Sven_Wienstein
Aktives Mitglied
Hallo Gerd,
ich habe mit der Sterndurchlaufmessung zunächst einmal den effektiven Feldblendendurchmesser bestätigt gefunden.
Was nun das scheinbare Gesichtsfeld angeht, so sollte man rein logisch so nicht argumentieren, weil man aus einer Sterndurchlaufmessung die Verzeichnung nicht ablesen kann.
Was ich aber aus den Messungen ersehen konnte, ist dass die Verzeichnung zum Rand hin beim ES 100° wie beim Ethos in der selben Größenordnung wie bei den Typ 5 Naglern ist. Und diese wiederum zeigen am Rand deutlich sichtbar eine Verzeichnis, den berühmten Eier-Mond.
Man kann natürlich nun sagen "das muss so sein". Und natürlich bekommt man ein Bildfeld ohne Verzeichnung nicht geebnet. Das eigentliche Problem scheint mir, dass ein solches Nachrechnen vom Leser gern aufgenommen wird als Abwertung des scheinbaren Gesichtsfeld, als Mogeln des Herstellers. Das empfinde ich nicht so. Allerdings empfinde ich das Feld auch nicht als unverzerrt ("Eier-Mond"). Die Tangens-Rechnung gibt mir also schon wieder, wie "rund" der Mond am Bildrand sein wird.
Was nun immer noch offen ist: Wir haben nun immer aus der Feldblende errechnet, wo das scheinbare Gesichtsfeld landen soll. Es hat aber noch keiner nachgemessen, ob das scheinbare Gesichtsfeld diesen Wert auch wirklich erreicht. Ich weiß nicht, ob es eine Art optisches Gesetz gibt, das erzwingt, dass 100° Feld dabei herauskommen, wenn alles sauber korrigiert wird. Denn Tassilos Angabe, das die Sterndefinition auch am Rand noch sehr gut ist, will ich auch einbeziehen.
Gerd, Dir als Rechner ist das vermutlich klar, aber über die Tangens-Rechnung bekommt man doch eigentlich einen scheinbaren Felddurchmesser heraus, unter dem wir den Mond auch am Bildrand als nicht in die Länge gezogen wahrnehmen würden. Die Winkelbedingung hingegen stellt die Forderung (Frage meinerseits), dass ein Rechter Winkel am Bildrand immer noch als rechter Winkel dargestellt wird (allerdings sind zwei Linien, die im rechten Winkel zusammenstoßen dann gekrümmt, im Treffpunkt aber stimmt der rechte Winkel wieder).
Meine ganz allgemeine Beobachtung dazu ist nun, dass es eine ganze Reihe Okulare gibt, die bezüglich Brennweite, Feldblendendurchmesser und scheinbarem Gesichtsfeld ähnliche Verhältnisse aufweisen. Das passt zu Nagler Typ 5, Ethos, Explore Scientific 100° und offensichtlich auch zu den hier genannten 92° Okularen. Abgesehen von den neuen Okularen, die ich noch nicht kenne, kann ich sagen, dass diese Okulare eine gute Randabbildung liefern. Sie Pendeln alle um einen gewissen Rest-Okularastigmatismus oder zeigen noch etwas Bildfeldwölbung, was wohl auch von der Brennweite abhängt. Zu den längeren Brennweiten hin, kommt beides stärker durch. Vermutlich gibt es da einen gewissen Zwang, das man dabei heraus kommt?
Clear Skies
Sven
ich habe mit der Sterndurchlaufmessung zunächst einmal den effektiven Feldblendendurchmesser bestätigt gefunden.
Was nun das scheinbare Gesichtsfeld angeht, so sollte man rein logisch so nicht argumentieren, weil man aus einer Sterndurchlaufmessung die Verzeichnung nicht ablesen kann.
Was ich aber aus den Messungen ersehen konnte, ist dass die Verzeichnung zum Rand hin beim ES 100° wie beim Ethos in der selben Größenordnung wie bei den Typ 5 Naglern ist. Und diese wiederum zeigen am Rand deutlich sichtbar eine Verzeichnis, den berühmten Eier-Mond.
Man kann natürlich nun sagen "das muss so sein". Und natürlich bekommt man ein Bildfeld ohne Verzeichnung nicht geebnet. Das eigentliche Problem scheint mir, dass ein solches Nachrechnen vom Leser gern aufgenommen wird als Abwertung des scheinbaren Gesichtsfeld, als Mogeln des Herstellers. Das empfinde ich nicht so. Allerdings empfinde ich das Feld auch nicht als unverzerrt ("Eier-Mond"). Die Tangens-Rechnung gibt mir also schon wieder, wie "rund" der Mond am Bildrand sein wird.
Was nun immer noch offen ist: Wir haben nun immer aus der Feldblende errechnet, wo das scheinbare Gesichtsfeld landen soll. Es hat aber noch keiner nachgemessen, ob das scheinbare Gesichtsfeld diesen Wert auch wirklich erreicht. Ich weiß nicht, ob es eine Art optisches Gesetz gibt, das erzwingt, dass 100° Feld dabei herauskommen, wenn alles sauber korrigiert wird. Denn Tassilos Angabe, das die Sterndefinition auch am Rand noch sehr gut ist, will ich auch einbeziehen.
Gerd, Dir als Rechner ist das vermutlich klar, aber über die Tangens-Rechnung bekommt man doch eigentlich einen scheinbaren Felddurchmesser heraus, unter dem wir den Mond auch am Bildrand als nicht in die Länge gezogen wahrnehmen würden. Die Winkelbedingung hingegen stellt die Forderung (Frage meinerseits), dass ein Rechter Winkel am Bildrand immer noch als rechter Winkel dargestellt wird (allerdings sind zwei Linien, die im rechten Winkel zusammenstoßen dann gekrümmt, im Treffpunkt aber stimmt der rechte Winkel wieder).
Meine ganz allgemeine Beobachtung dazu ist nun, dass es eine ganze Reihe Okulare gibt, die bezüglich Brennweite, Feldblendendurchmesser und scheinbarem Gesichtsfeld ähnliche Verhältnisse aufweisen. Das passt zu Nagler Typ 5, Ethos, Explore Scientific 100° und offensichtlich auch zu den hier genannten 92° Okularen. Abgesehen von den neuen Okularen, die ich noch nicht kenne, kann ich sagen, dass diese Okulare eine gute Randabbildung liefern. Sie Pendeln alle um einen gewissen Rest-Okularastigmatismus oder zeigen noch etwas Bildfeldwölbung, was wohl auch von der Brennweite abhängt. Zu den längeren Brennweiten hin, kommt beides stärker durch. Vermutlich gibt es da einen gewissen Zwang, das man dabei heraus kommt?
Clear Skies
Sven