Was ist "besser"- Newton oder Mak?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Martin_Raabe

Aktives Mitglied
Huhu,

bin seit einiger Zeit am Grübeln über mein persönliches Next-Generation-Teleskop. Und kann mich natürlich nicht entscheiden.

Voller Hoffnung auf neue Gesichtspunkte und Denkanstösse wende ich mich deshalb an das hier versammelte Auditorium...

Also, folgende 2 Gerätschaften stehen zur Auswahl:

1. Ein 8" f6 Newton, OB 24%, selbstgeschliffen (wäre mein erstes Schleifprojekt), OTA selbstgebaut, belüftet, und als besonderes Feature einen hinreichend präzisen Drehkranz zur Drehung des vorderen Tubusteils (Einblickposition).
Dazu als Zubehör einen Komakorrektor und eine gute 2X-Barlow.

2. Ein 8" f10 Maksutov-Cass., OB 33%, Optik von Intes Micro, OTA selbstgebaut, belüftet.

Das Teleskop soll für alle Arten von visueller und fotogr. Beobachtung einsetzbar sein, ausser Sonne. Also müssen Planeten absolut überzeugend sein, ich will eine schöne Sternabbildung im Okular, DeepSky soll visuell und fotografisch Spass machen (Autoguider vorhanden).

Mein jetziges Gerät ist ein 6" f12 Mak-Cass. Das neue Gerät soll insgesamt eine deutliche Leistungssteigerung bringen.

Die Frage der Montierbarkeit sei zunächst ausgeklammert, ich würde wohl für beide Fälle zum Monti-Selbstbau schreiten.

Nach meinen bisherigen Überlegungen komme ich THEORETISCH auf Folgendes:

- Der Newton ist am Planeten besser geeignet weil er den grösseren Kontrastdurchmesser hat (203-49=154mm) als der Mak (203-68=135mm). Hierbei wird am Newton eine Barlow verwendet damit die Okularabberationen auf das Niveau am Mak reduziert sind.
- Der Newton erreicht mit Barlow die gleich gute Feldabbildung im Okular wie der Mak, da die Okularfehler ohnehin grösser sind als die Koma.
- Der Newton ist fotografisch schneller, und hat mit Komakorrektor keine schlechtere Feldabbildung wie der Mak.
- Das maximal mögliche Gesichtsfeld ist im Newton ca. 2x so gross, eine AP von 7mm ist kein Problem. Beim Mak ist die AP
auf ca. 4mm begrenzt.
- Der Newton muss wohl doch häufiger mal justiert werden
- Die Körperwärme/Atemluft kann den Newton eher beeinträchtigen
- Der Mak ist angenehmer in Handhabung, Transport, Einblickposition, Fokussierung. Ist natürlich Geschmacksache...
- Der Mak brauche eine Taukappe
- Der Mak braucht einen Zenitspiegel (der tendenziell das Bild verschlechtert)
- Das thermische Verhalten eines Mak kenne ich zu Genüge, das eines Newton noch nicht. Kann der Newton seine optische Leistung regelmässig zeigen?


Also: der Newton ist optisch nicht schlechter, aber vielseitiger (Feldgrösse, AP, fotogr.Lichtstärke). Der Mak wäre wohl ergonomischer im Handling, hätte optisch aber keine Vorteile.

Kostenmässig kommt die Sache übrigens auf's Gleiche raus (da beim Newton Komakorr, 2" Barlow, kurzbrennweitiges Okular hinzukommen).

Jetzt habe ich aber ganz stark den Eindruck, dass eine Testgruppe von Amateurastronomen, von der sich jeder bei einem Händler eines der beiden Geräte kostenlos aus dem Regal holen dürfte, mehrheitlich dem Mak zuwenden würde. Haftet dem Mak etwas an was ihn so begehrt macht? Warum schnalzt der Amateur begehrlich mit der Zunge wenn er vor einem 8" Mak steht?

Freue mich über alle Kommentare und Denkanstösse! Und natürlich persönliche Erfahrungen zu dieser Frage!!

Viele Grüsse
Martin


 
Hallo,

Also wenn du DeepSky-mäßig aktiv werden möchtest, dann würde ich vom Mak Abstand nehmen, zumindest ohne Reducer...f/10 ist einfach verdammt langsam.
Mit Reducer hat man dann das Bildfeld-Problem, also schnell mal eine Vignettierung drin...

Ich arbeite hier im DS-Bereich mit f/5 Geräten (10 Zoll, sowie früher 6 Zoll, ein 8-Zöller ensteht gerade) und belichte da chemisch schonmal 20 Minuten (Ortsrandlage, größeres Dorf), mit der CCD sind auchmal 1-2 Stunden drin, wenn es um "rauschfreie Bilder" und tiefe Frames geht...mit einem f/10 Gerät wäre da im Sommer einfach die Nacht zu kurz, denn chemisch müßten 80 Minuten ran und per CCD schonmal 8 Stunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Bei normalem Seeing kann ein 8-Zoll-Newton, so er gut ausgekühlt ist (ich lagere meine Tuben auf dem Balkon), schon sein volles Potenzial zeigen, zumindest meinen Erfahrungen nach. Im übrigen hätten beide Geräte dasselbe Problem, ein MAK muß auch auskühlen und die Öffnung wäre ja eh gleich, d.h. wenn dein lokales Seeing 8 Zoll nicht hergibt, dann haben beide Geräte ein Problem...beim Auskühlen ists so, das wenn beide Geräte Lüfter haben, die Auskühlzeit ähnlich sein wird, der Newton wird wohl etwas schneller sein, aber unter 1h dürfte sich bei beiden Geräten wenig tun.

Jetzt habe ich aber ganz stark den Eindruck, dass eine Testgruppe von Amateurastronomen, von der sich jeder bei einem Händler eines der beiden Geräte kostenlos aus dem Regal holen dürfte, mehrheitlich dem Mak zuwenden würde.

Klar, weil den 8-er Newton hat schon jeder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />, daher würden wohl alle den 8-er MAK nehmen, ich übrigens auch. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

 
frank hat eigenlich schon alles gesagt, ich kann mich seiner meinung
nur voll und ganz anschließen.

was vielleicht noch zu erwähnen ist, wenn der newton einen wirklich
guten glatten spiegel hat (das dürfte beim selberschleifen auch der
fall sein wenn man sich damit mühe gibt), dann zeigt er in einem
belüfteten tubus sicher mehr details als der Mak, sowohl bei planeten
wie auch bei deepsky. der unterschied in der obstruktion ist doch
beachtlich und bringt hier den newton eindeutig in führung.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Phillip,

hatte der OP nicht unter 2.) einen MC gemeint?

Dein Test jedoch handelt von einem MN.
Gruß
Dietmar
 
HI!
JA also ich würde.. auch den MAk nehmen (nachdem ich den Bericht von Christian gelesen habe). Ich denke einfach, dass man mit reducern auch den Mak zu einem tollen Fotografiergerät tunen kann.

Am PLaneten wird er wohl auch gewinnen, weil er kein Koma hat. ich denke.

Aber wenn ich mir die Argumente von Tom ansehe.. werde ich wieder zweifelnder... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> Hätte ich doch bloß nicht angefangen zu schreiben ...

Mach doch beides! Das schlechtere verkaufst du dann!
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> (natürlich bei ebay als Spitzenoptik, die wegen Hobbyaufgabe schweren herzens abgegeben werden muss) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

mfG Michael
 
o.B.d.A. trivial?

Ok tom,

ich präzisiere mein 'wie Das' etwas. Ich erwarte natürlich keine komplette Theorie als Antwort. Allerdings ein Literaturhinweis wäre hilfreich gewesen und dazu insbesondere vielleicht ein Stichwort. Die zitierte Aussage jedenfalls kam mir so prägnant vor, daß ich nur o.B.d.A. trivial (.-)) vermisst habe. Vielleicht hast Du aber insofern recht, daß hier i.a. im Flachwasser geschippert wird.

Gruß hanno
 
Re: o.B.d.A. trivial?

hallo hanno,

stelle die frage doch mal im optik-board, dort gehört sie eigentlich
hin und wird dann vielleicht auch intensiver vom mehreren diskutiert.

wenn man verstehen will warum ein newton auf der achse so
gut ist, muß man sich erstmal mit allen möglichen abbildungsfehlern
beschäftigen, verstehen wie diese zustandekommen und was
sie bedeuten. danach schaut man sich den konkreten fall "newton"
in bezug darauf an.

über abbildungsfehler gibt es auch einige seiten im internet,
die findest du mit google.

diskussionen des systems newton gibts zb. in den büchern:
- Rutten - Telescope Optics
- Astrooptik - Uwe Laux

liebe grüße, tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Newton oder Mak?

Hallo Martin,

mit vergnügen habe ich deinen Beitrag und den Thread gelesen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Nein,ich verrate noch nicht was besser ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Zuerst einmal zu deinem Newtonprojekt:
als besonderes Feature einen hinreichend präzisen Drehkranz zur Drehung des vorderen Tubusteils
Wenn du das wirklich so präzise hinbekommen solltest,
daß die Justage beim drehen nicht leidet schreibe mir bitte,
ich bin daran wirklich sehr interessiert.
Bis jetzt habe ich noch nichts gesehen,was erstklassig funktioniert hätte.
Dazu als Zubehör einen Komakorrektor und eine gute 2X-Barlow.
Den Komakorrektor würde ich nur bei Beobachtungen mit mehr als 20mm Feld verwenden.
Am Planeten bringt er nichts,bringt aber mehrere Optische Flächen zusätzlich
ins System ein.
Warum 24% Obstruktion?Mit niedrigem Auszug,so 4cm minimal über
oberkante Tubus + 1,5cm Weg kannst du auch mit 39mm Fangspiegel auskommen,
bei etwa 8mm voll ausgeleuchtetem Bildfeld,knapp 20% Obstruktion.

Wenn du dann deinen Spiegel noch sauber schleifst sehe ich den Newton klar im Vorteil.

Dann stimme ich deinen Schlußfolgerungen voll zu.
Den Newton würde ich auch eine Taukappe verpassen,gegen deine eigene Abluft.
Da du deinen Newton auch belüften willst wird der genauso häufig gute Bilder
zeigen wie es das Seeing zuläßt (und deine Drehkonstruktion).

Gutes gelingen wünscht

Karsten
 
Hi Tom,

das blöde ist nur dass der "perfekte" Bereich recht klein ist. Beim 8" f6 ist der Bereich mit Koma < Airy-Disk 0.17 Grad im Durchmesser, das entspricht 3.7mm. Ein Planet muss sich also immer dort drin befinden, und der Justierfehler muss in der Grössenordnung <1mm sein.

Der Spotdurchmesser auf der Achse wäre kleiner als beim Mak, wenn die Beugung nicht wäre. Real ist das entstehende Gebilde bei beiden Geräten gleich gross (nämlich beugungsbegrenzt), beim Mak ist der beugungsbegrenzte Bereich aber viel grösser als beim Newton.

Viele Grüsse
Martin
 
Re: Newton oder Mak?

Hi Karsten,

für den Drehkranz plane ich ein Vierpunktkugellager mit 250mm Durchmesser... Vom Aufbau ähnlich der Pollagerung im Handbuch für Sternfreunde, S.115 Bild h.

Ein Alu-Rohrstück mit 260mm Durchmesser bei 15mm Wandstärke habe ich schon im Keller liegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Ohne es schon genauer kalkuliert zu haben müsste eine Laufgenauigkeit von < 0.1mm machbar sein, dann wäre Dekollimation kein Thema.

Den Komakorr. will ich visuell gar nicht einsetzen, nur KB-Fotografisch (Baader MPCC) bzw. bei Mondfotos bzw. CCD idealerweise den TV Paracorr (beugungsbegrenzt über gesamtes Feld). Visuell plane ich fast immer eine Barlow drin zu haben, ausser bei Grossfeld mit dem XL40. Die Barlow soll die fetten ausseraxialen Astigmatismus-Kleckse bei f6 im Okular um einen Faktor 2 reduzieren. Dazu gibt's interessante Bilder im Rutten.

Dafür muss dann nur eine richtig gute 2" 2X-Barlow her...

20% OB geht aber nicht für KB-Fokus. Nur mit Schlitten wäre das drin.

Viele Grüsse
Martin
 
Hallo Frank,

für CCD wäre die Ausleuchtung mit Reducer 0,5 nicht kritisch: 20mm Feld mit 70% Ausleuchtung am Rand. Der Newton würde die 20mm natürlich besser ausleuchten.

Meinst Du dass es viele Newtons gibt die es in der opt. und mechan. Qualität mit den Russenmaks aufnehmen können? Soooo viele Leute dürften keinen "perfekten" Newton rumzuliegen haben... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüsse
Martin
 
Re: Newton oder Mak?

Hallo Martin,

habe gerade im Handbuch nachgesehen,das erscheint dann sehr solide,
hoffentlich wird es nicht zu schwer?Aber Hauptsache die Kollimation
bleibt top,sonst kannst du es vergessen.

Die Barlow soll die fetten ausseraxialen Astigmatismus-Kleckse bei f6 im Okular um einen Faktor 2 reduzieren. Dazu gibt's interessante Bilder im Rutten.
Ja genau,deshalb nehme ich an meinem 8"f/6 auch eine Barlow
(2,5x Povermate) + ein 10mm Okular als maximale Vergrößerung.
Oder ein 13mm TV-Plössl zur Povermate,oder das 5,2nmm XL,
was ja auch ein barlowartige Konstruktion beinhaltet.

Gute 2x Barlow?Da gab es doch kürzlich noch so einen unabhängigen Barlowtest
in dem eine 2x Barlow superb abgeschnitten hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Mal im Ernst:
Heute würde ich ein excellentes längerbrennweitiges Zeiss Oku
hinter der 5x Povermate oder dem Baader FFC einsetzen,so ich denn genug Bares hätte.

Zur Not tut es das 10mm Eudia zur 2,5x Povermate aber auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Zur Photographie kann ich leider gar nichts beitragen.

das blöde ist nur dass der "perfekte" Bereich recht klein ist. Beim 8" f6 ist der Bereich mit Koma < Airy-Disk 0.17 Grad im Durchmesser, das entspricht 3.7mm. Ein Planet muss sich also immer dort drin befinden, und der Justierfehler muss in der Grössenordnung <1mm sein.
Das ist das Problem beim Newton,die Justage muß für optimale Ergebnise 100%ig sein.
Deshalb auch meine Bedenken bezüglich des drehbaren Tubusoberteiles.

Aber wenn du sowiso selbst schleifen wirst kannst du ja auch f/7 , f/7,5 oder gar f/8
realisieren?!Je nach Körpergröße und Montierung...

Viele Grüße,

Karsten
 
Hallo,

Also, 70% Helligkeitsabfall ist bei CCD tödlich, das heißt, du mußt unbedingt Flatfields machen. Bei Chemie mag 70% Abfall gehen, visuell auch, aber bei CCD, wo man nacher das Histogramm "aufreißt", da kommt jede Vignettierung gnadenlos raus.

Bei MC genauso wie bei SCs gilt natürlich die Fautregel: 100%-Kreis ist gleich Durchmesser Reducerlinse mal Verkürzungsfaktor. Für 20mm Bildkreis mit 100% muß daher der Reducer mindestens 40mm Linsendurchmesser haben...ich schreib das deswegen, weil es immer noch Anbieter am Markt gibt, die einem was anderes erzählen wollen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Was die "perfekten" Newtons angeht, da wird es speziell für Astrofotografen in der Tat dünn...Sorry an die Händler, aber defacto ist mir kein "ab-Lager-Newton" bekannt, der auch nur halbwegs als Fotogerät durchgehen würde, zumindest nicht bei meinen Ansprüchen. (Der R200SS von Vixen kommt nah ran, aber einen JMI hat er auch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Entweder sind die Fangspiegel gnadenlos zu klein (65mm bei einem 10-Zöller) und/oder die OAZs sind für Fotoeinsatz ungeeignet. Auch gerne vernachlässig wird die Tubus-Verwindungssteifheit...wenn man mehrere Stunden belichtet, dann darf sich der Tubus unter den Lastwechseln nicht so verändern, das das Bildfeld wandert oder gar die Kolli flöten geht.

Ich hab aus diesen Gründen zum Selbstbau gegriffen (10-Zöller, 75mm FS, JMI-Auszug, Hartpapierttubus) und bin damit auch voll zufrieden.

Wenn du das nicht möchtest oder kannst, dann klopf doch mal bei ein paar "Edelproduzenten" (AOM, T.Z.M: fallen mir da ein, es gibt aber bestimmt noch mehr) an, vielleicht schnitzt dir einer einen Foto-Newton zu einem annehmbaren Preis. Fertig ab Stange scheint es sowas nicht zu geben, wird wohl zu selten verlangt.

Von der Qualität her dürfte es schon möglich sein, einen Newton zu bauen, der einem Russenmak in diesem Punkt gleich kommt...es dürfte sogar eher einfacher sein, da weniger Teile (optisch und mechanisch) beteiligt sind.
 
Christian kontaktieren?

Hallo Philip,

ich habe versucht Christian kontaktieren,leider scheint die auf seiner Seite angegebene eMail nicht zu funktionieren.

Kannst du mir die Mailadresse zukommen lassen?

MfG,Karsten

kastern"bei"onlinehome.de
 
Hi Frank,

welche Spiegelsysteme liefern denn Ausleuchtungen wesentlich über 70% am Feldrand? Das geht ja wohl nur mit richtig fettem FS, wie Du ja auch für die Fotogeräte forderst.

Die Katadioptrischen haben eine lächerlich schlechte 100% Ausleuchtung, wenn überhaupt irgendwo dann nur unmittelbar bei der Achse. Und das auch nur wenn man den Fokus bei den HS-fokussierenden Geräten dicht am Tubus hat. Ausserhalb der Achse fällt die Ausleuchtung rapide ab, eine 100% Zone hat allenfalls wenige mm. Für den 8" Mak habe ich das mit Oslo verifiziert, nachdem ich am 6" Mak zufällig bei Messungen drauf gestossen bin. Voll die Mogelpackung....

Da macht dann auch der Reducer nicht mehr viel Unterschied.

Aber eigentlich will ich ja kein Foto-optimiertes Gerät, sondern einen Allrounder. Deshalb kommt kein FS grösser 25% OB in Frage, und dann ist nicht mehr als 70% Ausleuchtung eines 36mm-Feldes drin...

Vielleicht wäre ein Plug&Play System mit 2 Fangspiegeln, mit innovativem justierkonstantem Befestigungssystem eine Lösung...

Deinen 10" habe ich auf der Website schon bewundert, macht einen soliden Eindruck!

Viele Grüsse
Martin
 
Re: Newton oder Mak?

Hallo Karsten,

der Drehkranz wäre natürlich eher ein Leichtbau... irgendwo um 500g könnte sowas landen.

So ideal ist das Verfahren natürlich nicht, aber die blöde Tubusdreherei in den Schellen ist ja auch ein ziemliches Rumgegurke... auch mit Teflon dazwischen. Echt unergonomisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

Hm, gute Barlows gibt's wohl. Aber da ich auch das 40er Pentax reinstecken will müsste es eine 2" Ausführung sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Den FFC habe ich mir auch schon näher angesehen. Wenn der auch bei 2X funktionieren würde, und nicht gaaaanz so kostenintensiv wäre... hätten die nicht eine abgespeckte Version machen können? Wer braucht schon 90mm perfektes Feld?

Die Schleif-Freiheit bezüglich des Öffnungsverhältnisses ist durch die Breite meines Rücksitzes limitiert. Bei etwa f6.2 ist Schluss. Ich habe zwar einen Kombi, aber eigentlich ist es mir jetzt fast schon zu viel Arbeit das ganze Geraffel 2x ein- und Auszuladen. Wenn ich auch noch den Rücksitz umbauen müsste um einen überlangen Tubus zu verstauen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Viele Grüsse
Martin
 
Hallo,

welche Spiegelsysteme liefern denn Ausleuchtungen wesentlich über 70% am Feldrand?

Mein Newton, z.B. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Der FS hat 75mm, der HS 250mm, macht also 30% Obstruktion.

Der 100%-Kreis hat knapp 24mm Durchmesser, der 70%-Kreis theoretisch glaube ich 65mm oder so, das kann aber dank 50mm-Auszug (2 Zoll halt) nicht genutzt werden.

Defacto habe ich am Rand des KB-Feldes (40mm Kreis, 20mm Radius) noch über 90% Ausleuchtung...ich merke daher auch keine Vignettierung, erst in den äußersten Ecken des Dias (1-2mm) wird es dunkler, aber das dürfte vom T2-Ring bzw. von der Kamera selbst kommen.
(Online nachrechnen geht hier: http://members.efn.org/~mbartels/tm/diagonal.htm )

Man könnte aber auch mit einem 65mm FS noch einiges reißen, müßte dann aber den Fokuspunkt näher an den Tubus ranlegen, derzeit liegt er ca. 130mm über Tubus (Durchmesser 300mm), für KB wären aber nur ca. 95mm (40mm OAZ + 55mm KB-Kamera) echt nötig.
Das "mehr" ist mehr oder weniger Luxus, so kann ich auch mal noch nen Filterrad vor die KB-Kamera spannen...Hintergedanken war auch, noch einen Off-Axis-Guider dazwischenklemmen zu können, wenn es denn wirklich nachführtechnisch Schwierigkeiten geben sollte.

Bei meinem geplanten 8-Zöller klappt das aber nicht mehr so gut, da werde ich auf 20mm Bildkreis für 100% runtergehen müssen....je größer die Optiken werden, desto relaxter ist das...einen 12-Zöller könnte man vermutlich auch mit 25% Obstruktion auslegen und hätte trotzdem 24mm Ausleuchtung.

100% Zone hat allenfalls wenige mm. Für den 8" Mak habe ich das mit Oslo verifiziert, nachdem ich am 6" Mak zufällig bei Messungen drauf gestossen bin. Voll die Mogelpackung....

Kann ich dir nur zustimmen...ich hab mal aus Gag mit NEWT einen MN durchgerechnet, da bleibt bei KB nicht mehr viel übrig, selbst große CCD-Chips (ST2000) bekommen da schon Probleme bzw. müssen zu Flatfields greifen. Die Dinger sind halt für die Achse gemacht und nicht fürs Feld...

Wenn du nen Alrounder willst, dann würde ich nen 10-er Newton nehmen, aber eben den FS etwas kleiner wählen...15-20mm Bildkreis (100%) reicht auch noch und sollte mit einem 65mm FS (=26%) auch möglich sein. Ich wollte halt eine Fotokanone und bin deshalb in die Vollen gegangen...außerdem war ich 30% Obstruktion von meinem C8 und dem Schmidt-Newton schon gewohnt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Re: Newton oder Mak?

Hallo Martin,

ich habe ja immer noch bedenken bei dem Drehkranz,aber wie gesagt,
falls das was wird sag doch bitte Bescheid.

Bezüglich Photo darfst du mich nicht fragen,keine Ahnung.

Wenn du den Newton als f/6,2 machst ist es ein guter Allrounder,
halt so,wie die 8"f/6,sehr schön für Deep Sky mit dem 40mm XL
(hab ich auch) und mit sehr guter Optik auch für Planeten hervorragend.
Das 40mm auch mit Barlow zu nutzen ist sicher keine schlechte Idee,
habe ich aber noch nie versucht.
Das 21mm XL dagegen habe ich schon mehrfach auch mit Barlows verwendet,
das war noch in Ordnung,wenn auch nicht gerade optimal...

Das Rücksitzkriterium war damals für meine Entscheidnung auch ausschlaggebend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Bei den Cassegrain-Varianten beißen sich halt immer die 3 Parameter
Obstruktion,Feldausleuchtung und die Öffnungszahl N.
O kleinzuhalten bedeutet F wird klein und N groß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Nachtrag:B wie Bildfeldwölbung mischt da auch noch mit,würg.
Auch hier:Photooptimiert steigt die Obstruktion..

Viele Grüße,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben