die Aufhängung (oder wie man das nennt?????) sieht ja sehr kompliziert aus aber auch stabil und wackelfrei. Ich habe mal in einem Buch gelesen dass dass Rohr (tubus teil was halt größer macht ) der geringere preis sein sollte und das stativ gleich viel oder mehr
Letzteres ist nur richtig, wenn Du damit auch fotografieren möchtest.
Bei einem Dobson kostet die Montierung quasi nix, und trotzdem kann man prima damit visuell beobachten. Die Bedienung des Lidls muß auch nicht schwierig sein, wenn du die große silberne Schraube unten an der Montierung löst und dann die gesamte Montierung nach unten kippst und die Schraube wieder anziehst. Dann hast du kostenfrei eine intuitiv zu bedienende azimuthale Montierung wie ein Dobson.
Eine parallaktische Montierung, sofern sie richtig eingenordet ist, hat dagegen den Vorteil , dass Du dem sich durch die Erddrehung bewegenden Stern einfacher folgen kannst, indem du nur eine Nachführwelle nachdrehst, d.h. weniger Nachziehen und weniger Gewackel. Die macht auch erst die Verwendung eines Motors, der das denn für Dich macht, erst preiswert möglich.
Die Lidl-Montierung ist leider nicht zwangläufig wackelfrei. Man muß als Benutzer viel Wert darauf legen, dass die Schrauben fest angezogen sind. Sind sie es nicht, oder wurde das Stativ nicht anderweitig verbessert, dann wackelt das Rohr nach einem kleinen Stoß ca. 5 Sekunden lang, weil das ganze Teleskop bis ins Stativ hinein anfängt zu schwingen. Man sollte deshalb bei Tageslicht das Schwingungsverhalten des Teleskops kritisch unter die Lupe nehmen.
Es empfiehlt sich auch, zumindestens die Schnittstelle zwischen Montierung und der Stativplatte, an der die Stativbeine montiert sind, mit Terpentin zu vom gelblichen Klebefett entfetten, denn dann ist das Teleskop in einer Sporttasche wunderbar transportabel. Bis vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, die wären fest miteinander verhakt, dabei hielt nur das Klebefett die aneinander.