Vorstellung und Fragen zum Apm 82mm SD Fernglas | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Vorstellung und Fragen zum Apm 82mm SD Fernglas

DiBa71

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140fach ohne Farbe und auch noch scharf?! Das hört sich ja wirklich verlockend an! Welche Barlow haste denn genommen? Mit ED Element?

Diese Leistung würde ich von so nem 82er gar nicht erwarten...
 

DiBa71

Mitglied
Also da haste ja mit wenig Aufwand ein hervorragendes Ergebnis bekommen...bei dem günstigen Preis!

Dann muss ich jetzt noch ein paar Euronen weglegen um im Sommer dann auch "beidäugig" zu sehen...obwohl ich ja schon ein 15x70 von TS habe.

Aber das 82er, mit der Möglichkeit verschiedene Okulare zu benutzen, ist dann wohl doch noch ne andere Hausnummer!
 

Wintergatan

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Das 82er SD habe ich auch, ebenso (bislang) ein 5mm LE Planetary und bin sehr zufrieden damit. Auf Wellenform-Tuning habe ich bewusst verzichtet, denn extremste Vergrößerungen strebe ich mit diesem Bino eigentlich nicht an. Wegen alternativer Okulare mit 12,5 hat das Morpheus den Vorteil des geringeren Gewichts, aber vielleicht hält mein Fluid-Head zwei HI-FW doch noch aus. Einen Vergleich gibt es auf Comparativa (terrestre) tra oculari da 12.5 (Battle of the 12 mm’s): APM HI-FW ULTRA WIDE vs BAADER MORPHEUS® vs DOCTER (NOBLEX) UWA - Binomania
Den Tipp mit der Barlow schaue ich mir an, Danke dafür!
 

DiBa71

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Danke für den Link.

Leider nur terrestische Bewertung, trotzdem sehr interessant! Die Morpheuse scheinen also auch sehr gut am Bino zu sein!
 

Wintergatan

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Das 5mm LE hatte ich bereits in meinem Sortiment bevor ich das 82er SD erwarb. Aber wenn man schon Okulare wechseln kann, wollte ich die Gelegenheit auch nutzen und habe vergangenen Sommer mit einem Auge so testweise Jupiter und Saturn begutachtet. Mir hat es gefallen und den Neffen erst recht. Die Praxis-Tipps und Erfahrungen von Kaktus1972 kann ich im Rahmen meiner Möglichkeiten bestätigen. Gehe auch davon aus dass 7mm Okulare ein sinnvolles Maximum sind.
 

Kaktus1972

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Na klar, 140fach ist ne Spielerei. Aber ich besitze nur dieses eine Gerät und zwischendurch am Mond macht es mir trotzdem viel Spaß. Die Stärken des Binos liegen aber natürlich woanders und teure Okulare kleiner 5mm werde ich mir dafür nicht zulegen.

Ich hatte das Barlow-Element zuerst monokular ausprobiert und war nicht wirklich begeistert. Trotzdem habe ich mir dann irgendwann das zweite geholt und war überrascht, wie gut es binokular dann doch funktioniert.
 

b_schaefer

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Wir haben mal am APM 70mm eines Kollegen ein Pärchen 2,5mm Nagler probiert. Das sah beim Sterntest nicht mehr hübsch aus, aber am Mond war es noch erstaunlich brauchbar, trotz 0,44mm Austrittspupille (AP).

Die sinnvollen Maxima scheinen sehr von Gerät, Beobachter und Beobachtungsziel abzuhängen. Ca. 0,5mm AP gehen für mich noch gut am Mond, bringen aber nichts mehr am Planeten, da würde ich 0,7mm als Maximum sehen. Selbst bei hellen Nebeln würde ich nicht unter 1mm AP gehen.

All diese Richtwerte meine ich binokular. Mit nur einem Auge finde ich ~ 0,5mm Austrittspupille ziemlich anstrengend und sehe dann auch störende Augeneffekte (‚floaters‘).

Viele Grüße
Sebastian
 

DiBa71

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Ich hatte am 120/600er Startravel mit nem 8er Hyperion und 2x Barlow 150fache Vergrößerung am Mond...das ging noch erstaunlich gut(die Farben außen mal abgesehen). An Planeten dann bunt und doch nicht mehr richtig zu gebrauchen...

Das war aber Monokular. Durchs Bino, bei wechselbaren Okularen hab ich dann halt gar keine Erfahrung. Ich weiß ja gar nicht ob sich zwei Okulare da vielleicht anders verhalten beim durchschauen...hört sich jetzt blöd an...hab da aber keine Erfahrung mit
 

b_schaefer

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Binokular zaubert den Farbfehler leider nicht weg und verbessert nicht die Leistung eines Okulartyps. Unser Gehirn kann aber ein paar andere Tricks.

So werden alle Effekte, die nur in einem Auge sichtbar oder unterschiedlich stark ausgeprägt sind, stark abgemildert - teilweise sogar ganz „rausgerechnet“. Das betrifft nicht nur Augenfehler wie die angesprochenen ‚floaters‘, sondern auch Seeing oder ein etwas schwächeres Objektiv, wie von Ingo beschrieben. Im Umkehrschluss kann das Gehirn nichts ausgleichen, was für beide Augen gleich aussieht.

Aber wir nehmen auch Kontraste beidäugig besser wahr und das kann im Endeffekt die Erkennbarkeit an der Auflösungsgrenze tatsächlich verbessern. Etwas „auflösen“ heißt ja, dass wir bei einer bestimmten Ortsfrequenz noch Kontrast wahrnehmen. Deswegen lässt sich auch am Mond so stark übervergrössern: von den sehr starken Kontrasten bleibt länger etwas übrig, auch wenn die Kontrastübertragung (MTF) schon nachlässt.

Und nicht zuletzt sehen wir die Dinge etwas größer, wenn wir mit beiden Augen schauen. Das kann man auch mal mit bloßem Auge probieren oder mit einem normalen Fernglas, indem man den Blick mit einem Auge mit dem aus beiden vergleicht. Es ist individuell verschieden, aber bei mir schätze ich einen Faktor von ca. 1,2-fach größer als monokular.

Einiges davon trifft auch bei der Verwendung eines Binoansatzes zu, weswegen bei großen Öffnungen und damit verbundenen hohen Vergrößerungen diese Ansätze die günstigere Lösung darstellen.

Alles in allem ist binokulares Beobachten kein Wundermittel, aber geht auch deutlich über den reinen Komfortaspekt hinaus.

Viele Grüße
Sebastian
 

DiBa71

Mitglied
Bei dem 82er APM sind ja noch 2 APM UF 18mm Okulare dabei. Kann man die eigentlich beim Kauf gegen die 24er APM UF tauschen (Preislich sind die ja gleich).
So hätte man gleich das größtmögliche Gesichtsfeld.
Hat da schon jemand Erfahrungen beim Kauf gemacht?

Grüße Dieter
 

lukeflo

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Hab mir jetzt auch das 82er SD bestellt. Warte noch auf die Ankunft. Das Thema hier hat bei der Entscheidung auf jeden Fall sehr geholfen :y:
 

DiBa71

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Ich hätte noch ne Frage da ich mir im Sommer auch das 82er SD zulegen möchte.

Wie ist das mit der Bedienung der Einarmgabel von APM oder TS? Hat die ne Art Friktion um das Schwenken
des Fernglases einzustellen, oder wie muss ich mir das vorstellen?

Ich hatte mal eine AZ 4. Da stellte man das über die Sternräder ein. Bei der Einarmgabel kann ich da nichts erkennen...

Gruß Dieter
 

b_schaefer

Mitglied
Die Einarmgabel von APM wird ja mittig unter das Fernglas angebaut. Da gibt es dann eine Klemmhebelschraube, mit der man die Klemmung der Altituden-Achse recht feinfühlig anziehen kann. Die horizontale Achse lasse ich eigentlich immer frei, dafür gäbe es eine einfache Rändelschraube an der Basis der Montierung.

Einarmgabeln zur seitlichen Aufnahme mag ich persönlich nicht so. Durch die asymmetrische Lastaufnahme erscheinen die mir immer grundlegend wackeliger.

Viele Grüße
Sebastian
 

DiBa71

Mitglied
Oh das ging ja schnell;):y:

Kommt man an diese Klemmhebelschraube auch gut während der Beobachtung heran, oder ist das eher eine hibbelige Arbeit im dunkeln?
Das 82er sollte vom Gewicht her damit ja noch gut zurecht kommen....
 

b_schaefer

Mitglied
Man kommt gut ran, finde ich. Auf dem Foto sind beide Schrauben zu sehen. Die Klemmhebelschraube ragt unter dem Montierungsarm hervor. Mein Setup ist derzeit nicht gut ausbalanciert, ich werde einen neuen Arm brauchen. Mit meinem alten Setup (71FL) musste ich diese Klemmung kaum anziehen.

Viele Grüße
Sebastian
 

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portaball

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Was für eine geile Kombination.
90er Fluorit Borg, Docter 12,5 und Einarmgabel

Ich liebe Einarmgabeln, aber die Achse sollte möglichst im Schwerpunkt des Instrumentes liegen, oder zumindest sehr nah dran...
Und für unterschiedlich schwere Okulare braucht man eine Lösung, am einfachsten ist ein Laufgewicht zu realisieren.

Grüße Jochen
 

lukeflo

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Moin,

mein 82 SD ist nun auch schon eine Weile da, konnte aber bisher nicht richtig getestet werden aus meiner balkonlosen Stadtwohnung. Über Ostern gehts aber in die Vulkaneifel, hoffe auf gutes Wetter und ein paar richtige Ersteindrücke.

Doch es bleiben auch noch Baustellen. Da das Thema ja fast gleich ist, verwende ich mal diesen Thread, um meine Fragen zu stellen. Denke mal, der Themenstarter hat da nix gegen ;)

Gerade überlege ich, welche Equipment-Baustelle ich als nächstes angehe. Da nach dem Kauf des Binos mein Budget arg gebeutelt ist, muss eine erst einmal genügen. Zur Auswahl stehen:

1. 24mm Okularpaar für Weitfeld-Beobachtungen
2. Eine Maßnahme, um sich der zertifizierten Hochvergrößerung von 100x zu nähren und eventuell die Grenzen des Geräts bezüglich Vergrößerung auszutesten.

Zu 1. habe ich folgende Möglichkeiten rausgesucht, da mir die viel gelobten Panoptics leider deutlich zu teuer sind:
- APM UFF 24mm mit 65° SGF -> gute Qualität übers gesamte Feld, soweit man hört
- Explore Scientific 26mm LER 62° -> Kleineres SGF, aber dank größerer Brennweite fast gleiches WGF wie APM. Halt etwas tunneliger dann.
- Baader Hyperion 24mm 68° -> Bestes SGF, wie bei den Panos. Aber man hört z.T. gemischte Erfahrungen.

Zu 2. gibt es folgende 2 Optionen:
- Eine Barlowlinse, die direkt ins Okular geschraubt ca. 2x vergrößert, um mit meinen 8,5mm Pentax auf um die 100x zu kommen
- ein Okularpaar um die 5mm, wie Omegon Planetary 5mm, ES 82° LER 4,5mm oder ES 82° 4,7mm (plus eventuell, wie von @Kaktus1972 geschildert, eine einfache 1,5x Barlow)

Finanziell am schnellsten umzusetzen, wäre zweimal eine einfache Barlow für maximal 50 Euro das Stück. Da gäbe es die günstige von TS 1,5x, aber mit denen komme ich mit den Pentax nur auf ca. 80x. Oder habe an die Baader Q-Barlow gedacht. Wobei die nur interessant ist, wenn sie sowohl mit 2,25x als auch 1,3x verwendbar ist. Bei 2,25x (käme ich mit den Pentax auf ca. 125x) muss sie aber mit der Verlängerung genutzt werden, die nur eine einfache Schraubenklemmung aufweist. Da kommen dann vermutlich schnell leichte Verkippungen und somit Doppelbilder ins Spiel. Ausserdem weiss ich nicht, ob die Barlow mit Verlängerung den Fokus zu weit nach aussen verlagert.
Ein teures Okularpaar für Höchstvergrößerung ist auf jeden Fall nicht als erstes in Planung.
Etwas teurer wäre es noch auf ein Paar 24-26mm Okulare zu sparen, da sie einfach auch den gewünschten Weitfeldeffekt mitbringen. Aber die günstigsten, die ES 62°, sind derzeit nicht lieferbar und die anderen eben doch eine Spur teurer als ein paar Barlows...

Alles in allem freue ich mich über alle Hinweise, Tipps, Ratschläge etc. für mein weiteres Vorgehen.

Ich berichte dann natürlich gerne von meinen ersten (hoffentlich) längeren Beobachtungen mit dem Bino!

Gruß
Florian
 

portaball

Mitglied
Hallo Florian,

leider kenne ich keines der Okulare aus eigener Erfahrung.
Vom APM 24 UFF hört man aber wirklich viel Gutes, es soll nah am Panoptik sein.

Das mit der Barlow ist generell eine gute Idee, ich habe kürzlich auch darüber nachgedacht.
Nachteil ist aber das zusätzliche Gewicht, gegenüber Einzelokularen wird Dein Bino dadurch deutlich hecklastig.

Bevor man Okulare für die Höchstvergrößerung kauft wäre es am Besten, diese auch zu kennen :)
Hast Du keine Beobachter im Bekanntenkreis, von denen Du mal Okulare leihen kannst, es reicht ja auch eins.
Und dann ist die Höchstvergrößerung auch noch von den Bedingungen abhängig, willst Du wirklich Okulare für das Maximum, die Du dann aber seltener nutzen kannst, oder willst Du es lieber etwas moderater angehen?

Ich hatte bei den Brennweiten bis 6mm runter ja schon Ethos Paare von meinem letzten Bino.
Fürs neue SD wollte ich aber noch kürzere für Planeten und ich liebe auch die Bequemlichkeit der 100 oder 110° Felder.
Die Preise für Ethos sind inzwischen Wahnsinn und einen Gebrauchtmarkt gibt es praktisch nicht (mehr)
Deshalb habe ich mir die 3.5mm und 5mm XWA von APM geholt, die ja praktisch Nachbauten der Ethos sind.
Ich war extrem positiv überrascht, im Vergleich zu den 6mm Ethos konnte ich bis jetzt keinerlei Nachteile sehen, mag sein, dass es die im direkten Vergleich gibt.

Aber generell halte ich die APM XWA für hervorragende Okulare zu einem attraktiven Preis, klar billig sind die auch nicht...

Grüße Jochen
 

lukeflo

Mitglied
Hi Jochen,

danke für deine ausführliche Antwort.

Das mit der Barlow ist generell eine gute Idee, ich habe kürzlich auch darüber nachgedacht.
Nachteil ist aber das zusätzliche Gewicht, gegenüber Einzelokularen wird Dein Bino dadurch deutlich hecklastig.
Die Barlow von Baader wiegt 67g, zusammen mit den 150g vom Pentax bleibe ich damit immer noch weit unter dem Gewicht vieler Einzelokulare.
Die APM XWA, die du hast, finde ich auch interessant. Aber preislich sind sie mir doch etwas zu happig. Gerade, weil sie ja, wie du schon erwähnst, vmtl. nicht allzu häufig zum Einsatz kommen würden.
Zudem beobachte ich meistens mit Brille. Da bin ich dann bewegungstechnisch gar nicht flexibel genug für 110°. Bei maximal 76° ist da Schluss.

Hast Du keine Beobachter im Bekanntenkreis, von denen Du mal Okulare leihen kannst, es reicht
Leider nein, ich kenne niemanden persönlich, die/der auch Hobbyastronomie betreibt :(

Ich denke, ich werde tatsächlich mal zwei von den Baader Barlows ordern. Zusammen mit den Pentax hat das durchaus Chancen auf Erfolg. Ich mag die kleinen XF auch. Klar, das GF ist beschränkt, aber Einblickverhalten und Abbildung müssen sich auch vor deutlich teureren nicht verstecken - soweit ich das beurteilen kann...
Wenn das mit der Barlow selbst bei 2,25x, ergo etwa 125x im Okular funktioniert, ist das Maximum des 82mm SD ja sowieso ausgereizt.

Bei den langbrennweitigen Tendiere ich ebenfalls, wie von dir angemerkt, zum APM UFF. Wäre aber natürlich super, wenn sich hier noch der/die ein oder andere mit Erfahrungen bezüglich der anderen genannten Okularen bzw. Ähnlichen findet.

Gruß
Florian

PS Gerade von meinem Wohnzimmerfenster kurz Pleiaden und Hyaden betrachtet. Selbst beim Kölner Hintergrundglühen schön zu betrachten, freue mich auf den Eifel-Himmel...
 

Kaktus1972

Mitglied
Hallo Florian,

ich weiß nicht, ob man mit den o.g. Barlowlinsen in den Fokus kommt.
Ich habe das nur, wie beschrieben, mit den TS 1,5x Barlowelementen ausprobiert. Um in den Fokus zu kommen, muss erst die Fokussierer ganz nach unten schrauben , die Okulare mit der Barlow ganz rein stecken, also bis zum Anschlag und dann klemmen.
Das ist nervig, geht aber. Ich persönlich würde aber deshalb ein 5mm-Okular ohne Barlow bevorzugen.

Gruß
Ingo
 

lukeflo

Mitglied
Morgen Ingo,

das Problem mit dem Fokuspunkt habe ich auch auf dem Schirm. Ein Okularpaar um die 5mm wird es aber erst einmal nicht werden, das kommt dafür einfach zu selten zum Einsatz, da geht das 24mm Okular vor.
Ich denke, ich werde einfach mal eine der Baader Barlows bestellen und ausprobieren, ob es geht. Falls ja, folgt eine zweite Linse, falls nein, kann ich die eine ja wieder zurücksenden. Die Pentax XF Okulare, mit denen ich die Barlow kombinieren möchte, sind von der Fokuslage zum Glück sehr gutmütig. Sie wurden ja auch für den Binobetrieb optimiert. Zudem lässt sich das abschraubbare Barlowelement der Baaderlinse fast vollständig im Okularkörper versenken. Von den Bildern her würde ich sagen, auf jeden Fall deutlich tiefer als die TS-Barlow 1,5x.
Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es lief :y:.

Gruß
Florian
 

lukeflo

Mitglied
Abend,

so, eine Baader Barlow zum testen ist bestellt. Warten wir mal ab, ob und wie das klappt.

Zudem bin ich endlich in der Eifel und konnte somit das SD Bino erstmals unter vernünftigem Himmel testen. Heute zwar nur kurz, aber ein paar Eindrücke will ich schnell festhalten. Intensivere Beobachtungen folgen dann hoffentlich die Tage.

Zunächst habe ich mir ganz kurz den Orion-Nebel angeschaut vor dem Abendesssen. Das sah schon beeindruckend aus, dachte ich, und dann hat die Tochter gequengelt und musste beruhigt werden... Als ich wieder raus konnte, war Orion bereits hinter der Bergkuppe verschwunden... Hier hoffe ich die Tage auf mehr.

Macht aber nix. Also kurz vor Mondaufgang wieder raus. Hab mir dann ganz zufällig M 35 am Zwillingsfuß rausgepickt und bin dort eine Weile hängen geblieben. Erst mit den 17mm GEN III dann mit den Pentax 8,5 hoch auf 55x. War sehr beeindruckend, auch wenn es natürlich ein dankbarer offener Sternhaufen ist.
Danach rüber zum Löwen und kurz Vesta gesucht. Vermeintlich auch gefunden, aber für die knapp 60° Höhenwinkel hatte ich die Stativbeine nicht weit genug ausgezogen, so dass gemütliches Beobachten nicht ging. Ist halt auch schwieriger mit dem 45° Einblick.
Bin dann in der Umgebung von Prokyron einfach mal ein bisschen umhergeschweift, da dieses Areal von der Terasse am besten einsehbar war. Nichts konkretes gesuch, aber habe einfach den Anblick genossen.

Dann kam der Mond am Nachbarhaus hervor. Habe mir den Gesellen noch in 27x und 55x angeschaut. Zwar waren wegen des nahen Hauses Luftunruhen zu erkennen, aber dank des Binoblicks weit weniger störend als monokular. Zwischenzeitlich kam ein Flieger als Silouette direkt vor dem Mond vorbeigerauscht, samt kurz Zeit bleibendem Kondensstreifen - das passiert auch nicht alle Tage. Alles in allem auf jeden Fall sehr guter Anblick am Mond. Von Farbe nichts zu sehen, sollte ja auch so sein bei dem SD Glas.

Alles in allem erstes, kurzes Zwischenfazit nach diesen Einblicken:
Das 82 SD Bino gefällt mir sehr gut!! Gerade auch, dass ich es samt Stativ schnell an verschiedene Positionen tragen konnte. Das wird vermutlich schon mit einem 100er nicht mehr einfach so gehen. Auch die Abbildung ist wirklich super unter dem guten Himmel. Sehr scharf, wenn man den Dreh mit dem Scharfstellen raus hat und v.a. am Mond sehr kontrastreich. ich freue mich die Extrema auszutesten.
Dabei ist mir auch noch etwas zu meinen Okularen aufgefallen: Die Pentax sind sehr solide, obere Mittelklasse mit angenehmen Einblick, guter Schärfe und mittelmäßig großem Gesichtsfeld. Also wie erwartet. Die GEN III sind einfach nur Spitze. Das Bild ist über die ganzen 70° SGF wirklich scharf, kontrastreich und nicht verzerrt. Die werde ich nicht mehr hergeben.
Summa summarum freue ich mich auf die kommenden Abende und bin mir bei einem sehr sicher: Nur noch Beobachten mit echtem Bino!!!

Gruß
Florian
 

Heidenroder

Mitglied
Hallo Florian,
obwohl ich den Thread jetzt vorwärts und rückwärts gelesen habe, fehlt mir die Stelle, wo du dir die Okulare anschaffst :)
Welche hast du denn jetzt genau?
 
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