Welcher "Weg" ist besser: Kamera oder Teleskop "anpassen"?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Recoxx

Aktives Mitglied
Guten Abend (o:

Ich stelle mir gerade die Frage, welcher "Weg" besser ist, wen man z. B. die Sonnenblumen-Galaxie fotografieren will. Ich habe ein f4 Newton 200/800, wenn ich z. B. die M63 Sonnenblumen-Galaxie mit meiner Canon 1200D fotografieren will, dann ist sie viel zu klein.
Ich könnten mir jetzt ein Kamera mit kleineren Pixel und ggf. kleinerem Chip kaufen oder ein Teleskop mit einer größeren Brennweite. Was ist der besser? Klar ist, wenn ich mir z. B. einen APO mit f8 kaufe, dann verlängert sich auch die Belichtungszeit, aber ich denke, dass das trotzdem der bessre Weg ist oder doch nicht?
Welches Teleskop und/oder Kamera würdet ihr für das Fotografieren von kleinen Deep-Sky-Objekten nehmen?

CS
Andreas
 
Hallo Andreas,

für mich ganz klar, Astrokamera.
Ich selbst habe statt der Canon Eos 1000D die winzige Asi120mc bevorzugt. Der Senor ist natürlich sehr klein aber das Handling ohne ständiges Auslösen so viel einfacher. Und natürlich waren durch die kleinen Pixel die Objekte viel größer.
Sensor und Objektive / Teleskop habe ich in Stellarium eingegeben um die passenden Deep-Sky Objekte für das Setup zu finden.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
danke für deine Antwort.
CS
Andreas
 
Hallo Andreas,

die EOS 1200D hat 4,3 Mikrometer und deine ALccd 3,75 Mikromete Pixelgröße.
Wenn Du jetzt mit der ALccd die Galaxie aufnimmst und die beiden Bilder vergleichst , wird kein großer Unterschied in der Auflösung sein.
Vorausgesetzt Du betrachtest beide Bilder in der 100% Ansicht.
Bei der Canon ist das abgebildete Feld natürlich viel größer.
Eine höhere Auflösung ist , wie du schon geschrieben hast , durch kleinere Pixel oder eben mehr Brennweite möglich.
Die ASI 183 oder 178 wären solche Kandidaten mit 2,4 My Pixelgröße, wobei ich letztere selber für DS benutze.

VG Cl.-D.
 
Hallo Andreas,

eine längere Brennweite lässt sich grundsätzlich auch über eine Barlow erreichen. Zumindest bei bescheidenen Ansprüchen muss es dann nicht gleich ein neuer Apo sein...

Und nur zur Klarstellung, da es ein bisschen durcheinander klang: Der Abbildungsmaßstab auf dem produzierten Bild hängt vom Sensor bzw seiner Pixelgröße und der Brennweite ab, nicht aber vom Öffnungsverhältnis. Das Bild eines Objektes ist im Fokus ja bei einem 80/800 Refraktor genau so groß wie bei deinem 200/800 Newton.

VG Klaus
 
Hallo Andreas,
Brennweite ist nur durch Brennweite zu ersetzen. Die Größe des Chips gibt nur den Bildausschnitt vor (FoV), die Pixelgröße ist in unseren Breiten nicht entscheidend, da wir kaum an die Auflösungsgrenze unserer Optiken stoßen werden. Der Unterschied zwischen einer APS-C und der ASI 120 besteht schlußendlich in einer (leeren) Vergrößerung. Dann könntest Du Dein Bild auch vergrößert drucken. Warum gäbe es sonst die extrem langen und extrem teueren Brennweiten?
CS
Dieter
 
Hallo Joschi,

danke für deine Antwort.
Leider passen die beiden von dir genannten Kameras nicht zu meinem Teleskop. Der Pixelmaßstab wäre dann 0,6 und wenn ich es richtig verstanden habe sollte er zw. eins und zwei liegen.
Weißt du, ob das wirklich so wichtig ist dies Pixelmaßstab? Ich habe viel gelesen und gesehen. Z. B: Hier ist das Video von Frank Sackenheim
Link: Die Ideale Pixelgröße für euer Teleskop
Das soll also richtig wichtig sein, aber wenn ich mir z. B. das folgende Bild in der Bewertung des AOPs sehe: Link: Teleskop-Express: TS-Optics TSQ-71ED - 71 mm f/4,9 Quadruplet Flatfield Refraktor mit FPL53 Triplet Objektiv,
dann denke ich, dass diese Pixelmaßstab überhaupt keine Rolle, denn bei diesem Bild war er fast 4.
Was denkst du?

CS
Andreas
 
Hallo Andreas,

wie oben schon angedeutet wurde, kommt man in unseren Breiten bei DeepSky selten an die Auflösungsgrenze des Teleskops wegen dem Seeing. Mit der Canon kommst Du auf eine Pixelauflösung von 1,1"/px . In unseren Breiten ist das Seeing, also die Verschwommenheit durch Luftunruhe, selten mal besser als 2" - seltenst mal um 1". Das heißt die Pixelauflösung der Canon reicht da bei 800mm meistens aus, selbst wenn man mit Nyquistkriterium u.ä. argumentiert. Eine längere Brennweite liefert Dir dann nicht mehr Auflösung. Da längere Brennweiten aber meist auch größere Öffnungen bedeuten, kommt mehr Licht des Objekts durch die Öffnung, welches Du durch Binnen (hard- oder softwaremäßig) wieder in ein geringeres Signal/Rauschverhätnis umsetzen kannst, auch wenn das Abbild und das Licht durch die höhere Brennweite auf mehr Sensorpixel verteilt wird.
Daß Du viel Feld um die Galaxie hast, welches Dich nicht interessiert, ist eher eine Unbequemlichkeit bei der Bearbeitung. Zur Not kannst Du das wegcroppen.

Gruß

*entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben