Welche spiegellose Vollformat Kamera (DSLM) für die Astrofotografie von Deepsky-Objekten?

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Recoxx

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Hallo erstmal (o:

wenn ihr euch heute eine spiegellose Vollformat Kamera (DSLM) für die Astrofotografie von Deepsky-Objekten kaufen würdet, für welche Kamera würdet ihr euch entscheiden?
Dies auch im Hinblick, dass ihr die Kamera auch für Landschaftsfotografie mit einem OWB-Clipfilter verwenden wollt, wenn dies überhaupt eine gute Idee oder kann man auch im RAW-Format einen guten Weißabgleich machen?

Preis und Hersteller ist erstmal egal!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Wahl auch mit ein paar Sätzen begründen würdet und mir eure Meinung zu dem Einsatz eines OWB-Clipfilter sage würdet für Landschaftsfotografie.

Ich habe mich schon ein wenig mit der Canon EOS Ra beschäftigt und bin nicht so zufrieden, denn z. B. hat sie kein Zeitinterwall, mit dem man die ganze Nacht z. B. Bilder mit 2 Minuten länge machen kann. Man braucht dann wieder einen Fernauslöser und ich will nicht mehr im Feld mit mir herum schleppen müssen als unbedingt nötig und da braucht man dafür auch noch Batterien usw.

CS
Andreas

P. S.: Ich fotografiere seit Jahren mit mit gekühlten Astrokameras (ich habe mal ein Bild drangehängt) und würde jetzt mal eine DSLM ausprobieren wollen, um auch mit der Landschaftsfotografie zu beginnen.
 

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Preis und Hersteller ist erstmal egal!

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Das finde ich sehr löblich.
Ich denke, daß es gut ist, hier offen zu sein und heutzutage nicht mehr Canon alleine der Platzhirsch sein muß.
Früher mag das durchaus der Fall gewesen sein (Preis und Leistung, Astroumbauoptionen durch viele Anbieter, Magic Lantern).
Als die damals in Sachen Vollformat und Halbprofi-APS-Cs nicht aus dem Knick kamen, ihren Kameras auch einen beweglichen Monitor ala EOS 600D zu spendieren, mußte ich mich in Sachen Modernisierung halt anderweitig umschauen...
Also auf jeden Fall: Ein beweglicher Monitor ist aus meiner Sicht ein Muß. Da sollte es keinen Kompromiss geben.

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Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Wahl auch mit ein paar Sätzen begründen würdet und mir eure Meinung zu dem Einsatz eines OWB-Clipfilter sage würdet für Landschaftsfotografie.

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Bei meiner alten EOS 1100Da ("Original" Astro-Shop) nutze ich den OWB-Clipfilter sehr viel für die "Normalfofografie".
Da sehe ich null Probleme, so wie es von Astro-Shop auch beschrieben wird.

Einen Modelltipp für Dich lasse ich hier außen vor.
Du solltest auch auf Videooptionen achten, falls doch mal Mond, Sonne oder Planeten eine Rolle spielen sollten.
Da sollte dann mehr zu bieten sein, als Full HD und besser auch als 4K. Möglichst auch Video-Crop-Optionen ("Pixel to Pixel" geht das bei meiner Panasonic Lumix GH6, die ist allerdings MFT und für das Sonnensystem gedacht...).
Ok - als Ausweichvariante können auch sehr viele Serienfotos in max. Bildqualität gesammelt und dann gestockt werden.

Gruß, Olaf
 
Hallo Olaf,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Schön dass anscheint der OWB-Clipfilter wirklich gut ist!
Mal schauen, ob noch jemand etwas schreibt.

CS
Andreas
 
Hallo,
Ich fahre zweigleisig,für Astrofotografie benutze ich eine modifizierte R, für Landschaftsfotografie eine Fujifilm X Kamera. Da finde ich APS-C absolut ausreichend und kompakt. Und die Fuji hat auch einen eingebauten Intervall Timer. :cool:
Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

danke für die Antwort.
Wozu braucht man bei der Fujifilm X Kamera einen eingebauten Intervall Timer für die Landschaftsfotografie? Dort werden doch gar nicht längere Belichtungszeit von mehr als 30 Sek. und stundenlange Aufnahmen benötigt oder doch?

Gruß
Andreas
 
Ich hab ne Sony A7r, welche H-Alpha-modifiziert wurde. Die Cam hat nen nahezu ISO-invarianten Sensor, vergleichsweise kleine Pixel und wird sowohl von der App eines StarAdventurer 2i, als auch von meiner ASIair erkannt und gesteuert… perfekt! Einziger Nachteil: sie hat noch nicht das helle Nachtbild fürs Framing, welches neuer Sony Cams bieten. Hatte mit der Cam wirklich tolle Bilder produziert. Inzwischen hab ich allerdings ne ASI2600MC für DeepSky, und die Sony nutze ich nur noch für Milchstraße und so… daher wird sie mich verlassen… ist auch hier im Marketplace. FÜR MICH war Sony gesetzt, da ich bereits einige passende Objektive hatte - und vor allem, weil ich mir den ISO-Stress einer Canon nicht antun wollen würde. Hab die A7r gebraucht ergattert, und durfte feststellen, dass sie sogar noch nen UV/IR-Cut Filter drin hat, so dass sie am Tag problemlos nutzbar ist, wenn man manuellen WB macht.

EDIT: Noch ein Nachteil meiner alten Sony: sie hat keinen eingebauten Intervaltimer. Stört mich nicht sooo sehr, da ich dies eh den StarAdventurer oder die ASIair machen lasse… aber…
Von Fuji würd ich persönlich abraten! Hab jahrelang mit Fuji geknipst, und liebe die Cams… aber: Keine Unterstützung von ASIair, und teilweise Probleme beim stacken von RAWs wegen des X-Trans Patterns…
 
Hallo Chorge1972,

erstmal danke für deine Antwort!
Das mit der ASIair App muss ich mir mal ansehen. Kling sehr interessant! Das mit dem hellen Nachtbild gefällt mir sehr gut. Macht die Sache einfacher! Was meinst du mit dem ..."ISO-Stress einer Canon " ...? Als ich mit der Astrofotografie angefangen habe, habe ich mit eine Canon 1200Da fotografiert und hatte keinen ISO-Stress.

CS
Andreas
 
Hi,

ich habe die ganze Zeit mit einer Ra gearbeitet die ich mir umgebaut habe. Dazu ein OWB CLipfilter und die Kamera ist wieder fit für´s Tageslicht. Das war auch primär ihre Aufgabe. Mit dem Clipfilter gab es für die Tageslichtfotografie keine Einschränkungen. So sieht das dann mit eingesetztem Filter aus:
1705414939694.png


Inzwischen habe ich eine R6 die durch ihre größeren Pixel noch mehr Licht einfangen kann. Hier habe ich ein paar Tests dazu gemacht, da die Kamera zu Amp-Glow oder einem erhöhten Dunkelstrom tendiert:

Die R6 habe ich mir gekauft da die einen eingebauten Stabi hat. Damit kann ich mein altes EF 300 2.8L sogar freihand benutzen. Wie Du siehst bin ich etwas Canon lastig. Liegt auch daran das ich einige Objektive habe die ich nit verlieren möchte. Dazu kommt das die A7 Serie von Sony einfach zu klein für meine Hände ist. Ich habe schon viele Sony umgebaut, die Sensoren überzeugen absolut. Das Stareater-Problem wird heißer gekocht als es am Ende ist.
Fujifilm Kameras hatte ich auch schon einige zum Umbau hier. Aber: durch ihre X-Trans Sensortechnologie sind die nicht so empfindlich was halpha angeht, auch und vor allem nach dem Umbau nicht. Das ist auch deutlich daran zu sehen dass das OWB Filterglas der Kamera deutlich weniger Filterweirkung hat wie z.B. bei Sonyx oder Canon.

Für welche Marke Du Dich am Ende entscheidest ist fast egal. Schau lieber auf das Zubehör und den Anschlussmöglichkeiten. Und vor allem schau Dich bei den Objektiven um. Sony baut z.B. ein 24 1.4 Objektiv welches unsagbar gut für Astro ist. Canon hat dagegen für mich das beste Objektiv im Programm, das RF 50 1.2L welches ich aber vorwiegend für´s Tageslicht benutze.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

danke für deine Antwort und die weiteren Infos!

Was mich interessieren würde, warum du keinen Weißabgleich für die Tageslichtfotografie machst? Geht das nicht so gut oder machst du keine RAW-Aufnahmen oder warum?

Gruß
Andreas
 
Von Fuji würd ich persönlich abraten! Hab jahrelang mit Fuji geknipst, und liebe die Cams… aber: Keine Unterstützung von ASIair, und teilweise Probleme beim stacken von RAWs wegen des X-Trans Patterns…
Hi,
SiriL, Deep Sky Stacker und Sequator haben keine Probleme mit dem Stacken der X-T3 RAW-Dateien.
Zu AsiAir kann ich nichts sagen, weil ich den Mgen habe, das funktioniert ebenso.
Aber, wie gesagt, benutze ich Canons (Ra und 200da) zur Astrofotografie am Teleskop, die Fuji für Nightscape, Polarlichter und Tageslichtfotografie, die Fuji Objektive sind erste Sahne. Der Astroumbau für die Fujifilms sind kompliziert und teuer und die Canons haben die bessere "Performance" im Roten, sagte mir ein Profi (siehe oben). ;-)
Viele Grüße
Michael
 
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Hallo Markus,

danke für deine Antwort und die weiteren Infos!

Was mich interessieren würde, warum du keinen Weißabgleich für die Tageslichtfotografie machst? Geht das nicht so gut oder machst du keine RAW-Aufnahmen oder warum?

Gruß
Andreas
Moin,

ich bin faul! Ich fotografiere manchmal auf Events meiner Freunde. Da will ich nicht jedes Bild bearbeiten. Da wird ein Abzug der Speicherkarte gemacht und ausgehändigt.
Grundsätzlich kann man mit einer umgebauten Kamera auch am Tag fotografiert werden. Mit manuellem Weißabgleich geht das ganz gut. Aber: fotografiere mal eine rote Rose mit einer umgebauten Kamera (manueller Weißabgleich) und mit einer originalen. Und genau da wirst Du den Unterschied sehen. Rottöne können nicht mehr so differenziert werden.

Gruß Markus
 
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