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yogi61

Aktives Mitglied
Einen schönen guten Abend in die Forenrunde.

Mein Name ist Jürgen und ich habe seit relativ kurzer Zeit (ca. 1 Jahr) meine Leidenschaft für die Astronomie entdeckt. Bin naturwissenschaftlich sehr interessiert und da gehört die Astronomie eben einfach dazu!

Um einfach mal anzufangen habe ich, mit einem sehr geringen Einsatz an monetären Mitteln, einen (jetzt bitte nicht lachen) Skylux 70/700 für 35.- €uronen in der Bucht erstanden und nach den im Netz verfügbaren "Tuningseiten" komplett verschlimmbessert. Dazu gekommen sind in den letzten Monaten einige Okulare, Philips TouCam 840 mit 1.25" Adapter, Nachführmotor und diverser Kleinkram. Ich war doch sehr erstaunt, was man mit diesem kleinen Instrument alles machen und sehen kann. Demnächst wird ein Skywatcher Black Line Refraktor 90/900 den Skylux 70/700 auf der ASTRO 3 Montierung ersetzen.

Astronomische Grüße
Jürgen




 
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Hallo Jürgen,

schön, daß Du Spaß an der Astronomie hast und Dir der Skylux Lust auf mehr davon gemacht hast. Ein 90/900er Refraktor ist für eine Astro3 aber zu schwer; selbst eine (N)EQ3 wäre vermutlich nicht ausreichend.

Einen klaren Himmel wünscht

fquadrat
 
Also, den Skylux 70/700 trägt die ASTRO 3 ja absolut ohne Probleme. Er wiegt ca. 1,5 kg. Der Skywatcher Black Line Refraktor 90/900 wiegt gerade mal 1 kg mehr. Das war auch ein Grund, warum ich mich für ein relativ kleines Instrument entschieden habe. Ich lasse mich mal überraschen und werde hier dann berichten ob die ASTRO 3 mit dem Tubus noch klar kommt.

Funkelnde Grüße
Jürgen
 
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Hallo Jürgen!
Willkommen hier :super:
Neben dem Gewicht, musst Du auch den größeren Hebel (+20cm) mit in Betracht ziehen. Also genau austarieren :)
Außerdem wirst Du beim 90/900 ein Stück weit höhere Vergrößerungen erreichen (+200mm Brennweite), das vergrößert auch das kleine Gewackel mit ... Aber: Ausprobieren - man merkt dann schon selber, wenn´s einem nicht mehr passt.
Viel Spaß mit dem neuen Instrument,
Andreas
 
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@ Andreas

Die Kombination Skywatcher 90/900 und ASTRO 3 ist sicher grenzwertig obwohl dieser Tubus nur 2,5 kg wiegen soll. Ich hab mich da an der Tabelle

http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm

orientiert und dort wird der 80/910 ja mit 4 kg angenommen und deshalb wohl auch mit 3-4 bewertet. Ich bin auch sehr gespannt!

Gruß
Jürgen

 
Hallo Jürgen,

wenn der Skywatcher wirklich nur 2,5 kg wiegt, sollte er auf der Astro3 gehen. Nicht extrem gut, aber brauchbar. Mein 114/900er wiegt 3 kg, ist ähnlich lang und auf seiner Pseudo-Astro3 noch brauchbar montiert. Bei den höchsten Vergrößerungen sind die Schwingungen allerdings schon etwas störend.

Grüße

fquadrat
 
Moin zusammen!

Ich hatte früher mal meinen ersten 90/900er Skywatcher eben auf dieser Astro-3 montiert. Es ist wirklich der unterste Level und bringt nicht unbedingt viel Spaß, schon gar nicht, wenn Wind weht. Auf die Dauer ist diese Kombi nichts. Die (N)EQ-3 würde ich auch gleich überspringen und 'ne Nummer größer nehmen. Gebraucht gibt's diese Montierungen ziemlich häufig.

Ich hab' eben meinen aktuellen 90er Skywatcher nachgewogen: Mit Zenitspiegel, Okular, 6x30-Sucher, Rohrschellen und Prismenschiene wiegt der Tubus 2,9 Kilo. (Also gut 3x Skylux!)
 
Guten Morgen und vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Als Anfänger ist man dankbar für jeden vermiedenen Fehler. Wie schon geschrieben wird sich der 90/900 wohl auf der Montierung halten und das Gebilde wird wohl auch noch arbeiten. Wie "fquadrat" schon schrieb, bei höheren Vergrößerungen wirds dann wohl etwas schwingen.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/Skywatcher/Refraktoren/BKR909/BKR909-OTA.jpg

















Hier der Link zum Tubus: http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3498_Skywatcher-Black-Line-Refraktor-90-900mm-Tubus-Optik.html

Gruß
Jürgen
 
Hi Jürgen,

ich kann nur davon abraten dies zu tun. Ein Fehler den Anfänger gerne machen -> Wackelmontierung! Die Montierung + Stativ sollte immer eine Nummer größer sein als das Teleskop um noch Reserven zu haben und um auch bei etwas Wind und höher Vergrößerung (bei einem gutem 90mm Refraktor kannst du immerhin bis auf 180x gehen) stabil zu sein. Auf kurz oder lang wirst du dich nach einer andren Monti für den 90/900 Refraktor sehnen.

Gruß
Lots
 
Hallo Jürgen,

ich kenne den 90/900er nicht aus eigener Erfahrung, aber eine EQ-3 dürfte mit dem Teleskop zwar grundsätzlich machbar, aber absolut grenzwertig sein. Fürs Schnellspechteln mag das in Ordnung sein, aber als Arbeitsgerät würde ich es auf eine Monti der EQ-5 Klasse setzen. Man darf dabei aber auch keinesfalls vergessen, dass das Stativ für die Gesamtstabilität mindestens genauso wichtig ist wie die Montierung selber. Hier sehe ich das Hauptproblem der Kombi 90er Refraktor und EQ-3.

Zu meinem Erstaunen scheint dieser Refraktor (ich rede jetzt nur vom Tubus und nicht vom Optik-EQ-2-Komplettpaket als Ganzes), wenn man im Forum und in Erfahrungsberichten im Web quer liest, für einen FH doch einen sehr guten Ruf zu haben.

CS und VG Christian

 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Christian!

> Zu meinem Erstaunen scheint dieser Refraktor ... für einen FH doch einen sehr guten Ruf zu haben.

Ja, das Modell ist recht verbreitet, weil relativ günstig. Ich halte die Größe für sehr praktisch: Leistungsfähiger als ein 70er oder 80er FH, dabei aber kompakter als der Vierzöller f/10. Ich habe alle Größen schon besessen, und der 90er ist übriggeblieben, eben auch weil er bei mir am besten auf die Porta-Montierung paßt und so eine gute Drittoptik abgibt.
 
Hallo,

offensichtlich ist die Kombination Montierung/Tubus auch sehr stark abhängig vom Einsatzbereich und der -umgebung.

Das Stativ und auch die Montierung selbst hab ich, gem. verschiedener Anleitungen im Netz, verbessert und umgebaut. Meiner Meinung nach jetzt wesentlich stabiler als vorher. Das Teleskop kommt ausschließlich auf meinem Balkon zum Einsatz und hat dort einen festen und markierten Platz. So spar ich mir jedesmal das ausrichten. Die "Stativfüße" stehen fest in Vertiefungen (Bohrungen) der Holzplanken. Wind gibt es auf dem Balkon so gut wie kaum, wenns hier weht, kann man das spechteln sowieso vergessen! Vom Balkon aus hab ich ungehinderten > 180° Blick von Süden über Westen bis Norden, Hauptrichtung West. Lichtverschmutzung ist sehr gering (ländliches Gebiet).

Leider ist der Tubus heute nicht mit der Post mitgekommen sonst hätte ich gleich montiert und einen kurzen Erfahrungsbericht geschrieben. Offensichtlich ist der Skywatcher 90/900 (Black Line) nicht das schlechteste Instrument, oder?

Gruß
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
Zitat von yogi61:
Offensichtlich ist der Skywatcher 90/900 (Black Line) nicht das schlechteste Instrument, oder?
... und offenbar ein sehr begehrtes, wenn der Tubus nicht gleich lieferbar war.

Micha hat ja oben schon die Vorzüge des Teleskops beschrieben. Soweit ich das den Erfahrungsberichten entnehmen kann, scheint sich der FH-eigene Farbfehler auch in gut vertretbaren Grenzen zu halten.

In Bezug auf die Öffnung scheint dieses Teleskop ein guter Allrounder zu sein, vom 1 1/4 Zoll-OAZ abgesehen.

CS und VG Christian
 
Moin Christian!

Den 2"-OAZ kann man ja nachrüsten - der kostet dann aber mehr als das Gerät OTA. Einen solchen OAZ ist nicht lebensnotwendig, und IMO schon gar nicht bei f/10. Im Endeffekt macht 2"-Zubehör auch den Vorteil des Leichtgewichts zunichte: ZS und Okular können dann schnell 1 bis 1,5 Kilo mehr auf die Waage bringen - Wenn dann auch noch ein gut 700 Gramm schwerer 8x50-Sucher dazukommt... Schon haste 2 Kilo mehr auf der Montierung.
 
Hallo Winnie,

Einen solchen OAZ ist nicht lebensnotwendig, und IMO schon gar nicht bei f/10.

meiner Meinung nach würde gerade wegen des langen Öffnungsverhältnisses
von f/10 ein 2" Auszug sehr viel Sinn machen. Mit 1,25° ist
mit einem Okular welches den maximalen freien Durchlaß von 27mm
ausnutzt ein tatsächliches Gesichtsfeld von lediglich 1,7°
am Himmel möglich. Und das bei 3,2mm Austrittspupille,
wenn man ein 32mm Plössl nutzt.

Mit einem 2" Auszug, 2" Zenitspiegel und 2" Okularen
(und der optimistischen Annahme daß die Blenden des Refraktors
auch richtig gesetzt wurden) sind bei 46mm Feldblendendurchmesser
immerhin 2,93° am Himmel möglich. Wenn man ebenfalls ein
noch-nicht-tunneliges Plössl verwendet wäre das ein 55mm Plössl.
Die AP betrüge dann 5,5mm. Das ermöglicht es immerhin auch
flächenlichtschwache Nebel zu beobachten. Und einen O-III Filter
(ebenfalls in 2" Ausführung) für viele Pbjekte zu nutzen.

Klar, wenn es ums Gramm-sparen geht ist wird man auf einen
2" Auszug verzichten. Aber dann wird man auch keinen 90/900er nehmen,
sondern etwas kompakteres wählen.

MfG,Karsten
 
Moin Karsten!

Da siehste mal, wie verschieden die Ansichten sind: Ich würde nie aus einem f/10 auf Deubel komm' raus einen Richfielder machen wollen. Das paßt dann auch: "Aber dann wird man auch keinen 90/900er nehmen, sondern etwas kompakteres wählen." Ich hab' für sowas bspw. den 120 mm f/5 mit 2"-Zubehör... :augenrubbel:

Wie man's macht, ist es verkehrt. Das ist Murphy! ;)

> Klar, wenn es ums Gramm-sparen geht ist wird man auf einen 2" Auszug verzichten.

Genau - und darum geht's. Sonst könnte man ja was anderes nehmen. Äh... :gutefrage:
 
Hallo Micha,

tja, hm, fragt sich halt, ob man die Fähigkeit nicht später doch vermisst. Ich hab's bei meinem 90/1000 stets vermisst. Wieviel Gramm pro Grad will man denn investieren?

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven!

> tja, hm, fragt sich halt, ob man die Fähigkeit nicht später doch vermisst.

Wieso? Warum muß aus jedem Teleskop die berühmte Wollmilchsau werden? Genau aus diesem Grund "hält" man sich doch mehrere Teleskope - ich schrieb oben "Drittoptik" - die muß gar nicht alles können. Im Prinzip kann man an jeder Optik rummäkeln (wem sage ich das?!) und eine Optik für 125 EUR muß nicht die perfekte Lösung sein. Mut zur Lücke! Mich stört die Konzeption dieses 90/900ers überhaupt nicht, auf 2"-Ausrüstung kann ich persönlich locker verzichten.
 
Hallo Micha,

also ich denke da mehr optisch. Wenn es die optische Leistung nicht schmälert, ist es schön, das zu haben. Aber ich schrieb ja auch, dass ich es vermisst habe. Obwohl es nicht mein Haupt-Gerät war. Das sollte man halt bedenken und dann so oder anders entscheiden. Ist halt leider immer die Frage, wo der heutige Markt eine echte Alternative bietet. Aber 90/1000 sind mit 2" zu haben.

Clear Skies
Sven
 
Die Gründe für den Kauf dieses Tubus sind schnell genannt und waren einfach ein Kompromiss.

Vorteile

- der Tubus leistet deutlich mehr als der 70/700
- er ist relativ leicht (2,5 kg) und geht auf die vorhandene ASTRO 3 mit Nachführung
- er ist preiswert (125.- €)
- er hat eine gute Optik
- er sieht gut aus :-)
- Mein vorhandenes 1.25" Zubehör kann ich weiter uneingeschränkt nutzen
- Ich muss nichts mehr dazukaufen (doch, 1 Prismenschiene, 19,90 €)
- ich kann den 70/700 auch weiterhin nutzen

Zubehör (dabei)

- Alu Rohrschellen
- 6x30 Sucher mit Schnellkupplung
- 90° Zenitspiegel

Die Nachteile

- die ASTRO 3 muss sich wohl mehr anstrengen

Gruß Jürgen
 
Hi Yogi,

vllt kannst du das Billig-Alu Stativ durch ein stabiles Holzstativ ersetzen, das bringt auch was für die Stabilität.

Auf 2" würde ich erstmal verzichten, wegen Gewicht und wegen teuer.

Gruß
Lots
 
Hallo Lots,

das Stativ ist im Originalzustand wirklich nicht der Brüller. Es gibt aber einige Maßnahmen, mit denen man die Stabilität wesentlich verbessern kann. Dazu gehört, dass man die Befestigungsbohrungen der Stativbeine am Montierungsfuß mit Messinghülsen auf den passenden Durchmesser der Befestigungsschrauben reduziert. Das bringt schon mal enorm was! Im Originalzustand stecken 6mm Schrauben in 8mm Bohrungen!

Dazu hab ich noch die Schrauben der Ablage gegen andere ausgetauscht. Ist auf dieser Seite http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/lidltuning.htm unter "Tipps zur Montierung" sehr gut beschrieben.

Weiterhin steht mein Stativ immer am selben Platz auf dem Balkon. Dort hab ich 3 kleine Bohrungen in den Terassendielen in denen die Spitzen der Stativbeine stehen. Insgesamt wird das Stativ dann doch brauchbar und braucht nicht immer neu justiert werden.

Wenn ich mal irgendwo eine stabile Holzkonstruktion erwerben kann, werde ich deine Anregung in die Tat umsetzen. Vorerst probier ich erst mal so.

Gruß
Jürgen

 
Nachtrag:

Endlich ist er da und montiert, der Skywatcher 90/900 Black Line. Imposante Erscheinung! :-)

Link zur Grafik: http://www.9cb.de/Skylux/DSCI0005.JPG

Vorweg einige Informationen. Zur Montage benötigt man noch eine zusätzliche Prismenschiene und ein 2 kg schweres Gegengewicht. Das originale Gegengewicht der ASTRO 3 (1 kg) allein reicht nicht aus!

Ist der Skywatcher gut austariert hat die ASTRO 3 mit dem Handling eigentlich keine Probleme. Die Kombination ist aber an der Grenze, mehr kann die ASTRO 3 definitiv nicht! In dieser Form eignet sich die Montierung auch nicht für mobile Einsätze.

Das Stativ ist (nach den im Netz beschriebenen Modifikationen) recht stabil. Ausschwingzeit ca. 3 Sekunden, damit kann ich leben. "First Light" fällt heute leider wegen schlechtem Wetter aus. :-(

Clear Sky
Jürgen
 
Hallo Jürgen, kauf Dir im Baumarkt 3x 1m lange Holzleisten 33 oder 36 mal 30 mm und versuch diese anstatt der Alubeine an die Montierung zu setzen - es sind Welten! hab ich auch mit einer Seben em 10 gemacht (da waren die Beine auch ein Graus). Wenn Du handwerklich ein bisschen fit bist klappt das! Du musst Dir noch 8mm starke Schrauben und Flügelmuttern für die 3 Beine besorgen und evtl. noch 5mm starke Leisten die Du seitlich als Führung an den Holzleisten anschraubst&anklebst - dann klappt das gut! versuch mach klug. Die Mittenhalterung kannst Du mit 3 Ringschrauben in den Beinen und einer Kette (statt des Okularhalters) fixieren. Oder kauf Dir die Celestron CG4 mit Stahlbeinen - kein Vergleich!
Gruss, Petzi
 
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Gestern Abend war es endlich so weit, wenn auch nur kurz aber "First Light"! :-)

Der Halbmond stand im Süden, die Wolken verzogen sich für eine Stunde, dass war die Gelegenheit mal einen Blick durch das neue Rohr zu werfen.

Vorab noch einige Anmerkungen. Einfach mal eben so den 90/900 auf die originale Astro 3 zu schnallen geht definitiv nicht. Das haben hier im Thread auch einige Personen geschrieben. Mit ein paar zusätzlichen Maßnahmen steht die Konstruktion Astro 3 und 90/900 dann doch noch recht stabil.

[Petzi56, deine Idee werde ich aufgreifen, hab ich auch schon mal dran gedacht!]

Als erste Maßnahme, Überarbeitung des Alu-Stativs der Astro 3. Zwei Dinge sind unbedingt zu tun:

1. Reduzierhülsen in die Bohrungen vom Montierungsfuß (Reduzierung von 8mm auf 6mm) dann passen auch die Originalschrauben die auch ausreichend sind!
2. Austausch der Schräubchen (2,5mm) an der Ablageplatte gegen richtige Schrauben (5mm)

Diese beiden Maßnahmen bewirken schon mal, dass das Stativ nicht aus Angst von allein wackelt! :-)

3. Ein zusätzliches Gegengewicht von 1kg ist erforderlich, also insgesamt 2 kg
4. Montage des 90/900 auf eine (mind. 20 cm) lange Prismenschiene. Die Prismenschiene vom Skylux ist nicht zu empfehlen, sie ist zu kurz!
5. Den Tubus auf beiden Achsen sehr genau austarieren! Am besten mit einer Federwaage testen!

So montiert hält sich das Gewackele und die auftretenden Schwingungen doch sehr in Grenzen und ist insgesamt akzeptabel. Aber, hier wird wohl jeder seine individuelle Leidensfähigkeit haben.

Nun zum Tubus. Erster Blick durch ein 20mm Kellner zum Mond. Sehr schön hell, scharf und kontrastreich. 12mm Plössl, gleiches Ergebnis. Der Nachführmotor erfüllt seine Aufgabe ausgezeichnet. 6,5mm Plössl, wo ist der sonst leicht auftretende bläuliche Saum? Nix zu sehen, sehr schön scharf und hell. 4mm Plössl, urgs, was ist denn das? Graue Schlieren durch das ganze Bild? Tubus oder Okular defekt? Weder noch, die Wolkendecke zog sich wieder zu und ich musste abbrechen. :-)

Insgesamt bin ich sehr positiv angetan und freue mich schon auf den nächsten Clear Sky. Sicher ist die Montierung mit dem Alustativ nicht die erste Wahl aber für den Anfang geht es so. Ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt.

CS
Jürgen
 
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Hallo Jürgen,

dein First Light klingt wirklich gut. Der fehlende Blausaum kann daher kommen, dass der Mond in diesen Tagen relativ flach am Himmel steht. Da schluckt die Atmosphäre Einiges, habe ich auch schon gemerkt.

CS und VG Christian
 
Was mich jetzt natürlich noch brennend interessieren würde ist die Antwort auf die Frage: "Hab ich die berühmte Gurke erworben oder nicht?" :-)

Den Test der Sphärischen Aberration kann ich erst dann machen wenn sich der Himmel wieder aufgeklärt hat. Gibt es sonst noch Möglichkeiten die Optik zu testen?

CS
Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

eine stärkere Sphärische Aberration bemerkst du auch bei Tagbeobachtungen, wenn das Bild bei hoher Vergrößerung leicht weichgezeichnet ist. Die Erfahrung machte ich auch mal: Als ich ein billiges Plössl gegen ein Ortho mit vergleichbarer Brennweite tauschte, sah ich die Sphärische Aberration, die ich mir mit dem Billig-Okular ins System holte. Und das bei einer Tagbeobachtung.

Der Sterntest ist jedoch nicht quantitativ und auch von erfahrenen Beobachtern nur schwer zu interpretieren. Einem Anfänger fällt es oft extrem schwer, das Bild zu interpretieren, da eine schwache Sphärische Anerration auch bei hochwertigen Geräten oft auftritt, wie es bei Binoviewer auch steht. Du solltest das Beugungsscheibchen nur plus/minus einen Millimeter vom Fokus entfernt betrachten.

Nachtrag zum Farbfehler: Schau dir mal die Vega mit dem Teleskop an. Sie ist fast neutral weiß und eignet sich gut dafür: Ich wette, du erkennst einen schwachen Blausaum und eine leicht gelbliche Vega bei hoher Vergrößerung.

CS und VG Christian
 
Moin Jürgen!

> Gibt es sonst noch Möglichkeiten die Optik zu testen?

Bevor Du ans Eingemachte gehst, solltest Du erstmal die mechanischen Komponeneten testen, ob die auf Achse sind...

1. Justierlaser in den Auszug, einmal mit, einmal ohne Zenitspiegel. Der Laserpunkt sollte in beiden Fällen das Linsenzentrum treffen, zur Not Zentrierschablone aus Papier vorne auf die Linse legen und deren Zentrum markieren. Der Test zeigt auch gleich an, ob der Zenitspiegel wirklich 90° ablenkt - da erlebt man die dollsten Dinger! ;)
2. Lage der Objektivlinsen kontrollieren. Hierfür eignet sich ein Cheshire-Justierokular (wenn möglich ohne Fadenkreuz). Beim Blick in den abgedunkelten Tubus sollten die kreisrunden Reflexionen zentrisch übereinandersitzen.

Das sind die beiden Sachen, die man überprüfen sollte, bevor man sich mit dem Refraktor überhaupt an den Sterntest wagt. Der macht nämlich wenig Sinn mit einer evtl. verzogenen Optik.

Achja: Mach mal den Dachkantentest *** mit verschiedenen Okularen - da gehen Dir aber die Augen auf!
*** Am besten, man nimmt sich den First eines Nachbarhauses gegen den möglichst (tag)hellen Himmel ins Visier oder die Drähte einer Überlandstromleitung o.ä.
 
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