Welche Okualre (bestes Preis-Leistungsverhältniss

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Iceman

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Ich suche für mein 200/1200 dobson neue okulare für die Detailbeobachtung. Ich habe jetzt ein 25mm und ein 10mm Okular, bei dem letzteren kann man am jupiter schon die Farbunterschiede erkennen und wenige Details erkennen allerdings alles sehr klein.
Deswegen suche ich neue okulare mit den man die Planeten(Jupiter, Saturn..) groß ins Bild bekommt und auch Deep-Skyobjekte beobachten kann.
Ich hatte an ein 6mm Okular für 200fach Vergrößerung und ein 4mm Okular gedacht 300fach, welche bieten das beste Preisleistungsverhältnis und welche Filter machen bei Planeten und deep-skyobjekten sinn?

Lg
Felix
 
Hi Felix

das kann man so nicht beantworten. Weil jeder der Leistung eines Okulars einen eigenen Wert gibt.
Allgemein gesprochen kann man sagen mit Okularen z.B. der Speerswaler-Reihe bekommst Du ich sage mal 90% der möglichen Leistung. Die teureren Nagler bieten Dir 92% und das Maß der Dinge wenn man allumfassend betrachtet setzen derzeit m.E. die Ethos, die dann 100% sind.
Aber ein Ethos kostet 3 Speerswaler. Will ich die 100% muß es mir notgedrungen den Preis wert sein.

Viel Leistung für wie ich finde angemessenes Geld bekommst Du mit dem Speerswaler Zoom 8-5mm. Zusammen mit der Hülsenlösung zur Brennweitenreduzierung deckst Du alle Vergrößerungen im oberen Bereich mit einem Okular ab - sowohl am Planet als auch bei Deepsky.
Wenn Du mit 13mm Augenabstand klar kommst, hättest damit ein Okular, dass Du vllt nie mehr tauschen magst gegen ws anders.

CS
 
Hallo Felix,

ich kann dir das Speers Waler Zomm 5-8mm nur wärmstens empfehlen. Ein sehr schönes Okular für hohe Vergrößerungen mit 84° Gesichtsfeld über den gesamten Zoombereich.

Es ist zwar nicht ganz günstig, ersetzt aber mind. 3 Okulare im Bereich der hohen Vergrößerungen, wodurch sich der Preis von ca. 250,- € wieder relativiert.

Die Festbrennweiten der Speers Waler sollen, wie schon geschrieben, auch sehr gut sein, die Hyperions sind es meiner Meinung nach auch. Da bist du aber auch bei ~100,- € pro Festbrennweite.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi Zusammen,

das Speers Zoom 5-8mm glänzt durch eine gute Sternabbildung im ganzen Feld, auch im extremen Randbereich. Es leidet bei 8mm unter einer leichten Aufhellung des Bildrandes, das ist das einzige "direkte Manko" was die Abbildung angeht.
Im Direktvergleich mit einem Pentax XL 5,2mm zeigte sich, dass das Speers Zoom nicht ganz den Kontrast wiedergeben kann wie es das XL schafft. Bei der XL-Reihe geht das aber auf Kosten von Gesichtsfeld (65°) und Randabbildung (fällt beim 5,2mm nicht recht ins Gewicht). Das Pentax benötigt auch eine korrekt eingestellte Augenauflage, ohne die wäre der Einblick schwierig, mit ist er sehr komfortabel.

Das nur, um mal im Vergleich aufzuzeigen, wie ein anderes Weitwinkelokular andere Prioritäten hat. Welche Prioritäten Dir wichtig sind, ist eben Deine Entscheidung.

Clear Skies
Sven
 
Na das hört sich ja gut an nur ist mir es viel zu teuer.
Maximal 50€ wollte ich für ein Okular ausgeben welche sind denn in dieser Preisklasse zu empfehlen?

Lg
Felix
 
Hallo,

ich nutze am 200/1200 Reiseteleskop die "Goldkanten" (25mm / 9mm, 6mm). Als Ergänzung zu Deiner Liste wäre also das 6mm einen Versuch wert. Damit kann man Jupiter schon recht gut beobachten.

Falls Du bei den 25 / 10mm bisher Plössl hast, wären auch die anderen Okulare der Reihe interessant.

Ein 4mm kann eine richtige Spaßbremse sein. Habe ein 4mm Ortho, da bist Du nur am schubsen. Nimm die Empfehlungen für das Speers Zoom deshalb ernst. Das weite Gesichtsfeld ist für Dobsonauten eine echte Erleichterung. Ich habe selbst eines (bevor jemand fragt - wegen des Gewichtes nutze ich es nicht am Reisegerät), die Dinger sind Klasse!!

Grüße

Wolf
 
Moin Felix!

Na, da sind unsere Hochpreis-Oku-Empfehler ja ganz schön auf Grund gelaufen... ;)

> Maximal 50€ wollte ich für ein Okular ausgeben

Wenn dem so ist, solltest Du auf alle Fälle den Gebrauchtkauf ins Auge fassen, denn viel Auswahl bei brauchbaren Neu-Okularen in dieser Preisklasse hast Du nicht.

Zunächst einmal: Vom 4-mm-Oku würde ich die Finger lassen. Diese Vergrößerung lohnt am Planeten vielleicht 1-2mal im Jahr. Bleib erstmal bei max. 6 mm, damit fährst Du gut.
In dem Preisbereich liegen die gerne genommenen Planetary-HR-Okulare (um 50 EUR neu). Im mittleren Bereich um 15 mm kann man auch ein Super-Plössl nehmen (um 30-40 EUR neu). Für die Übersicht solltest Du Dich nach einem gebrauchtem 2"-Erfle umsehen. Diese Okus mit 30, 32 oder 38 mm Brennweite sind u.U. gebraucht für 50 EUR zu bekommen. Mehr ist erstmal nicht drin, denn Bildqualtiät ist bei Okularen sehr stark vom Preis abhängig - das ist nicht zu ändern.
 
Hallo Felix,

bei 50€ kann ich im Bereich 6mm die TS-Planetary empfehlen. Eher neu als gebraucht, denn es gab Teile, die hatten unschöne Streulichteigenschaften, wenn ich mich nicht irre. Mein 8mm ist emofindlich gegen seitliches Streulicht - das hochschieben der Augenmuschel hat Besserung gebracht. Es ist aber schön kontrastreich und angenehm im Einblick. Das Gesichtsfeld liegt bei 60°.

Das TSSW6 kenne ich auch noch. Es hat ebenfalls einen angenehmen Einblick und mit 66° Gesichtsfeld ausreichend Feld für einen Dobson. Es kann aber Geisterbilder am Mond produzieren. Die Schärfe ist okay - im Kontrast finde ich es persönlich nicht so gut, wie das Planetary.


Viel spaß beim Gucken.
Stefan
 
Hallo Felix,

ich würde da anders rangehen. Wenn momentan nicht viel Geld für Okus übrig ist würde ich mich nicht auf die 50,- pro Okular festlegen sondern noch zwei oder drei z.B. simple Plössl gebraucht kaufen. Die gibts für deutlich unter 50,- und sind außer dem etwas geringeren Gesichtsfeld und dem bei kurzen Brennweiten geringeren Augenabstand nicht wirklich schlecht. Diese Okulare könntest Du in ein oder zwei Jahren wenn Du Dir sicher geworden bist was für Okulare als endgültige Lösung angeschafft werden sollen verlustfrei verkaufen. Jetzt unbedingt 50,- pro Okular auszugeben ohne etwas dauerhaftes zu haben bringt es auch nicht wirklich. Nur beim Übersichtsoku gibts keine richtig billige Lösung, da ist ein gebrauchtes z.B.TSWA 32mm die Untergrenze.

Der Gebrauchtmarkt gibt die üblichen Einsteigerokulare für wenig Geld her, da auf neue zu setzen ist in meinen Augen zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Gerade die Planetarys werden oft gelobt, in ihrer Preisklasse sind sie sicher nicht schlecht, überzeugen tun sie aber nicht. Dann lieber - mit dem Wissen daß irgendwann höherwertiger Ersatz kommt - so billig wie möglich starten. Zum Beobachten reichts...

Viele Grüße Felix
 
Zitat von winnie:
Na, da sind unsere Hochpreis-Oku-Empfehler ja ganz schön auf Grund gelaufen... ;)

Hallo Micha,

so sind wir Hochpreis-Oku-Empfehler eben. Immer für das Beste des Fragers bemüht. ;)

Ich habe mich lange mit Okularen der unteren Preisklasse durchgeschlagen, bevor ich mir ein paar Okulare aus dem mittleren und höheren Preissegment gegönnt habe. Es ist ein ganz anderes Beobachtungserlebnis, mit einem WW-Okular in den Himmel zu schauen, als bei 4mm Brennweite und 50° GF mit dem Auge am Okular zu kleben und nur mit Nachführen beschäftigt zu sein.

Ich denke, so etwas muss man in die Preis-Leistung immer mit einkalkulieren. Und das hast du auch sicher so gemeint.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Micha,

sind wir auf Grund gelaufen, oder auf eine Leimrute geraten, weil man uns nur die Hälfte erzählt hat?

Ich selbst würde sagen, dass sich bei 50 Euro pro Okular ja bald das Fragen erübrigt. Taiwan-Plössl, ED-Okular, NON-FMC Goldkante, Barium - damit erschöpft sich das Angebot eigentlich, wenn man bestimmte ganz billige Dinge rausstreicht, über die man gar nicht diskutieren muss. (Vielleicht habe ich mal eine Variante übersehen, aber das isses so ziemlich.)
Planetarys und FMC-Goldkanten liegen schon wieder drüber, kämen gebraucht in Frage.

Das ist also sehr eng vom Budget her und da muss man auch hinterfragen, was erwartet wird, denn so manches können diese Okulare nicht erfüllen, was vielleicht erhofft ist.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Felix,

Ich suche für mein 200/1200 dobson neue okulare für die Detailbeobachtung.

Maximal 50€ wollte ich für ein Okular ausgeben welche sind denn in dieser Preisklasse zu empfehlen?

hier kommt eine Minderheitenmeinung:

Eine gute Lösung geht auch im Niedrigpreisbereich.
Und zwar mit multivergüteten Taiwan-Plössl Okularen
plus einer geeigneten Barlow.

An f/6 schwächeln die Plössl Okulare zwar, sie reagieren auf
die recht schwräg einfallenden Strahlenbündel der off-axis
stehenden Sterne mit Okularastigmatismus.
Hinter einer Barlow bilden sie aber sowohl auf der Achse
als auch abseits de Achse gut ab.

Ein Plössl (und Ortho, Kellner, König, RKE, Mono) hat immer
einen Augenabstand der geringer ist als die Brennweite des Okulares.
Meist beträgt dieser so 2/3 bis 3/4 der Brennweite.

Das heißt daß du bei deinem 25mm Plössl auf etwa 16mm Augenabstand
hoffen kannst, während dieser bei deinem 10mm Plössl nur magere
6,5mm betragen wird. Es empfihlt sich daher auf die ganz kurzen
Okular-Brennweiten wie 4mm zu verzichten. Mit einem 8mm Plössl
plus 2x Barlow oder 12mm Plössl plus 3x Barlow kommst du auf
die gleiche Vergrößerung wie mit einem 4mm Plösl solo.

Mein Vorschlag wäre:
Schau mal ob du eine 3x Televue Barlow günstig gebraucht bekommen kannst.
Falls du eine 2,8x Klee Barlow ergattern kannst wäre das noch besser,
denn die kompensiert die off-axis Koma deines Newtons und ist
auf der Achse nach meinen Vergleichen gegen eine 3x Televue
noch besser, weil farbreiner.

Die langbauende Televue ist universell einsetzbar, sie funktioniert
auch noch mit einem 25mm Plössl gut. Die 2,8x Klee ist wegen
ihrer trotz kurzer Baulänge starken Barlowirkung nur gut mit
Okularen ab 18mm, besser 15mm, einsetzbar, denn sie verlängert
den Augenabstand bei den langen Okularbrennwiten zu stark.

Mit einer guten gebrauchten Barlow plus guten einfachen Okularen
(Taiwan-Plössl neu oder gebraucht, Japan-Orthos gebraucht)
kannst du für wenig Geld eine gute Abbildung erreichen.

Vergrößerung:
Falls dein Dobson gut justiert ist und du ihn auch sonst gut beherrschst
(Auskühlung, ruckelfreie Nachführung) kannst du auch 300x
mehrfach im Jahr nutzen.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

ist auf jeden Fall ein bezahlbarer und guter Weg den Du empfiehlst! Ich persönlich würde möglichst guten Orthos den Vorzug geben, im Prinzip ist man in Verbindung mit einer ebenso Guten Barlow auch langfristig recht gut gerüstet. Gebrauchte Baader Genuine kosten auch nicht viel mehr als die angedachten fuffzig Euronen pro Okular. Nur Weitwinkel ist dann nicht, muß jeder selber entscheiden ob er das in Kauf nimmt.

Viele Grüße
noch ein Felix ;)
 
Hallo Felix,

ich rate auch zu gebrauchten Baader genuine oder den baugleichen
University Optics HD Orthos. Neu sind die aber leider teurer als
die angesagten 50 Euro Limit, aber gebraucht kommen sie in die Nähe
dieses Limits. Ich selbst verwende mit Vorliebe U.O. Orthos hinter
einer 2,8x Klee Barlow oder einer modifizierten 2,2x Klee Barlow.
Die Abbildung ist erstklasig, ein in der Mitte scharfgetellter Stern
bleibt beim herauswandern punktförmig bis er die Feldblende des
Okulares erreicht.
Das scheinbare Gesichtsfeld ist dann zwar klein, so wie man es
von Orthos kennt, aber sehr scharf und kontrastreich über das
gesamte Feld.

Das liegt an der Komakompenation der Klee Brlows und daran daß
die Orthos selbst sehr gut gemacht sind und praktisch optimal
dazu passen. Teleskop ist bei mir ein 8"f/6 Dobson.

Gruß, Karsten
 
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