Hallo Willi,
Ein solches Gerät, das wahlweise visuell als Dobson als auch ggf. photographisch eingesetzt werden kann, sagt mir durchaus zu.
nun hier wird zwar suggeriert das man die Fotooption quasi kostenlos dazubekommt.
Und klar wenn man etwas kostenlos bekommt sagt natürlich keiner nee ach lass mal sondern nimmt das natürlich mit.
Es stimmt zwar das dieser Dobson nicht teurer ist als ein Konkurrenzprodukt aber den Preis zahlt der Kunde an anderer Stelle.
Nämlich mit spürbaren Kontrastverlust.
Die 7mm mehr gegenüber dem 50mm FS wie man ihn wo anders findet klingen nicht viel aber der Unterschied ist dann doch nicht ganz so klein wie man vielleicht glaubt.
Die Wirkung der Obstruktion ist nämlich von der Fläche abhängig und da hat der 57mm FS immerhin eine 30% größere Fläche als der 50mm FS.
Wenn man nun noch bedenkt das die bisherigen Dobson mit dem 50mm FS längst nicht optimal sind sondern das man mit einem vernünftigem OAZ und Augenmaß bei der Lage des Fokus über OAZ auch locker mit einem 42mm FS auskommen könnte ergibt sich doch schon ein recht deutlicher Unterschied in der Kontrastübertragung.
Die Fotooption kosten also nicht mehr Euros aber sie kostet Kontrast und wenn man mal vernünftig über diesen Preis aufgeklärt wird dann sieht die Sache schon ganz anders aus.
Hier muss man dann schon mal realistisch drüber nachdenken ob man diese Option am Dobson überhaupt benötigt.
Klar der Tubus lässt sich auf eine parallaktische Montierung schnallen aber was kostet denn eine die so einen langen 8“ f/6 wirklich Fototauglich trägt.
Wird man sich diese jemals leisten oder wird man doch eher kleinere Brötchen backen.
Wer Foto möchte kann und sollte auch erst mal etwas bescheidener anfangen denn 1200mm Brennweite wollen Fotografisch erst mal beherrscht werden, das erfordert einiges an Erfahrung und teures Zubehör zum Guiden.
Viel einfacher und preisgünstiger kommt man zb. mit einer kleinen und leichten Star Adventurer Reisemontierung weg und dann entweder erst mal mit dem Objektiv der DSLR oder mit einem kleinen APO mit 60 bis 70mm Öffnung.
Das passt dann auch noch gut mit der Brennweite.
Im Gegensatz zur visuellen Beobachtung wo man schon etwas mehr Öffnung benötigt um wirklich was zu sehen kann man Fotografisch auch mit sehr kleinen Öffnungen beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Man muss für Foto also nicht zwingend das größte Geschütz auffahren das man zur Verfügung hat.
Auch ein kleiner Newton wäre eine nette und kostengünstige Alternative.
Der 130mm PDS zb.
Der ist auf einer EQ5 gut aufgehoben und OTA ist er für 236€ zu haben.
Oder halt der 150 f/5, der sollte auch noch auf der EQ5 gehen.
Das ist ne gute und kostengünstige Ergänzung zum Dobson wenn es um Foto geht und ist weit billiger als den großen Tubus vom Dobson auf eine diesem für Foto angemessene Montierung zu schnallen.
Und wenn es wirklich der 8“ für Foto sein soll und man sich dann auch das restliche Zubehör für Foto dafür leistet das in der Summe dann schon mal paar Tausend Euro kosten kann, Montierung, Guiding, Komakorrektor usw.
Na mal ehrlich der ist doch nun wirklich nicht auf den Tubus von seinem Dobson angewiesen um damit dann bei Foto mit faulen Kompromissen leben zu müssen.
Der hat dann auch noch die 500€ um einen richtigen Fotonewton zu kaufen und diesen dann eher in f/5 oder f/4 und mit ordentlicher Ausleuchtung.
Grüße Gerd