Welchen Filter kaufen? UHC, OIII, Skyglow??

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maorimaori

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Hallo

ich möchte nebelartige Objekte gern besser sehen. Da ich mir nicht alle Filter gleizeitig kaufen kann, möchte ich fragen: welchen sollte ich als erstes kaufen? UHC, OIII oder Skyglow? Sollte ein möglichste universll einsetzbarer Filter sein. Gibt es große Quaitätsunterschiede bei den einzelnen Herstellern?

Viele Grüße

Mario
 
Hallo Mario,

Zitat von maorimaori:
welchen sollte ich als erstes kaufen? UHC, OIII oder Skyglow? Sollte ein möglichste universll einsetzbarer Filter sein. Gibt es große Quaitätsunterschiede bei den einzelnen Herstellern?

Universeller ist der UHC, aber es hängt davon ab, was Du für ein Teleskop hast, bzw dessen Öffnung, ob so ein Filter überhaupt Sinn macht. Wenn man nacheinander anschafft, dann wohl zuerst den UHC und dann der OIII-Filter. Ob und wie Du den Skyglow einsetzen kannst, solltest Du selbst ermitteln, ich bin der Meinung, daß dieser Filter nicht viel bringt.

Hier gibts einen OIII-Filtervergleich:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=18585
In Kürze, ja, es gibt deutliche Unterschiede in der Filterwirkung je nach Hersteller.
 
Hallo Mario

Den skyglow Filter habe ich ein paar mal benutzt und bin jedesmal zu dem gleichen Ergebniss gekommen: Schade für´s GELD. Diesen Filter braucht man nicht. Meine Meinung!

Am 10" kannst Du ohne Probleme mit einen OIII Filter arbeiten. Am Cirrus Nebel hast Du damit mehr Strukturen.Andere Nebel kannst Du damit aber auch beobachten. Am 6" ist er nicht ganz geeignet. Man muß auch dazu sagen das der Hintergrund mit einem OIII dunkler wird und weniger Sterne sichtbar sind als mit dem UHC.

Den UHC Filter Filter kannst Du an beiden Geräten ohne Einschränkung einsetzen. Auch hier siehst Du am Cirrus Nebel Strukturen.

Ich bevorzugen von Astronomik die Filter. Meiner Meinung nach sehr guter Kontrast.

Ich denke auch wie Toni. Dein erster Nebelfilter sollte ein UHC sein.

Clear sky Matthias
 
Hallo Mario

Ich weiß, der Preis für einen sehr guten Filter liegt bei 100 € für 1,25". Man kann aber auch einen gebrauchten kaufen und dann ist man bei 60-70€.

Zum Filter:
Jeder Filter ist gut, solange man keinen vergleich hat.

Hier ein Beispiel wo ich Erfahrung gesammelt habe.

Für mich waren die Baader Hyperion Okulare das was ich wollte. Wenn man den Preis von 95€ bedenkt.Denn ich wollte auch nicht mehr ausgeben. Dafür waren sie gut.

Als ich mir mein erstes TeleVue Okular (Radian 10mm) gekauft habe ( gebraucht), bemerkte ich erst einmal das es noch besser geht. Der Preis ist natürlich auch höher.
Jetzt habe ich meine ganzen Okulare von Baader verkauft und sie gegen TeleVue ausgetauscht. Jetzt merke ich erst wie hoch ich doch eigentlich mit Top Okularen vergrössern kann und wie wundervoll ein offener Sternhaufen im 24mm Panoptik aussehen kann. So ähnlich wird es sich auch mit dem Filter verhalten.
Wenn Du natürlich nur ein 10€ Okular besitzt reicht ein einfacher UHC auch aus. Bei einem besseren Okular würde ich doch auf einen Astronomik oder Lumicon zurückgreifen. Dann lieber einen gebrauchten für 60€ als einen anderen für 40€ neu.

Ich hoffe ich konnte Dir ein bischen helfen

CS Matthias
 
Hallo,

in meiner Kiste gammelt ein 1 1/4" Astronomik O3. Seit ich den gleichen nochmal in 2" hab wäre ich bereit den abzugeben.
Bei Interesse einfach melden.

Sternfreundlich

Gottfried
 
Ich schau mich auch gerade bei den Filtern ein wenig um, und würde gerne einen UHC und Graufilter kaufen.
Kann man den einen 2" UHC und Graufilter filter auch mit 1,25" Okularen verwenden?

Bei Graufiltern gibt es ja auch verschiedene Stärken.
Welche wäre den als erstes Sinnvoll?
Und lohnt sich bei einem Graufilter überhaupt ein 2" model da es ja hauptsächlich Probleme mit hohen Vergrößerungen gibt?
letzte Frage ^^:
Ist es überhaupt möglich einen 1,25" Filter an einem 2" OAZ zu verwenden?

 
Hi,
2" Filter gehen auch an 1,25" Okularen, indem man sie in den 2"-1.25" Adapter des OAZ schraubt.

Graufilter hab ich mir mal folgendes gemerkt: bis 80mm ND0.3 (50%), bis 120mm ND0.6 (25%), über 120mm ND0.9 (12,5%)

Graufilter machen in meinen Augen nur in 1.25" Sinn, wann schaut man sich den Mond in einem 2" Okular an?

1,25" Filter an einem 2" OAZ: klar, der wird ja in das 1.25" Okular geschraubt.
 
Zitat von Stefan_van_Ree:
....
Ich kann mich den anderen nur anschließen. Zuerst ein UHC- und später OIII-Filter. ....

Hi Stefan,

ich hab hier mal gelernt, dass es doch u.a. auch auf die Himmelsqualität am Beobachtungsort ankommt, ob ein UHC oder ein OIII effizienter ist ... und dann noch, ob unter den gegebenen Umständen dann einer von der "härteren" oder "weicheren" Sorte (engere oder weitere Halbwertbreite) die bessere Wahl ist ... :gutefrage:

Daher wundern mich so "Pauschaltipps" a la "erstmal UHC" ein wenig ?)
 
Also ich beobachte aus der Stadt heraus... habe ein bissl gelesenen und mir erscheint auch der UHC der bessere Anfang zu sein. Stimmt meine Argumentation.

VG

Mario
 
Servus.

Aus meinem Erfahrungen:

Ich setze in der Beobachtung von Galaktischen und Planetarischen Nebeln einen Lumicon O III und Lumicon H- Beta Linienfilter ein.

Mit diesen beiden Filtern beobachtete ich bereits sehr gut mit einem 6 Zoll, f5 Newton und aktuell mit einem 8 Zoll, f 4 Newton.

Meine Filter sind sehr eng, darauf lege ich auch Wert. Die Sterne werden im Okular stark gedämpft, es kann durchaus sein das man ohne Beobachtungserfahrung die Orientierung im Okular verliert.

Meine Standorte reichen vom aufgehellten Stadtnahen (15 km) Landhimmel bis zum sehr dunklen Alpenhimmel. An beiden Standorten – aufgehellt und nahezu perfekt – habe ich gute Erfahrungen mit beiden Filtern gemacht.

Wichtig:
Für den H- Beta Filter gibt es viel weniger Objekte die darauf reagieren, es lohnt sich aber beide Filter einzusetzen um verschiedene Details herauszuarbeiten.

Dulorer:

Und lohnt sich bei einem Graufilter überhaupt ein 2" model da es ja hauptsächlich Probleme mit hohen Vergrößerungen gibt

Das sehe ich anders. Bei hoher Vergrößerung oder kleiner AP ist das (Mond) Licht im Okular dunkler als bei kleiner AP. Es kommt individuell auf dem Beobachter und auf das Teleskop darauf an.
Ich setzte für die Lichtdämpfung am Mond bei meinem 150/3000 Schiefspiegler keinen Neutralfilter, sondern zwei Polfilter ein. Einer kommt in die Verlängerungshülse, einer in das Okular.
Durch das drehen vom Okular lässt sich dann die Helligkeit stufenlos einstellen.

Gruß
*entfernt*
 
@wurzelwaerk
Wenn du den Spiegeldurchmesser meinst bräuchte ich bei meinem 8" einen ND0.9 richtig?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmals
Daher wundern mich so "Pauschaltipps" a la "erstmal UHC" ein wenig
Ich habe deswegen einen UHC empfohlen, da ich davon ausgehe, das Mario noch nicht solange beobachtet. Denn sonst hätte man diese wichtigen Filter schon. Man muß ja nicht gleich mit vielen Details kommen, denn dann verliert man schon mal den Überblick.
Aus meiner Erfahrung heraus wird sowieso nach kurz oder lang ein zweiter Filter angeschaft und dann weiß man was man will.

CS Matthias
 
@matthias

stimmt, ich beobachte noch nicht so lange. Die Spezialisten kaufe ich später...

VG

Mario


PS: Habe mich für einen gebrauchten UHC-S von Baader entschieden. Ich hoffe das ist für den anfang eine gute Wahl...
 
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Hi Mario,

wie schauts denn mit der Himmelsqualität an Deinem "meistbesuchten" Beobachtungsstandort aus?

So in etwa die etwas vereinfachten "Ergebnisse" bisheriger Nebelfilterberatungsthreads:

Gute Himmelsqualität/wenig Lichtverschmutzung (durch nahe Stadt z.B.) = tut es auch ein UHC

Schlechte Himmelsqualität/viel Lichtverschmutzung (beobachten aus der Stadt oder vom Stadtrand aus z.B.) = dann eher einen OIII, und eher den von der "härteren" Sorte
 
Ich würde sagen: irgendwie dazwischen: Mittelprächtige Himmelsqualität, mittelstarke Lichtverschmutzung... Ich fange mit dem UHC an und werde nach und nach Linienfilter kaufen (OIII, H beta etc.)

VG

Mario
 
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Hallo Mario,

zur Anschaffungstrategie ist noch folgendes zu sagen:
Da der UHC eher noch wie der OIII auch bei mittleren Vergrößerungen zum Einsatz kommt, kann man ihn auch steckmaßbedingt bei diesen Okularen auch in 1,25" nehmen.

Das ist dann jedoch eher eine Anschaffung auf kurzfristige Sicht u/o bei knappem Budget. Meist möchte man später auch den UHC in 2" haben (sofern der OAZ das hergibt), der dann beim Einsatz mit 1,25" Oku's in der 1,25"/2" Reduzierung verbleibt, während man die 1,25" Okulare wechseln kann ohne ständig den Filter ein und ausschrauben zu müssen. Zudem kann er auch beim Aufsuchen im 2" Oku bei fitzeligen PN's hilfreich sein.

Fazit: Den UHC könnte man auch preisgünstig in 1,25" anschaffen, es sprechen aber auch viele Gründe für die 2" Variante als langfristige Investition.

Einen OIII würde ich nur dann in 1,25" kaufen wollen, wenn mein Teleskop ohnehin kein größeres Steckmaß zulassen würde, ansonsten besser 2".

 
Ich denk mal an UHC-Filtern werde ich mir entweder den Lumicon oder Astronomik holen. Dann brauch ich da nie wieder nachrüsten. (Auch wenn es teuer wird und ich noch ein wenig Geld dafür zusammenkratzen muss)
Und bei den Graufiltern nehm ich vermutlich den.

 
Hi Dulorer,

Mein Tipp: Gerade der Mond zeigt unterschiedlichste Helligkeit, je nach Phase. Unterschiedliche Vergrößerungen ergeben ebenfalls verschieden helle Okularbilder. Ein Graufilter bringt aber stets nur eine einzige Abstufung. Daher habe ich auf einen 2-teiligen Polfilter gesetzt anstatt Graufilter. Mit 2 Polfiltern kannst du die Helligkeit frei einstellen und sukzessive abdunkeln.

Wenn du hierbei gleich auf einen 2" Polfilter setzt, kannst du den einen in der GSO-Verlängerungshülse einschrauben und den anderen in die 1,25" Reduzierhülse. Das hat den Charme, dass du nur die Reduzierhülse incl. Okular drehen musst, um die Helligkeit einzustellen. Und du brauchst den/die Filter nicht ständig auf die jeweiligen Okulare umschrauben.


Klare Nächte wünscht


Logi
 
Na gut dann nehme ich halt einen Polfilter.
Da hätte ich aber 3 zur Auswahl.
Den Antares 1%-40% (1,25")
Den Baader 1%-40% (1,25")
Und den Orion 1%-40% (2")
Gibt es da irgendwelche entscheidenden Unterschiede oder kann man einfach zum günstigsten greifen?
 
Hi Dulorer,

hattest du nicht einen GSO mit Verlängerungshülse? Dann nehme den 2". Zu den Gründen siehe oben.

Soweit ich weiß, gibts keine so große Auswahl. Ich hatte meinen von TS für 49,- Tacken geordert. Aber wie gesagt, aufpassen: keinen einzelnen, sondern einen doppelten nehmen. Den kannst du dann auseinanderschrauben und getrennt einsetzen. Ein einzelner Polfilter reicht nicht, nur mit einem doppelten kannst du abdunkeln!


Lieben Gruß

Logi
 
Hi logi

Du meinst also den 2" da ich da einfach den unteren Teil in den 1,25" Adapter schraube und den anderen oben auf das Okular setze und nun nicht bei jedem Okular wechsel, den unteren mitwechseln muss? (geht das nicht auch mit dem 1,25" filter oder ist der zu klein für den Adapter?)

Meinst du die 2" 35mm Extension Tube? (ich hab noch überhaupt nicht ausprobiert ob man die mit dem 1,25" Adapter verwenden kann)
 
Hi Dulorer,

nein, ich meine es so: den einen Teil des 2"-Polfilters schraubst du unten in die Verlängerungshülse ein. Den zweiten Teil des Polfilters in die 1,25" Reduzierhülse. Diese Reduzierhülse gehört ja in die Verlängerungshülse hinein, ist also auch ein 2"-Teil mit einem 2"-Filtergewinde am unteren Ende.

Auf diese Weise brauchst du die Okulare eben überhaupt nicht, sondern kannst die Okulare munter wechseln, weil ja die beiden Filter in den beiden Hülsen stecken.

Bei meinem GSO 6"-Newton brauche ich die Verlängerungshülse übrigens permanent; ich komme ohne diese Hülse sonst bei keinem meiner Okulare in den Fokus. Wie das bei deinem größeren Dobson ist, weiß ich nicht. Wäre aber auch egal, denn die beiden Teile des Polfilters lassen sich natürlich auch direkt ineinanderschrauben und gemeinsam entweder in die Reduzierhülse oder die Verlängerungshülse schrauben. Dann man man nur den Komfort nicht, die Filter durch Verdrehen von außen abdunkeln zu können.

Ergo: wer einen 2"-Auszug hat, sollte für Polfilter auch 2" nutzen. Aber Vorsicht: es gibt einige wenige Okulare mit ungewöhnlich langen Einsteckhülsen. Diese können Filter in der Reduzierhülse unter Umständen berühren. Also vorher prüfen, sonst macht es klirr...

CS


Logi
 
Hi logi

Hört sich gut an, ich denke so werde ich es machen =).

Jetzt stellt sich nur noch die Frage welchen UHC-Filter ich nun nehmen soll, also Astronomik oder Lumicon.
Laut Svenwienstein hat der Astronomik eine Störlichtintensität von 19% und der Lumicon nur 15%.
Heißt es aber nicht auch das je weniger Störlicht so ein Filter zulässt auch weniger Sterne zu sehen sind, und der Lumicon für einen UHC schon fast zu stark ist?
(vom Material und der Verarbeitung sind wohl beide sehr gut)
 
Hi Zusammen,

ich halte es für falsch, aus der Stadt heraus einen UHC zu bevorzugen. Der AP-Bereich in dem der UHC dann wirklich einen dunklen Himmelshintergrund liefern kann ist nicht weit von der AP entfernt, ab dem der Hintergrund allein durch die Vergrößerung nahezu schwarz ist. Hinzu kommt, dass der UHC bei schwierigen Objekten schon beim Aufsuchen versagt, wenn die Streulichtunterdrückung nicht reicht.

Der wesentliche Punkt ergibt sich hier schon aus der Fragestellung: Die Nebelbeobachtung ist erstmal gefragt und gerade aus der Stadt sollte dann die Sichtbarkeit von Feldsternen eindeutig zurückstehen. Findet man ein Objekt erstmal per OIII in der Übersicht, kann man mit kleiner AP bei den meisten Objekten auch noch die Sterne hervorzaubern. Der UHC wird erst unter besserem Himmel spannend, wenn es gilt, im Zwischenbereich das Optimum zu treffen. Der UHC-S nun ist eine sehr durchlässige Variante des UHC, der meiner Meinung nach nah am Deepsky-Filter liegt und daher für die Stadt noch weniger geeignet ist, eher besser für die ganz niedrigen APs zum herauskitzeln. Der Skyglow taugt eher für die Planetenbeobachtung und damit in 1,25".

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
Findet man ein Objekt erstmal per OIII in der Übersicht, kann man mit kleiner AP bei den meisten Objekten auch noch die Sterne hervorzaubern. Der UHC wird erst unter besserem Himmel spannend, wenn es gilt, im Zwischenbereich das Optimum zu treffen.

Aha? Also ich suche z.B. PN's lieber mit dem moderateren UHC auf als mit einem OIII, einfach und weil es da noch ein paar Sterne mehr zur Orientierung hat. Das allerdings bedingt auch, einen UHC in 2" zu haben, zumindest bei der typischen Anwendung mit hohen Öffnungsverhältnissen.

Natürlich habe ich dabei leicht reden, wenn man bedenkt, daß ich meine Filter in einem Filterschieber habe und Flugs hin und her zappen kann.
 
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