Vorankündigung: Bresser Messier 8" Dobson

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Tja, Christian, daß erzähl mal einem, der seit mehr als 10 Jahren in dem Geschäft seine Brötchen verdient. Nnaa...wenn JOC so groß ist, daß sie Meade kaufen konnten.....dann könnte man glatt meinen, es sei zumindest ein Großunternehmen....bei der Vielzahl von Tochterunternehmen könnte sich der Verdacht verhärten...
CS
 
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allo Tassilo,

wenn wir schon gleich beim Thema Spiegel sind. Aus welchem Material werden diese bei Euch gefertigt?

Den Preis hatte ich erst überlesen. Der scheint mir gemessen an der Konkurrenz gerechtfertigt zu sein. Schon wegen dem OAZ ,der Lagerung in der Rockerbox und den Rohrschellen.

Danke und CS,
Gerrit
 
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Hallo Gerrit,

ich weiss das Spiegelsubstrat nicht mehr auswendig. Ich habe in der Fertigung nachgefragt - Antwort demnächst. Hier auf dem ITV dauert alles internetmäßig ein wenig länger.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Gerrit,

ich habe jetzt die Info bekommen: alle Messier Dobsons haben als Spiegelträgermaterial Borsilikatglas - also analog zu Pyrex oder Duran. Ausdehnungskoeffizient ist 3,25 x 10-6/K.

Clear skies

Tassilo
 
Hi Tassilo,

Dir vielen Dank!
CS
Gerrit
 
Hallo Tassilo,

Wenn der Anwender den schönen Tubus einmal senkrecht auf den harten Boden stellt geht dann da unten der Lack ab? Wäre schad drum. Oder steht der Tubus auf den Justierschrauben?

Vielleicht könnte da auch so ein Kantenschutz dran wie am oberen Ende? Idealerweise in hell?

Frohe Grüße,
Martin
 
Hallo Martin,

gute Anregung - sicher nicht bei dieser Lieferung, aber für später merk ich mir das vor.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

gut so, die Schrauben sitzen passend und gut erreichbar/drehbar.
Das Bild zeigt es nicht so recht, aber es scheint durchaus so zu sein, dass die Zelle genügend offen und die Abstände (Abschluss bis Spiegelrückseite) genügend groß für den simplen Einbau einer funktionierenden saugenden Lüftung sind.
Ein mittelmäßiger Bastler dürfte da, falls er Bedarf sieht (!!!!) kein Problem haben.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Tassilo,

erinnert mich sehr an die Ausführung bei den Meade SN. Wenn jetzt zwischen den Zugschrauben und dem Tubusring noch Kunststoff U-Scheiben gelegt werden, gibt´s auch keinen Metallabrieb und das Justieren geht noch feinfühliger.

CS
Markus
 
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Hallo Markus,
danke für die Anregung. Die Geräte sind im Schiff, also bei dieser Lieferung nicht. Für die nächste Charge setze ich das auf die Liste.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo,

die Geräte werden Ende nächster Woche in Rotterdam eintreffen, und können dann ca. eine Woche später geliefert werden.

Clear skies

Tassilo
 
Guten Tag
Ich hätte da auch mal eine Frage, in einer Antwort schreibt Ihr Von Magnete als Ausgleichgewicht, in Eurer Beschreibung auf der Webseite " Tubus aus Alu" Gibt es bei Euch Alumagnete? ;) . Für mich mit kaputtem Rücken wichtig, wie schwer ist der Tubus?
CS
Reymund
 
Hallo Reymund,

wir messen das Gewicht aus und sagen Bescheid. Das mit dem Gewicht war eine Antwort von mir aus meinem Gebrauch eines Dobsons, der nicht von uns stammt - und die bei unseren Geräten eventuell nicht stimmt - ich weiß nicht mehr mit Bestimmtheit, welches Tubusmaterial wir verbaut haben. Wir prüfen das in den nächsten Tagen.


Clear skies

Tassilo
 
Hallo Günther,

2. der OAZ ist ein unnötiger Turm für einen Dobson. Mur durch Weglassen des im Bild sichtbaren Aufbaus unterhalb der Okularklemmung und oberhalb der Mechanik lässt sich die nächstkleinere FS-Größe ohne Einbußen verwirklichen.

ja leider ist man hier der Meinung das man bei diesem Dobson unbedingt mit einer DSLR in den Fokus kommen muss.
Macht hier zwar keinen Sinn aber was soll‘s irgendwie will man sich ja profilieren und von der Konkurrenz abheben ob das Sinn macht ist offenbar weniger wichtig.
Darum hat man den Fokus auch satte 65mm über den OAZ gelegt, die 35mm die hier angegeben wurden stimmen nicht, diese Abgabe wurde auf 65mm korrigiert.
Der OAZ soll eine Bauhöhe von 79mm haben so das wir hier in der Summe auf eine Fokuslage von satten 144mm über Tubus kommen. :augenrubbel:
Das hat dann natürlich so einen Turmbau zu Babel zur Folge und erhöht die Obstruktion auf 57mm.
Das klingt vielleicht nicht viel aber die Auswirkung der Obstruktion ist von der Fläche abhängig und die Fläche eines 57mm FS ist immerhin 30% größer als die Fläche eines 50mm FS.
Da gibt es in der MTF dann schon spürbare Unterschiede.
Sehr schade, dieser Dobson ist ansonsten ein wirklich schönes Gerät wenn nur dieser Pferdefuß nicht wäre.


Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

obwohl es sinnlos ist, noch der Hinweis auf einen weiteren, m.E. für die visuelle Praxis mit diesem Dobson unsinnigen (Marketing)Grund für den Turmbau.
Der OAZ ist nun mal auch deshalb so lang geplant, weil darin der sehr gute ES-Komakorrektor angemessen verschwindet und das soll natürlich an allen Newtons/Dobsons passieren, auch an f/6.

Bevor irgendjemand einen günstigen und dazu noch vernünftig ausgelegten und ausgestatteten visuellen Newton auf den Markt bringt, der sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene im Bereich Deepsky UND zugleich bei der Mond- und Plantetenbeobachtung mit einfachen, günstigen Mitteln öffnungsbezogen zu guter Leistung und Abbildung in der Lage ist werden noch 10 Fotonewtons und 15 Klein-Foto-Apos auf den Markt geschwemmt (okay, wir sin hier beim Newton, aber auch Dein schöner, langer, visueller ED ist leider noch lange nicht gebacken, schätze ich).

Unsere banalen Wünsche zu befriedigen könnte ja eventuell bedeuten, dass die Leute mal sehen, was gegebene Öffnung wirklich kann.
Ich habe auf Basis von originalen Fernostspiegeln schon einige Teleskope visuell optimiert und dabei das doppelte bis dreifache des Einstandspreises einsetzen müssen, weil man visuell schlicht nur die beiden Spiegel verwenden kann und eventuell noch die HS-Zelle und die FS-Spinne/Halterung anpassen, modifizieren kann. Das kostet auch noch jede Menge Zeit und wer hat schon alle Werkzeuge und die räumlichen Möglichkeiten!?

Hierzulande einen passenden visuellen Newton selbst serienmäßig aufzulegen ist schlicht aussichtslos, da zu teuer für Einsteiger. Selbst mit Fernostspiegel, also nur Tubus, OAZ, Mechanik. Das machen die Händler ja teilweise auch für gutes Geld selbst in Auftragsarbeit.
Egal ob Wolfi, Tassilo, Skywatcher, GSO, was und wer auch immer, man bekommt hier mal ne gute Lösung und da mal Brauchbares, aber an jedem Teleskop/Dobson auch eine Unmenge vermeidbarer Fehler, deren Beseitigung ab Werk bei Weitem nicht so viel kosten würde wie der Umbau zu Hause.

Als Krönung des genialen Marketings startet man solche Threads wie Diesen und erzählt uns dann, wie unverschämt und blauäugig wir doch sind und was das alles kostet und wie dumm doch die Nutzer sind, die ja schon früher nicht mit einer verstellbaren Spiegelzellenbefestigung klar kamen.
Wir wissen einfach nicht zu schätzen, dass man die Entscheidungen, die wir kritisieren nur zu unserem Besten getroffen hat.
Aus Fernost kommt, was die Masse der Leute sich leisten kann, hier ist das nicht zu machen. Weil das so ist, werden wir von dort so bedient wie wir bedient werden sollen.

Dazu muss man jetzt noch der Tatsache ins Auge sehen, dass ein überobstruierter 10-Zöller mit OAZ-Turm von einem visuell optimierten 8-Zöller bei ansonsten gleicher Qualität und Teleskopbeherrschung (oder auch NICHT-Beherrschung) durch den Anwender nicht zu überholen ist. Bingo! Schon geht die Rechnung mit dem Teleskop das eigentlich nichts richtig kann (und auch nicht zeigt was gegebene Öffnung kann) auf.
Man verlässt sich schlicht darauf, dass die Masse der Leute gar nicht mehr weiß, ja gar nicht mehr wissen will, was gut ist und was geht, also kann man ihnen erzählen was man will. Die wenigen alten Unken, die noch wissen was geht, verkraftet man schon, die kann man als Dauerstänkerer abqualifizieren. Außerdem hat man ja jede Menge zufriedene Kunden bei diesen Geräten und auch höhere Ansprüche kann man ja locker bedienen. Den Mehrpreis zahlt der anspruchsvolle Kunde gerne und zufrieden, denn:
"You get what you pay for".

Wer sich der Ausnutzung gegebener Qualität und Möglichkeiten verschreibt, steht heutzutage im Regen oder er wird geschröpft.
Wir bekommen gesagt, das kostet zu viel.
Es wird behauptet, dass niemand den Mehrpreis von eventuell 10-20% für einen visuell optimierten 8" f/6 Fernostdobson zahlen würde. Das war schon seinerzeit beim 6" f/6 so, der ja auch nicht das wurde, was er hätte werden können.
Es hat also noch kein Hersteller und kein Händler versucht und das wird m.E. auch so bleiben.

Gruß
*entfernt*

PS: Es könnte scheinen, ich sei persönlich sauer, z.B. auch auf Tassilo. Dem ist nicht so! Er tut, was tun muss, ich mache das auch.
 
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Hallo Günther,

Der OAZ ist nun mal auch deshalb so lang geplant, weil darin der sehr gute ES-Komakorrektor angemessen verschwindet und das soll natürlich an allen Newtons/Dobsons passieren, auch an f/6.

ja kann schon sein wobei hier die 144mm über Tubus schon arg übertrieben wären.
Der ES braucht hier wohl 85mm und wenn man akzeptiert das er ein wenig in den Tubus ragt würde etwas weniger auch noch reichen.
Also rund 60mm die man hier einfach so verschwendet hat.
Das sind bei einem f/6 ganze 10mm die hier der FS allein wegen dieser Platzverschwendung größer ausfallen muss. :augenrubbel:

Ein für den ES Komakorrektor optimaler Fotonewton hätte einen OAZ der 50mm hoch baut und eine Fokuslage von 35mm über Tubus, der ES benötigt 32mm, wir hätten also noch 3mm Reserve um auf der sicheren Seite zu sein.
Der FS könnte bei gleicher Ausleuchtung 47mm statt 57mm groß sein.
Verwendet man den Standartmäßigen 50mm FS würden sich 3mm mehr bei dem zu 100% ausgeleuchteten Feld ergeben.

Sowas schafft aber offensichtlich leider nur TS.
Die haben wirklich mal mitgedacht und zeigen wie es richtig gemacht wird. :super:

http://www.teleskop-express.de/shop...-f-6---Planetenteleskop---Zero-Expansion.html

Fokuslage: 80 mm über dem Tubus - 30 mm Arbeitsabstand von der 2"-Hülse des Okularauszuges - optimal für Beobachtung. Astrofotografie mit DSLR ist nur mit dem TeleVue Paracorr möglich. Auf Wunsch ist auch die Fokuslage 110 mm über dem Tubus möglich, das erlaubt dann auch, mit Standard DSLR Kameras zu arbeiten. Ein Komakorrektor ist nicht mehr unbedingt notwendig.

Bei einem Dobson ist ja aber die Fotooption unsinnig und man würde weder die 20mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld noch die 30mm Fokus über OAZ benötigen.
Mit 20mm Fokus über OAZ würde man mit einem 45mm FS auskommen und mit etwas Abstrichen beim zu 100% ausgeleuchtetem Feld auch gut und gerne mit einem 42mm oder sogar noch kleineren FS.
In der MTF sähe das dann so aus.
 

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Die 12mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld bei dem 42mm FS ergeben sich bei einer Fokuslage von 70mm über Tubus.
Bauhöhe OAZ 50mm + Fokus über OAZ 20mm
Beim Tubusdurchmesser wurden die hier bei diesem Dobson verwendeten 236mm angenommen.
Bezüglich Tubusdurchmesser wäre aber wegen Tubusseeing etwas mehr empfehlenswert.

Als Krönung des genialen Marketings startet man solche Threads wie Diesen und erzählt uns dann, wie unverschämt und blauäugig wir doch sind und was das alles kostet und wie dumm doch die Nutzer sind, die ja schon früher nicht mit einer verstellbaren Spiegelzellenbefestigung klar kamen.
Wir wissen einfach nicht zu schätzen, dass man die Entscheidungen, die wir kritisieren nur zu unserem Besten getroffen hat.

Ja diese Erfahrung musste ich auch gerade machen.
Meine konstruktive Kritik wurde gar als Beleidigung empfunden und man meinte das solche Egoposter auch getrost ignoriert werden können.
Na ja soweit die offizielle Verlautbarung, insgeheim nimmt man sich schon die Ratschläge zu Herzen und denkt mittlerweile über ein „visuell optimiertes Gerät mit Low-Profile Hexafoc“ nach.
Es besteht also durchaus noch Hoffnung.

Dazu muss man jetzt noch der Tatsache ins Auge sehen, dass ein überobstruierter 10-Zöller mit OAZ-Turm von einem visuell optimierten 8-Zöller bei ansonsten gleicher Qualität und Teleskopbeherrschung (oder auch NICHT-Beherrschung) durch den Anwender nicht zu überholen ist. Bingo! Schon geht die Rechnung mit dem Teleskop das eigentlich nichts richtig kann (und auch nicht zeigt was gegebene Öffnung kann) auf.
Man verlässt sich schlicht darauf, dass die Masse der Leute gar nicht mehr weiß, ja gar nicht mehr wissen will, was gut ist und was geht, also kann man ihnen erzählen was man will. Die wenigen alten Unken, die noch wissen was geht, verkraftet man schon, die kann man als Dauerstänkerer abqualifizieren.

Ja genau eine große Öffnung zeigt schon einiges, auch mit großer Obstruktion.
Auch dieser 8“ mit dem völlig unnötig aufgelassenen 57mm FS wird natürlich allein aufgrund seiner Öffnung mehr zeigen als zb. ein kleiner 100mm APO.
Insofern kann man sich immer schön rausreden und sagen na was willst du denn, ist doch alles super und was der doch alles zeigt am Planeten.

Das er aber dennoch deutlich unter den Möglichkeiten bleibt die ein ordentlicher 8 Zöller eigentlich hätte ignoriert man dabei dann einfach.
Es ist halt einfach nur sehr schade wenn man sieht das solche Optiken dann derart in ihrer optischen Leistung kastrieret werden.
Und das völlig ohne Not, allein die unsinnigen 65mm über OAZ sind schon für die 7mm mehr beim FS gegenüber vergleichbaren Produkten verantwortlich.
Mit vernünftigen 20mm statt der 65mm über OAZ hätte man bei ansonsten gleichen Daten auch locker mit einem 50mm FS auskommen können.
Und das hätte keinen einzigen Cent mehr gekostet.
Nur etwas mehr Überlegung bei der Auslegung.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

"Und das hätte keinen einzigen Cent mehr gekostet.
Nur etwas mehr Überlegung bei der Auslegung."

Wie wahr.

Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

an der Stelle mit den Mehrkosten will ich einhaken. Hier mein Öl für das zurecht brennende Feuer unter dem Allerwertesten (der aber Scheinbar noch genug Sitzfleisch für einige Jahre "effiziente Verbrennung" hat):
Wir haben schon oft von den Justageschrauben und deren "neumodischer" Auslegung in räumlich getrennte Druck- und Zugschrauben, anstelle der mechanisch schlicht notwendigen Paarung von Zug- und Druckschraube gesprochen. Das nachzubessern, wurden wir belehrt, würde erhebliche Kosten für den Form-Neubau bedeuten (obwohl bekannte Zellen dieser Bauart noch die aufgefüllten Spuren der Form für die alte, paarweise Loch-Anordnung zeigen).
Diese Formkosten hat man unter anderen Labels nicht gescheut. "Newtons" ganz ohne Justagemöglichkeit des Hauptspiegels werden seit einiger Zeit verkauft. Da war offensichtlich Geld für neue Formen da!

Ich möchte auch zu Günthers Stellungnahme noch etwas ergänzen. Ich halte unsere Importeure auch nicht für dumm. Nur deren Ergebnisse, die sind es eben. Da werden die Geräte nicht besser, wenn man mit roter Farbe "Egoposter" an die Wand schmiert.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Allerseits,
ich kann die massive Kritik am Messier-Dobson nicht so recht nachvollziehen. Ein solches Gerät, das wahlweise visuell als Dobson als auch ggf. photographisch eingesetzt werden kann, sagt mir durchaus zu. Sicher bringt der etwas größere Fangspiegel einen geringen Kontrastverlust, doch scheint mir der Einfluß von Qualitätsschwankungen der Optik, die im Niedrigpreis-Segment unvermeidlich sind, von höherer Bedeutung für die Abbildungsqualität zu sein. Nachteilig erachte ich allerdings die hohe Masse des Stahltubus, hier wäre ein Aluminiumtubus natürlich vorteilhaft.
Gruß Willi
 
Hallo Sven,

apropos Zug und Druckschrauben.
Diese sind ja hier bei diesem Dobson korrekt angeordnet.
Was mich aber immer wieder stört ist das labbrige Gewinde in dem Aludruckguss, und die mangelnde Präzision der Verchromten Schrauben.
Gerade Gewinde wo Funktionsbedingt öfter mal dran gedreht wird sollten nicht einfach so ins Alu geschnitten werden.
Dafür gibt es heutzutage Helicoils.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewindeeinsatz
Diese werden ins Alu geschraubt und bieten dann ein präzises und belastbares Gewinde das auch nach mehrmaligem gebrach nicht ausleiert.

ist der Drahtgewindeeinsatz heutzutage als Konstruktionselement anerkannt. Die Einsatzgebiete sind aufgrund der verschiedenen Ausführungen hinsichtlich Material, Typ und Oberflächenbeschichtung vielfältig. Vorrangig kommt er im Zuge von Leichtbaukonstruktionen in scherschwachen Materialien wie Aluminium- und Magnesiumlegierungen zum Tragen. Hier dient er zur Gewindepanzerung und weist auch nach einer großen Anzahl von Wiederholverschraubungen ein lehrenhaltiges Gewinde auf.

Auch das Chrom in dem Gewinde der Schrauben ist der Präzision dieses Gewindes nicht gerade dienlich.
Entweder verwendet man hier einfache eloxierte Stahlsachrauben und dann bitte auch ordentlichen 8.8 Stahl und nicht diese billige Wald und Wiesenlegierung oder man investiert mal in ein paar Edelstahlschrauben, so wahnsinnig teuer sind die Edelstahlschrauben nun auch wieder nicht.

Gerade ein Justageelement das eigentlich eine sehr sensible feinfühlige Einstellung erfordert sollte nicht derart schlampig ausgeführt werden wie man es bei den Chinadingern immer wieder findet.
Bei der Gelegenheit könnte man auch durchaus mal über Feingewinde an dieser Stelle nachdenken.
Freilich macht das nur Sinn mit Helicoils im Alu und bei Schrauben ohne Chrom im Gewinde.
Denn Feingewinde mit Chrom zugepflastert im blankem Alu wäre eher kontraproduktiv.

Grüße Gerd
 
Hallo Willi,


Ein solches Gerät, das wahlweise visuell als Dobson als auch ggf. photographisch eingesetzt werden kann, sagt mir durchaus zu.

nun hier wird zwar suggeriert das man die Fotooption quasi kostenlos dazubekommt.
Und klar wenn man etwas kostenlos bekommt sagt natürlich keiner nee ach lass mal sondern nimmt das natürlich mit.
Es stimmt zwar das dieser Dobson nicht teurer ist als ein Konkurrenzprodukt aber den Preis zahlt der Kunde an anderer Stelle.
Nämlich mit spürbaren Kontrastverlust.
Die 7mm mehr gegenüber dem 50mm FS wie man ihn wo anders findet klingen nicht viel aber der Unterschied ist dann doch nicht ganz so klein wie man vielleicht glaubt.
Die Wirkung der Obstruktion ist nämlich von der Fläche abhängig und da hat der 57mm FS immerhin eine 30% größere Fläche als der 50mm FS.
Wenn man nun noch bedenkt das die bisherigen Dobson mit dem 50mm FS längst nicht optimal sind sondern das man mit einem vernünftigem OAZ und Augenmaß bei der Lage des Fokus über OAZ auch locker mit einem 42mm FS auskommen könnte ergibt sich doch schon ein recht deutlicher Unterschied in der Kontrastübertragung.

Die Fotooption kosten also nicht mehr Euros aber sie kostet Kontrast und wenn man mal vernünftig über diesen Preis aufgeklärt wird dann sieht die Sache schon ganz anders aus.
Hier muss man dann schon mal realistisch drüber nachdenken ob man diese Option am Dobson überhaupt benötigt.
Klar der Tubus lässt sich auf eine parallaktische Montierung schnallen aber was kostet denn eine die so einen langen 8“ f/6 wirklich Fototauglich trägt.

Wird man sich diese jemals leisten oder wird man doch eher kleinere Brötchen backen.
Wer Foto möchte kann und sollte auch erst mal etwas bescheidener anfangen denn 1200mm Brennweite wollen Fotografisch erst mal beherrscht werden, das erfordert einiges an Erfahrung und teures Zubehör zum Guiden.

Viel einfacher und preisgünstiger kommt man zb. mit einer kleinen und leichten Star Adventurer Reisemontierung weg und dann entweder erst mal mit dem Objektiv der DSLR oder mit einem kleinen APO mit 60 bis 70mm Öffnung.
Das passt dann auch noch gut mit der Brennweite.

Im Gegensatz zur visuellen Beobachtung wo man schon etwas mehr Öffnung benötigt um wirklich was zu sehen kann man Fotografisch auch mit sehr kleinen Öffnungen beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Man muss für Foto also nicht zwingend das größte Geschütz auffahren das man zur Verfügung hat.
Auch ein kleiner Newton wäre eine nette und kostengünstige Alternative.
Der 130mm PDS zb.
Der ist auf einer EQ5 gut aufgehoben und OTA ist er für 236€ zu haben.
Oder halt der 150 f/5, der sollte auch noch auf der EQ5 gehen.
Das ist ne gute und kostengünstige Ergänzung zum Dobson wenn es um Foto geht und ist weit billiger als den großen Tubus vom Dobson auf eine diesem für Foto angemessene Montierung zu schnallen.

Und wenn es wirklich der 8“ für Foto sein soll und man sich dann auch das restliche Zubehör für Foto dafür leistet das in der Summe dann schon mal paar Tausend Euro kosten kann, Montierung, Guiding, Komakorrektor usw.
Na mal ehrlich der ist doch nun wirklich nicht auf den Tubus von seinem Dobson angewiesen um damit dann bei Foto mit faulen Kompromissen leben zu müssen.
Der hat dann auch noch die 500€ um einen richtigen Fotonewton zu kaufen und diesen dann eher in f/5 oder f/4 und mit ordentlicher Ausleuchtung.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Willi,

warum ist diese Kritik nicht nachvollziehbar?
Eventuell kannst Du nachvollziehen, dass alle Mitberwerber dieses Dobsons in der Preisklasse genaus so viel oder weinig für Fotografen und für visuelle geeignet sind wie dieser hier. Warum also noch eine "Neuentwicklung"? Nur wegen der Schellen und dem Auszugmonster, was ihn in der Fotoeignung über die Konkurrenz heben (sollen).
Warum nicht mal einen Dobson für Leute, die einen Dobson wollen? Das sind doch eigentlich dann wohl mehrheitlich Leute, die (wie ich) visuell unterwegs sind.
Damit sind das Leute, die auf Augenblickswahrnehmung angewiesen sind und in diesen Augenblicken das bestmögliche Bild auf der Netzhaut brauchen und die ist halt nun mal kein Chip, kann nicht über Minuten und Stunden Licht sammeln oder 1000 Bilder addieren.

Wenn ich diese schönen Rohrschellen anschaue, sehe ich darin zusätzliche Tubusaussteifung, die Möglichkeit, den Tubus zu drehen und zu verschieben um Einblick und Gleichgewicht positiv zu beeinflussen, feine große Höhenräder dran und all solche schönen Sachen die jeder Visuelle schätzt......!

Dann sehe ich diesen Trum von einem Auszug, weiß was das für den FS heißt, sehe Verwindungsprobleme für den Blechtubus bei Verwendung schwerer und langer Okulare (31er Nagler, 30er ES 81°, Ethos, ES 100° und noch einige andere Negativmöglichkeiten (Vignettierung pp). Da kommt mir echt das K.........!

Es ist Tassilo und auch anderen Händlern ganz genau bekannt, was wichtig ist und wie das umzusetzen ist. Auch wie leicht das umzusetzen ist und in weiten Teilen ist der Rückgriff auf verhandene Bauteile und auch Herstellungsformen möglich. Das Zeug gibt es fast komlett, man muss nur die richtigen Teile zusammenstellen und dann auch zusammenbauen.
Ich denke, ich weiß, wo die Tuben herkommen.
ES macht sie wohl nicht selbst, hat sie zumindest nicht entwickelt (Hoffentlich) denn dann hätte man ja wirklich mal so etwas Geniales wie verstellbare Einbauhöhe der Spiegelzelle ohne Zusatzkosen entwickeln können, woraus sich ein ganzer Baukasten von Konfiguratiuonsmöglichkeiten (von Foto oder visuell allgemein bis Hard-Core-Mond/Planeten) ergeben hätte. Das wäre mal was gewesen, so ein Baukastenteleskop von Standard bis zur Selbstkonfiguration. Ressourcenschonung + Alleinstellungsmerkmal im Markt bei durchaus überschauberen Kosten für Hersteller/Händler und Kunden.

Natürlich bringt so etwas einige Änderungen im jahrzehtealten Herstellungsprozess (Tubuslängen z.B.) und eventell auch mal die eine oder andere neue oder zu verändernde Gußform mit sich.
Zur Verbilligung der Teleskope und der Prozesse wurde und wird das permanent gemacht, z.B. müssen auch für nicht justierbare Newtons mit Plastikabschlussdeckeln in denen Hauptspiegel kleben, neue Formen hergestellt werden.
Es wird getan und aus einem Teleskop wird Spielzeug, aber wenigstens mit Nachführung und optionalem GoTo!

Wie ich schon sagte, es geht alles, was Hersteller und Händler wollen, zumindest in der Herstellung. Das Marketing soll uns dann beibringen, dass wir genau das auch wollen und was wir dafür zahlen sollen.
Da mache ich halt nicht in jedem Fall mit und versuche auch, zum Nachdenken anzuregen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Gerrit,

an der Stelle mit den Mehrkosten will ich einhaken. Hier mein Öl für das zurecht brennende Feuer unter dem Allerwertesten (der aber Scheinbar noch genug Sitzfleisch für einige Jahre "effiziente Verbrennung" hat):
Wir haben schon oft von den Justageschrauben und deren "neumodischer" Auslegung in räumlich getrennte Druck- und Zugschrauben, anstelle der mechanisch schlicht notwendigen Paarung von Zug- und Druckschraube gesprochen. Das nachzubessern, wurden wir belehrt, würde erhebliche Kosten für den Form-Neubau bedeuten (obwohl bekannte Zellen dieser Bauart noch die aufgefüllten Spuren der Form für die alte, paarweise Loch-Anordnung zeigen).
Diese Formkosten hat man unter anderen Labels nicht gescheut. "Newtons" ganz ohne Justagemöglichkeit des Hauptspiegels werden seit einiger Zeit verkauft. Da war offensichtlich Geld für neue Formen da!

Ich möchte auch zu Günthers Stellungnahme noch etwas ergänzen. Ich halte unsere Importeure auch nicht für dumm. Nur deren Ergebnisse, die sind es eben. Da werden die Geräte nicht besser, wenn man mit roter Farbe "Egoposter" an die Wand schmiert.

Clear Skies
Sven

Hi Sven,

ja die Justageschrauben bei den GSO-Tüten. Die tolle Fangspiegelfassung. Man könnte schon generell eine Menge besser machen. Aber eine solche Konfiguration von Justage-Schrauben habe ich schon bei mehr als 10000 teuren Astrographen gesehen. Und mußt mich wundern, daß diese ca. 120 mm Durchmesser um die optische Achse angeordnet waren. Also nee, feinfühlige Justage bei F/3? Da wurde nicht nur mit Wasser gekocht. Da war auch jede Menge Marketing-Dunst und tote Fliegen dabei. Fazit: In der Astroszene ist Ahnungslosigkeit und jugendlicher Leichtsinn im Profisegment möglich.
Bei der GSO Spiegelfassung bedarf es ca. 30 Minuten, die Justageschrauben zu versetzen.


Lieber Sven, Du willst doch bestimmt nicht meinen, daß die aufgeklebten Hauptspiegel Ausgeburten eines neuen Konzeptes sind? Wenn Du jemals vom Zufall überfallen wirst und ein ca. 20..30 Jahre altes Teleskop von Revue aus der Sperrmüll ragen siehst, dann gibt das Einsicht in die Beständigkeit schlechter Konzepte. Ich komme noch aus einer Generation, in der selbst solche Tuben instinktiv geschmäht wurden. Aber Kleben von HS hat wohl eine lange Tradition. Statt Intel-Inside "Von blinden Designern Unterwasser geklöppelt". Würde man die optische Qualität nach der Stückzahl beurteilen, wäre ein Asti Standard.

Was wollen wir denn :)

In unterschiedlichen Threads verteidigt die Händlerschaft solche Dinge. Vom SCT, bis zum APO bis runter zum Achromaten...bis hoch zum Newton. Wirtschaftlichkeit. In jeder Ecke findest Du was. Anstatt einmal in 30 Jahren das Konzept zu ändern für die nächsten 30 Jahre ;-) Man rühmt sich für neue Auszüge, CARBON-TUBEN (VISUELL! Huih, Dunst beim Beobachten) , "wir sind die Profis", ACF, Mirror-Lock, Edge-HD, Tubus-Lüftung usw.

Aber die Community kommt neben dem Selbstbau über das Meckern nicht hinaus. Aber dem folgt ja bekanntlich eine Initiative. Und endlich gibts da Möglichkeiten.
Bin gespannt, wann das erste Crowd-Funding-Projekt dazu kommt ;-)

So, daß war das Wort zum Sonntag :)

Vielleicht sollte man das Thema mal hier bewerben, damit die Umsatzzahlen dieser Tuben nachlassen:
http://www.wdrmaus.de


Zurück zum 8" Bresser Dobson. Von der mechanischen Seite und vom Lieferumfang hebt sich das Gerät von der Konkurrenz schon sehr stark ab. Ein einfacher Vergleich mit den Skywatcher 8" F/6 Dobsons reicht da aus.

Grüße,
Gerrit


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

gern zurück zum Bresser Messier. Ist das nun wirklich "Meckern", was die Community betreibt? Oder sind es berechtigte Beschwerden über gern gemachte Design-Fehler?
Es ist ja geradezu durchsichtig: Da wird ein Newton als Dobson verkauft, und nebenbei erwähnt man, dass das Teil ja Rohrschellen hat. Das kennt man sonst anders herum: Wir haben da einen Newton, aber wer will, kann an die Rohrschellen Höhenräder schrauben.

Es ist immer wieder das Konzept, mit einem Gerät alles erschlagen oder zumindest alles bewerben zu wollen.
Du meinst, dass sich das Gerät in vielen, schönen Punkten abhebt. Das meine ich auch, aber:
Als Freund eines guten optischen Konzepts hat man einfach die ganzen zerbrochene Eier legenden, Knötchen in der wolligen Magermilch habenden Zähfleischsäue satt.
Ich weiß nicht, welche Zahlen die Entscheider vor sich haben, die aus irgendwelchen wirtschaftlichen Gründen (um nichts dümmeres anzunehmen) immer wieder diese Querbeet-Fähigkeit in die Konzepte pressen. Wenn Bresser nur einen einzigen 8" f/6 Tubus mit Haxadings bauen kann oder will, dann sollen sie das Teil doch besser so bewerben und als "Feature" darauf hinweisen, dass sich diese fotografisch ausgelegte Optik auch mit dem neuen Rockerbox-Set zu einem hübsch aussehenden Dobson machen lässt.
Konsequent wäre es hingegen, das Ding zu einem richtigen Dobson zu bauen. Hexadings ad acta, einen Helical da rein, dann alle ES-Okulare mit passender Fokallage für +/- 2,5 Dioptrien und unter 500g mit einem roten Ring "Dobson friendly" versehen, und man hätte einen Schuh, den man sich anziehen kann. Klar, ist natürlich blöd, wenn sich irgendwer vom Marketing überlegt hat, dass der neue Hexafoc so teuer war, dass man zwanghaft nur noch den verkaufen darf...
Achso... eins noch. Kann man nicht mal irgendwas anderes als 25mm oder 26mm Plössl beilegen? Vielleicht etwas genauso sinnloses, was aber irgendwie cooler ist? APM liefert ja zum Heritage 114 Virtuoso einen Zenitspiegel. Also worauf ich hinaus will: Warum wird denn für den in der Artikelbeschreibung genannten Genußbeobachter nicht einfach mal das langbrennweitigste 1,25" Okular mit 68° zum anfixen beigelegt? Da könnte man sich doch wirklich mal abheben.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

auch wenn wir gleicher Meinung sind. Zurück zum Besser Messier also. Und dann gehts ja doch wieder allgemein los. Auch ok.
Aber dann sollte man doch selbst Hersteller mit dem "Anspruch" weitaus noblere Teleskope für die visuellen Einsatz zu konzipieren, nicht außen vor lassen. Z.B. Orion Optics mit 8" F/6 Geräten oder gar 10" F/6.3. Wobei diese von der Idee her zugegeben schon etwas näher drann sind.
Dobson hin oder her. Mit Dobsons kann man sehr wohl auch fotographisch arbeiten. Fehlt nur noch eine EQ-Plattform.
Wurde der Dobson denn als rein visuell nutzbares Gerät angepriesen? Leider nein.

Viele Grüße,
Gerrit
 
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