Vorankündigung: Bresser Messier 8" Dobson

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Hallo Werner,

Ich finde auch, man muss die Kirche mal im Dorf lassen.
na ja es sind immerhin satte 10mm bzw. 15mm um die es sich hier handelt.
Bei dem 17mm zu 100% ausgeleuchtetem Feld die der Bresser jetzt bietet würde man ohne diesen Turmbau auch mit einem 47mm FS auskommen und das trotz Fotooption.
Bei Verzicht auf Foto könnte man auch locker mit einem 42mm FS auskommen und in Extremauslegung für Planeten sogar mit einem 30mm.

Es geht hier also schon um deutliche Unterschiede und keine vernachlässigbare Kleinigkeit es stehen 28% Obstruktion gegen 23% Obstruktion ohne diesen Turmbau bei gleicher Ausleuchtung und jeweils mit Fotooption.
Und 20% Obstruktion bei Verzicht auf Foto.

Wer sagt denn überhaupt, dass man das Gerät auf eine tragfähige parallaktische Monti heben möchte/muss? Fotografieren geht auch anders. Da gibt es EQ-Plattformen und Alt-AZ Steuerungen,
Eine EQ Plattform dürfte für Langzeitbelichtungen nicht ausreichend sein, nicht bei 1200mm Brennweite, diese Brennweite ist schon auf einer Parallaktischen Monti recht anspruchsvoll.
Eine leistungsfähige Alt-AZ Steuerung mit allem drum und dran plus die nötige Rotationseinheit für den OAZ denn hier muss ja die Bilddrehung kompensiert werden dürfte kaum billiger kommen als eine Parallaktischen Monti.
Auch das wird sich der Einsteiger sicherlich nicht leisten und wenn wir mal realistisch sind auch nach einigen Jahren eher nicht.
Die meisten werden da über den Dobson so wie er ist nicht hinauskommen und nur weil wenige Prozent dann tatsächlich irgendwann mal sinnvoll die Fotooption nutzen sollte nicht der große Rest mit so einem Kompromiss leben müssen.

Grüße Gerd
 
Ich kann wirklich gut nachvollziehen, dass visuelle Beobachter über die Entwicklung am Teleskopmarkt nicht glücklich sind, ich bin ja auch ein rein "Visueller"

Aber der breite Markt fordert nun mal etwas anderes, viele Einsteiger sind enttäuscht von dem was sie im Okular sehen, der Vergleich mit Hubble Bildern ist nun mal in ihren Köpfen.
Und selbst wenn sie nur ihr Smartphone ans Okular halten gefällt ihnen das Ergebnis schon besser als das was sie mit Auge am Okular sehen.

Ich denke, das visuelle Beobachter inzwischen eine kleine Randgruppe sind, das zeigt sich ja auch an den Unterforen hier:
2 Foren für visuelle Beobachtungen, deren 8 für Fotografie.

Wie könnte man es da den Herstellern verdenken, wenn sie für den grösseren markt produzieren und sagen, "Hey wer unbedingt will kann ja trotzdem ein Okular in den OAZ stecken und durchsehen"

Und ganz ehrlich, die zyklopenmässige visuelle Beobachtung mit nur einem Auge und einem Objektiv ist doch eh schon ein notdürftiger Kompromiss, da kommt es dann auch nicht mehr darauf an ob man nun 20% oder 40% Obstruktion hat.

So, nun kann ich euch besser verstehen, es macht wirklich Spass etwas zu provozieren ;-)

Grüsse Jochen
 
Hallo Gerd,

Es geht hier also schon um deutliche Unterschiede und keine vernachlässigbare Kleinigkeit es stehen 28% Obstruktion gegen 23% Obstruktion ohne diesen Turmbau bei gleicher Ausleuchtung
Man sieht allerdings sehr viel deutlicher einen Unterschied, falls die Spiegel keine ca. 0,90 Strehl erreichen würden, sondern vielleicht nur 0,6-0,7 oder noch weniger.

Eine EQ Plattform dürfte für Langzeitbelichtungen nicht ausreichend sein, nicht bei 1200mm Brennweite, diese Brennweite ist schon auf einer Parallaktischen Monti recht anspruchsvoll.

Da kann ich dir nicht zustimmen. Ich habe bereits vorzeigbare DS-Aufnahmen live gesehen, die mit EQ-Plattformen mit sogar noch größeren Brennweiten erzielt wurden. Ich hatte übrigens auch von Planetenfotografie geschrieben. Diese ist sogar noch viel einfacher realisierbar.

Eine leistungsfähige Alt-AZ Steuerung mit allem drum und dran plus die nötige Rotationseinheit für den OAZ denn hier muss ja die Bilddrehung kompensiert werden dürfte kaum billiger kommen als eine Parallaktischen Monti.

Eine Rotationseinheit für Bilddrehung benötigst du nicht zwingend, es sei denn, du möchtest längere Zeit in entsprechenden Positionen belichten. Bei gut gewählten Belichtungszeiten und Positionen der Objekte ist das gar kein größeres Problem. Der Trend geht ohnehin zu immer kürzeren Belichtungszeiten pro Einzelbild, bei gleichzeitig immer leistungsfähigerer Chips. Per Software kannst du problemlos die Bilddrehung nachträglich kompensieren, wenn die Einzelbilder nicht zu lang belichet wurden. Ich habe außerdem bewußt geschrieben in "entsprechenden Rahmen".

Ob eine ALT-AZ Steuerung ohne einen Bildfeld-Derotator zwangsläufig gleich teuer sein muss, wie eine parallaktische Montierung, welche das Gleiche kann, bezweifle ich. Selbst die mir bekannten teuersten Varianten sind im Vergleich zu den meisten Montierungen, die ein einigermaßen problemloses Fotografieren erlauben, eher preiswert.

Die meisten werden da über den Dobson so wie er ist nicht hinauskommen und nur weil wenige Prozent dann tatsächlich irgendwann mal sinnvoll die Fotooption nutzen sollte nicht der große Rest mit so einem Kompromiss leben müssen.

Na ja, das ist aber nur Spekulation. Das kann man nicht wissen. Selbst wenn es nur wenige sein sollten, besteht zumindest die Option, ohne gleich ein komplett neues Fernrohr zu kaufen.


Viele Grüße
Werner
 
Zitat von Gerd_Duering:
Und wenn da Foto steht dann denken Einsteiger ja super dann ist das Ding besser wie das Produkt wo nicht Foto dabei steht.
Das man mit so einem Dobson so wie er ist aber gar keine Langzeitbelichtungen machen kann das wissen die meisten Einsteiger oft garnicht.
<snip>
Hier liest man nun bei diesem Dobson mit Fotooption.
Das man dafür dann aber eine sehr teure Montierung benötigt das könnte der ein oder andere dann schon schnell mal überlesen bei seinem Onlinekauf so ganz ohne Beratung.
Hi!

Eigentlich wollte ich mich aus diesem Thema ja raushalten, aber... Ein Teil des Problem ist, dass bei Foto immer gleich an Langzeitbelichtung durch's Teleskop gedacht wird.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass zur Mondfinsternis der ein oder andere Dobsonbesitzer mit dem Gedanken spielt, mit der Kamera durch's Teleskop den Mond zu knipsen. Wenn er in den Fokus kommt, ist das kein Problem. Gerade bei den modernen Kameras, die bei hoher ISO-Zahl noch brauchbare Bilder liefern, geht selbst der verfinsterte Mond auch ohne Nachführung.

Und mit Nachführung... es dürfte nicht mehr lange dauern, bis einigermaßen bezahlbare Kameras so kurze Belichtungszeiten erlauben, dass die Bildfeldrotation für den Einstieg in die Astrofotografie auch nicht mehr so sehr stört. (Ja, sie wird auch fünf bis zehn Jahren noch zu sehen sein – aber das ist die Bildfeldwölbung an meinem Refraktor auch.)

Das ist das alte Problem: Entweder legt man ein Gerät kompromisslos aus (was bei einem Dobson sinnvoll ist, wenn man ihn wirklich nur für visuell hernimmt), oder man legt ihn für die Käufer aus, die am liebsten alles machen wollen. Und ich kanns nur wiederholen: Bei der letzten Sonnenfinsternisse hatten viele Gäste erst ihr Handy ans Okular gehalten, bevor sie selber durchgeschaut hatten.

Viele Käufer werden da wahrscheinlich eher auf eine ruckelfreie Mechanik achten als auf ein paar Prozent Kontrast mehr, die man eh nur im direkten Vergleich wirklich bemerkt.

Wobei mir als High-End-Dobson grad der Ninja von AOK Swiss eingefallen ist - ich hatte eigentlich gedacht, dass der recht kompromisslos auf visuell ausgelegt sein könnte, und was finde ich auf der Seite: Beispielfotos von Deep Sky auf einer EQ-Plattform http://www.aokswiss.ch/d/tel/spiegelteleskope/dobs/ninja400/ninja400.html Schade, kann ich doch keinen kompromisslosen Visuellen präsentieren...

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Jungs,

jou 5 Fotoboards und 2 für Visuelle.
Sucht mal schön die Masse dieser tollen DS-Fotos mit 8" f/6 Dobsons zusammen und dann schaut, wie viele Fotografen dahinter stehen.
Gleiches macht mal mit Prallaktischem Unterbau und 8" f/6, dann noch EX-Dobson.
Dann schaut mal, ob diese Dobsons und Newtons Umbauten sind, die zeigen, dass diese hier vorgestellte Konfiguration des 8" f/6 für solche Ergebnisse erforderlich ist.

Im Ergebnis werdet ihr nichts bis sehr wenig finden und was ihr findet wird zeigen, das Gerd richtig rechnet und dieser Turmbau mitsamt der Obstruktionsehgöhung ein Schmarrn ist den kein Anwender braucht, vweder für Fotos noch fürs Visuelle.

Das Ding ist so gebaut und wir ändern es nicht mehr, aber damit zufrieden sein heißt auch, nie was richtig Durchdachtes zu kriegen.

Okay, macht halt den Sack zu, mir langsam ganz fürchterlich egal. Ihr redet dem Rückschritt das Wort und macht ihn marktfähig....ach Quatsch, marktfähig ist das schon immer, ihr macht das in Fachforen mehrheits-/durchsetzungsfähig.
Ich bin alt genug, mit meinen Dobsons so weit klar zu kommen und Eure Zukunft ist dann halt die Wahl zwischen Spielzeug und teuren Echtteleskopen.

Solange es noch was Brauchbares für Einsteiger und auch bezahlbar für die Masse zu kaufen gibt und ich das darf werde ich die Einsteiger darauf hinweisen und auch versuchen vor dem Murks zu bewahren.

Gruß
*entfernt*

Nachsatz an Alex:
Bei einem Newton mit 16" Öffnung muss man fast schon kriminelle Energie aufbringen, um ihn so heftig zu obstruieren, dass er dadurch visuell unnötig beeinträchtigt wird.
Bei 8" reicht Gedankenlosigkeit oder ein schlichter Planungsfehler locker.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von *entfernt*GMS:
Sucht mal schön die Masse dieser tollen DS-Fotos mit 8" f/6 Dobsons zusammen und dann schaut, wie viele Fotografen dahinter stehen.

Günther,

darum geht es doch gar nicht.
Es geht darum, dass der Kunde fragt ob er damit auch fotografieren kann.
Fotografieren bedeutet aber nur, dass die Kamera in den Fokus kommt, und NICHT, dass man damit gute fotografische Ergebnisse erzielen kann.

So gesehen hat man dem Kunden schon richtig beraten, er kann mit dem Instrument durch Okulare schauen und fotografieren.
Der Kunde ist glücklich und kauft.

Bietet man aber ein visuell optimiertes Instrument an, wie dies hier im thread ja gefordert wird, dann muss der Verkäufer antworten, dass Fotos leider nicht möglich sind, weil eine Kamera nicht in den Fokus kommt.
Und schon ist das Instrument für den Kunden uninteressant, denn die Konkurrenzprodukte können ja beides.

Die Kunden, welche die Problematik verstehen, dass Foto und visuell gleichzeitig nur dann geht, wenn man für beide Bereiche gravierende Nachteile in Kauf nimmt, kaufen eh völlig andere Instrumente, oder bauen gleich selbst ;-)

Der Markt fordert kompromissbehaftete Instrumente, also bekommt er sie auch.

Grüsse Jochen
 
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Hallo Jochen,

solange standhaft ignoriert wird, dass diese Obstruktionserhöhung und der OAZ-Turm absolut unnötig für die fotografische Option ist und daher ebenso unnötig die visuelle Anwendung beeinträchtigt, machen wir uns hier kirre für nix und wieder nix und laufen Gefahr, solchen Unsinn auch in Fachboards salonfähig zu machen.

Noch was zu dem tollen Argument mit dem niedrigen Strehl, der ja viel mehr kaputt macht als so ein bischen Obstruktion.
War im Nachbarthread schon mal und man kann das auf Justage, Okulare, Bewegung des Dobsons und alles was so dranhängt ausdehnen.

Gerade wenn ein Teleskop nicht perfekt ist, also z.B. Fehler die den Strehl mindern mehr Licht nach außen, in die Beugungsringe drücken (nichts anderes passiert da) ist es von allergrößter Bedeutung, nicht unnötig zusätzliches Licht in diese Beugungsringe zu leiten, welches eigentlich im Beugungsscheibchen landen könnte. Je größer die Obstruktion um so mehr Licht landet im Beugungsring.
All diese Dinge addieren sich.

Nun gibt es, wie immer bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt, eine Wahrnehmungsschwelle und eine Störschwelle.

Darum tut man sehr gut daran, im Wissen dass ein günstiges Chinaspiegelset (HS + FS) mit allen weiteren Komponenten ganz sicher nicht perfekt ist, hier die zu addierenden Faktoren klein zu halten und nichts ist simpler als dies auch mit einer Auslegung zu tun, die einen möglichst kleinen Fangspiegel erfordert.
Ich behaupte (weil ich es beobachter habe): Je niedriger der Strehl um so eher stört hohe Obstruktion.

DAS GEHT OHNE DIE FOTOOPTION ZU GEFÄHRDEN DEUTLICH BESSER ALS HIER VON BRESSER VORGESTELLT UND AUS GLEICHER QUELLE (von der Produnktion bis zum Händler) ZUM SELBEN PREIS!

Gruß
*entfernt*

 
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Zitat von *entfernt*GMS:
Nachsatz an Alex:
Bei einem Newton mit 16" Öffnung muss man fast schon kriminelle Energie aufbringen, um ihn so heftig zu obstruieren, dass er dadurch visuell unnötig beeinträchtigt wird.
Bei 8" reicht Gedankenlosigkeit oder ein schlichter Planungsfehler locker.
Hi!

Die Öffnung hatte ich komplett ignoriert, sorry - ändert aber nichts daran, dass die Bilder mit 1,8m auf einer EQ-Plattform entstanden sind. Und nein, empfehlen tue ich diesen Setup auch nicht.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Jochen,

Zitat von portaball:
Der Markt fordert kompromissbehaftete Instrumente, also bekommt er sie auch.

Nicht alle was machbar ist, ist auch sinnvoll. Und genau da sehe ich den Verkäufer in der Pflicht. Es würde reichen, wenn ein oder zwei der großen Händler auf Ihren Seiten schreiben würden: " Fotovisuelle Newtons sind immer ein Kompromiß, weil ...."

Vielleicht läßt dann die Nachfage nach der eierlegenden Wollmilchsau nach.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

auf den Seiten der Händler findest Du aber eher Aussagen wie "nur bei uns gibt es die eieregende Wollmilchsau", das ist einfach besser für's Geschäft.

Ein Problem heutzutage ist auch, dass der Händler oftmals gar nicht mehr die Möglichkeit hat zu beraten.
Früher im Ladengeschäft gehörte das Beratungsgespräch dazu, heute wird wohl der Löwenanteil an Geräten per Mausklick verkauft, der Händler hat da gar keine Möglichkeit mehr zu beraten, es sei denn der Kunde wünscht das explizit und spricht ihn per mail an.

Grüsse Jochen
 
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Hallo Werner,

Man sieht allerdings sehr viel deutlicher einen Unterschied, falls die Spiegel keine ca. 0,90 Strehl erreichen würden, sondern vielleicht nur 0,6-0,7 oder noch weniger.

na nun komm klar wenn das Ding ne Gurke ist dann muss man sich auch über Obstruktion keine Gedanken machen.
Das ist ja aber ein ziemlich merkwürdiges Argument.
Ich gehe selbstverständlich davon aus das die Optik wenigstens Beugungsbegrenzt ist, ich denke das ist auch weitestgehend Konsens das es so sein sollte.
Mit Deiner Argumentation kann man aber auch sagen wozu Beugungsbegrenzt wenn die Justage sowieso nicht stimmt und allein die Dejustage den Strehl in den Keller drückt da macht es doch nun auch nichts mehr wenn der HS nur auf Strehl 0,7 kommt und der FS dann noch Asti einführt also was solls der Strehl ist ja eh im Keller.
Und nu ist das Ding noch nicht ausgekühlt und heftiges Tubusseeing zieht den Strehl schon in den Keller also wozu überhaupt justieren wenn allein das Tubuisseeing schon so heftig ist.

Diese Denkweise wäre doch nun wirklich Unsinn.
Man sollte bei einem ordentlichen Teleskopp sämtliche Faktoren im Griff haben.
Angefangen beim Tubusseing weiter über die Justage dann die Qualität der optischen Komponenten und zu guter Letzt natürlich auch die Obstruktion.
Alle genannten Faktoren kann man nicht in völliger Perfektion haben aber alle sollten in einem akzeptablen Rahmen sein.
Das trifft auch für die Obstruktion zu!!!!
Bezüglich Obstruktion meine ich jetzt natürlich speziell den Newton, es gibt ja auch Teleskope ganz ohne Obstruktion.

Da kann ich dir nicht zustimmen. Ich habe bereits vorzeigbare DS-Aufnahmen live gesehen, die mit EQ-Plattformen mit sogar noch größeren Brennweiten erzielt wurden.

Na ja wenn du das sagst will ich das mal so zur Kenntnis nehmen.

Ich hatte übrigens auch von Planetenfotografie geschrieben. Diese ist sogar noch viel einfacher realisierbar.

Dafür braucht es aber keine Auslegung für eine DSLR, mag sein das der Begriff Fotoauslegung hier etwas unglücklich gewählt wurde, ich meine damit grundsätzlich immer nur die Auslegung für eine DSLR bzw. große Astrocam.
Planetenfotografie geht selbstverständlich auch bei einer visuell optimierten Auslegung.

@Alex da wir grad beim Thema sind.

Ein Teil des Problem ist, dass bei Foto immer gleich an Langzeitbelichtung durch's Teleskop gedacht wird.

Weil ausschließlich bei DS Fotografie also Langzeitbelichtung eine nicht visuell optimierte Auslegung nötig wird.
Alles andere geht auch mit einer visuell optimierten Auslegung

Ich bin mir ziemlich sicher, dass zur Mondfinsternis der ein oder andere Dobsonbesitzer mit dem Gedanken spielt, mit der Kamera durch's Teleskop den Mond zu knipsen.
Das ist selbstverständlich immer möglich, im einfachsten Fall in afokaler Projektion.

http://astrofotografie.hohmann-edv.de/aufnahmetechniken/grundlagen.afokale.okularprojektion.php

Dafür gibt es auch Adapter bzw. Halterrungen für die Cam.
Auch fürs Handy
Das ist also Problemlos möglich und es lassen sich so mit einer geeigneten Cam und einem dafür geeigneten Okular durchaus brauchbare Ergebnisse erreichen.
Auch Planetenfotografie kann man so betreiben. habe ich selbst schon gemacht.

Hier mal ein Jupiter von mir in afokaler Projektion mit Digicam aufgenommen.
 

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    Jupiter_150mm_Newton.jpg
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Dabei habe ich die Serienbildfunktion genutzt und 10 selektierte Bilder aus der Serie mit Giotto addiert.
Das Teleskop war ein 150mm Newton und zwar mit visueller Auslegung.

Sicher lässt sich mit Web bzw. Planetencam doch noch etwas mehr aus dem 150mm Newton raushohlen aber immerhin es funktioniert auch mit afokaler Projektion.

Eine Web bzw. Planetencam benötigt nicht das zu 100% ausgeleuchtete Feld und auch nicht den Backfokus den eine DSLR benötigt.
Man kann diese daher auch an einem visuell ausgelegten Newton verwenden.

Selbst wenn man bei direkter Adaption nicht in den Fokus kommen sollte, mit einer geeigneten Barlow und der passenden Adaption geht das in jedem Fall.

Meine Komakorrigierende Barlow zb. hat einen modularen Aufbau.
Nach abschrauben des oberen Teils mit der Okularaufnahme gewinnt man 55mm Weg und es kommt ein T2 Gewinde zum Vorschein.
So lässt sich sogar eine DSLR an einem Newton mit rein visueller Auslegung adaptieren.
Eine Planetencam die weniger als 55mm benötigt sowieso.
Das Gehäuse ist Homofokal gestaltet.
Wenn du das Okular ohne Barlow in den Fokus bekommst dann selbstverständlich auch mit Barlow und daran ändert sich auch mit einer DSLR nichts wenn der 55mm lange obere Teil abgeschraubt wird.
Dieses Bild hat Tommy mit meiner Barlow mit einer DSLR aufgenommen (APS-C)

http://www.teleskop-shop.at/testphotos/Komakorr_Barlow_test/M57_20120624_10N+28GD-Barlow.jpg

Dafür reicht wie gesagt eine rein visuelle Auslegung mit sehr knapper Fokuslage und kleiner Ausleuchtung völlig.
Die Barlow holt ja nicht nur den Fokus für eine DSLR weit genug raus sondern vergrößert ja auch das zu 100% ausgeleuchtete Feld in mm um Faktor 2,7.
Der Nachteil ist natürlich dann das langsamere Öffnungsverhältnis, das soll natürlich nicht verschwiegen werden.
Das ist bei Objekten mit hoher Flächenhelligkeit aber wie man sieht kein Problem.

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,

was soll denn das nun wieder, meinst du wirklich wir ziehen uns hier alle die Hosen mit der Kneifzange an? Die alte Mähr von der Gussform, mein Gott es scheint in ganz China wohl nur eine einzige Gussform zu geben
- Ich werde Dir nicht mehr antworten. Keine Ahnung zu haben ist ja nicht schlimm - dann muß man halt lernen. Realitätsverweigerung löst das Problem aber nicht.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Daniel,

der Hexafoc hat keine Kugellager. Eine große Fläche gleitet auf einer großen Fläche - dadurch geringe Drücke, leichter Lauf und hohe Verschleißfestigkeit.

Clar skies

Tassilo
 
Hallo Gerd,

wir hatten das schon wiederholt durchgekaut. Ich stimme Dir nicht zu. Zusätzliche absurde Vergleiche sind überflüssig.

Clear skies

Tassilo
 
Hsllo Günther,

Okay, macht halt den Sack zu, mir langsam ganz fürchterlich egal. Ihr redet dem Rückschritt das Wort und macht ihn marktfähig....ach Quatsch, marktfähig ist das schon immer, ihr macht das in Fachforen mehrheits-/durchsetzungsfähig. Ich bin alt genug, mit meinen Dobsons so weit klar zu kommen und Eure Zukunft ist dann halt die Wahl zwischen Spielzeug und teuren Echtteleskopen.
- Meiner Meinung nach ist ein Dobson, der einige Dinge besser kann als die anderen in seiner Preisklasse (Okularauszug, verschiebbarer Tubus, zerlegbare Rockerbox) kein Rückschritt. Und ein 8" kein Spielzeug.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo zusammen,

meine Chips sind seit zwei Seiten alle und ich habe mich pflichtschuldigst durch diesen wie durch den anderen Faden gekämpft. Und abseits der Fachideen hab ich mir auch meine Gedanken gemacht.

Ich verstehe die Hersteller, bin selber in Marketing und Produktplatzierung, die ihre Ideen zu Lösungen oder Produkten sowie Gründe für Marketingmaßnahmen, Angebote, Potenziale etc. haben.

Margen, Märkte, Magenschmerzen. Ja. Check.

Auf der anderen Seite verstehe ich die Philosophie, die hinter dieser Art Teleskop steckt. John hatte eine Vision und er hatte ein Ziel. Der Weg zu dieser Vision ist hundertausendfach beschritten und der Pfad dazu ist ausgetreten, sodass ein jeder Anfänger ihn findet, finden können sollte. Leider wird oft dann ein Irrweg eingeschlagen, wenn das Wort billig in all seinen Anwendungen ins Spiel kommt. Gepaart mit Marketing sind die Tugenden dieser Idee dann schnell obsolet. Die Zeche bezahlt der ›Verbraucher‹. Wer billig kauft, kauft doppelt. Muss er aber im Grunde nicht.

Solange ich verschiedenste Dobson Formate kenne und nutze, war noch nicht eines zu einem angemessenen Preis darunter (Einsteiger, 8" f/6 meinetwegen), das in der Grundausstattung auch nur annähernd OHNE OptimierungsZWANG auskam.

Und ich habe mich mehr als zigmal gefragt, ob ihr Hersteller und Händler das absichtlich macht. Wollt ihr Expertisen nicht ernst nehmen? Oder wollt ihr das Teleskopprinzip an sich nicht ernst nehmen? Kommt nicht mit ›der Kunde will heute Foto am Dobson‹. Will er nämlich nicht. Ein Anfänger hat gar keine Ahnung, was er will. Das zeigen die Einsteigerfragen seit Jahren doch zuhauf. Er würde gern Foto! Oder er will Dobson, weil günstig. Dass er Foto am Dobson will, habt ihr ihm eingeredet mit Lösungskompromissen.

Ich heiße die Sprachqualtiät hier in einigen Fällen nicht gut, in manchen ist sie eines ›Fachforums‹ abträglich. Aber die Fachkompetenz hinter den Ideen und Vorschlägen, die mantramäßig immer wieder zitiert werden, ist doch unbestritten. Die Liste der Maßnahmen, ein in Johns Gedenken produzierten Dobson zu verwirklichen, ist wirklich überschaubar.

Mein erster Newton war ein Messier, Kugelspiegel, dessen Möglichkeiten ich erst wirklich ausschöpfen konnte, nachdem er von der Mon2 befreit, auf einen Rocker geschnallt und durchoptimiert war. Ich bin dem Namen Bresser qua Nostalgie wohlwollend verpflichtet. Aber beim Anblick des von der Idee echt leckeren Hexadingens frug ich mich unwillkürlich. Vor allem, weil ich gerade einen HC-2 montiert habe. Ich weiß, hat keine schöne 1:10 Untersetzung, die man im Werbegeschwurbel so nett anpreien kann. Manchmal ist weniger wirklich viel mehr.

Just my 2 ct.

CS. Olaf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Olaf,

ich gebe dir in einigen Punkten recht, nicht jedoch hierbei:

Zitat von Cor_Caroli:
Ein Anfänger hat gar keine Ahnung, was er will. Das zeigen die Einsteigerfragen seit Jahren doch zuhauf. Er würde gern Foto! Oder er will Dobson, weil günstig. Dass er Foto am Dobson will, habt ihr ihm eingeredet mit Lösungskompromissen.
Ich kenne Anfängerfragen aus mehr als 30 Jahren Führungsbetrieb auf einer Sternwarte. Ich meine, du unterschätzt viele ein wenig. Die meisten Anfänger wissen sehr wohl was sie wollen, aber der Weg diese Wünsche zu realisieren ---> da klafft meist eine Riesenlücke zwischen dem Anspruch und der Wirklichkeit. Hier sind dann die "alten Hasen" mit ihrem Knowhow gefragt und gefordert.

Zitat von Cor_Caroli:
Ich heiße die Sprachqualtiät hier in einigen Fällen nicht gut, in manchen ist sie eines ›Fachforums‹ abträglich.
Komplette Zustimmung. Es wäre schön, wenn sich da eine deutlich bessere Qualität durchsetzen würde, v.a. im Hinblick auf den Umgangston untereinander.

Viele Grüße
Werner
 
Hi Werner,

danke. Ja, ich stimme dir zu.

Viele Anfänger sind gar nicht solche Anfänger, wenn sie anfangen. Viele haben bereits Seh- und Technikerfahrung und das Internet ist abermals Fluch und Segen. (Ich war noch persönlich bei Herrn Bock hier in Braunschweig und habe mir die Nase platt gedrückt)

Dennoch denke ich, wenn in schwungvollen Texten die Fotooption eines Dobson (ich meine Foto, nicht digiknips) vollmundig als Option beworben wird, ist das nur halb-ehrlich. Es geht, aber …

Und genau diese ›Alten Hasen‹ sind es, die m. E. am Ende die meiste Aufklärungsarbeit leisten (müssen), Flurschadenbegrenzung. Sternwarte landauf, Astroverein landab.

Hut ab!
O.
 
Ist das wirklich so?
Wie viele Käufer von Teleskope suchen denn wirklich Anschluss an Gleichgesinnte?
Ich habe eher das Gefühl, dass dies recht wenige Machen, die meisten beobachten wohl alleine.
Gefällt ihnen das was sie sehen machen sie es öfters, ansonsten verstauben die Instrumente dann irgendwo.

Grüsse Jochen
 
Hallo Werner,

Ich kenne Anfängerfragen aus mehr als 30 Jahren Führungsbetrieb auf einer Sternwarte. Ich meine, du unterschätzt viele ein wenig. Die meisten Anfänger wissen sehr wohl was sie wollen, aber der Weg diese Wünsche zu realisieren ---> da klafft meist eine Riesenlücke zwischen dem Anspruch und der Wirklichkeit. Hier sind dann die "alten Hasen" mit ihrem Knowhow gefragt und gefordert.

und um es diesen „alten Hasen" nicht unnötig schwer zu machen sollte eben die Werbung nicht Dinge suggerieren die am Dobson nun mal ganz einfach nicht sinnvoll zu machen sind.

@Jochen

Ich habe eher das Gefühl, dass dies recht wenige Machen, die meisten beobachten wohl alleine.

Ein Problem heutzutage ist auch, dass der Händler oftmals gar nicht mehr die Möglichkeit hat zu beraten.
Früher im Ladengeschäft gehörte das Beratungsgespräch dazu, heute wird wohl der Löwenanteil an Geräten per Mausklick verkauft, der Händler hat da gar keine Möglichkeit mehr zu beraten,
Ja und weil das so ist ist es umso wichtiger das in der Werbung keine unsinnigen Versprechungen gemacht werden.
Bisher wurden Dobson mit dem beworben für das sie auch gebaut wurden nämlich der visuellen Beobachtung und ja meinetwegen kann man da auch noch sagen gut dein Handy kannst du da auch mal hinters Okular halten und dafür hätten wir sogar ne passende Halterung.
Eine DSLR macht aber eindeutig keinen Sinn.

Aber man weiß ja wenn man mehr Features hat dann verkauft sich das Ding besser und darum macht man dann das mit der DSLR.
Das ist Kalkül und von Tassilo selbst hier so zugegeben.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...78/Re:_Vorankündigung:_Bresser_Me#Post1178378

Und da hat man dann einfach schlechtere Karten, wenn man weniger Features hat.

Wobei er sich hier ja als getriebener darzustellen versucht frei nach dem Motto ich muss das ja machen sonst kaufen die Kunden das Konkurrenzprodukt.
Was er dabei verschweigt, kein Konkurrenzprodukt macht das mit der DSLR zur Zeit.
Darum hätte er natürlich auch keinen Nachteil wenn auch er das nicht macht.

Er macht das trotzdem weil er sich einen Wettbewerbsvorteil davon verspricht und nicht weil er von der Konkurrenz dazu getrieben wurde.
Im Gegenteil er treibt mit dieser Entscheidung die Konkurrenz dazu es ihm gleich zu tun.
Es ist daher in absehbarer Zeit damit zu rechnen dass sich diese negative Entwicklung einen Dobson für eine DSLR auszulegen auch bei der Konkurrenz zeigen wird.
Diese müssen ja ihren nun entstandenen Wettbewerbsnachteil wieder kompensieren.

Es ist nur zu hoffen das die Konkurrenz hier dann besser konzipiert und eine Auslegung wie beim TS UNC20012 wählt, dann wär es ja nur halb so schlimm und damit könnte ich ja noch leben.

Da wird auf die alten Hasen mächtig Aufklärungsarbeit zukommen.

Und mal ganz nebenbei, wieviel der potentiellen Kunden für so einen preiswerten Dobson haben denn überhaupt eine DSLR?
Digiknipse und Handy hat sicher jeder und damit kann man natürlich immer auch durch den Dobson fotografieren wenn man das möchte aber eine DSLR gehört ja eher nicht zur Grundausstattung eines jeden Haushalts.
Viel mehr wie 10% werden es wohl nicht sein mit einer DSLR und wieviel von diesen 10% dann auch tatsächlich die Option an ihren Dobson bzw. ex Dobson auf parallaktischer Monti sinnvoll nutzen steht wohl noch in den Sternen.
Aber gut Hauptsache man könnte ja theoretisch wenn man wollte und eine DSLR auch tatsächlich hätte, was für ein Unsinn.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo alle,

ich denke es ist alles gesagt. Wir haben ein Universalteleskop konzipiert und angeboten. Ich komme gerade von der International Astronomy Show in UK, wo genau das sehr großen Anklang gefunden hat. Wegen des geforderten strikt visuellen Dobs mache ich mir einfach eine Strichliste. Wenn ich innerhalb der nächsten Zeit oft genug darauf angesprochen werde, kümmere ich mich darum.

Clear skies

Tassilo
 
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