Was für ein Frustabend gestern

Hallo

Ich sag einfach mein Gott, oder Schitt 💩zum gestrigen beobachten.

Um nach 19 Uhr mein Meade Refraktor LXD 75 mit Montierung aufgebaut 15min Balance Ausgleich Strom angeschlossen.

Alles okay, zu erst Jupiter angefangen zu beobachten, Jupiter im 8mm Hyperion Okular.
Jupiter ist halt in meinen Refraktor den blauen Rand, aber voll trüb kaum eine Chance was genaues zu erkennen, lieber mit kleinere Vergrößerung, die Stellung der Jupiter Monde.

Orion Nebel, im 24mm Hyperion Okular. jetzt werd ich echt sauer die ganze Zeit die Mist Hofbeleuchtung immer an kein Glück was zu erkennen,
Versuchte was in den Zwillinge zu machen, 0 Erfolg die ganze Zeit fuhren Pkw im Bereich des Bewegungsmelder vorbei, 4 mal 6 mal 1 mal 8 nur so stehen Motor an und lucht stört das in 30min....ich war auf 100.

Alles in Ruhe abgebaut aufgeräumt..Meine Tochter hat schließlich ihren 29 Geburtstag...Gesundheit Freude Glück.

Sowieso im Sucher mein Warme Atem angelaufen, Okular von Wärme der Augen trüb, der Refraktor und alles sehr kalt Okulare ich dachte die sind Essbälle, die Bank auf der ich alles beiseite lag war mit einer Eisschicht überzogen.

Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Geht auch einfacher : Gestern waren perfekte Bedingungen, klarer Himmel, ganz leichter Föhn, nicht zu kalt, kein Nebel zu erwarten und ich hab auch noch Zeit, was die letzten Monate so gut wie nie vorkam. Also greife ich mir meine EQ6 und ein stechender Schmerz fährt mir durch den Rücken und die Astronacht ist zu Ende bevor ich auch nur das Haus verlassen habe...
Netter Abend auf der Couch - das ist doch auch was ;)
Rücken heute morgen wieder in Ordnung, nix passiert, bis auf eine verpasste Nacht, aber es werden noch viele weitere kommen.
 
Einen Frustabend hatte ich gestern auch. Den ganzen Tag dicke Nebelsuppe auf meinem Dörfchen, obwohl die Wetterfrösche Aufklarung prognostizierten. Aber ist ja durchaus häufiger so. Also habe ich Tasche gepackt, um zu meinem Freund nach Frankfurt zu fahren, weil ich heute hier einen Termin hatte (alternative wäre gewesen, heute morgen zu fahren). Ich war auf dem Sprung an die Tanke 1 km weiter - dort CS. Mmh, geht da vielleicht doch was? Also wieder zurück. Daheim immer noch neblig, aber im Zenit waren Sterne zu sehen. Sollte reichen für ein paar Tests (derzeit erlebe ich ziemliche Probleme beim Fokuslauf mit dem Epsilon). Also Teleskop auf die Terrasse gestellt, eingenordert (juchu, es wurden Sterne erkannt) und das Guiding gestartet. Dann zwei Stunden getestet mit meinen Antlia Filtern. Nichts funktionierte - was mir die Asiair da als Fokus verkaufte, war schon abenteuerlich. Test auch mit Bahtinovmaske am Stern mit LRGB. Man sollte ja denken, dass wenigstens die Filter eines Sets homofokal sind. Während L und R okay waren, zeigten sich im selben Fokuspunkt B und G deutlich defokussiert. Frust kam langsam auf und ich fuhr mein aktuelles Ziel an, um dort im OIII zu belichten. Nach mehreren Fokusläufen war die Kurve einigermaßen ok und ich startete die Belichtung. Dann kam's: deutlich elongierte Sterne über das ganze Bild trotz gutem Guiding. Es war fast 23 Uhr, ich war jetzt maximal genervt und um 6 Uhr sollte der Wecker klingeln.

Also habe ich das Setup wieder reingetragen, mir einen Beruhigungssekt eingegossen und mich in die Horizontale begeben. Allerdings ratterte es in meinem Kopf. Eine mittlerweile klare Nacht vergeuden? Also letztlich doch wieder raus. Equipment auf die Terrasse und dann die Routine. Objekt angefahren. Fokuslauf war nach dem zweiten Start ok und Sterne im Bild plötzlich auch wieder rund. Also habe ich es laufen lassen bis vier Uhr morgens. Ahhhhh - wieder Doughnutsterne auf dem Bild. Wahrscheinlich hat die Asiair wieder ihre eigene Interpretation von einem fokussierten Stern durchgedrückt. Ich weiß noch nicht, wie viele Bilder brauchbar sind; die muss ich noch sichten.

Nur soviel zum Thema Frust...
 
Geht auch einfacher : Gestern waren perfekte Bedingungen, klarer Himmel, ganz leichter Föhn, nicht zu kalt, kein Nebel zu erwarten und ich hab auch noch Zeit, was die letzten Monate so gut wie nie vorkam. Also greife ich mir meine EQ6 und ein stechender Schmerz fährt mir durch den Rücken und die Astronacht ist zu Ende bevor ich auch nur das Haus verlassen habe...
Netter Abend auf der Couch - das ist doch auch was ;)
Rücken heute morgen wieder in Ordnung, nix passiert, bis auf eine verpasste Nacht, aber es werden noch viele weitere kommen.
Voltaren und es wird wieder gehen.
Geht auch einfacher : Gestern waren perfekte Bedingungen, klarer Himmel, ganz leichter Föhn, nicht zu kalt, kein Nebel zu erwarten und ich hab auch noch Zeit, was die letzten Monate so gut wie nie vorkam. Also greife ich mir meine EQ6 und ein stechender Schmerz fährt mir durch den Rücken und die Astronacht ist zu Ende bevor ich auch nur das Haus verlassen habe...
Netter Abend auf der Couch - das ist doch auch was ;)
Rücken heute morgen wieder in Ordnung, nix passiert, bis auf eine verpasste Nacht, aber es werden noch viele weitere kommen.
Geht auch einfacher : Gestern waren perfekte Bedingungen, klarer Himmel, ganz leichter Föhn, nicht zu kalt, kein Nebel zu erwarten und ich hab auch noch Zeit, was die letzten Monate so gut wie nie vorkam. Also greife ich mir meine EQ6 und ein stechender Schmerz fährt mir durch den Rücken und die Astronacht ist zu Ende bevor ich auch nur das Haus verlassen habe...
Netter Abend auf der Couch - das ist doch auch was ;)
Rücken heute morgen wieder in Ordnung, nix passiert, bis auf eine verpasste Nacht, aber es werden noch viele weitere kommen.
 
Ich glaube da hat so jeder seine eigen
Geht auch einfacher : Gestern waren perfekte Bedingungen, klarer Himmel, ganz leichter Föhn, nicht zu kalt, kein Nebel zu erwarten und ich hab auch noch Zeit, was die letzten Monate so gut wie nie vorkam. Also greife ich mir meine EQ6 und ein stechender Schmerz fährt mir durch den Rücken und die Astronacht ist zu Ende bevor ich auch nur das Haus verlassen habe...
Netter Abend auf der Couch - das ist doch auch was ;)
Rücken heute morgen wieder in Ordnung, nix passiert, bis auf eine verpasste Nacht, aber es werden noch viele weitere kommen.
aus diesem Grunde habe ich meine EQ6 verkauft und arbeite mitlerweile mit einer AM5 (satte 10kg weniger !) Und das Aufbauen macht gleich wieder mehr Spaß. Ganz zu schweigen von der Zeitersparnis mit Ausbalancieren etc.

CS,
Franz
 
Moin Kinnings,

solche Abende haben wir alle mal .. ich hab es schon - da war ich auch voll neben der Kappe ;-) wirklich hinbekommen, die Plejaden erst nach langen Minuten ins Okular zu bekommen. Ja richtig - die Plejaden *lach*. An jenem Abend hätte ich mir wohl auch am Mond-Finden die Zähne ausgebissen. Da war man innerlich irgendwie in Hektik oder wurde durch Wolkenterror in eben die versetzt ("hups, da kommt er schon wieder, der hier ja meist offensichtlich unverzichtbare Woilkenschleim :-( ) "Jetzt eben noch schnell das Objekt" - und zack: in die Stresssch**sse getreten. Nix geht.

Und dann gibts eben die perfekten Abende - innerlich ruhig, kein Wolkenterror in Aussicht, da klappt dann irgendwie alles: schwache Objekte - zack! im Okular. Seeing stimmt - der Jupp eine Augenweide oder neue Rekorde beim Doppelsternknacken ;-)

Unser Hobby verträgt keine Ungeduld - meine Erfahrung.

Oder man holt sich nen "kleinen [zensiert]" (Seestar) und stellt den draussen hin und lässt den Photonen sammeln, während man drinnen vorm Kamin nen Roten trinkt ... ganz in Ruhe ;-)

So gehts nämlich auch ;-)

Greetzles Hannes
 
aus diesem Grunde habe ich meine EQ6 verkauft und arbeite mitlerweile mit einer AM5 (satte 10kg weniger !) Und das Aufbauen macht gleich wieder mehr Spaß. Ganz zu schweigen von der Zeitersparnis mit Ausbalancieren etc.
Das kommt aber nicht von der EQ6. Da ist in der Regel schon länger eine entzündete Stelle, mit einer falschen Bewegung wird der ohnehin schon entzündete Nerv gequetscht und schwillt dann an. Selbst wenn man die EQ6 nicht hebt, zwickt man sich das halt später irgendwie ein, wenn man sich z.B. morgens die Unterhose anzieht. Wenn man das warm hält oder nachts gut liegt, ist das morgens wieder ok. Aber die Stelle ist trotzdem immer noch latent entzündet. Da muss man eigentlich was gegen tun oder man hat gute Karten, dass das nicht ewig am nächsten Morgen wieder gut ist.
 
Servus,

für mögliche Frusterlebnisse habe ich immer noch ein Fernglas und/oder einen simplen Setup (meinen Dobson oder das C5 auf der Pronto) als Backup dabei. Ich kenne mich: Nach dem letzten Update stimmen Datum oder Beobachtungskoordinaten nicht mehr, aber aus Gewohnheit verpeilt man es,nachzusehen und die Daten zu korrigieren. Oder letztens ist mir in der Kälte ein Rotlichtsucher abgebrochen und beim Ersatz war die Batterie leer. Tauschen ging auch nicht, weil ich den Schraubenzieher just an dem Tag aus der Okulartasche genommen hatte, weil ich ihn anderweitig brauchte.

Ich denke, solche Erfahrungen gehören dazu. In diesen Situationen ruhig bleiben,trainiert aber durchaus die eigene Resilienz,daher nehm ich das inzwischen sportlich bis positiv.

Nicht ärgern!

CS
Marc
 
Ich möchte hier mal ganz kurz das Thema mit den körperlichen Beschwerden aufgreifen.

Ich kann jedem nur empfehlen, ein lebenslanges moderates Krafttraining zu machen. Nein, ich bin nicht Dwayne Johnsons großer Bruder, sondern 61Jahre alt, 176cm, 90Kg (Haribobauch), Büromensch und derzeit nicht fit wegen Krankheit.

Trotzdem ist es für mich nicht besonders schwer das neue Skywatcher Esprit 120 Paket mit 27kg allein in den Keller zu bringen. Meine EQ6-R Pro finde ich vom Gewicht her moderat und den Aufbau leicht. Ich habe keinerlei Probleme mit Gelenken oder mit dem Rücken. Ein gewisses Maß an Fitness hilft in vielen Lebenslagen, auch bei unserem Hobby und beugt Frust vor.

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn deutlich jüngere Menschen über schwere Montierungen klagen. Ab einer EQ8 könnte ich das dann schon verstehen.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Günther,

... oder die Arbeit hält einen schon fitt. Aufgrund meines Studiums könnte ich auch ein "Büromensch" sein (Diplom-Ing.). Aber ich bin Sachverständiger. 4 Tage die Woche bin ich (bis auf die Fahrt) nur am "durch Gebäude laufen" und 100 mal am Tag auf die Leiter klettern... und auch daheim bin ich irgendwie immer auf den Beinen.
Bis vor 16 Jahren war ich noch am Schreibtisch tätig. Und regelmäßig hatte ich "Rücken" nur vom Sitzen bzw. falsch sitzen.

Sorry, das war jetzt OT.

Viele Grüße Mark
 
...es ist schön zu sehen (und damit meine ich keine Schadenfreude) dass es nicht nur mir so geht. Nun ich war kurz davor die Schmidtplatte auszubauen und mir eine Feuertonne zu machen. Aber ich habe es mir dann doch anders überlegt und gebe dem Eimer nochmal ne Chance. Die Optik ist einfach zu gut als das ich dort Muster mit einem Hammer reinschlagen sollte.
Ich werde es die Tage - wenn der Himmel mal wieder klar ist - nochmals versuchen. Ich will ja die Zeit nicht verpassen wo Jupiter und Mars gerade so toll und schön am Himmel stehen. Und mit 14" und 3,5 Metern Brennweite stell ich mir das schon ganz schön vor.
Also kurz gesagt ich bin wieder aufgestanden, habe mein Krönchen gerichtet und hoffe das Teleskop weiß was ihm sonst blüht.

Viele Grüße und danke für eure aufmunternden Worte
Andreas
 
Hallo Andreas
Jetzt begann der Frust.
Ständig peilte das Teleskop daneben. Nach 40 Minuten und 8x Alignment habe ich dann festgestellt, dass ich das Datum falsch eingegeben hatte (den Tag und das Jahr!
Hat die Elektronik einen GPS-Empfänger? Wenn ja, dann könnte die falsche Positionierung mit dem GPS-Rollover von 2019 zu tun haben. Sollte die Steuerung noch von vor 2019 sein so braucht die Software dann ein Update. Wo man so etwas für die Meade-Steuerung her bekommt, keine Ahnung.
Bei Celestron hatte man seiner Zeit ein Up-Date zu Verfügung gestellt. Nach dem Up-Date konnte der GPS-Empfänger wieder die richtigen Datumswerte einlesen.
In dieser Richtung hin würde ich mal die Software von Meade überprüfen. Wie gesagt, das betrifft aber nur Steuerungen wo die Datumsangaben über GPS-Empfänger eingelesen werden! Bei ausschließlich manueller Datumseingabe, fürchte ich, dürfte aber sehr wahrscheinlich das Problem vor dem Teleskop stehen.
Dann heißt es zu analysieren wo der Fehler zu finden ist. Das Rollover-Problem währe nur ein Möglichkeit.
Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,

schön, dass Du Dich wieder beruhigt hast! Unser Hobby ist schon herausfordernd, aber das ist auch der Reiz für mich.

Bevor Du Deinen Photoneneimer in einen Feuereimer konvertierst, komme ich gerne mit meiner sehr schönen, massiven und rostfreien Feuerschale bei Dir vorbei zum Tauschen!😀

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Andreas,
so schnell lassen wir uns nicht unterkriegen ;)
Vorletzte Nacht war ich mal wieder an der Reihe. Eigentlich reine Routine um noch fehlendes Ha an M78 nachzuholen.
Mein Aufbau hatte sich seit Monaten bewährt so dass es eigentlich keine Probleme geben sollte. Auch das Seeing war ganz passabel.
Ich beobachte dann remote die ersten 3-5 Frames am PC und lasse dann alles in Ruhe weiterlaufen. Kurz bevor ich den PC abschalten wollte bemerkte ich das die Verbindung zum Rigg abgebrochen war.
Also doch nochmal raus um nachzusehen. Und man glaubt es kaum was alles schief gehen kann.
Der Ferrittkern am 12V Versorgungskabel hatte sich nach dem Schwenken zum Ziel offenbar in der Stativgabel verklemmt und ließ keinen weiteren Längenausgleich während der Nachführung mehr zu. Hinzu kam das dabei auch der Netzwerkkabel mit eingeklemmt wurde und durch die weitere Nachführung alles dermaßen gespannt wurde, das es das LAN Kabel aus der PC-Buchse zog und der Stecker an der Powerbox bereits wie eine Banane aussah. Ich kam gerade noch rechtzeitig bevor alles abriss und größerer Schaden entstanden wäre.
Interessant dabei das die AM5 diese Blockade kaum berührte. Das Guiding lief bis zu diesem Zeitpunkt im Bereich unter 0.8'' RMS.
Die Bilder zeigen die Stellen wo das Malheur entstand bzw. den Powerboxanschluss (alles wieder repariert).

Am Anfang meiner Astrotätigkeit wäre ich fluchend durch den Garten gesprungen. Mittlerweile nehme ich solche Dinge gelassen und lerne daraus, das es einfach keine absolute Sicherheit gibt, auch wenn man alles doppelt checkt.

CS,
Franz
 

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Mir gehts manchmal genauso. Dann denke ich, es wird wohl Zeit sich langsam von dem Hobby zu verabschieden. Doch wenn ich mir dann vorstelle, ich habe meine geliebten Teleskope nicht mehr, würde ich mich wie amputiert fühlen. Es gibt ja doch Zeiten, die wiegen alles wieder auf! Man geht ja nicht jeden Tag in die Oper, verschenkt nicht jeden Tag Diamantenringe oder speist beim 5 Sterne Koch. Dann sind die geglückten Nächte eben die ganz besonderen - eben jene, die uns alle hier dazu veranlasst haben, den Sternenhimmel zu lieben ....
Bitte nicht aufgeben!!!!
LG von Anette
 
Hallo

Uns geht es alle gleich.
Eines ist sicher, unser Sternenhimmel kommt und geht, jedes Jahr so lange wir da raus schauen.
Die Wolken der Nebel vermiest uns hin und wieder den blick da raus zu schauen, einiges ist oft um sonst vorbereitet, aufbauen , raus fahren in die Natur, alles erlebt.

Die Objekte,die Planeten, der Mond, alles zeigt sich wieder, oder auch schon wieder Morgen.

Manfred
 
Hallo in die Frust-Trost-Runde,
gestern Abend wäre mal wieder so ein "Allesaufgebenabend" geworden. Doch Dank dieser Unterhaltungsrunde hier und dem Stichwort: "Billigröhre" zur Not aufstellen oder so .... dachte ich mal in diese Richtung und platzierte meinen 8"Photon f4 zum Dobson umgebauten Eimer direkt vor die Haustüre auf die Terrasse.

Zwischen Sichtschutz und Hauswand habe ich Richtung Ost-Südost-Zenit, einen kleinen dunklen Spalt frei, wo ich zu gegebener Stunde immerhin die Planeten vorbeiwandern sehen kann. Da braucht es ja beim Dobson kein Alignment, keine Polausrichtung und kein Ausnivellieren und sonst was alles. Bis 18h hatte der Newton gut Zeit auszukühlen. Wie ur-bequem ist es doch, so gleich ans Werk gehen zu können. Der Himmel klarte auf, es ging auf 0 Grad und von Taubeschlag nicht die Spur.

Venus stand knapp über der Gartenhecke hoch im SW, sie bekam ich noch ins Baader Zoom 8-21mm gut rein, sie legt langsam zu und ich konnte sie schon freisichtig gegen 16.h30 sehen. Der 5.te Abend Mond zeigte sich gestochen scharf, Jupiters Wolkenbänder konnte ich allesamt sehen und an Mars die Polkappe erahnen. Im Fuhrmann direkt im Zenit konnte ich auf diese Weise sogar sämtliche Offenen Sternhaufen besuchen, samt Plejaden und es kam sogar noch der Orion mit M42 um die Ecke. Welch eine Freude, auf diese Weise so bequem und genüsslich in den Himmel abzutauchen. Als ich so gegen 19.h30 halb durchgefroren war, stülpte ich einen Vorhang über das ganze Equiptment und fertig!
Gegen 4h30 Morgens bei minus 5 Grad schnell die Decke runter und rauf zum Herkules, den M13 hoch im Osten bewundert, leichter Frost lag auf der Decke, doch das beeinflusste nicht die Optik. M13 löste sich im 8mm bis ins Zentrum auf und der Anblick der spiraligen Sternenketten war ein Hochgenuss. Tja, das hätte ich alles nun verpasst, weil mich gestern Abend einiges davon abhielt, das ganze elektronische Geraffel aufzubauen, denn ich wollte mit dem C8 an die Planeten. Auch die absolute Windstille trug dazu bei, dass ich alles Draussen einfach nur so locker abgedeckt stehen lassen konnte.
Für alle, die mit der Elektronik ohne feste Sternwarte manchmal überfordert sind, kann ich immer nur wieder einen Dobson als Zweitgerät empfehlen.
Clear Skies von Anette
 

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Hallo Anette,

Danke für den sehr schönen Bericht.

Nur deinen "Notdobson" ... "Billigröhre"? Da sehe ich keinen Zusammenhang:)
Wenn du wie ich anfängst Ablußrohre mit verkitteren Linsen mit Freude rauszustellen bewegen wir uns bei den "Billigröhren" 😁

Langsam bin ich der Meinung es ist nicht wichtig mit was man beobachtet. Es ist nur wichtig, dass man beobachtet.

Viele Grüße Mark
 
Servus Anette,

danke für's virtuelle Mitnehmen zu deiner Dobsonautik.

Für alle, die mit der Elektronik ohne feste Sternwarte manchmal überfordert sind, kann ich immer nur wieder einen Dobson als Zweitgerät empfehlen.
OPder einfach umgekehrt: einen schönen Dobson als Erstgerät, um einfach die Natur zugenießen. Und wenn man mal Stress haben will, packt man das ganze Elektronikzeugs und macht ein paar Fotos. Ob da aber das gleiche Glücksgefühl, die gleiche Freude aufkommt, wie beim live-Beobachten von M 3? Wer weiß? :cool:;)

Liebe Grüße,
Christoph
 
Hallo

Gestern so vor 17uhr 30 den Mond mit meiner Canon EOS 700D und 600mm Objektiv Soligor aufgenommen.

Plan Dobson 12,5 aufstellen und dem Himmel unter die Lupe nehmen, nach dem ich 21 Uhr raus ging, der gesamte Himmel zu, ganz zu, völlig zu.

Heute morgen um 6 Uhr....muss mein Sohn zum Bahnhof fahren...ich dachte ich dachte ich Spinne....Alice im Wunderland.
Der Himmel ein Wunder, Hercules alles sichtbar

Manfred
 

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Hi,
ich möchte aus therapeutischen Gründen auch kurz meine Erlebnisse von gestern Abend schildern.

Sehr spontan entschieden, dass ich bis zum Mondaufgang die Zeit ja eigentlich zum Fotografieren nutzen könnte. Als Ziel IC405 und umliegende Sternhaufen ausgewürfelt, den FS-60 mit der 6D aufgebaut und um es einfach zu halten bewusst auf den Einsatz des PCs verzichtet. Ohne Klappdisplay ein Ziel nahe dem Zenit zu finden ist ja doch eher unbequem. Die Canon hat aber WLAN und kann unter optimalen Bedigungen das Bild auf dem Handy anzeigen. Offenbar waren die Bedinungen aber nicht so optimal und sie verweigerte den Verbindungsaufbau. Na gut, also Genickstarre, bei -3° auf dem kalten Boden rumgekrochen, irgendwie nach locker 30 Minuten endlich das Ziel gefunden und passend ausgerichtet. Guiding auf dem MGEN gestartet, Testaufnahme, alles gut und rein in die warme Stube.

Hab ich das Dithering eingeschaltet? Wieder raus...kontrolliert, war natürlich an. Kann also nix mehr schief gehen. Hmm, was ist eigentlich mit dem Meridian Flip? Kulmination um 19:55 Uhr. Blick auf die Uhr: is ja schon deutlich später, also muss das letzte Goto das ja richtig gemacht haben -> ab aufs Sofa.

Nach zwei Stunden raus, um mal nach dem rechten zu schauen: Strichspuren! 1,5h lang stand die Montierung :rolleyes:, obwohl der MGEN alles an Guide-Pulsen gegeben hat, um diese untragbare Situtation zu verhindern. Die Überlegung zum Meridian Flip war wohl nicht so ganz richtig. Na komm, drei Stunden gehen ja noch locker, Ziel wieder eingestellt, diesmal aus etwas bequemerer Position. Testaufname gemacht und schnell wieder zurück zur Tasse Tee.

Nach weiteren zwei Stunden Sofazeit die nächste Überraschung: nix zu sehen auf den Bildern. WAS? Nein, ich ha nicht die Bahtinovmaske auf dem Teleskop vergessen. Nein, ich hab auch nicht vergessen die ISO zurückzustellen. Aber zurück auf den Bulb-Modus hab ich sie auch nicht gestellt. Schön 2h lang 10s Belichtungen gemacht. Stativ geschnappt, auf dem Weg zur Haustür noch kurz überlegt, ob ich einen kurzen Abstecher an der Mülltonne vorbei machen soll, mich dann aber doch einen besseren besonnen und dezent frustriert ins Bett gegangen.

Ein besseres Hobby gibt's doch wirklich nicht, oder?

Gruß
André
 
Hallo Andre

Vor einigen 15 Jahren, mein Sohn damals ein Spruch den vergesse ich nie mehr, verwende diesen sogar im Betrieb in dem ich Berufstätig bin.......
Das kann ja dedem Pasieren.

Manfred
 
Hi,
ich möchte aus therapeutischen Gründen auch kurz meine Erlebnisse von gestern Abend schildern.

Sehr spontan entschieden, dass ich bis zum Mondaufgang die Zeit ja eigentlich zum Fotografieren nutzen könnte. Als Ziel IC405 und umliegende Sternhaufen ausgewürfelt, den FS-60 mit der 6D aufgebaut und um es einfach zu halten bewusst auf den Einsatz des PCs verzichtet. Ohne Klappdisplay ein Ziel nahe dem Zenit zu finden ist ja doch eher unbequem. Die Canon hat aber WLAN und kann unter optimalen Bedigungen das Bild auf dem Handy anzeigen. Offenbar waren die Bedinungen aber nicht so optimal und sie verweigerte den Verbindungsaufbau. Na gut, also Genickstarre, bei -3° auf dem kalten Boden rumgekrochen, irgendwie nach locker 30 Minuten endlich das Ziel gefunden und passend ausgerichtet. Guiding auf dem MGEN gestartet, Testaufnahme, alles gut und rein in die warme Stube.

Hab ich das Dithering eingeschaltet? Wieder raus...kontrolliert, war natürlich an. Kann also nix mehr schief gehen. Hmm, was ist eigentlich mit dem Meridian Flip? Kulmination um 19:55 Uhr. Blick auf die Uhr: is ja schon deutlich später, also muss das letzte Goto das ja richtig gemacht haben -> ab aufs Sofa.

Nach zwei Stunden raus, um mal nach dem rechten zu schauen: Strichspuren! 1,5h lang stand die Montierung :rolleyes:, obwohl der MGEN alles an Guide-Pulsen gegeben hat, um diese untragbare Situtation zu verhindern. Die Überlegung zum Meridian Flip war wohl nicht so ganz richtig. Na komm, drei Stunden gehen ja noch locker, Ziel wieder eingestellt, diesmal aus etwas bequemerer Position. Testaufname gemacht und schnell wieder zurück zur Tasse Tee.

Nach weiteren zwei Stunden Sofazeit die nächste Überraschung: nix zu sehen auf den Bildern. WAS? Nein, ich ha nicht die Bahtinovmaske auf dem Teleskop vergessen. Nein, ich hab auch nicht vergessen die ISO zurückzustellen. Aber zurück auf den Bulb-Modus hab ich sie auch nicht gestellt. Schön 2h lang 10s Belichtungen gemacht. Stativ geschnappt, auf dem Weg zur Haustür noch kurz überlegt, ob ich einen kurzen Abstecher an der Mülltonne vorbei machen soll, mich dann aber doch einen besseren besonnen und dezent frustriert ins Bett gegangen.

Ein besseres Hobby gibt's doch wirklich nicht, oder?

Gruß
André
Bitte interpretiere meinen Lachsmiley nicht als Schadenfreude. Aber du hast ja alles mitgenommen, was geht. Inkl der Bahtinovmaske. Aber dann wenigstens alles in einer Nacht, die nächsten Nächte laufen dann garantiert top!

Apropos Mond: Der nervt auch heute noch, aber mich nervt jetzt auch Ha allmählich. Daher werde ich zumindest in der ersten Nachthälfte zur Luminanz greifen und dann... tja, eventuell doch R, G und B. Mehr Mond wagen :)

CS,
Ulrike
 
Oder einfach alles Weg, die Astronomie an den Nagel gehangen und vom Geld eine schöne Reise gemacht.
Mal sehen, wie ich mich entscheide. Aber so geht es auf jeden Fall nicht weiter.
Lieber Andreas,
nach deinem ersten Auftakt hier im "Frustpost" hatte ich noch gedacht "Dass meint er doch nicht ernst, oder doch?". Am Montag habe ich dann deine Seestar Bilder entdeckt. Dem Himmel sei Dank du machst weiter :y:.
Ich hatte diese Woche auch mal wieder die Zeit in der einfach nichts wollte. Drei Tage sternklare Nächte und dann verabschiedet sich meine Ausrüstung.
Erst schmeißt mich Team Viewer immer raus um meinen Intel NUK zu steuern (weil Sie mir unbedingt eine kostenpflichtige Lizenz schmackhaft machen möchten, ich bin vermutlich ein gewerblicher Nutzer).
Nach einem kleinen Schwenk auf AnyDesk verabschiedet sich das W-Lan meines "Astro-Laptop" immer wieder.
Nach knapp drei Stunden Technik Kampf habe ich dann aufgegeben und abgebaut.
Das schöne an der Sache war, dass ich dadurch wieder an den Startpunkt meines Astrofoto-Hobbys zurückgekommen bin.
Man steht auf dem Balkon und blickt ehrfürchtig gen Himmel, genießt die Sterne ohne Gedanken an Gain, Auflösung, Seeing, Belichtungszeit zu verschwenden und denkt "Was bin ich für ein kleines Staubkorn in diesem Wimpernschlag der Zeit".

In diesem Sinne dir und allen anderen allzeit Gute Sicht und viel Spaß an euren Hobbys.
Grüße Michael
 
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Hallo,
gehört das hierher ? Nichts ist schlimmer als mit dem Fernrohr rumzueiern, "gg" und nichts zu sehen, weil der Sucher nicht in die richtige Richtung peilt. Deshalb am Tage die Ausrichtung an einem irdischen Objekt, um abends keinen Frust zu haben. Die Schräubchen ordentlich festziehen nicht vergessen !!!

Gruß Günther
 
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