Welche Reisemontierung darfs sein?

Andreas,
unterschätze nicht die Polausrichtung. Man muss sich doch sehr "verbiegen".
Denk daran, dass Du noch eine Polwiege benötigst, oder einen Getriebeneiger. Und dann (unter Verrenkung) einstellen!
Am besten, zu Hause probieren bis es auch im stockdunklen klappt. Dann merkst Du schnell, falls noch was fehlt, oder vielleicht noch ein Kniekissen mit muss :LOL:.

Ansonsten - coole Reisemonti - ja, damit bekommst Du auf jeden Fall tolle Bilder der Milchstraße hin (und mehr).

Meine Empfehlung aber: gerade für Milchstraße - ein gutes Bild für den Vordergrund machen. Dann gaaaaaanz viele möglichst kurze Bilder (geht ohne Nachführung!) von 5-10sec (je nach Brennweite und Öffnung des Objektives), die dann stacken und aufeinander registrieren, dann Vordergrund wieder dazu...

So brauchst Du gar keine Nachführung, Stativ und Kamera reicht (mit Kugelkopf/Getriebeneiger).

Gruß, und maximale Erfolge,
Ernie

PS: 14mm f/2,8 auf Manfrotto Getriebeneiger - 15sec mit Nikon d750 bei ISO3200 (Einzelaufnahme für beides, Vorder- und Hintergrund zusammen)
Milchstraße-mit-Kaktus.jpg
 
Hallo zusammen,

danke für eure Antworten. Also "Polhöhenwiege" habe ich einen Fluidkopf auf dem Stativ. Der sollte diesen zweck doch erfüllen oder?
 
im prinzip schon. bedenke aber - und das war mein umstieg auf den mafrotto getriebeneiger -, dass du für das einnorden minimalste korrekturen benötigst. das stellt man ein, lässt das teil los und der gesamte aufbau drückt dann alles wieder woanders hin.

auf der anderen seite: wenn du eh nur mit weitwinkel arbeitest und nicht mit 90mm und mehr unterwegs bist, ist das feine einnorden auch nicht so wichtig. du kommst da halt dann nicht auf 2-3 minuten.
und der manfrotto hat auch ein ordentliches gewicht, nicht ganz billig. aber wenn man ihn mal angefasst hat, gibt man ihn nicht mehr her. sehr wertig und perfekt zum feinjustieren.
 
das ist meiner: geniales teil!

hier eine aufnahme mit der Astrotrac - die ist ähnlich deiner wahl. berlebach-stativ, manfrotto getriebeneiger, astrotrac und ein magicball mini kugelkopf. einzelaufnahmen mit 180mm je 4 minuten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,
Ich hab mir noch mal deine ursprüngliche Anfrage durchgelesen. Dort schreibst du davon, dass du mit 200-300 mm Brennweite unterwegs sein willst. Dafür brauchst du auf jeden Fall eine sehr gute Pol-Ausrichtung und auch eine Tragfähigkeit von mindestens vier kg. Das alles mit den Tracker hinzukriegen halte dich für theoretisch möglich, aber praktisch braucht es sehr viel Übung.

Da offensichtlich das Gewicht der limitierende Faktor ist, würde ich bei der Brennweite „sparen“, denn das senkt am deutlichsten die Anforderungen. Mit maximal 50 mm Brennweite entspannt sich das Problem mit der Pol-Ausrichtung und das Gewicht sinkt signifikant.

Nimm trotzdem den Hinweis von @andreasmax ernst, denn mit einem möglicherweise kurzen Stativ und rein optischer Ausrichtung musst du dich schon ganz schön verrenken, wenn du den Tracker auf den Pol ausrichten willst. Geht, erfordert aber eine gewisse Gelenkigkeit :rolleyes:

Drum, ganz wichtig: vorher üben!

VG Wolfgang
 
Hallo Andreas,
ja, kann diese "Uhrwerksmontierungen" von Omegon sehr empfehlen, habe diese regelmäßig im Urlaub dabei und bis ca. 85mm Brennweite funktionieren
diese kleinen Montierungen ganz ausgezeichnet.
Wichtig ist dass man sich mit der Federvorspannung beschäftigt, bei genauer Einstellung erhöht man die Nachführgenauigkeit.
LG ErichRho_Ophiuchi_Region.jpg
 
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