Welches Buch?

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derhimmelsgucker

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Guten Tag,

ich suche ein Buch in dem alle Sachen drin stehen die ich am Himmel bei 1000-fach Vergrößerung sehen kann, auch Planeten.

Was gibt es da zu kaufen?

Danke.
 
Hallo,

auf diese Frage gibt es zunächst keine Antwort, sondern etliche Gegenfragen und ein paar Anmerkungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Welches Teleskop hast du zur Verfügung?

Wer gleich nach 1000-facher Vergrößerung fragt, hat vermutlich erst wenig praktische Beobachtungen durchgeführt, denn 1000-fach lässt sich selbst mit einem Teleskop mit 50cm Öffnung sinnvoll nur ganz selten bei exzellenter Luftruhe durchführen. Ich vermute daher, dass du ein Anfänger mit erst wenig Kenntnissen über Teleskope bist. Das ist nicht weiter schlimm (wir haben alle mal angefangen), aber wichtig zu wissen, damit dir hier niemand Literatur für Fortgeschrittene empfiehlt, die dann zumindest vorerst nur nutzlos herumliegen würde.

Entscheidend ist nicht eine möglichst hohe Vergrößerung, sondern gute Qualität der Optik, deren Öffnung (Spiegel- oder Linsendurchmesser) und auch eine wackelfreie Montierung.

"Alles" was man am Himmel sehen kann, steht in *keinem* Buch drin - denn selbst mit einem kleinen Teleskop gibt es so viel am Himmel zu sehen, dass ein Menschenleben dazu nicht ausreicht. In meinem 37cm-Spiegel könnte ich grob geschätzt einige hunderttausend Objekte erwischen, wenn der Himmel dunkel genug ist. Um die alle auf Papier zu beschreiben, wären wohl ein paar hundert Bände fällig...

Für den Anfang sei der "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka empfohlen oder auch "Stars am Nachthimmel" aus dem Kosmos Verlag.

Wenn du dich mit der Bedienung oder der Leistungsfähigkeit eines Fernrohrs noch nicht so gut auskennst, würde ich mich zunächst damit vertraut machen. Hier gibt es u.a. den "Fernrohrführerschein" von Ronald Stoyan, der das wichtigste verständlich und übersichtlich erklärt.

Planeten: welche es gibt, weisst du vermutlich schon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Bis auf den Pluto kann man alle mit einem kleinen Fernrohr sehen, für Pluto braucht man wenigstens 20cm Öffnung und eine ganz genaue Aufsuchkarte. Pluto suchen ist also eher was für Fortgeschittene.

Die Planetenpositionen ändern sich im Laufe der Zeit. Wo du welche Planeten aktuell sehen kannst, findest du im Internet oder (wenn's denn Papier sein soll) in einem astronomischen Jahrbuch wie dem "Himmelsjahr" aus dem Kosmos Verlag.

clear skies,
Tom
 
Schau mal, die Frage hat man dir doch schon im anderen Board beantwortet. Dadurch, dass du die Frage nun hier wiederholst, wird die Antwort nicht anders ausfallen.

Aber gut, ich nehme die Frage ernst und sage dir, mit welchem Teleskop ich schon mal sinnvoll 1000-fach vergrößert habe: mit meinem 14,5" Dobson, einem 5mm Radian Okular von TeleVue und einer PowerMate 2,5 von TeleVue. Beobachtungsobjekt war das Zentrum des Orionnebels, das dann feinste Strukturen sichtbar werden lässt.

Diese Beobachtung ist eine absolute Ausnahme (bisher genau zweimal in den 27 Jahren meiner "Amtszeit" als Sterngucker). Das beschriebene optische Quipment kostet zusammen ca. 7000 Euro - das sage ich nicht zum Angeben, sondern damit du eine klare Vorstellung hast, worüber wir reden.

Also im Klartext: Vergiss' den Stuss mit "1000 fach". Wenn du weiterhin uneinsichtig bleibst, wird dich hier niemand ernst nehmen und keiner seine Zeit verbrauchen, um dir Hinweise zu geben.

Jeder Anfänger darf seltsame Fragen stellen, aber dann nimm bitte auch die Antworten erfahrener Sternfreunde ernst - oder suche dir andere Opfer, um ihre Zeit zu verplempern. OK?

clear skies,
Tom
 
Hallo,

deine Forderung nach 1000-facher Vergrösserung ist, ich sage es einmal ganz direkt, ziemlicher Unsinn.
Wieso ist 1000-fach für dich so wichtig? Welche Objekte benötigen eine solche Vergrösserung? Egal, mit welchem Teleskop du beobachtest, wegen der Luftunruhen (Seeing) wird eine solche Vergösserung vielleicht einmal pro Jahr nutzbar sein! Also löse dich von dieser Zahl. Übrigens sind die bei vielen Spielzeugteleskopen (ja, ich nenne die Telekope, die vielfach bei Ebay mit tollen Versprechungen angeboten werden mal so) angegebenen Vergrösserungen völlig überzogen. mit einem 70mm-Refraktor sind nun einmal etwa 150-fach die Obergrenze, auch wenn mit allem beigelegten Billigstzubehör die beworbene 625-fache Vergrösserung einstelllbar ist. Aber es wird gar nichts mehr zu erkennen sein. Trotzdem wird damit geworben.

CS Heinz
 
Hi,

warum 1000x und nicht 1024x...... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Mal im Ernst, die Luftunruhe in der Erdatmosphäre macht
einen Einsatz von 1000x vielleicht einmal pro Jahr und
Standort sinnvoll! Und ein Teleskop, welches dies von
der Optik her sinnvoll schafft, hat einen Objektiv-
oder Spiegeldurchmesser (je nach Fernrohrtyp) von zumindest
400mm. Ein ganz schön schweres und teures Teil!

Da Du offensichtlich gerade erst in die (praktische) Astronomie
einsteigst sei hier gesagt, daß der Hauptzweck eines Teleskops
das Lichtsammeln ist und nicht das Vergrößern! Objektivdurchmesser
ist also wesentlich relevanter wie Vergrößerung!

Das Lichtsammelvermögen steigt im Quadrat mit dem Objektivdurchmesser,
die Vergrößerungsfähigkeit dagegen nur linear mit diesem. Das
bedeutet ein Teleskop mit dem doppelten Durchmesser sammelt
bereits viermal soviel Licht, kann aber nur doppelt so stark
sinnvoll vergrößern. Um das etwas anschaulicher zu machen, ein
Teleskop mit 80mm Objektivdurchmesser sammelt gut 100x soviel Licht
wie Dein Auge.


Gruß Coyote
 
Viele Nebel haben eine Ausdehnung des mehrfachen Monddurchmessers. Auch die Andromedagalaxie (M31) hat den 5-fachen Monddurchmesser. Da ist manchmal eine 30-fache Vergrösserung schon zuviel. Dass du solche Objekte nicht mit dem blossem Auge siehst, liegt daran, dass sie einfach zu dunkel sind. Da ist oft ein Feldstecher besser zum Beobachten geeignet als jedes Teleskop!
 
Nix für ungut!

Wenn du nun eingesehen hast, dass die Forderung "1000-fach!!" Unsinn ist (worauf dich ja durchaus irgendeine unseriöse Werbung gebracht haben könnte), kann's weitergehen.

Als ich im jugendlichen Alter mit der Himmelsbeobachtung begonnen habe, kaufte ich mir eine "Drehbare Sternkarte", die nach Einstellen von Datum und Zeit den momentan sichtbaren Himmelsausschnitt zeigt. Damit habe ich die Sternbilder kennengelernt (zunächst die hellen, auffälligen wie Großer Wagen, Orion, Löwe, Pegasus, Schwan u.s.w., dann das schwache Gefunzel dazwischen).

Die erste eigene Optik, die ich zum Himmel gerichtet habe war ein kleines ausziehbares Teleskop meines Vaters (so eines von der Sorte, die Piraten oder Seehelden in billigen Filmen ans Auge heben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ). Das hat 30-fach vergrößert und damit konnte ich immerhin den Saturnring erkennen. Später kam der Feldstecher hinzu, den mir meine Oma zur Konfirmation geschenkt hatte. Das Ding habe ich immer noch und kann dir nur raten, ebenfalls mit einem Feldstecher mit der Himmelsbeobachtung zu beginnen.

Wenn du dich am Himmel zurechtfindest und z.B. den Saturn unter den Sternen erkennen kannst, dann kann es nicht schaden, sich ein Fernrohr anzuschaffen. Vorher solltest du aber auf alle Fälle mal durch eines durchschauen, damit du eine solide Vorstellung davon bekommst, was du davon erwarten darfst: du siehst *nie, nie und nochmals nie* Bilder im Okular, wie du sie aus Büchern oder dem Internet kennst. Es hat schon einen Grund, dass man das Hubble Space Telescope hochgeschossen hat oder millionenschwere Großobservatorien auf dunklen Berggipfeln in dünner Luft errichtet! Selber sieht man viel weniger und da solltest du selbst einen Eindruck kriegen, damit du nicht enorm enttäuscht bist. Planeten sehen echt winzig aus, auch bei 200- oder 300-fach (um mal realistische Vergrößerungen zu nennen). Man muss lernen, im Fernrohr was zu erkennen.

Mein Rat: besuche eine Volkssternwarte in deiner Nähe oder finde heraus, wer in erreichbarer Nähe ein Fernrohr hat.

Ganz wichtig: wenn man sich z.B. ein Elektrogerät kauft (Fernseher, Stereoanlage...), dann ist klar, was man erwarten kann und wie es bedient wird. Ein "Erfolgserlebnis" stellt sich da meistens schnell ein. Bei einem Fernrohr ist das anders: man muss sich damit vertraut machen und wissen, was man erwarten darf. Aber mit zunehmender Erfahrung siehst du dann immer mehr und wirst merken, dass es 1000 Mal faszinierender ist, eine ferne Galaxie oder einen Planeten mit eigenen Augen zu sehen als ein noch so perfektes Bild "aus der Dose". Wenn du das nachvollzogen hast, wird dich der "Virus Astronomie" nie mehr loslassen...

clear skies,
Tom
 
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Die erste eigene Optik, die ich zum Himmel gerichtet habe
war ein kleines ausziehbares Teleskop meines Vaters
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wie, Du auch? So eines (30x30 von Neckermann) war auch mein erstes
eigenes Fernrohr, und nachdem ich eines Nachts den Lieblingshocker meiner Tante
zu deren Entsetzen in ein ganz passables Stativ umgebaut hatte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
konnte man damit die tollsten Dinge beobachten! Saturnringe/scheibchen,
Jupiterscheibchen, der Mond, der mich nie wieder losließ, etc......

Kann ich nur weiterempfehlen. Billig, transportabel und optisch
akzeptabel.


Gruß Coyote
 
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