Was sieht die Cam?

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aregl

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Welches Gesichtsfeld man durch ein Okular erhält (in Abhängigkeit von Brennweite, Okular etc.), ist einigermassen klar. Siehe dazu zB http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/492486#Post492486

Aber was sieht eine CCD Kamera? Hier spielt sicher die Grösse des Chips eine Rolle. Aber welche?

Anders gefragt: wie kann ich aus der Brennweite und der Chipgrösse das Gesichtsfeld (in Grad bzw. Minuten) errechnen? Und wie berücksichtigt man dabei Barlows oder Reduzierer?

Danke für eure Hilfe,
Luigi
 
Hi Luigi,
Gesichtsfeld = arctan (Feldblende/Brennweite)
bei rechteckigen Gesichtsfeldern ist das eben in den beiden Ausdhenungen unterschiedlich.
CS, Holger
 
bei guten sternwartenprogrammen kannst du das gesichtsfeld simulieren lassen, wenn du die chipgröße kennst....
 
Hi Luigi

Das Feld eines CCD, CMOS etc. lässt sich mit CCDcalc (freeware) sehr einfach ausrechnen und an "praxisnahen" Beispielen ausprobieren.
Barlows oder Reducer miteinzuberechnen wird schwierig, da es sehr auf den Abstand zum Sensor ankommt.

CS
Jürgen
 
Hallo Holger,

ich kenne die Formel so:

Gesichtsfeld = 2*arctan ( Feldblende/(2*Brennweite) )

CS

Klaus
 
Eine blöde Frage (es ist ja ein Einsteigerforum): was ist mit "Feldblende" gemeint?

Ich bin übrigens platt - wenige Minuten nach meiner Frage schon die ersten Antworten... danke euch dafür!

lg Luigi
 
Zitat von KlausTietzel:
ich kenne die Formel so:

Gesichtsfeld = 2*arctan ( Feldblende/(2*Brennweite) )

Wenn das Verhältnis Brennweite : Feldblende groß ist (was es in den meisten Fällen ist), dann ist kaum ein Unterschied zur vereinfachten Formel GF = arctan(Feldblende/Brennweite).

Beispiel: Feldblende 2" = ca. 5cm, Brennweite 100cm. Das ergibt Werte von GF = 2,862° (vereinfacht) bzw. GF = 2,864° ("korrekt").

Die vereinfachte Rechnung ist also wirklich ausreichend. Man kann sich also das lästige Teilen / Multiplizieren schenken.

Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen

Ich schliess mich der Frage von Luigi mal an:
Was hat die Feldblende mit einer Kamera zu tun bzw. wo finde ich die? Bis jetzt kenne ich nur Feldblenden in Okularen und Verblendungen im Tubus...

CS
Jürgen
 
Gute Frage Jürgen,

vielleicht reden wir auch am Thema vorbei. Gefragt war oben ja auch eine CCD-Kamera, wobei also eigentlich nach meinen dürftigen Kenntnissen keine DSLR mit CCD-CHip sondern eben eine Spezialkamera für Astrofotografie gemeint ist. Frage ist nun: werden diese Spezialkameras nur fokal eingesetzt, dann ist ja kein Okular beteiligt...mithin nach meiner Kenntnis spielt dann eine Feldblende keine Rolle. Korrigiert mich, wenn ich total daneben liegen :-)

CS
Webster
 
Ja, ich meinte eine CCD Kamera (wie zB eine Meade DSI III, oder eine SBIG, ...), d.h. Einsatz im Primärfokus, kein Okular.
lg Luigi
 
Kann ich also bei einer CCD im Primärfokus für die Formeln oben die "Feldblende" mit dem Chipdurchmesser gleichsetzen? Das würde wohl heissen, dass eine CCD Aufnahme immer nur einen Bruchteil dessen wiedergibt, was das "Rohr" "sehen" kann (zB 2" oder 1,25" (also 50 bzw. 30 mm) versus 10 oder 15 mm als typische CCD Grösse.
Jetzt wird mir das Streben nach riesigen Chips klar. Oder habe ich noch wo einen Denkfehler?
lg Luigi
 
Du kannst in den Formeln "Feldblende" durch "Chipdurchmesser" ersetzen! Der Feldblendendurchmesser bestimmt, wieviel Licht in's Okular und damit ins Auge kommt. Der Chipdurchmesser bestimmt, wie viel Licht auf den Chip kommt.

Beispiel: Chipdurchmesser 23mm. Teleskop Brennweite 1000mm.
GF = arctan(23/1000) = 1,3°.

Thomas
 
Hallo Lui,

grundsätzlich ist die Aussage nicht richtig. Wieviel Du von einem Objekt im Primärfokus mit einer CCD Kamera siehst hängt nur von 3 Variabeln ab: der Brennweite Deines Teleskopes, der Chipgröße der CCD-Kamera und natürlich der Winkelausdehnung des beobachteten Objektes.

Eine CCD Starlight XPress mit einer Chipdiagonalen von rund 8mm bildet bei einer Brennweite von 1200 mm z.B. nur 23% des Orionnebels ab. Es ist daher wichtig, die optimale Brennweite für dieses Objekt zu kennen. Die läge dann bei so ca. 268mm. Dann hättest Du mit der erwähnten CCD z.B. den ganzen Orionnebel drauf.

CS
Webster
 
Hallo Webster,

grundsätzlich ist die Aussage nicht richtig. Wieviel Du von einem Objekt im Primärfokus mit einer CCD Kamera siehst hängt nur von 3 Variabeln ab: der Brennweite Deines Teleskopes, der Chipgröße der CCD-Kamera und natürlich der Winkelausdehnung des beobachteten Objektes.

Wenn Du dieses meinst:

Kann ich also bei einer CCD im Primärfokus für die Formeln oben die "Feldblende" mit dem Chipdurchmesser gleichsetzen? Das würde wohl heissen, dass eine CCD Aufnahme immer nur einen Bruchteil dessen wiedergibt, was das "Rohr" "sehen" kann (zB 2" oder 1,25" (also 50 bzw. 30 mm) versus 10 oder 15 mm als typische CCD Grösse.
Jetzt wird mir das Streben nach riesigen Chips klar. Oder habe ich noch wo einen Denkfehler?
lg Luigi

Da hat der Luigi es ausgezeichnet verstanden. Denn er hat volkommen recht.

Gruß,
Harrie
 
Hi!

Ich geb mal noch eine weitere Faustformel weiter: Sonne und Mond (Durchmesser 0,5°) werden vom Teleskop (rein fokal, nix Okularprojektion) pro Meter Brennweite einen Zentimeter groß abgebildet. 1 Meter Brennweite liefert also ein etwa 10 mm großes Bild vom Mond, 2 Meter ein 20 mm großes Bild, was einen Diafilm schon gut ausfüllt und für eine DSLR mit ihrem kleineren Chip zu groß ist.
Jetzt musst Du nur noch deine Chipgröße kennen, um abschätzen zu können, was draufpasst. Geht vielleicht schneller als die exaktere Rumrechnerei mit arctan, Feldblenden oder ähnlichem :)

Gruß,
Alex
 
Hallo Webster,

hier habe ich eine kleine EXCEL-Tabelle gebastelt, die
ausgewählte Chipgrößen enthält...

http://hometown.aol.com/GWebster10/Teles2.xls

Schönes Excel-Tabelle.

Nur mit der Kontrastwiedergabe stimme ich dir nicht zu.
Du rechnest das die Kontrastwiedergabe eines Obstruierten System gleich ist an ein Nichtobstruiertes System - Abschattung.
Das gilt aber nur für die niedrichen Frequenzen, also sehr große Details (z.B. 50x das Trennvermögen). Bei kleinen Details gilt das nicht und kann ein obstruiertes System sogar eine höhere Kontrastwiedergabe haben als ein Nichtobstruiertes.

Gruß,
Harrie
 
Zitat von Telescopia:
Man kann sich also das lästige Teilen / Multiplizieren schenken

Ich kann mir vorstellen das viele Leute arctan(...) viel lästiger finden als das Teilen und Multipizieren. ;)

OK! Wenn wir den arctan auch nicht mögen (ist aber nur ein Knopfdruck auf dem Taschenrechner!) dann machen wir es noch einfacher: (FB = Feldblende, F = Objektivbrennweite)

GF ~= 57 * FB/F

Gleiches Beispiel wie oben (FB = 23mm, F = 1000mm):

GF ~= 57*23/1000 = 1,3°.

Noch einfacher geht's nicht!

Thomas
 
Hallo Harrie,

danke für den Hinweis mit der Kontrastleistung. Je weiter mein Kenntnisstand wächst, je besser wird die Tabelle. Ich habe irgendwann angefangen sie zu basteln, weil ich sonst als Einsteiger die Zusammenhänge nie kapiert hätte...Werde mich nochmal dransetzen und sie überarbeiten :-)

CS
Webster
 
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