Vollformat - Die Wahl des "richtigen" Chips

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gernot
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Gernot

Aktives Mitglied
Hallo Leute!

Ich würde mir in naher Zukunft gerne eine Astrokamera mit Vollformat -Chip kaufen und bin bei der Auswahl sehr unsicher... Ich bin hauptsächlich mobil unterwegs (ZWO AM5) und verwende einen Takahashi E 130D & einen Askar SQA 55.

Zur Auswahl stehen:

ZWO ASI 2400 MC Pro

- Pixelgröße nicht ideal für meine Brennweiten -> immer im Undersampling
- Riesenpixel -> sammeln viel Licht

ZWO ASI 6200 MC Pro

- Pixelgröße passend
- Hohe Auflösung -> Vielleicht bei meinen Widefields nicht wichtig!?
- extreme Anforderungen an Justage und Optik durch die kleinen Pixel
- Dateigröße eines Lights light bei 130MB

So richtig passt eigentlich keine der Kameras...Wie seht ihr das?
Es stellt sich auch die Frage, ob mal neue Sensoren auf den Markt kommen werden!?

CS Gernot
 
Hallo Gernot,

ich würde auf jeden Fall die ASI 6200 nehmen. Da hast Du einfach mehr Möglichkeiten.
  • Um die Datenmenge zu reduzieren und mehr Licht zu sammeln kannst Du mit Binning arbeiten.
  • Wenn Du doch mal ein kleineres Objekt aufnehmen willst, kannst Du mit ROI einen Ausschnitt wählen und dadurch die Datenmenge reduzieren und hast die bessere Auflösung bzw. den besseren Abbildungsmaßstab.
CS.Oli
 
Hallo Gernot,

ich würde auch zur ASI6200 raten, da die vom Sampling einfach gut zu den verwendeten Instrumenten passt. Binnen mit dem IMX455 Farbe würde ich nicht machen, bei der Mono hingegen schon. Ich hab wegen dieser Flexibilität von der 2400MC (hervorragende OSC für mittlere und große Brennweiten!) auf 6200MM gewechselt.
Die 6200MC gibts aktuell bei einem großen Händer auch preisgünstiger als sonst.
Keine Angst vor der Datenmenge, ein NAS mit heute günstigem Speicher schafft Kapazitäten.

CS, Ralf
 
Hallo Gernot,

ich besitze beide Kameras und würde wie auch von anderen empfohlen, in deinem Fall ganz klar zur 6200MC raten. Die 2400MC kommt bei mir in den längeren Brennweiten wie 1200 mm oder 2800 mm zum Einsatz, und sehe ich auch eher dort im Vorteil.

Die Datenmengen sind in der Tat nicht zu unterschätzen, sowohl in Bezug auf die Speicherung als auch auf die Verarbeitung. Je nach vorhandener Infrastruktur könnte sich daraus ein erhöhter Bedarf an Erweiterungen der IT ergeben. :) Bei kleineren Objekten nutze ich hierbei sehr gerne den APS-Modus, da bekommt man dann eine 2600MC.

Binning sehe ich bei der OSC Version aufgrund der Bayer-Matrix auch nicht als Vorteil, und war deswegen bei mir auch keine Option.

Vielleicht ist nebenbei der Thread noch Interessant: Erfahrungen mit ASI2400MC-PRO vs ASI6200MC-PRO
 
Hi,

ich betreibe ja meine gekühlte 6Da mit noch größeren Pixeln am 160er. Auch ich habe schon überlegt auf eine dedizierte Astrokamera zu wechseln. Ich würde dann wahrscheinlich auch auf die 6200er gehen. Obwohl ich sagen muss das es mit Dithering und Drizzeln auch mit den großen Pixeln gut geht. Mein Standort ist da eh etwas limitiert was das Seeing angeht.
Die 6DaC ist halt in Verbindung mit dem Mgen3 ein absolut einfaches Setup das innerhalb weniger Minuten aufgebaut ist. Problematisch ist für mich den genaue Objektpositionierung. Meine Eq6 bietet zwar ein Goto, aber für das Bildfeld, Drehung usw. hilft das natürlich nicht.

Gruß Markus
 
Ich danke euch für die vielen Tips :)

Hallo Gernot,

ich würde auch zur ASI6200 raten, da die vom Sampling einfach gut zu den verwendeten Instrumenten passt. Binnen mit dem IMX455 Farbe würde ich nicht machen, bei der Mono hingegen schon. Ich hab wegen dieser Flexibilität von der 2400MC (hervorragende OSC für mittlere und große Brennweiten!) auf 6200MM gewechselt.
Die 6200MC gibts aktuell bei einem großen Händer auch preisgünstiger als sonst.
Keine Angst vor der Datenmenge, ein NAS mit heute günstigem Speicher schafft Kapazitäten.

CS, Ralf

Warum würdest du mit einer Farbkamera nicht binnen? Ich kenn mich da gar nicht aus :)

Hallo Gernot,

ich besitze beide Kameras und würde wie auch von anderen empfohlen, in deinem Fall ganz klar zur 6200MC raten. Die 2400MC kommt bei mir in den längeren Brennweiten wie 1200 mm oder 2800 mm zum Einsatz, und sehe ich auch eher dort im Vorteil.

Die Datenmengen sind in der Tat nicht zu unterschätzen, sowohl in Bezug auf die Speicherung als auch auf die Verarbeitung. Je nach vorhandener Infrastruktur könnte sich daraus ein erhöhter Bedarf an Erweiterungen der IT ergeben. :) Bei kleineren Objekten nutze ich hierbei sehr gerne den APS-Modus, da bekommt man dann eine 2600MC.

Binning sehe ich bei der OSC Version aufgrund der Bayer-Matrix auch nicht als Vorteil, und war deswegen bei mir auch keine Option.

Vielleicht ist nebenbei der Thread noch Interessant: Erfahrungen mit ASI2400MC-PRO vs ASI6200MC-PRO

Ich habe gar nicht gewusst, dass die Kamera einen APSC -Modus hat. Kann man das in der ASIair umstellen? Das wäre ja der Hammer!

Derzeit gibts die 6200 MC Pro neu für 3700€... Der Preis ist eigentlich ein "Schnäppchen" :)

CS Gernot
 
Hallo Gernot,

ja in der ASIAIR in den Kameraeinstellungen kann man einfach einen Schalter auf APS-C Mode umlegen, was ich sehr praktisch finde. Somit hat man eigentlich eine 6200 und eine 2600 in einem Gehäuse.

1751886724485.png


Man muss aber auch immer dran denken! Zu Beginn gab es bei mir schon einige begonnene Aufnahmen, bei denen ich erst später bemerkt hatte, dass der APS-C Modus noch aus einem anderen Projekt aktiviert war, obwohl ich als Fullframe aufnehmen wollte. :) Man erkennt es auf der Startseite anhand der angezeigten Auflösung, welche dann kleiner ist, wenn man aufmerksam ist. :sneaky:

Nebenbei bemerkt, falls du mit der ASIAIR arbeitest, wirst du wohl oder übel auch einen kleinen Unterschied beim laden der Vorschauen bemerken. Je nach Verbindung kann es schon mal etwas länger gehen. So ist mir das jedenfalls beim Umstieg von der 2600 auf die 6200 aufgefallen. Also falls hier eine sehr langsame Verbindung besteht, kann das durchaus störend werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gernot,

ja in der ASIAIR in den Kameraeinstellungen kann man einfach einen Schalter auf APS-C Mode umlegen, was ich sehr praktisch finde. Somit hat man eigentlich eine 6200 und eine 2600 in einem Gehäuse.

Den Anhang 492193 betrachten

Man muss aber auch immer dran denken! Zu Beginn gab es bei mir schon einige begonnene Aufnahmen, bei denen ich erst später bemerkt hatte, dass der APS-C Modus noch aus einem anderen Projekt aktiviert war, obwohl ich als Fullframe aufnehmen wollte. :) Man erkennt es auf der Startseite anhand der angezeigten Auflösung, welche dann kleiner ist, wenn man aufmerksam ist. :sneaky:

Nebenbei bemerkt, falls du mit der ASIAIR arbeitest, wirst du wohl oder übel auch einen kleinen Unterschied beim laden der Vorschauen bemerken. Je nach Verbindung kann es schon mal etwas länger gehen. So ist mir das jedenfalls beim Umstieg von der 2600 auf die 6200 aufgefallen. Also falls hier eine sehr langsame Verbindung besteht, kann das durchaus störend werden.

Danke für die ausführlichen Infos, Dane!

Wie schaut es eigentlich mit der Empfindlichkeit der Kameras aus? Die 2400er mit ihren Riesenpixeln und der Rotempfindlichkeit ist da ja der 6200er am Papier überlegen! Konntest du in der Praxis große Unterschiede ausmachen?

CS Gernot
 
Ich hatte damals tatsächlich vor, das mit meinen beiden 6" Apos ganz praktisch auszuprobieren. Die Idee war, mit beiden Kameras gleichzeitig auf dasselbe Objekt zu halten und die gleiche Belichtungszeit zu sammeln, um am Ende die Stacks zu vergleichen. Das hätte mich echt interessiert, aber leider ist es nie dazu gekommen. Es gibt einfach so viel zu testen, und leider viel zu wenig Zeit dafür. Also nein, ich habe da nicht wirklich etwas vorzuweisen.
 
Hi Gernot,

dann spiele ich mal den Spielverderber. Egal, wie Du Dich entscheidest, Du wirst gedanklich hinterher immer um die andere kreisen :-D

Ich selbst nutze den IMX410 auch mit ~300mm und ich sehe da in Zeiten von Drizzle und Co gar kein Problem.

Mir ist ein Color IMX455 preislich zu nah an Mono IMX455. Klar, Filterrad und Co hauen rein, aber weiß Du, ob es nicht noch juckt in Zukunft *den* Schritt zu gehen?

Auf der anderen Seite: wenn Du mit dem bisherigen Sampling Deines IMX571 zufrieden bist, dann kannst Du auch ruhig zum IMX455 greifen. Nur eins ist gewiss: Viel schneller knipst Du Deine Bilder nicht damit, denn es stellen sich automatisch größere Ziele ein, die dann doch wieder ein Mosaik erfordern...

CS
Thomas
 
Hi Gernot,

dann spiele ich mal den Spielverderber. Egal, wie Du Dich entscheidest, Du wirst gedanklich hinterher immer um die andere kreisen :-D

Ich selbst nutze den IMX410 auch mit ~300mm und ich sehe da in Zeiten von Drizzle und Co gar kein Problem.

Mir ist ein Color IMX455 preislich zu nah an Mono IMX455. Klar, Filterrad und Co hauen rein, aber weiß Du, ob es nicht noch juckt in Zukunft *den* Schritt zu gehen?

Auf der anderen Seite: wenn Du mit dem bisherigen Sampling Deines IMX571 zufrieden bist, dann kannst Du auch ruhig zum IMX455 greifen. Nur eins ist gewiss: Viel schneller knipst Du Deine Bilder nicht damit, denn es stellen sich automatisch größere Ziele ein, die dann doch wieder ein Mosaik erfordern...

CS
Thomas

Das ist ja immer so Thomas… Kaufst den schwarzen Wagen gefällt dir der weiße danach besser und umgekehrt ;)

Die 6200 MC Pro kostet gerade 3700€ und deswegen kam mir die Kamera erst in den Sinn! Ich finde den Preisunterschied zur Mono -Version inkl. Zubehör dann doch beachtlich.

CS Gernot
 
Hallo Gernot,
grundsätzlich würde ich auch wegen der Pixelgröße zur 6200er raten. Mit dem SQA55 sind die Pixel immer noch sehr groß, da schadet Drizzeln sicherlich auch bei der 6200er nicht.

Ich weiß, Du hast gerade gesagt, dass der Preisunterschied zur Mono schon sehr ordentlich ist. Stimmt, aber aus der Mono kannst Du auch mehr rausholen. Die Empfindlichkeit ist eine Kante besser, und Schmalband macht im Sommer schon viel Spaß. Aber klar, mit einem kompletten LRGB+NB Filterset verdoppelst Du locker den Kaufpreis. Nur das ist irgendwann vergessen...

VG Wolfgang
 
Hi,

mehr Geld bedeutet bei unserem Hobby in der Regel auch bessere Bilder. Irgendwo muss aber jeder die Grenze für sich ziehen. Ich bin im Moment noch nicht soweit in eine 6200 zu investieren. Ich hatte schon den Vergleich meiner gekühlten 6DaC mit der Sony A7 IVa und einer R6a. Der Unterschied ist zwar da, aber eben nicht so riesig wie ich erwartet hätte. Das mag zum einen an meinem schlechten Standort liegen, aber zum anderen das am Ende einfach die Gesamtbelichtungszeit mehr zählt als die Sensorgeneration so meine Erfahrung.

Gruß Markus
 
Die 6200 MC Pro kostet gerade 3700€ und deswegen kam mir die Kamera erst in den Sinn! Ich finde den Preisunterschied zur Mono -Version inkl. Zubehör dann doch beachtlich.
Ah, ok, ich habe vergessen, dass es im ZWO-Universum ist :-) Bei anderen Produzenten finde ich den Preisvorteil des IMX410 sehr spürbar.
In der ZWO-Welt dann preislich sicherlich eher Richtung 6200 als 2400.

CS
Thomas
 
Hallo Gernot,

eigentlich hast du es doch in deinem Eingangspost schon gut zusammengefasst. Du machst Widefields mit einem Widefield Teleskop. Beim 6200er wirst du dich tot optimieren, dir womöglich noch nen neuen Okularauszug kaufen etc etc etc..
Für ein mobiles Setup finde ich den 410er am Epsilon toll. Ich mache alles nur noch im drizzle mode, mit Farbkameras eh.
Meine QHY600Mono liegt nur hier rum. Kannst du kaufen :cool:

Cocoon

Coathanger

CS Frank
 
Wo wir gerade bei Angeboten sind: Ich hätte aktuell eine 2400MC abzugeben. ;)

CS, Ralf
 
Danke an alle für eure Ratschläge! Die Entscheidung ist nicht so einfach :D

Hallo Gernot,

eigentlich hast du es doch in deinem Eingangspost schon gut zusammengefasst. Du machst Widefields mit einem Widefield Teleskop. Beim 6200er wirst du dich tot optimieren, dir womöglich noch nen neuen Okularauszug kaufen etc etc etc..
Für ein mobiles Setup finde ich den 410er am Epsilon toll. Ich mache alles nur noch im drizzle mode, mit Farbkameras eh.
Meine QHY600Mono liegt nur hier rum. Kannst du kaufen :cool:

Cocoon

Coathanger

CS Frank

Hallo Frank!

Ich hab eh nochmal alles in die Waagschale geworfen und bin dann doch wieder bei der 2400er gelandet. Für Widefields ist die Kombi unter Verwendung von Drizzle -Integration sehr brauchbar. Die Befürchtung einer endlosen Optimierung des TAKs in Kombi mit der 6200 teile ich auch mit dir :)

Vielleicht kommt ja mal demnächst die 2400er im Angebot...

CS Gernot
 
für den Epsilon kann ich die Aussage nachvollziehen, aber für den SQA55, da ist man doch auch mit Drizzling undersampled, oder?

Hi,
ja, damit ist man so oder so im undersampling. Aber wenn man mal ehrlich ist, da bewegen wir uns im Bereich der Teleobjektive. Man muss sich irgendwo fragen was man denn fotografieren will. Große Felder oder Detailaufnahmen. Jedes Milchstraßenfoto, jede Timelapse ist undersampled.
CS Frank
 
Hallo zusammen,

hier würde mich ja echt mal ein Vergleich interessieren, inwiefern sich die großen und kleinen Pixel an einer kurzen Brennweite im Widefield und im deutlichen Undersampling im finalen Bild inkl. Drizzle bei den großen Pixeln unterscheiden. Und dabei geht es mir wirklich um die kleinen und feinen Details. Im Gesamtbild auf dem Bildschirm wird sich hier wohl nichts anmerken lassen, und wer die Bilder auch nur so betrachtet, wird da sicher zufrieden sein. Bei den erwähnten Milchstrassenaufnahmen, weile ja teilweise im Ultraweitwinkel entstehen, ist das hineinzoomen ja auch sehr stark begrenzt.

Ich liebe es, bei solchen Übersichten mich in den Details zu verlieren, und kleinste Strukturen zu entdecken. Als Beispiel hier mein Schmetterlingsnebel, in dem ich im zweiten Beitrag noch Crops mit vielen feinen Details gelistet hatte: IC1318 - Der Schmetterlingsnebel in der Region Sadr

Was wäre, wenn ich bei dieser Aufnahme anstatt der 6200 MC die 2400 MC genutzt hätte? Wäre vielleicht gar nichts zu bemerken? Oder doch? Und das sind 580 mm. Wie ist das bei noch kürzeren Brennweiten wie der hier erwähnte SQA 55 mit weniger als halb so viel Brennweite. Gehen hier vielleicht bei größeren Pixeln vielleicht sogar mehr Details verloren? Ich habe keine Vorstellung.

Wenn ich mit dem MTF-Analyzer von RC-Tools spiele, bekommt man mit der 6200er am SQA55 mit 2x Drizzle den roten Bereich recht klein, während dieser mit der 2400er recht groß erscheint, und selbst bei 3x Drizzle noch gut existent ist. Aber wie sich das in der Praxis auswirkt, keine Ahnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

hier würde mich ja echt mal ein Vergleich interessieren, inwiefern sich die großen und kleinen Pixel an einer kurzen Brennweite im Widefield und im deutlichen Undersampling im finalen Bild inkl. Drizzle bei den großen Pixeln unterscheiden. Und dabei geht es mir wirklich um die kleinen und feinen Details. Im Gesamtbild auf dem Bildschirm wird sich hier wohl nichts anmerken lassen, und wer die Bilder auch nur so betrachtet, wird da sicher zufrieden sein. Bei den erwähnten Milchstrassenaufnahmen, weile ja teilweise im Ultraweitwinkel entstehen, ist das hineinzoomen ja auch sehr stark begrenzt.

Ich liebe es, bei solchen Übersichten mich in den Details zu verlieren, und kleinste Strukturen zu entdecken. Als Beispiel hier mein Schmetterlingsnebel, in dem ich im zweiten Beitrag noch Crops mit vielen feinen Details gelistet hatte: IC1318 - Der Schmetterlingsnebel in der Region Sadr

Was wäre, wenn ich bei dieser Aufnahme anstatt der 6200 MC die 2400 MC genutzt hätte? Wäre vielleicht gar nichts zu bemerken? Oder doch? Und das sind 580 mm. Wie ist das bei noch kürzeren Brennweiten wie der hier erwähnte SQA 55 mit weniger als halb so viel Brennweite. Gehen hier vielleicht bei größeren Pixeln vielleicht sogar mehr Details verloren? Ich habe keine Vorstellung.

Wenn ich mit dem MTF-Analyzer von RC-Tools spiele, bekommt man mit der 6200er am SQA55 mit 2x Drizzle den roten Bereich recht klein, während dieser mit der 2400er recht groß erscheint, und selbst bei 3x Drizzle noch gut existent ist. Aber wie sich das in der Praxis auswirkt, keine Ahnung.

So ein Vergleich wäre sehr interessant :y:

Dein IC1318 ist wunderschön und bietet tolle Details. Ich gehe davon aus, dass du einen schnellen Rechner hast aber bei der Integrationszeit wird mir schwindelig ^^

CS Gernot
 
Danke Gernot! Als leidenschaftlicher Gamer ist Leistung bei mir alles andere als knapp bemessen, da brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Wobei mein Rechner mittlerweile auch schon über 5 Jahre alt ist, und dieses Jahr ein neuer zusammengebaut wird. An meinen Rechnern habe ich bisher nie gespart... Da profitiert dann die Astrofotografie natürlich auch etwas davon. :)

Was den Vergleich angeht: Ich könnte mir vorstellen, dass sich selbst beim vergrössern nicht viel Unterschied ergibt. Irgendwo ist das ganze ja sowieso begrenzt, wenn wir durch eine Mattscheibe fotografieren. :D
 
hier würde mich ja echt mal ein Vergleich interessieren, inwiefern sich die großen und kleinen Pixel an einer kurzen Brennweite im Widefield und im deutlichen Undersampling im finalen Bild inkl. Drizzle bei den großen Pixeln unterscheiden.
Wenn ich mit dem MTF-Analyzer von RC-Tools spiele, bekommt man mit der 6200er am SQA55 mit 2x Drizzle den roten Bereich recht klein, während dieser mit der 2400er recht groß erscheint, und selbst bei 3x Drizzle noch gut existent ist. Aber wie sich das in der Praxis auswirkt, keine Ahnung.

Hi,

klar wird das einen Unterschied machen. Es ist natürlich sinnvoll von Anfang an das Sampling so zu wählen, dass es passt. Aber alles hat eben auch sein Für und Wider. Ich bin der Meinung, dass ein Tak E130 mit einer Vollformatkamera ein Widefield Setup ist, und da liegen die Ansprüche/Ziele woanders. Bei den Profis gibt es das ja auch. Arrays aus Teleobjektiven, mit denen man eher auf Tiefe an flächigen Objekten geht. Klar, man kann versuchen alles an Auflösung heraus zu holen. Aber wenn ich Auflösung will, kaufe ich mir ein größeres Teleskop :)

CS Frank
 
Hi Frank,

Klar, man kann versuchen alles an Auflösung heraus zu holen. Aber wenn ich Auflösung will, kaufe ich mir ein größeres Teleskop :)

Das ist vollkommen richtig, und damit kann man dann sicher das Beste herausholen. Trotzdem finde ich es prima, wenn man mit einem kleineren Setup trotzdem noch möglichst viel an Auflösung herausholt.

Besonders der Tak mit seiner verhältnismäßig großen Öffnung sollte da doch das potenzial dafür bieten, im Vergleich zu den üblichen kleineren 80er, 90er, 100er Apos. Ich hatte den mal selbst, und war von der Auflösung her ziemlich begeistert. Da muss man doch fast schon erst recht versuchen, alles an Auflösung herauszukitzeln. ;)
 
Klar! Kann man machen :)
War meine Idee mit der Kombi QHY600M plus Tak FSQ106. Man gerät in einen Optimierungswahn. Justage des FSQ106, Tilt der Kamera, man muss sich das einfach bewusst machen. Mehr Spaß habe ich derzeit mit den größeren Pixeln.

LG Frank

Und das möchte ich derzeit bei meiner limitierten Zeit für die Astrofotografie vermeiden!

Ich möchte bei meinen Trips in Bortle 2 Zonen das Maximum an Himmelsinfo mitnehmen und da ist die 2400er denke ich derzeit die bessere Wahl.

Kleine Pixel kann ich mir dann in der Pension holen wenn ich Zeit habe :)

CS Gernot
 
Klar! Kann man machen :)
War meine Idee mit der Kombi QHY600M plus Tak FSQ106. Man gerät in einen Optimierungswahn. Justage des FSQ106, Tilt der Kamera, man muss sich das einfach bewusst machen. Mehr Spaß habe ich derzeit mit den größeren Pixeln.

LG Frank
Das verstehe ich voll und ganz. Dieser Optimierungswahn ist einfach kontraproduktiv. Ich habe da in der Vergangenheit schon zu viel Zeit in den wenigen Nächten vergeudet. Wie war das noch mal: „Kollimierst du noch – oder fotografierst du schon?“ :) Das habe ich bei mir auch größtenteils abgestellt.
 
Hier mal ein Beispiel, bei dem man das Undersampling am SQA55 in Kombination mit einer ASI-294mm sieht. Rechts ein 168min 2x2-Binning Stack, links das mit dem Faktor 2 gedrizzelte Ergebnis. Kurz gesagt: mit den 4,6µm-Pixel aus dem 2x2-Binning bekommt man blockartige kleine Sterne, die man mit Drizzling in den Griff bekommt.
1752398017166.png


Darum bin ich auch etwas skeptisch mit der Empfehlung, eine ASI-2400 an einem SQA55 einzusetzen (über den epsilon-130 müssen wir nicht sprechen, da gebe ich @frasax absolut recht). Aber ich lasse mich gerne mit einem Gegenbeispiel überzeugen ;-)

VG Wolfgang
 
Hier mal ein Beispiel, bei dem man das Undersampling am SQA55 in Kombination mit einer ASI-294mm sieht. Rechts ein 168min 2x2-Binning Stack, links das mit dem Faktor 2 gedrizzelte Ergebnis. Kurz gesagt: mit den 4,6µm-Pixel aus dem 2x2-Binning bekommt man blockartige kleine Sterne, die man mit Drizzling in den Griff bekommt.
Den Anhang 493099 betrachten

Darum bin ich auch etwas skeptisch mit der Empfehlung, eine ASI-2400 an einem SQA55 einzusetzen (über den epsilon-130 müssen wir nicht sprechen, da gebe ich @frasax absolut recht). Aber ich lasse mich gerne mit einem Gegenbeispiel überzeugen ;-)

VG Wolfgang

Danke für den Vergleich!

Ich hab mir auf Astrobin ein paar Beispiele mit der Kombi Canon 6D + Samyang 135 f2 angesehen. Hier treffen noch größere Pixel auf noch kürzere Brennweiten. Ich finde die Ergebnisse ganz ok wenn man nicht über 100% zoomt…

Hier ein Beispiel:


CS Gernot
 
Zurück
Oben