Welcher ED120?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

faktor0a

Aktives Mitglied
Hallo Miteinander!

In der letzten Zeit habe ich ja in mehreren Threads "rumgewühlt" (z.B. Teleskop für Planetenbeobachtung aus der Stadt? , 2, 3) und Ihr habt mir gut weitergeholfen!
Vielen Dank nochmal!

Ich habe mich nun für ein ED120 entschieden, doch die Frage ist welcher es nun werden soll?

Denn da gibt es:
1. 127mm Triplet Apos, Baugeleich: von Meade, Omegon, Individual von 1400€ bis 1600€
2. Skywatcher Pro ED 120 (Goldener Tubus) ca.1000€
3. Skywatcher Evostar ED120 (alias Black Diamond) - ca.1100€
4. Skywatcher Equinox 120 - ca.1400€
5. ED120 in verschiedenen "Fernrohrland Spezial Editionen" ab 1700€


Zu 1.: Die Teleskope sollen im vergleich zu einem ED120 mehr Farbe liefern und sind dabei noch teurer.

2. - 3. haben anscheined die selben Optiken (siehe auch Erfahrungen mit Skywatcher Equinox), wobei das nicht ganz sicher ist.
Die Mechanik ist auf jeden Fall unterschiedlich. Sprich der Equinox hat den besseren Okularauszug, der dabei auch noch 360° rotierbar ist.

Den Evostar ED120 (alias Black Diamond) ziehe ich dem Skywatcher Pro ED 120 vor, wegen dem besseren Okularauszug (Evostar = 2 Crayford 1:11 Micro).

Optisch gefällt mir dieses glänzende schwarz des Equinox nicht sonderlich. Ich hätte lieber ein weißen Tubus.
Der Evostar ist etwas günstiger gegenüber dem Equinox, wobei ich mir zu dem Evostar noch extra einen Transportkoffer zulegen würde.

Von dem Equinox habe ich hier im Forum gelesen das die Blenden im Okularauszug stören würden bei Verwendung von 2" Spiegeln.
Vorteil wäre der rotierbare Okularauszug.

Momentan mache ich es so, das ich den Zenitspiegel entweder losdrehe und dann wieder festziehe, oder den Tubus in den Rohrschellen drehe. Bequemer wäre da ein Equinox, dafür sind dann aber 200€ mehr fällig.



An Zubehör habe ich einen 99% 2" Zenitspiegel mit Reduzierung auf 1,25". Sowie ein 2" 38 Okular und 4x Baaderhyperions 3,5mm; 5mm, 8mm; 21mm. Sowie einen RDA Leuchtpunktsucher.

Vielleicht könnt ihr ja mal Eure Meinungen, Ideen äußern.

MFG Dan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
siehe mal oben Verlinkten Thread.
Die anderen haben anscheined das gleiche Glas.
Zitat aus obigen Thread:

Zitat von KaStern:
Hallo,

Gesichert ist, daß bei den EQUINOX das OHARA FPL-53 verwendet wird.

wo kann man das nachlesen? Ich vermute zwar ebenfalls daß der
Equinox Ohara FPL-53 verwendet, habe das aber nicht schriftlich.

Falls das aber der Falls ist, dann ist die Glaskombination
des 120/900mm Equinox und des 120/900mm "Black Diamond" gleich.

http://www.skywatchertelescope.net/swtinc/product.php?id=123&class1=1&class2=101

http://www.skywatchertelescope.net/swtinc/product.php?id=143&class1=1&class2=100

Was bei den alten Skywatcher der Serie Pro (güldener Tubus)
den ich auf der Herstellerseite vergeblich gesucht habe
als Frontglas verwendet wird/wurde entzieht sich meiner Kenntnis.
Als ED Glas wird bei mehreren Händlern ebenfalls FPL-53 angegeben,
ganz nach unten scrollen :)

Originol von TS:
Skywatcher verwendet bei den ED Refraktoren der Pro Serie das ED Glas FPL-53 zur Reduzierung dieses Effektes.

Es empfiehlt sich für einen Händler gelegentlich einmal auf
seinen eigenen Seiten zu lesen :biggrin:

Wer es ganz genau wissen will sollte sich direkt an Synta/Skywatcher wenden:

http://www.skywatchertelescope.net/swtinc/contactus.php

CS,Karsten

...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Zur erklärung, der Equinox hat keine Blenden im Auszug, sondern Anti Reflex Rippen, das sind feine Rillen ähnlich eines Gewindes. Diese führen dazu das der Okularauszug nicht ganz 2 zoll hat. Ein 2 Zoll zenitspiegel stößt ca 3mm bevor er ganz drinnen ist dort an, das ist nicht weiter störend und keine Auswirkungen. Sieht man auch kaum.

Selbst wennman fotografiert macht das keine großen probleme, man kann lediglich abstandshülsen und flattener nicht ganz versenken, was ein wenig komisch aussieht, aber einwandfrei funktioniert.

Als Equinox besitzer stand ich vor der gleichen Entscheidung wie du und kann nur sagen: Der Aufpreis ist die mechanische Überlegenheit sicher wert.

Grüße

Daniel
 
Hallo Dan,

ich stand knapp einem Jahr vor ähnlichen Fragen und habe mir
schlußletztendlich den Equinox geholt. Auch wenn meine
damaligen Überlegungen sicherlich individuell sind mögen sie
dir vielleicht weiterhelfen.

* Für mich war und ist schnelle Aklimatisierung wichtig, da
ich wenig Zeit habe, rausfahren muss zum Beobachten, daher
kam ein Drei-Linser, auch wenn er (theoretisch) eine
bessere Korrektur aufweisen sollte, nicht in Frage, aber
vermutlich kann man über dieses Argument trefflich
diskutieren.

* Von meinem 80 mm ED bin ich einen 1:10 Micro-Fokussierer
gewöhnt (den mein 200 Spiegel nicht hat) und den ich nicht
mehr missen möchte. Das ist beim exakten Fokussieren eine
echte Erleichterung (!)

* Die Tubusfarbe schwarz ist aus thermischen Gründen eher
ungut (wobei sie mir optisch gut gefällt), aber das habe
ich eh bereits geändert (Tubus ist nun isoliert)

* Das mit den Blenden im O-Auszug kann ich nicht bestätigen
und auch das der Zenit-Spiegel nicht passt gibt's bei mir
nicht. Mein Televue macht da keine Schwierigkeiten.

* Der rotierbare O-Auszug ist ein wenig gewöhnungsbedürftig,
ich verwende ihn nicht besonders oft, da wenn zu weit
gelößt der komplette O-Auszug zu schlackern anfängt, dann
lieber den Spiegel lösen und drehen, geht eh schneller.


Aber am allerwichtigsten, egal für welchen OTA du dich
entscheidest, lass ihn nach Möglichkeit bereits vorher auf
Herz und Nieren testen und prüfe ihn selbst mit den üblichen
Hausmitteln wenn du ihn hast. Nicht das ich an der Serien-
Qualität von "China-Krachern" irgendwelche Zweifel hätte ;)


CS
Heiko
 
Hallo Dan,

bei diesen Dingen kommst du voll in den Bereich von Werbung,
Marketing, Produktpositionierung, Kundenverarsche, Händlergesülze,
Volksverdummung, Einsteiger-pber-die Theke-ziehen, ...

Wer weis was verbaut wird? => Der Hersteller weis es.

Wen fragt man wenn man solche Dinge wissen will? => den Hersteller

Wesen Aussagen kann man getrost vergessen? => die des Händlers,
der natürlich die Teleskope die er auf Lager hat verkaufen will.

Ob dir der Hersteller die Wahrheit sagt ist auch noch fraglich,
im Falle der seriösen Hersteller, die einen guten Ruf zu verlieren haben
aber sehr warscheinlich.


Was kannst du selbst tun?
1) Dich auf unsichere Aussagen in Astroforen verlassen.
Wo du nicht einmal bemerkst welcher "User" eigentlich ein Händler ist,
oder ein Händlermitarbeiter, oder ein Schwätzer, oder im ein Wichtigtuer,
oder positivsten Falle Einer der helfen wollte, aber keine Ahnung hatte.

2) Dich auf sogenannte Testergebnisse sogenannter "Optiktester" verlassen.
Leute die nach Lust und Laune mal Astigmatismus abziehen, mal nicht,
mal Koma abziehen, mal nicht, mal Asti, Koma, sphärische Aberration
höherer Ordnungen abziehen, oder auch nicht, je nach Lust und Laune.

3) Dich auf "Tests" von anderen Sternfreunden verlassen.
Ohne zu wissen ob die versiert sind, oder nicht, unabhängig,
oder nicht. Gekauft, oder nicht. Üppige Rabatte beim Händler
der das Gerät zu "testen" mitgab bekommen, oder nicht.

4) Du kannst selbst durchsehen. Ob du Ahnung hast, oder nicht.
Du kannst sehen ob dir das gefällt was du siehst, oder nicht.
Und wie dir das Teleskop in seiner "Wertigkeit" gefällt, oder nicht.

Du kannst warscheinlich nicht beurteilen ob das Teleskop "gut" ist.
Aber du kannst beurteilen ob es dir in der Nacht in der du durchsiehst gefällt.

Falls nicht kann es am Teleskop liegen, an der Luftunruhe,
an falscher Okularwahl, an mangelder Gedult (Temperaturanpassung),
an Okularen die nicht zum Teleskop passen, etc.


Was nützt es dir wenn Sternfreund 1 sagt:
Teleskop 1) ist gut, ich habe so eines.
Selbst falls das stimmt so weist du wegen der Serienstreuung
nicht wie das Teleskop sein wird welches man dir schickt.

Und falls du dich als Anfänger outest solltest du darauf gefaßt sein,
daß man dir ein "selektiertes Teleskop" zuschickt.
Solche entpuppten sich in der Vergangenheit schon mal als "Gurke".

Es hilft dir alles nichts. Du must selbst ran. Und wenn du dir
das nicht zutraust must du einen Sternfreund in deiner Nähe haben,
der mit dir zusammen das Teleskop, oder die Teleskope die du
dir zum Vergleich schicken läßt, begutachtet.

Suche Kontakt zu Leuten in deiner Nähe, evntuell Sternwarte,
Spechteltreffen, etc.
In der virtuellen Welt kannst du böse vor den Schrank laufen,
wenn du an den falschen "netten Kerl" gerätst.

Immerhin geht es bei dir nicht um eine kleine Summe,
sondern um zwischen 1000 und 1700 Euro allein für den Tubus.

MfG, Karsten
 
Hi Karsten,

hast ja im Prinzip recht, aber wenn man sich deine
n-Punkte zu Herzen nimmt, würde man am liebsten gar
nix mehr kaufen ;)

So ist das Leben heute, Internet und Foren sei Dank,
jede Menge Meinungen und (Un)Wahrheiten und es liegt
an jedem selbst diese zu filtern.

Vor knapp 30 Jahren als ich angefangen habe hat man
sich einen LK oder Wachter gekauft, Tests gab's da kaum,
Internet gar nicht und den damit verbundenen Informations-
austausch auch nicht. Und auch damals waren mal Gurken
dazwischen. Das kann dir aber auch passieren wenn du heute
ein von allen hochgelobtes (und getestetes) Auto kaufst...

Was bleibt ? Sich selbst schlau machen, Infos sammeln,
sich mit Leuten austauschen, Erfahrungen machen und am
Ende muss jeder selbst entscheiden. Das Ergebnis kann
manchmal schmerzen, aber daraus lernt man ja bekanntlich.

CS
Heiko
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben