weisser Kreis im Bild trotz Flat und Banding

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Mr.Horsehead

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt das erste Mal mit meiner neuen QHY 294c Pro fotografiert. Vorgestern war es der Cirrusnebel und gestern die Andromedagalaxie.
Beide Bilder haben einen hellen Kreis ziemlich mittig im Bild. Bei Andromeda ist mir anfangs der Kern bei Unity Gain und 2min Belichtungszeit ausgebrannt.
Ich habe den Gain von 1600 (Unity) auf 500 reduziert mit demselben Resultat. Dann bin ich schließlich auf Gain 0 und 1min Belichtungszeit gegangen.
Die übrigen Parameter für Andromeda, die mir einfallen sind wie folgt gesetzt gewesen:
RGB alle auf 60
Offset 5. Laut Fitswork hatte ich hier noch einen ADU-Wert von ca. 1000 beim Dark. Komisch finde ich es dennoch...
Gain wie gesagt 0
Raw 16
Belichtungszeit einzeln wie gesagt 1min, gesamt 126min
Und so sieht das Resultat aus. Ich hänge auch noch das Flat dran. Hat Irgendjemand eine Ahnung, was da nicht stimmt?
Vielen Dank für Informationen.

CS Johannes
 

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Du musst alle Bild, also Light, Dark und Flat mit ein und derselben Kameraeinstellung vornehmen. Nur beim Flat reichen Belichtungszeiten um 1sec aus. Nicht kürzer belichten, damit "verändert" sich die Elektronik. Du hast zwar etwas undurchsichtig beschrieben, wie Du die Lights belichtet hat, aber Dark und Flat hast Du nicht erwähnt.
 
Okay ich war zu unpräzise, tut mir Leid. Also, Lights, Flats und Darks wurden mit identischer Gain, RGB-Einstellung und Offset gemacht. Andere Parameter habe ich nicht verstellt. Bei Darks und Lights war die Belichtungszeit jeweils 1 Minute, bei den Flats nur etwa 40ms, da ansonsten alles bereits überbelichtet war. Wie soll ich da auf 1 Sekunde kommen? Das ist mir ein absolutes Rätsel. Ich habe das mit dem Assistenten im SharpCap gemacht und bei einer Zehntelsekunde war das Bild eben schon locker gesättigt. Selbst mit unbeleuchtetem Panel in der Dämmerung war ich da weit weg von einer Sekunde...
 
Okay ich war zu unpräzise, tut mir Leid. Also, Lights, Flats und Darks wurden mit identischer Gain, RGB-Einstellung und Offset gemacht. Andere Parameter habe ich nicht verstellt. Bei Darks und Lights war die Belichtungszeit jeweils 1 Minute, bei den Flats nur etwa 40ms, da ansonsten alles bereits überbelichtet war. Wie soll ich da auf 1 Sekunde kommen? Das ist mir ein absolutes Rätsel. Ich habe das mit dem Assistenten im SharpCap gemacht und bei einer Zehntelsekunde war das Bild eben schon locker gesättigt. Selbst mit unbeleuchtetem Panel in der Dämmerung war ich da weit weg von einer Sekunde...

Das genau ist aber Dein Problem. 40ms fürs Flat sind zu niedrig. Hast Du keine Flatfieldbox? Oder versuche anderweitig zu dämpfen.
 
Hallo Johannes,
sehe ich genauso wie pem.bn. Ich hatte am Anfang meiner "Karriere" ;-) auch kurz belichtete Flats genommen. Mittlerweile belichte ich 1.25s (und verwende natürlich gleich lang belichtete Darkflats, sonst macht das keinen Sinn). Seitdem funktioniert das ganze :)

Solltest Du noch keine Flatbox besitzen: Ich verwende das hier:


auf geringster Helligkeitsstufe. Bei meinen Newtons und APOs (Blende 5) benötige ich noch einen Abschwächer (entweder nen Stapel Papier oder das hier:


da reicht eine Lage davon.

Ansonsten kann man sich auch Flatboxen von Lacerta o.ä. kaufen, ich bin aber mit meinem relativ günstigen Setup zufrieden.

Zu den "langen" Belichtungszeiten von Flats gibts auch Videos im Netz, z.B. von Frank Sackenheim
 
Ich habe einen dimmbaren Zeichentisch. Gut, dann werde ich den mit einer Folie bekleben oder Papier zwischenlegen.
Danke euch schonmal für die Tipps.
Generell habe ich das hier zu 294er-Sensoren gefunden:


Und was ich halt auch beim besten Willen nicht verstehe ist, warum ich bei 60s Belichtungszeit immer noch Banding habe und warum der Kern direkt ausbrennt bzw so überstretcht im Fitswork dargestellt wird.
 
Hier zeige ich mal ein paar Lights, wie sie im Fitswork geöffnet werden. Beim Cirrusnebel passt der Farbbereich im Histogramm, bei Andromeda ist dieser falsch vorgestretcht. "Entstretche" ich das Bild, so dass der Bereich wieder bis 65000 geht, verliere ich für die Weiterbearbeitung definitiv Information. Auch wenn ich nur bis zum Maximum des Kerns von ca. 35000 zurückstretche, geht Information en masse verloren. Wenn ich dann z.B. im Affinity das Bild öffne, ist der Berg im Histogramm dünner, als wenn ich das nicht mache. Dies zeige ich in den beiden Bildern.
In "Affinity unbearbeitet" wurde das Fitsworkbild so, wie es geöffnet wurde, mit ausgebranntem Kern als Tiff abgespeichert. Hier ist der Berg relativ groß und breit. Der ausgebrannte Kern ist auch irreversibel.
In dem anderen Affinity-Bild wurde die entstretchte Version abgespeichert. Der Berg ist deutlich dünner. Somit fehlt Information.
Der Unterschied zwischen Cirrus und Andromeda ist der Gain - 1600 beim Cirrus und 0 bei Andromeda. Die Belichtungszeiten sind beim Cirrus 2 min und bei Andromeda 1 min. Aber warum wird das Ergebnis im Fitswork unterschiedlich behandelt, vor Allem so, dass der Kern ausbrennt, obwohl beim "Zurückstretchen" klar wird, dass das Bild bei Weitem noch nicht ausgebrannt ist und auch gar nicht sein kann bei dem Gain und der Belichtungszeit?

CS Johannes
 

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Hallo Johannes,

mit dem Autostretch von Fitswork erhalte ich regelmäßig auch solche Ergebnisse. Insbesondere bei kleineren hellen Bereichen wird zu stark gestreckt und sie brennen scheinbar aus.
Da hilft nur: Manuell die obere Grenze auf 65535, die untere Grenze auf 0 und die Kennlinie auf linear bzw. Gamma=1 stellen. Dann sollte nichts verloren gehen, wenn Du als 16 Bit TIF oder FITS speicherst.
Strecken dann besser in Siril, GIMP oder PS, was Dir lieber ist.
Oder eben gleich die Grundbearbeitung komplett mit Siril oder APP machen, dann brauchst Du in der Regel keinen Zwischenschritt über Fitswork.

viel Erfolg und CS Ralf
 
Ich habe es nicht hinbekommen, die Daten gescheit zu entstretchen, weshalb ich Fitswork dann in solchen Fällen umgehen werde.
Ich habe jetzt nochmal in der Dämmerung länger belichtete Flats gemacht und mir fürs nächste Mal die empfohlene Folie bestellt. Weiterhin habe ich Flat Darks gemacht. Hier ist das Zwischenergebnis. Bis auf Streifen im Hintergrund bin ich erstmal zufrieden. Vielen Dank nochmals für all die Hilfe.

CS Johannes
 

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Hi Sternfreunde

die Daten gescheit zu entstretchen.....
eigentlich sollten Daten in FW überhaupt nicht automatisch!! gestreckt werden; hier sollte man mal die Einstellungen überprüfen, bei mir schaut das z.B. in Fitswork aus wie im Anhang;

lg
tom
 

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Ich habe gestern nochmal NGC 6820 aufgenommen. Flats wurden mit meinem dimmbaren Zeichentisch-Panel gemacht, das mit der frisch bestellten ND-Folie zweilagig abgeklebt wurde.
Die Flats wurden 2,8 Sekunden belichtet. Hierzu wurden passende Flat-Darks gemacht. Die Kühlung der Kamera war bei diesen beiden Bilderserien deaktiviert, da der Dunkelstrom nach meinem Verständnis keine große Rolle spielt bei den kurzen Belichtungen.
Die Gain der Lights war 1600, die der Flats und Flat-Darks war jeweils 0.
Also waren die Flats und Flat-Darks in den relevanten Parametern aufeinander abgestimmt.
Wie man am Ergebnis sehen kann, passt irgendwas immer noch nicht, es ist sogar noch bescheidener geworden, als die vorherigen Bilder.
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder bin ich nicht in der Lage, gescheite Flats zu machen, was offenbar auch hochanspruchsvoll ist, oder die Kamera ist nicht in Ordnung. Ich tippe auf Ersteres und bin gespannt, ob mir Jemand erklären kann, was hier immer noch verkehrt läuft.

CS Johannes
 

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Also soweit ich das sehe, hast Du die Flats/Flat-Darks richtig gemacht. Ich mache das auch nicht unbedingt mit Kühlung, es kommt ja nur drauf an, die Vignettierung, Staubeffekte usw rauszukorrigieren.

In Deinem Bild ist aber in der Mitte immer noch ein hellerer Kreis zu sehen, das sollte aber eigentlich mit den Flats korrigiert werden... _affeaugen: Hast Du mal die Flats angesehen, ob die in R, G und B "richtig belichtet" sind, d.h. nicht überbelichtet? Das hatte ich mal, dass der G-Kanal überbelichtet war ohne dass ich es im Bild selbst gesehen hatte, das undebayerte fits war ok, nach dem debayern war der G-Kanal überbelichtet... Wieso weiß ich nicht ;-)

Die Flats hast Du ja mit dem unveränderten Image-Train gemacht wie die Lights, oder? Ich mache meine Flats immer entweder direkt vor oder direkt nach der Session, damit ich wirklich die gleichen Verhältnisse habe.

Vielleicht liest ja auch noch ein erfahrener Fotograf mit...

Eins fällt mir noch ein: hattest Du möglicherweise "Lichteinbruch" beim Aufnehmen der Darkflats?
 
Wie lange ich meine Flats belichtet habe, hat bei mir noch nie einen Unterschied gemacht. Seit ich eine Flatfieldbox habe, nehme ich die immer im ms Bereich auf und das klappt wunderbar. Was stimmen muss, sind die ADU und das SNR. Die ADU sollten bei 50% rum sein. Wenn ich die Flatfieldbox voll aufdrehe und das Gain unten lasse, ist das SNR ausreichend um das Masterflat zu glätten. Wenn nicht, einfach mehr Flats machen. Das glättet genauso.

Was ich in der Beschreibung oben vermisse, sind Flatdarks bzw. Bias. Das Flat muss man auch noch kalibrieren. Sonst ist bei der Division noch das Kamerasignal und das Offset obendrauf, das man bei den Lights über das Dark abgezogen hat. Dann passt das Flat nicht.
 
Mit was stackst du eigentlich?

Mal mit Siril probiert? Das kalibriert bei mir alles einwandfrei, woran z.B. DSS kläglich gescheitert ist.
 
Ich habe die Flats einmal mit denselben RGB-Einstellungen gemacht wie die Lights. Da waren rot und blau gemäß SharpCap- Histogramm bei ca 50% ADU und grün bei 90. Dann habe ich noch Flats mit zu den Lights unterschiedlichen RGB gemacht, um alle Kanäle bei etwa 50% zu platzieren. Flat Darks habe ich ebenfalls gemacht, jeweils mit identischer Zeit, identischen RGB sowie gleichem Gain und Offset. Ich habe jeweils 50 Einzelbilder mitteln lassen.
Gestackt wurde mit Astropixel Prozessor und ob es Lichteinfall geben konnte, ist eine gute Frage. Den Hauptspiegel habe ich abgedeckt, den OAZ nicht. Der Laptop ist natürlich hell, aber den habe ich etwas abgedeckt, so dass da zumindest nicht direkt was hätte strahlen können. Die ADU der Flat Darks war im Bereich von etwa 1200.
 
APP müsste das gut können.

Was meinst du denn mit RGB Einstellungen?

90% ADU ist zu viel. Der Mittelwert sollte bei 50% liegen. Grün liegt dann normalerweise bei 60-70%, der Rest bei 30-40%. Ist Grün trotzdem zu hell bei dir, würde ich mal versuchen die ADU etwas zu reduzieren, sodass grün nicht vielleicht bei 60-70% liegt. Allerdings würde ich erwarten, dass der helle Kreis einen Farbgradienten hätte, wenn das das Problem ist.

Wegen Lichteinfall...da der Lichteinfall von außen bei Flat und Flatdark gleich ist, sollte der kalibriert werden durch die Flatdarks. Das ist aber schon ein Volltubus oder? Wie das bei Gittertuben geht, weiß ich nicht. Da habe ich keine Erfahrung mit.
 
Das grün so dominant war, habe ich ja zwei Sorten von Flats und Flat Darks gemacht aber Beide waren gleich"effektiv". Bei meinem Andromedabild habe ich Dämmerungsflats gemacht und den Gradienten wegbekommen oder zumindest stark reduziert. Evtl ist mein Panel also nicht homogen. Allerdings müsste der Kreis dann doch wandern, da ich es immer zufällig vom Winkel aufgelegt habe oder? Und bei meiner QHY 485c habe ich auch mit dem Panel Flats gemacht und nicht diese Probleme gehabt... Es ist übrigens ein Volltubus
 
Die Kanäle würde ich nicht modifizieren für die selbe Aufnahme. Versuche lieber Flats mit weniger ADU zu machen. Evtl. ist dein Panel im Grünen relativ hell.

Wenn es mit Dämmerungsflats klappt, dann hat es auf jeden Fall etwas mit deinem Panel zu tun bzw. wie du damit Flats machst. War der Chip deiner alten Kamera denn deutlich kleiner?
 
Okay ich werde die Kanäle gleich lassen. Auch überlege ich ob ich mir ggf eine dimmbare Flatbox kaufen sollte. Wäre dann nur blöd, wenn es eine andere Ursache haben sollte. Der Chip der anderen Kamera war kleiner. Die Diagonale ist 13 gegenüber jetzt 23mm. Vielleicht ist es mir da nicht aufgefallen, oder es ist halt irgendwas Anderes faul. Echt nervig, das Bild wäre ohne diesen Fehler ganz okay geworden.
 
Das ist halt schwer zu sagen. Probiers mal mit weniger adu bevor du kaufst.

Meine flats waren mit der kauflösung deutlich besser als vorher.
 
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