Drin!
Also, um andere vor selbst gemachten Fehlern zu bewahren:
Keine Stehlager!
Ich hab bei meiner Montierung welche verwendet. -Waren halt gerade da. Dann hab ich das ganze noch auf Sperrholz montiert...
-War halt auch gerade da (25mm so was).
Erst später hab ich dann alles noch mal genau durchgedacht: Auch wenn die Platte nicht aus Holz ist, ist alleine schon die Ebenheit ein Problem, denn die Lager sollen ja genau fluchten!
Selbst wenn die Platte eben ist, ist ja die Verdrehung noch nicht sicher ausgeschlossen. Die Stehlager von mir hatten dagegen die Bewegungsmöglichkeit wie ein Pendelkugellager.
Alles Dinge, die natürlich nicht der Genauigkeit guttun. Die Steifigkeit der Grundplatte ist auch ein Problem: bei der Formel für das Flächenträgheitsmoment (Breite*Höhe^3)/12 taucht nämlich die Höhe hoch drei auf.
Darum werde ich auf jeden Fall meine nächste Montierung mit Lagern bauen, deren Gehäuse aus einem dickwandigen Aluvierkantrohr besteht mit nicht zu großem Lagerabstand.
Die Frage ob Wälz- oder Gleitlager ist IMO zweitrangig - genau bearbeitete Lagersitze brauchen beide für eine fototaugliche Montierung.
Ein weiteres Problem bei mir waren die Flansche. Aus Gründen der Steifigkeit sollte man da ja auch nicht noch Einstellmöglichkeiten im Kraftfluß haben:
Doch durch das Aufschweißen auf die Welle ist die Frage ob senkrecht oder nicht auch bei engen Passungen ein Lotteriespiel. Im "Handbuch für Sternenfreunde" wird ja empfohlen, die Welle aufzuschrumpfen, was dann wieder bei Hohlwellen Probleme macht ...
Am besten wäre es wohl, die Flansch-Stirnseite nach dem Schweißen noch zu Überdrehen, aber wie soll man z.B. eine 60x10er Hohlwelle spannen?
Mir ist da auch noch keine Heimwerker-Lösung eingefallen, aber vielleicht melden sich ja mal die Drehbankbesitzer!
Viel Spaß beim Basteln