Welche Sternkarte/Katalog?

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domsalla

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Moin moin,

Nachdem mein Schurig-Götz und Norton in die Jahre gekommen und entsprechend zerfleddert sind, ist eine neue Anschaffung nötig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Welche Sternkarten könnt Ihr empfehlen? Ich lese viele marketingübliche Lobeslieder über Uranometria, Sky Atlas oder den Millennium Star Atlas, doch was sagt die Erfahrung? Welches ist der geeignete Atlas im praktischen Einsatz?

Ich stelle mir eine Kombination aus laminiertem Sky Atlas und Millennium Star Atlas vor, doch würde mich diese Anschaffung wohl auch ruinieren ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Gruss,
TJ
 
Hallo,
hm, das wird Dir keiner beantworten können. Du schreibst von in die Jahre gekommen, damit verbinde ich einiges an Erfahrung auf dem Gebiet. Das Problem wird sein, daß die wenigsten über ausreichend viele Werke verfügen. Neben Karkoschka folgt irgendwann ein Werk für Fortgeschrittene, das war's.

Vor dem Problem hatte ich im Sommer auch gestanden und hatte mich letztlich für die laminierte Deluxe-Version des Sky-Atlas entschieden. Für Beobachter mit Erfahrung eine gute Sache, dem Anfänger nicht zu raten, für micht fast zu früh. Es soll Leute geben denen die Darstellung der Objekte nicht ausreicht. Wie der Uranometria aufgebaut ist, kannst Du auf den Seiten des Astro-shops Hamburg sehen.

Mir und für meine Zwecke gefällt der Sky-Atlas sehr gut. Die laminierte Variante ist kein Muß, ich nehme oft nur kopierte Auszüge oder Ausdrucke von Planetariumsprogrammen mit ins Feld. Die Vorteile der laminierten Version liegen allerdings nicht nur im Feldeinsatz, gib Deinem Nachwuchs einen Textmarker in die Hand oder vergiß ihn wegzuräumen und Du findest Vorteile Die Du vorher so nicht gesehen hast. Als einziges Werk wäre es mir allerdings zu wenig, da ich auch ganz gerne ein paar Informationen mehr habe als das was in Sternenkarten eingetragen werden kann. Den Millenium Star kenne ich nicht, der spielt in Preis und Aufmachung in einer anderen Liga.

Um weiter zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten entweder Du fragst bei den Sternenwarten in Deiner Umgebung nach welche Werke Du dort einsehen könntest oder Du versuchst es über eine Unibibliothek die diese Werke mit Sicherheit anfordern müssen, aber die Chance daß die Werke erreichbar sind besteht zumindest. Ich würde an Deiner Stelle nichts kaufen, daß ich vorher nicht sehen und vergleichen konnte.

sternenfreundliche Grüße
Adrian Herrmann
 
Hi domsalla,

als ich kann dir Karkoschkas Himmelsatlas empfehlen.

Falls du überwiegend Veränderliche + Doppelsterne suchen willst, ist der Sky Atlas von Will Tirion super (Grenzgröße allerdings nur 8m5 und im Format >DIN A3 auch nicht ganz handlich). Super stabil und großer Masstab (meinen habe ich jetzt 20! Jahre und sehr sehr viel gebraucht, sieht aber aus wie neu!)

Die anderen beiden Atlanten kenne ich nicht. Meiner einer arbeitet bei Deep Sky mit Guide 8 + Cartes Du Ceil 2.75

Gruß

Lots
 
Hallo TJ,
was mich am Tirion Sky Atlas störte war die formatbedingte Unhandlichkeit. Schöner (und übersichtlicher in der farbkodierten Version) ist der Deep Sky-Atlas schon. Handlicher und ausführlicher (mehr Objekte) jedoch ist die Uranometria.
Grüße: Uwe
 
Hallo TJ,
das hängt davon ab
a) welches Equipment du hast,
b) welche Erfahrung du hast,
c) was deine Beobachtungsschwerpunkte sind.
Ein paar Angaben dazu wären sehr nützlich.
Der beste Rat, den ich dir ansonsten geben kann:
triff dich mit dem HEIDELBERGER ASTROSTAMMTISCH, da kannst du sicher einige Werke in der Praxis kennenlernen.
 
Moin moin,

erst mal schönen Dank an alle, die mir Ihre Tips gegeben haben.

Peter: Zu Deinen Fragen
a) Vom Feldstecher bis zum 16" Newton/Cassegrain
b) das ist wohl die schwierigste Frage; nach über zehn Jahren stark
eingeschränkter Aktivität versuche ich nun wieder Fuss zu fassen.
c) Himmelsdurchmusterung einerseits, Jugendarbeit andererseits sowie
Astrofotografie.

Zunächst habe ich mich für den "Produktiveinsatz" für den laminierten Sky Atlas entschieden; zumindest habe ich nichts Schlechtes darüber gehört.
Für die Nachbereitung am heimischen Schreibtisch suche ich noch das richtige Kartenwerk.

BTW, mit Wolfang vom Heidelberger Astrostammtisch habe ich Kontakt aufgenommen (s. Beobachtungsplätze im RN-Gebiet). Trotzdem danke für den Hinweis!

Gruss,
TJ
 
Hallo TJ,
der laminierte SkyAtlas ist ja ganz gut für den Einsatz. So würde ich auch anfangen.
Ob du dazu noch die Uranometria 2000.0 oder den Millennium Star Atlas nimmst, ist wohl mehr oder weniger Geschmacksache, du solltest dir möglichst beide zeigen lassen.
Der Millennium hat wesentlich mehr Sterne, die dir im Einsatz helfen können, schwache Objekte zu finden. Für den Einsatz sind die drei Bände aber verdammt schwer und unhandlich. Da sollte dann am Beobachtungsplatz ein Tisch stehen, um den Atlas abzulegen, und dazu eine große Plexiglasplatte, um ihn gegen Feuchtigkeit zu schützen.
Wenn es "nur" um die Nachbereitung geht, würde ich es an deiner Stelle mal mit nem Planetariumsprogramm versuchen. Das kostenlose Cartes du Ciel (CdC) bietet sich da an, nach allem, was ich darüber gehört habe. Ein sehr gutes Hilfsmittel bei der Vorbereitung ist der Deep Sky Field Guide zur Uranometria mit den Daten zu den Deepsky-Objekten. In keinem Atlas kannst du schließlich sehen, ob eine Galaxie nun 11 mag oder 15 mag hat! Durch den Index am Ende ist der DSFG auch gut mit dem Millennium zu benutzen.

 
Hallo TJ,

eine schwierige Frage ist das, die mich auch schon einige Zeit beschäftigt. Deshalb schreib ich dir einfach mal meine Überlegungen:

Ich habe mir auf dem letzten ITV den Millenium Star Atlas und die Uranometria angeschaut. Dazu muss man wissen, dass ich bisher mit dem Programm TheSky während den Beobachtungen mit meinem TAL 1 (vom Balkon) gearbeitet habe. Deshalb bin ich es (leider) gewohnt, Sterne bis z.B. 13 mag auf der Karte zu haben und beliebig zoomen zu können etc. Da ich gerne auch schwache Objekte beobachte, ist das sehr von Vorteil.

Eigentlich hatte ich vor, mir die Uranometria dort zu kaufen. Doch als ich sie dann mal durchgeblättert habe (das wirkt besser als die Beispielseiten im Internet) stellte ich für mich fest:
  • überfüllt mit einer Unmenge Objekte samt Beschriftung, das wird z. T. sehr unübersichtlich. Dabei habe ich grundsätzlich nichts gegen Datenfülle, im Gegenteil, aber es sollte in einem gesunden Verhältnis zur Sternanzahl und zum Karten-Maßstab sein.
  • zu wenige Sterne. Dabei einfach folgende Überlegung (schau dir die Beispielseiten mal an): Wieviele Sterne sind pro Quadratgrad (= Gradnetzeinteilung, entspricht grob einem Gesichtsfeld) eingezeichnet? Ich würde mal sagen, es sind im Schnitt vielleicht 1 bis 3 Stück. Das ist mir aus obigen Gründe zu wenig.

Dann konnte ich mir den Millenium Star Atlas anschauen:

Durch den größeren Maßstab und die deutlich höhere Sternanzahl wäre er für mich einigermaßen ok. Aber natürlich keine Vorteile ohne Nachteile:
  • noch deutlich unhandlicher (schwer, groß), man verliert leichter den Überblick, da man immer nur kleine Auschnitte eines Sternbildes sieht (schlecht für grob-Orientierung)
  • keine Field Guide wie bei der Uranometria dabei, weniger Objekte als in der Uranometria.

Deshalb bin ich zu folgendem langfristigen Ziel gekommen: Statt in einen der beiden jeweils für mich nicht optimalen Atlanten zu investieren, möchte ich einen Laptop beim Feldeinsatz betreiben. Das ist mit einigen Problemen verbunden (Strom, Kälte, Feuchtigkeit usw.) und sicher nicht billiger, aber für mich wohl die sinnvollste Lösung. Ich habe nämlich keine Lust, mir vorher ständig Sternkarten ausdrucken zu müssen.

Gründe:
  • Ich habe sowohl Übersichtskarten als auch Detailkarten jeweils dabei, da frei zoombar
  • Die mögliche Grenzgröße für Sterne ist von Atlanten unerreichbar
  • Die Grenzgröße für Deep-Sky-Objekte ist einstellbar: Alles was deutlich zu schwach ist, braucht nicht angezeigt werden und verwirrt so nicht
  • Darstellung von beweglichen Objekten sehr genau möglich (man denke nur an NY40)
  • Ich kann meine eigene Datenbanken etc. erstellen und dann benutzen
  • und einige andere
Das ist zwar jetzt alles nicht ganz entsprechend deiner Frage, aber vielleicht als weitere Idee nützlich?

Viele Grüße

Christian
 
Hallo Peter,
moin moin Christian,

Ihr habt beide recht. Mein Schlepptop habe ich immer bei mir, Cartes du Ciel setze ich ebenfalls ein (ich suche noch ein gleichwertiges Linux-Programm).
Insofern ist es ausreichend, eine "einfache" Karte für das Star Hopping zu nutzen und den Rest über digitale Sternenkarten zu erledigen. Na dann ...

Danke und allzeit gutes Seeing,
TJ
 
Hallo domsalla!

Schaumal im selben Forum unter der Anfrage "Neuling" nach, wo ich ein Loblied auf den Cambridge Star Atlas singe (ich bin wirklich begeistert). Die Farbkopien samt Laminierung (absolut wasserdicht - aber zum Abheften nicht lochen, sondern von einer Klarsichtfolie den Lochstreifen mit Tesa ankleben!) kosten noch mal ca. 15,- bis 20,- Euro, zahlen sich aber sicher aus, weil unbegrenzt haltbar und das Original bleibt zum Schmökern im Trockenen.

Allzeit gute Sicht!
 
Ich kann mich Johannes nur anschließen, ich verwende mit einem 8" auch gern den Cambridge Star Atlas. Wenn der nicht ausreicht, z.B. bei lichtschwächeren Deep Sky Objekten ohne helleren Stern in der Nähe, nehme ich den Sky Atlas 2000. Die Unhandlichkeit des Sky Atlas (ausgeklappt fast A2 bei der Farbausgabe) kann man dadurch umgehen dass man sich die Karten 1:1 auf Din A3 kopiert. Die sind gut handhabbar und können, da es ja nur die Kopien sind, auch mal verloren gehen, nass werden, etc., was irgendwann mal sowieso unvermeidlich ist

Reiner
 
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