Welches 100 mm 90° Fernglas?

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Hi Stephan

mein Kowa 21 mm 63° misst 22 mm Feldblende, dürfte ich dich mal um ein Bild mit Schieblehre bitten ? Mein Einblick ins Kowa sieht aus wie deiner und auch hie rmesse ich nur 22 mm :-(
 
Hallo Markus,

Mitutoyo sagt, mein Kowa 21mm 63° habe eine Feldblendenöffnung von knapp 23,7mm (erste Messung "24mm" erfolgte mit flachem Massstab).

Gruss,
Stephan


 

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Hallo zusammen,

da der Himmel es gerade zulässt, hier ein "Wolkenbild".
War schon etwas kniffelig, die Kamera so zu positionieren, dass alles einigermaßen zentriert aufgenommen wird.

Lunt-Glas mit Meade SWA 24mm Okular / Canon Powershot A620 auf Stativ. Das erste Bild mit 0,5s, das zweite mit 2s Belichtungszeit.
Handelt es sich bei den Aufhellungen auf 4, 7 und 10 Uhr um diese Nebenpupillen?

Viele Grüße
Frank

Fotos mit ungeputzten Linsen :(
Link zur Grafik: http://i432.photobucket.com/albums/qq42/eisenmeteorit/Astro/IMG_2910_zpspqlbotyb.jpg

Link zur Grafik: http://i432.photobucket.com/albums/qq42/eisenmeteorit/Astro/IMG_2913_zps8yd7emlf.jpg
 
Markus,

Die ca. 15mm tiefer liegende, direkt an der Feldlinse anliegende innere Blende im Kowa 21fach Okulars (63° 21mm) hat praktisch den gleichen Durchmesser wie die erste Messung (vergleiche #1174539 - 30/08/2015 10:25). Ich messe mind. 23mm.
Ein Foto mit Schiebelehrenablesung würde eine Demontage des Linsenpakets erfordern. Davon möchte ich bei diesem teuren Okular gerne absehen.

Hast Du das 21fach Kowa-Okular zur Messung des unteren Blendendurchmessers zerlegt?

Gruss,
Stephan





 

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Hallo allerseits,

mal kurz weg vom Kowa und hin zum Matsumoto. Hier wurde erklärt, ein Binoptic mit seinen 3 Spiegelungen würde zwei Bildebenen bei Tag produzieren. Ich kann das aus Erfahrung bestätigen. Ich kann aber auch bestätigen, dass die Matsumoto-Umlenkeinheiten mit ihren ZWEI Spiegelungen dieses Problem nicht haben. Ich habe das mal mit einem bekannten Doppelteleskop-Bauer besprochen (nicht Jochen) und er meinte, die zwei Bildebenen - übrigens ein faszinierender Effekt - lägen an der ungeraden Zahl der Spiegelungen. Dies wiederum hatte er aus der Literatur, konnte es seinerseits nicht erklären.

Langer Rede kurzer Sinn: die Matsumotos leiden nicht an dem behaupteten Problem! Es wäre schon toll, wenn ein Hersteller sich der Sache annehmen würde: Matsumotos mit 2-Zoll Durchlass, und ein zentrale Aufsteckmontierung im Schwerpunkt. Dafür würde die Kundschaft schon was zahlen, auch bei kleineren Öffnungen um 80mm. Ich jedenfalls schon!

CS, Christopher
 
@Christopher

Zwei Bildebenen - wie muss ich mir das vorstellen? Vordergrund und Hintergrund?
 
Christopher bezieht sich auf die Aussage von Markus, dass Spiegelbinos im Gegensatz zu Prismenbinos keinen 3D Effekt zeigen würden:

Zitat von MLudes:
last not least mein persönlich größter Nachteil eines Spiegelbinos: es kann am Tage keine 3-D Beobachtung liefern, es zeigt lediglich 2 unterschiedlich entfernte Bilderebenen und dies mag kein echter Fernglasbeobachter....man muss sowas mögen, nicht jeder mag sowas, ich selbst mag dies gar nicht.

Das stimmt so aber nicht, entscheidend ist nicht die Art und Weise wie gespiegelt wird (Spiegel oder Prisma) sondern die Anzahl der Spiegelungen.
Nur geradzahlige Spiegelungen ergeben ein seitenrichtiges und aufrechtes Bild und nur bei einem seitenrichtiges und aufrechten Bild hat man auch einen 3D Effekt.
Ist das Bild seitenverkehrt, wie in den Binoptik, ist auch der 3D Effekt weg.

Das ist wirklich ein sehr grosser Nachteil der Dreispiegler,
insbesondere da Denkmeier gerade anscheinend wirklich geniale Okulare speziell für Doppelteleskope und Binoansätze auf den Markt gebracht hat (LAO 21), welche den 3D Effekt dramatisch verstärken sollen.
Die sind in solchen Teleskopen dann wohl nutzlos...

Grüsse Jochen
 
Hallo,

etwas genauer: Wenn die Bilder seitenverkehrt sind, werden bei Erdbeobachtungen quasi tiefenvertauschte Informationen ans Gehirn geliefert, dh nähere Objekte erscheinen entfernter und entfernte erscheinen näher. Am Himmel ist das aber egal, da es keine Enternungsunterschiede im registrierbaren Bereich gibt. Der übliche Pseudo - 3 D - Effekt kann somit dennoch gewinnbringend auftreten

my2cent,

Maiko
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Macht Sinn. Ich kenne den seltsamen Effekt sogar daher, dass ich mal ein Rot-Blau-3D-Buch mit verkehrt aufgesetzter 3D-Brille angesehen habe.

Gestern und vorgestern habe ich den Mond mit 2,5 mm Naglern angeschaut - das Bild war in Momenten guten Seeings beeindruckend scharf. Im Krater Atlas habe ich den breitesten Teil des Rillensystems gesehen. Der Boden von Plato zeigte Albedounterschiede, und der größte Kleinkrater darin (2,4 km) fiel als helles Pünktchen auf. Im M. fecunditatis waren unzählige Kleinkrater sichtbar. Während die Bodenstruktur in Langrenus vorgestern gut zu studieren war, lag der gesamte Boden gestern schon im Schatten. Im Laufe der Beobachtung verschwand auch die Spitze des Zentralbergs darin. Ich bin mit der Abbildungsleistung des Fernglases bei hohen Vergrößerungen jetzt sehr zufrieden.
 
Ich habe mal bei Russ von Denkmeier nachgefragt, wie das mit seinen 3D Okularen und seitenverkehrten Doppelteleskopen aussieht.
Zumindest von dieser Seite kommt Entwarnung:

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It will make no difference. You are viewing identical views conventionally. They may be reversed, inverted etc. As long as they are identical in right and left eyepieces, L-O-A 21 will create a 3D image that is also reversible via the Near and Far technique of L-O-A 21.
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Grüsse Jochen
 
Zitat von portaball:
Nur geradzahlige Spiegelungen ergeben ein seitenrichtiges und aufrechtes Bild und nur bei einem seitenrichtiges und aufrechten Bild hat man auch einen 3D Effekt.
Ist das Bild seitenverkehrt, wie in den Binoptik, ist auch der 3D Effekt weg.

Den 3D-Effekt bei der Binobeobachtung am Sternenhimmel halte ich für einen Mythos bzw. Einbildung! Ich selbst beobachte seit über 12 Jahren mit Großferngläsern und Doppelrefraktoren und konnte nie einen Unterschied zwischen beiden Systemen feststellen. Das einzige was die Binobeobachtung mehr bringt sind Kontrastverbesserung und mehr Licht und natürlich einen komfortableren Einblick, wenn alles stimmt und richtig justiert ist.

Lediglich bei kleinen Feldstechern kann man bei der Tagbeobachtung einen 3D-Effekt feststellen. Das liegt aber auch daran, dass terrestische Objekte nicht weit entfernt sind und die Augen mit dem nah entfernten Objekt noch ein "akzeptables" Dreieck bilden, um Entfernungen einschätzen zu können. Bei den großen Entfernungen im Weltall reicht unser Augenabstand nicht mehr aus, um 3D wahrnehmen zu können. Es ist schlichtweg unmöglich!

Grüße, Amin
 
Hallo Amin,

wir reden bezüglich des 3D Effektes ja auch ausschliesslich über die Tagbeobachtung, dass es bei der Astrobeobachtung keinen (echten) 3D Effekt gibt ist klar.

Schau Dir mein Zitat von Markus Ludes 5 posts weiter oben noch mal genau an.
Dort schreibt Markus, dass er Doppelteleskope mit Spiegeln anstatt Prismen nicht mag, weil sie am Tag keinen 3D Effekt zeigen.
Tatsächlich meint er aber, dass er keine Doppelteleskope mit 3 Umlenkspiegeln mag, denn nur die können systembedingt keinen 3D Effekt zeigen.
Doppelteleskope mit nur 2 Spiegeln können dies, abgesehen von ihren vielen anderen Vorteilen, natürlich sehr wohl.

Grüsse Jochen
 
In den seltensten Fällen wird man mit Großferngläsern ab 100mm auch Tagbeobachtungen machen. Das macht wenig Sinn, da sie zu unhandlich sind und am Tage meist nur Nachteile mit sich bringen. Ich persönlich würde am Tage nur bis 2x 80mm gehen wollen, denn bei Tagbeobachtung der Natur, z. B. Tiere oder Landschaft spielt die Luftunruhe eine große Rolle. Da machen kleinere und handlichere Gläser mehr Sinn. Und 3D-Effekte am Tage machen für mich auch keinen großen Sinn. Das ist lediglich ein netter Zugewinn. Und ob Herr Ludes persönlich 3 Spiegel mag oder nicht, ist unerheblich. Mir gefallen solche Geräte, da ich sie für die Astrobeobachtung einsetze und da haben sie fast nur Vorteile.

Ich glaube, kaum einer kauft sich das Glas von Herrn Ludes, um damit am Tage zu beobachten. Sicherlich kann man das auch, aber man wird schnell feststellen, dass 2x 100mm zu unhandlich für Tagbeobachtung ist, weil einfach zu groß. Ich stelle mir einen Förster oder Jäger mit so einem Glas vor. :D Für mich ist das ein Astro-Fernglas und dafür ist es auch gebaut worden. Und mir scheint es seinen Preis durchaus wert zu sein! Ich verstehe die Meckerei mancher Leute sowieso nicht. Wer mehr will muss eben auch mehr bezahlen, aber bei einem höheren Preis werden viele auch wieder meckern. Herr Ludes hat mit dem Preis genau die richtige Klientel angesprochen. Der Erfolg wird ihm Recht geben. Denn mit teureren Geräten wird die Käuferschicht immer kleiner und es lohnt sich nicht mehr.

Grüße, Amin
 
Hallo Amin,

dass nun wieder das pseudo-Argument "das sind Teleskope und keine Ferngläser" kommt dachte ich mir schon :-)

Es ist ja schön, dass es Dir ausreicht diese Geräte bei Nacht zu verwenden, ich - und viele Andere auch - verwende sie aber auch sehr gerne und regelmässig am Tag, und da freue ich mich über den 3D Effekt ebenso wie über die seitenrichtigen Bilder.
Für mich sind das nach wie vor Ferngläser, natürlich etwas grösser als üblich, aber mit den selben positiven Eigenschaften.

Zwei anstatt drei Spiegel zur Umlenkung bringen in vielerlei Hinsicht einen deutlichen Mehrwert - aber die Diskussion hatten wir ja schon zur Genüge ;-)

Grüsse Jochen
 
Zitat von Amin:
...Ich glaube, kaum einer kauft sich das Glas von Herrn Ludes, um damit am Tage zu beobachten. Sicherlich kann man das auch, aber man wird schnell feststellen, dass 2x 100mm zu unhandlich für Tagbeobachtung ist, weil einfach zu groß. Ich stelle mir einen Förster oder Jäger mit so einem Glas vor. :D Für mich ist das ein Astro-Fernglas und dafür ist es auch gebaut worden. ...

Ein Förster mit dem APM 100 ED Apo um den Hals? Fraglos eine absurde Vorstellung! Bei denen baumeln da natürlich _nur_ Kowa Highlander Prominars! :D

Piergiovanni Salimbeni hat das Glas zuerst am Tag getestet. Sein Urteil: "...Per tale motivo, il solito preconcetto per cui è inutile osservare di giorno attraverso un binocolo dal diametro superiore agli ottanta millimetri di diametro va fortemente riconsiderato in proporzione al reale settore di utilizzo. ...". Das heißt auf deutsch, man solle das Vorurteil, Gläser über 80 mm seien für den Tageseinsatz nutzlos, im Hinblick auf die tatsächlichen Beobachtungsbedingungen überdenken. Damit meint er die von ihm festgestellte, erheblich höhere Dämmerungsleistung des 100 mm-Geräts gegenüber der 80 mm-Klasse (Highlander, Aspectem). Wenn man den ganzen Test liest, kann man sich auch kaum des Eindrucks erwehren, es gebe, zumindest in Italien, doch einige, die an Tagesbeobachtungen mit dem Gerät interessiert sind.
 
Ich hatte meinen 125mm Borg Doppelrefraktor kürzlich mit in Zermatt.
Leider hat das Wetter nicht mitgespielt so habe ich ihn nicht bei Nacht auf den Gornergrat geschleppt.
Aber ich hatte im Dorf einen Balkon mit Blick aufs Matterhorn und es machte einen Riesenspass die Kletterer am Berg gross und in 3D zu beobachten.

Ich behaupte ja gar nicht dass die Tagbeobachtung der Haupteinsatzzweck eines solchen Instrumentes ist, aber wer sich diese Möglichkeiten entgehen lässt ist selbst schuld...

Grüsse Jochen
 
Hallo,

ich persönlich habe keinerlei Ambitionen, tagsüber irgendetwas mit einem optischen Gerät zu beobachten. Verstehe sehr gut, das Geräte so konstruiert werden, dass sie nur astronomische Beobachtungsambitionen bedienen, und diese sind m E dennoch als 100% vollwertig anzusehen. Die Binoptic sind so konstruiert, dass sie Refraktoren mit Zenitspiegeln nachempfunden sind, nur eben doppelt. Punkt.

Dennoch respektiere ich den Bedarf, am Tag seitenrichtig, mit realem 3D Effekt beobachten zu wollen und finde es auch sinnvoll hierfür ebenfalls Geräte anzubieten.

CS, Maiko
 
Hallo Maiko,

im Prinzip hast Du Recht, allerdings kann ein zweifach gespiegeltse Bino ja all das, was ein dreifach gespiegeltes auch kann (nur etwas besser halt), was umgekehrt nicht der Fall ist.

Was nun besser und universeller ist darf jeder für sich entscheiden ;-)

Grüsse Jochen
 
Hi Jochen,

stimmt, muss jeder für sich entscheiden. Wobei, ein Vorteil fällt mir noch ein: der lange mögliche Fokussierweg beim 3-Spiegler.

CS, Maiko
 
Hi Maiko,

weshalb ein Dreispiegler einen längeren möglichen Fokussierweg haben sollte als ein Zweispiegler musst Du mir erklären.
Der Fokussierweg hängt doch nur vom vom verwendeten Fokussierer entweder vor oder hinter den Spiegeln ab und da kann ich bei beiden Bauarten die selben Varianten verwenden.
Deshalb sehe ich da keinen Unterschied.

Der Lichtweg vom ersten bis zum letzten Spiegel ist beim Dreispiegler länger, das stimmt, aber das ist ja ein Nachteil.


Grüsse Jochen
 
Hallo,

ach so, ich hab bei den Matsus immer nur kurze Fokussierwege gesehn... wie funktioniert das noch mal mit dem Augenabstand bei den 2Spieglern?

CS, Maiko
 
Hi Maiko,

den Augenabstand kann man entweder mit zwei helical Fokussierern zwischen den beiden Spiegeln realisieren (so habe ich es gemacht) oder man verschiebt beide Tuben parallel zueinander mit einer speziellen Plattform, so macht es Herr Kohler von AOK Swiss.

Bei den Fokussierern hat man auch 2 Möglichkeiten.
Entweder man verwendet kleine und leichte Fokussierer, welche gleichzeitig die Okularhalter sind, hinter den Spiegeln (so habe ich es gemacht) oder man benutzt die üblichen Fokussierer (Feather Touch etc.) vor den Spiegeln (AOK)

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

alles klar. Bei den 3ern dreht man quasi um die Achse der der Spiegel.

CS, Maiko
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von janapier:
Ein Förster mit dem APM 100 ED Apo um den Hals? Fraglos eine absurde Vorstellung! Bei denen baumeln da natürlich _nur_ Kowa Highlander Prominars! :D

Das heißt auf deutsch, man solle das Vorurteil, Gläser über 80 mm seien für den Tageseinsatz nutzlos, im Hinblick auf die tatsächlichen Beobachtungsbedingungen überdenken. Damit meint er die von ihm festgestellte, erheblich höhere Dämmerungsleistung des 100 mm-Geräts gegenüber der 80 mm-Klasse (Highlander, Aspectem). Wenn man den ganzen Test liest, kann man sich auch kaum des Eindrucks erwehren, es gebe, zumindest in Italien, doch einige, die an Tagesbeobachtungen mit dem Gerät interessiert sind.

Es gibt z.B. Ornis, die lieben Doppelfernrohre: wenn die nämlich beim Seawatching vor Westerland bis zu mehreren Kilometern stundenlang raus gucken müssen, ist das beim Monosehen mit Spektiv durchaus anstrengend. (Natürlich haben die allermeisten ein Spektiv, lieber wäre denen aber sicher ein ATX-Bino von Matsumoto)

Ich guck' z.B. regelmäßig nach Flugrouten von Rotmilanen an WKA, meist 5-7 - da hab' ich auch schon vom APM geträumt; mein 20x100 Miyauchi ist da etwas ungeeignet. Ausserdem könnte evtl. beim Binobeobachten die Luftunruhe besser vom Gehirn raus gerechnet werden.
Es gibt also schon Nutzer, auch aus der grünen Ecke. Natürlich schleptt das niemand weiter als die 3m aus dem Kofferraum…

Und da das Miyau eher 'von gestern' ist, könnte das APM durchaus mal interessant werden - allerdings dann 'nur' für den niedrigen FG-Vergrößerungsbereich: 20x bis 60x langt mir da, sodass ein Finetuning von Wellenform nicht nötig sein wird.

mit dem Zweiten - Gruß
Manfred

PS: Bilder vom ATX zum Schwach-werden gibt's bei cloudy-nights :o
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manfred,

Das ATX Bino ist wirklich extrem lecker.
Klein, leicht, leistungsfähig und für meinen Geschmack auch wunderschön.
Besonders gut gefällt mir, dass man weiterhin den originalen Fokussierer in den Tuben verwendet.
Leider ist der Backfokus bei dem Teil aber extrem knapp und man kommt nicht mit allen Okularen in den Fokus.
Inzwischen hat Tatsuro aber noch kürzere Adapter gebaut, man müsste mal eruieren welche Okulare nun funktionieren.

Grüsse Jochen
 
Ja - lecker & schön…
Hoffentlich laufen die originalen Swaro-Fokusierer wg. des Dioptrienausgleichs auch schön rund und ohne Spiel, sonst wird das nämlich fummelig. Bei meinem 85er-DiaScope ist das Fokussieren ein Gedicht: auch nach Jahren kein Spiel und immer noch seidig - wenn man den DSF mag! Die 80er ATM von vielen meiner Orni-Kumpels haben alle ein (ganz) wenig Spiel, da monokular kommen die alle damit zurecht.
Durchgucken würd' ich schon gern - aber wie weit geht's mit der Vergrößerung runter, resp. das wGF rauf? Die 27er PanO und die 36er-Baader dürften ja das längste sein, was geht. Spannend (und 'wirtschaftlich') ist natürlich der mögliche Rückbau, sollte man doch mal ein Einzelrohr schleppen müssen. Obwohl: wer das Ding hat, kauft sich auch noch ein Spektiv, da muss er nicht schrauben…

Bei meinen Rotmilanbewegungsprofilen an WKA bin ich immer 5 bis 7 Stunden am gucken, da wäre binokular eben etwas entspannter - muss mal mit dem Chef des Gutachterbüros reden :augenrubbel: :/ Wäre ja ganz praktisch, auch das APM würde mir genügen: wir fahren eh in die mittelbare Nähe der WKA und packen alles aus dem Kofferraum, also nix mit schleppen. Die Doppel-ATX sind jedoch recht 'massiv' montiert, das wird schon was wiegen. Aber zum Spechteln ist das dann wieder unwichtig. Wobei es ja immer wieder Diskussionen gibt, ob die Spektivkörper für Astro wirklich so geeignet sind: mein Zeiss zeigt sich da (fast) mustergültig mit dem 4mm-Radian z.B. an epsilon Lyrae (126x). Manche sind da nicht so punktförmig, jedoch immer noch super im Feld bis 60x. Vielleicht sind reinrassige Astrooptiken doch besser für's Gestirnte geeignet, und die meist recht schnell geöffneten Spektive doch für ihre originäre Bestimmung Tagbeobachtung geeignet und konstruiert.

Den Vergleich ATX mit dem Highländer hätte mich schon interessiert - und einen passenden dritten Kandidaten wüssten wir auch schon alle… :smiley61:

doppelter Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,

Zitat von Manne:
Die Doppel-ATX sind jedoch recht 'massiv' montiert, das wird schon was wiegen.

Das glaube ich nicht, die benötigte Verbindungsschiene aus Alu ist extrem minimalistisch und ermöglicht trotzdem die Einstellung des Augenabstandes sowie die Justage der Parallelität der beiden Tuben.
Ich schätze das Ding wiegt maximal 500 Gramm:

Link zur Grafik: http://www.mazmoto.sakura.ne.jp/image/swaj3.jpg

Zitat von Manne:
aber wie weit geht's mit der Vergrößerung runter, resp. das wGF rauf?

Mit den Kasai 32mm 85° bekommst Du 17fache vergrösserung bei 5° Feld.
Das grosse Problem ist nur ein Pärchen dieser nicht mehr lieferbaren und extrem gesuchten Dinger zu finden ;-)

Link zur Grafik: http://www.mazmoto.sakura.ne.jp/image/sw71.jpg

Zitat von Manne:
Den Vergleich ATX mit dem Highländer hätte mich schon interessiert

Tammy aus dem CPF hat beide und ich habe mich intensiv mit ihm ausgetauscht.
Er bevorzugt das ATX da es bei gleicher Qualität weniger Gewicht und kleinerem Packmass 15mm mehr Öffnung hat.
Das einzige Problem ist die Einschränkung bei den verwendbaren Okularen, da müsste man Tatsuro mal fragen, was da mit der neuen Version der Adapter möglich ist.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen -

Klar, die Verbindungsschiene wird nicht so viel auf die Waage bringen - ich bezog mich eher auf die Art der Montierung, wie sie auf der CN-Seite in #51 gezeigt wird: die ganzen Gerätschaften (2x ATX, 2x Matsumotos, 2x 32mm Okus, Verbindungsschiene) sind schon recht schwer und sollen möglichst auch nicht schwingen. Daher vermutlich der masive Anbau zum L-Winkel.
Natürlich ist die ganze Diskussion von meiner Seite eher akademisch: die Kohle dazu hab' ich nicht und auch für die Gutachtertätigkeit braucht's kein Extrem-Bino, schon gar nicht eins mit 90°-Einblick… Vermutlich ist ein Kowa da praxisnäher bei der Tagbeobachtung mit seinem geringeren Gewicht und dem 45°-Einblick (der genügt für kreisende Greifvögel).
Die 32mm-Okulare bieten 5° bei 17x - echt? Mein 100er hat gerade mal 2,5° bei 20x… :erschreck:

Ein nicht zu unterschätzendes Problem sehe ich in der Auswahl geeigneter Tuben: müssten die nicht gar gematched werden? Im Jülich-Forum für Tagbeobachter wird in schöner Regelmäßigkeit von sichtbaren Qualitätsstreuungen, auch gerade bei den Spektiven der Premiumhersteller berichtet. Da bin ich mit meinem DiaScope bisher noch ganz zufrieden. (Und auch das Canon 10x42 ist da noch robust - nur habe ich festgestellt, dass ein Schwenk an den scharfen Rand diesen noch schärfer als die Mitte macht :o , und zwar so dass ich diesen Schärfegrad z.B. an Grasbüscheln auf Hügel vorm Himmelshintergrund nicht in der Mitte so fokussieren kann!? Musst Du mal nachprüfen…)

Bei der Frage der Montierung präferiere ich weiterhin (für Tag- und Nachtbeobachtung) meine ICS-Variante (Zapfenmontierung): dabei kann ich das Miyauchi mit der Nase nachführen, das ist genial ausbalanciert. Und gerade das finde ich einen exklatanten Nachteil beim APM (wurde hier auch schon besprochen), dass solche Ein-Punkt-Montis nicht passen: man muss bei diesen Klötzen schon ganz schön was drunter (oder dran) bauen, damit sie schwingungsfrei und leicht nachgeführt werden können. Natürlich haben Montis mit Getriebe wieder andere Vorteile.

Maxi-Gruß
Manfred
 
Zitat von janapier:
Ein Förster mit dem APM 100 ED Apo um den Hals? Fraglos eine absurde Vorstellung! Bei denen baumeln da natürlich _nur_ Kowa Highlander Prominars! :D

Piergiovanni Salimbeni hat das Glas zuerst am Tag getestet. Sein Urteil: "...Per tale motivo, il solito preconcetto per cui è inutile osservare di giorno attraverso un binocolo dal diametro superiore agli ottanta millimetri di diametro va fortemente riconsiderato in proporzione al reale settore di utilizzo. ...". Das heißt auf deutsch, man solle das Vorurteil, Gläser über 80 mm seien für den Tageseinsatz nutzlos, im Hinblick auf die tatsächlichen Beobachtungsbedingungen überdenken. Damit meint er die von ihm festgestellte, erheblich höhere Dämmerungsleistung des 100 mm-Geräts gegenüber der 80 mm-Klasse (Highlander, Aspectem). Wenn man den ganzen Test liest, kann man sich auch kaum des Eindrucks erwehren, es gebe, zumindest in Italien, doch einige, die an Tagesbeobachtungen mit dem Gerät interessiert sind.

Ich muss nochmal nachhaken, was die Tagbeobachtung mit Gläser über 80mm angeht.
Was bisher nicht angesprochen wurde, ist die Luftunruhe, die sich mit der Größe des Durchmessers der Linsen weiter verstärkt. Zumal man bei Tagbeobachtung auch noch mehr in der Horizontalen beobachtet wird. Ausgerechnet dort, bei der sich die aufsteigende Wärme deutlicher auf die Luftunruhe auswirkt. Ich weiß nicht, ob man sich das unbedingt antun möchte, und sich gleichzeitig bei hohen Vergrößerungen im Vergleich zum Feldstecher das reinste "Flimmerschauspiel" ins Haus holt. Mir wäre das einfach zu unschön, wenn ich mir das Flimmern vergrößern würde. Deshalb sehe ich in der Praxis bei der Tagbeobachtung keinen wirklichen Sinn, mehr als 80mm Linsendurchmesser zu benutzen.


Grüße, Amin
 
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