht ein Durchschnitts-SC am Planeten nicht mal die Leistung eines halb so großen Durchschnitts-Refraktors".

Für Deep Sky ist das C8 durch das kleinere Gesichtsfeld aufgrund der großen Brennweite dem Newton unterlegen.

Der Vorteil des C8 liegt darin, dass es ein kleines Fernrohr mit großer Öffnung ist und noch einfach auf eine kleine (Super Polaris) parallaktische Montierung gesetzt werden kann. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Beste Grüße
Peter
 
Hallo,

hast Du schon eine den Einbau einer aktiven Belüftung in Dein C8 in Erwägung gezogen (oder sogar schon gemacht)?

Der Binoviewer hat dazu mal was geschrieben. Der Unterschied am Planeten soll zu einem unbelüfteten C8 enorm sein!
 
hallo nochmal,

für mich ist die sache klar!

wenn du ein kompaktes und natürlich auch möglichst
leichtes gerät willst, das dir sowohl bei deepsky
als auch bei planeten mehr zeigt, als dein jetziger
8"-newton, dann kommt nur ein C11 mit kohlefasertubus
in frage. das kannst du dann in der gabel nehmen oder
auf eine GPDX wuchten. ich würde für visuelles
beobachten eher die gabel nehmen.

so schauts aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Status
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