Volldurchstarten mit Rundumausrüstung für DeepSky

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Hallo Felix,

das klingt nicht viel.
Gesamtgewicht lt. Teleskop Spezialisten beträgt 34,8 kg.
Ich merke es bei der AVX mit einem Gesamtgewicht von 25 kg.
Da mein Mann mein Hobby teilt und wir viel auf der Terrasse machen, spielt das Gewicht für mich keine große Rolle, für andere eventuell schon.

Du beruhigst mich auf jeden Fall mit deiner Angabe. Aber ich muss auch nur 3 Schritte gehen.

Euch allen einen schönen Abend und CS,

Kerstin

P.S. Klarnamen in Anrede eingefügt :)
 
Hallo Kerstin,

das ist nur der Kopf, die Montierung selbst.
Dazu kommt das Stativ mit ca. 8Kg, Gegengewicht(e) (je) 5Kg.
Der Kopf muss auf das Stativ gehoben werden.

Ich habe die EQ-6 R, mir ist das Teil zu schwer geworden.
Balkon, Terrasse mag ja noch gehen, mache ich auch, aber raus auf den Acker damit, neee :D.
 
Huhu,

das weiß ich doch. Aber ich trage einzeln, wenn mein Mann nicht da ist und hatte trotzdem Bammel, weil ich mir die EQ 6R Pro irgendwann holen möchte.

Mobil geht dann die AVX mit.

Grüßchen
 
Hallo Melissa,

da du ja meinen Kanal erwähnt, möchte ich dann auch noch meinen Senf dazu geben. Wenn es jetzt keine ganz klare Budgetbegrenzung gibt würde ich folgendes Vorschlagen:

Kamera: Eine DSLR. Gibt hier im Forum immer wieder (auch jetzt gerade) sowas wie die Canon 60D astromodifiziert. Man kann nichts falsch machen mit einer DSLR, vor allem am Anfang. Eine Astrokamera ist einfach schon grundsätzlich komplexer im Umgang, kann man aber ja immer noch machen. Neu kaufen geht natürlich auch, und erstmal ohne Astromodifikation arbeiten, dann kannst du die Kamera auch noch gut wieder verkaufen falls das doch nichts für dich ist.

Montierung: Extrem vom Teleskop abhängig. Eine HEQ5 SynScan ist sehr flexibel. Vom kleinen APO bis zum 6" Newton kann man da alles drauf schnallen. Ab 8" Newton eine EQ6 und für den kleinen APO reicht die EQM35 oder eine EQ5 völlig aus.

Teleskop: Ein kleiner APO hat den Vorteil man muss nicht viel machen, fokussieren und los gehts. Nachteil: Recht teuer für wenig Teleskop. Ein Newton, z.B. der Skywatcher 150 PDS hat ein unschlagbares Preis/Leistung Verhältnis. Nachteil: Er muss ab und an justiert werden. Wer nicht über räumliches Vorstellungsvermögen verfügt, keinen Sinn für Optik oder Mechanik hat, für den ist das nichts. Dem einen fällt das total leicht mit der Justage, der andere verzweifelt dran. Geduld und ein ruhiges Gemüt sind auch von Vorteil.
Mond geht mit beidem, Planeten ist einfach was ganz anderes.

Autoguiding: Da ich zur DSLR rate, rate ich auch zum MGEN-III. Unfassbar einfach aber verhältnismässig teuer. Er funktioniert einfach, das finde ich ein wichtiges Kriterium. Aufwärtskompatibel falls man dann doch mal mit einer Astrokamera und Laptop arbeiten möchte. Die günstigere Lösung wäre eine Nachführkamera, und PHD2. Ich bekomme oft Hilferufe zu PHD2, jedoch nicht zum MGEN. Ich nutze selber aber auch PHD2, mache Autoguiding aber auch schon ewig.

Ich habe jetzt jahrelang mit einer schweren CCD Kamera gearbeitet, mit Großteleskopen gearbeitet, Höher, Schneller,Weiter etc. etc. (werde ich auch weiterhin tun). Die letzten Monate aber habe ich mit einem 6" Newton (zugegeben ein Edel Teil), einer Montierung in der Größenordnung HEQ5, dem MGEN und einer Canon 6Da fotografiert und es hat totalen Spaß gemacht. Warum? Weil es so einfach ist. Aufbauen, Einnorden, fokussieren übers Display der Kamera mit einer Fokusmaske, MGEN einschalten und los. Ich höre auch viel gutes von Lösungen wie AsiAir, höre aber auch ab und an von Leuten die den Schritt von der DSLR zur Astrokamera bereuen. Man sollte dann schon etwas Technikbegeistert sein.

Software: Da hat man soviel Auswahl. Man kann mit Freeware erstmal starten bevor man sich sowas wie PixInsight oder AstroPixelProcessor kauft. Es gibt sehr moderne Free bzw. LowCost Programme wie Siril oder AffinityPhoto. Wenn du dann wirklich Feuer gefangen hast würde ich tatsächlich früh mit PixInsight anfangen.

CS Frank
 
- oder doch eine ZWO Astrocam? Aber welche ist da gut genug, um mein "Ziel" , später einmal Nebel o. Galaxien als Poster zu drucken, zu schaffen? (1 MP ist doch nix, oder? Oder bin ich zu unwissend, um nicht zu wissen, dass der Chip und/oder die MP von Astrocam NICHT mit der einer Spiegelrefl. zu vergleichen ist)

vielleicht hierzu einmal noch etwas.... was das Drucken angeht... zum Rest wurde ja schon sehr viel gesagt mit den unterschiedlichsten Meinungen :)
Etwas ab vom eigentlichen Astro-Thema, aber da Dir das son bisschen auch als Ziel vorschwebt, denke ich sollte man zum Drucken auch mal was sagen.

Was ich hier beschreibe gilt im Endeffekt generell für alle Bilder, die man drucken möchte, egal ob Astro, Portrait oder sonstwas. Ich versuche mal nicht zu viele Faktoren reinzubringen, aber da gibts auch ne Menge, was das alles beinflussen kann...

Megapixel sind im Endeffekt Megapixel, egal aus welcher Kamera sie kommen. Auch wenn die Sensortechnologie etwas anders ist und man evtl. sehr genau genommen ein paar kleine Unterschiede machen könnte, so zählt schlussendlich trotzdem die Anzahl der Megapixel, wenn es darum geht, wie groß Du ein Bild in einer gewissen Qualität drucken kannst.

Lass Dich nicht von Aussagen wie "300 DPI muss man für den Druck haben" fehlleiten, denn DPI ist ein relativer Wert und Du kannst den bei jeder Datei beliebig einstellen... weitere Erläuterungen spare ich mir mal, das würde zu weit führen.
Nur so viel: Man kann auch eine große Plakatwand von mehreren Quadratmetern Fläche mit einem 5 Megapixel Bild bedrucken (was dann effektiv nur wenige DPI sind) und sie kann gut ausehen - und zwar, wenn der Betrachtungsabstand groß genug ist.

Für Bilder, die evtl. 80x60 cm groß sind und in der Wohnung hängen - man sie also auch mal aus 1-2m Entfernung genauer ansieht, sollten es schon ca. 20-24 Megapixel sein für eine ziemlich gute Qualität, mehr geht natürlich immer. Es würden aber wahrsscheinlich auch noch gute Ergebnisse mit mind. 12 Megapixeln rauskommen, wenn entweder der Betrachtungsabstand größer ist oder aber das Material, auf dem gedruckt wird gröber ist (z.B. Leinwand statt Fotopapier) oder man sagt, hey - ich seh das gar nicht, die Qualität ist doch gut!

Machst Du Drucke, die ca. A4 groß sind, könnte man jetzt sagen, ok da braucht man ja erheblich weniger Megapixel... aber da bei solchen Bildern der Betrachtungsabstand für gewöhnlich auch geringer ist, hebt das wieder einiges auf und Du landest bei ca. 10 Megapixeln für eine gute Qualität, mindestens aber 5-6 Megapixel.

Soweit die Theorie und der "professionelle Anspruch" an Druckerzeugnisse. Aber... probiere es einfach aus, wenn Du die ersten Bilder hast... und drucke mal auf verschiedenen Größen - das kostet ja heute nicht mehr die Welt... und verschaffe Dir nen eigenen Eindruck. Es ist mega cool, ein eigenes gedrucktes bzw. ausbelichtetes Bild in den Händen zu halten, davon kann man gar nicht genug haben :D

Es kann nämlich auch wunderbar sein, dass Dir die Qualität bei weniger Megapixeln auch noch gefällt und es gar nicht sonst wie toll aufgelöst sein muss, weil Du Dich über das gemachte Bild ansich freust.

Wie gesagt, wenn Dein Anspruch gedruckte Bilder für die Wand sind, dann denke ich, bist Du mit der DSLR super aufgehoben, weil die einfach mehr Auflösung zu wenig Geld liefern. Natürlich muss man manchmal croppen, weil die Objekte nur einen kleinen Teil Deines Bildes einnehmen - dann geht auch wieder viel Auflösung verloren.

So, ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht auch noch damit vollkommen verwirrt... ;)
Daher vielleicht meine Meinung am Ende einmal zusammengefasst:
Wenn Du was vernünftig drucken willst, nimm keine Kamera unter 10/12 Megapixel.

Und für alle die evtl. gleich etwas dagegen sagen wollen - das ist rein aus drucktechnischer Sicht, nicht aus Astro-Sicht betrachtet - die 2000 Pixel am Monitor kann ja jeder :-P

greetz,
Arne
 
Für beide Optionen hast du viel Input bekommen. Es liegt jetzt an dir, dich für eine Sache zu entscheiden.

So, liebe Melissa und jetzt musst Du Dich entscheiden, wer Dein Herzblatt wird und mit wem Du im Herzblatthubschrauber Richtung Deep Sky Poster fliegen wirst.

Ist es Kandidat A, der mit seinem kleinen APO sowohl leicht als auch pflegeleicht, aber teuer ist, oder ist es Kandidat B, der schwere Junge mit seinem großen Newton, der immer mal eine Justage braucht, Dich aber auch zukünftig in die Tiefen des Universums entführt, oder ist es Kandidat C, die Übergangslösung, der experimentierfreudig ist und Dir bei der Orientierung hilft, aber schnell zu klein werden könnte.
 
So ist es leider im Leben, irgendwann muss man ja mal anfangen!

Auch wenn das Herzblatt ein dicker Junge namens Newton ist, der jeden Tag äääähm... „justiert“ werden will...! :ROFLMAO: :ROFLMAO: :ROFLMAO:
 
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