welches Dopson?

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Hallo Leute,

mal am Beispiel 8" F/6 festgemacht erreichen wir die 0,7 mm AP bei etwa 300fach, bedeutet 4 mm Okularbrennweite.
Damit sind wir auch bei 1,5 x Durchmesser Optik, auch ein anerkannter Richtwert für sinnvolle Maximalvergrößerung.
Unter besten Voraussetzungen und bei wenigen Anwenungen (Mondterminator, Doppelsterntrennung) kann man wenn genug Licht vorhanden ist mit eventuellem Detailgewinn auch noch höher, beziehungsweise in die leere Übervergrößerung gehen, also aufblasen ohne Detailgewinn, das schlägt aber sehr schnell wieder in Detailverlust um, wenn das Licht knapp wird.

Das rein theoretische Maximum bei 100% perfekter Optik wäre 2xD, also doppelte Öffnung. Das Teleskop kann das eventuell, das Auge kann das nicht mehr, da können die Amis erzählen was sie wollen.
Ich habe Mal am Mond, in den Rillenstrukturen/Schattenwürfen, nahe am Terminator, bei 320fach noch blickweise Detailgewinn gehabt, aber dann ist endgültig Schluß für 8" Öffnung.

Auch anders herum wird ein Schuh daraus, auch wenn diese "Rechnung" sicher nicht zulässig ist, das gibt bestimmt Mecker von den Fachleuten. :schwitz:
Zufällig trifft es sich, dass man einem Teleskop mit 0,8 Strehlpunkten beugungsbegrenzte Abbildung bescheinigt. Wohlgemerkt, es geht um das Teleskop als Gesammtsystem, nicht um die reine Qualität der Linsen oder Spiegel. Ein gerade beugungsbegrenzter Hauptspiegel kann durch den FS, durch mechanische und thermische Einflüsse ganz schnell unter die Beugungsgrenze fallen. Darin liegt der Sinn des Perfektionsstrebens bei sündteuren Teleskopen.
Die Beugungsgrenze sagt eigentlich nur aus, dass ein Teleskop mit definiert großer Öffnung/Optik durch die Beugungserscheinungen am Rand der Optik in seinem Auflösungsvermögen BEGRENZT ist. An diesem optischen Gesetz kommt man für Geld und gute Worte nicht vorbei, auch nicht mit adaptiver Optik.
Ausgehend von 100% (1,0) für 2xD theoretisch, also 400fach landen wir mit 80% (0,8) bei 320fach als praktischem Maximum.
Das kann das Auge im Ausnahmefall noch gerade so realisieren, 250-300fach mit Detailgewinn ist also schon richtig gut.

CS
*entfernt*
 
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Liebe Leute,
soeben bin ich mit meinem neuen Orangefilter (will hier keine Schleichwerbung machen) raus und konnte es kaum abwarten den Mars zu sehen, dabei waren mir die Cirrenschleier erstmal egal, er lugte durch und nichts wie rangepirscht mit dem Baader Hyp 5mm und meinem 10ner Dob (kein 12er, schön wärs)und dem besagten Filer. Ich war freudig überrascht! Soviel Kontrast habe ich überhaupt noch nicht an Mars gesehen.....ich konnte die Polkappe zwar abgeschwächter als sonst ohne Filter sehen, dafür aber deutlich die Wolkenverteilung! Hab das eigentlich schon gebarlote 5mm nochmals an eine Barlow und ich muß sagen, ich hätte schon was zeichnen können, wenn die Suppe da oben nicht so schnell zugezogen wäre.....nun kann ich endlich mal sehen, wie die dunklen Strukturen angeordnet sind und muß nur noch lernen, sie bei Namen zu nennen.....also, ich muß sagen, ich war überhaupt nicht enttäuscht, eher angenehm überrascht und erwarte nun bei besserer Druchsicht noch mehr....werde drüber berichten...Grüssle von Anette
 
Kann man denn im Dunstkreis von Stuttgart überhaupt was sehen an so einem Tag ...?

;)

Gruß
Adson
 
Hi Anette,

da hab ich Dich ja "dicker" gemacht als Du bist, sorry. :/
Ein 10er also und damit 1 mm AP schon bei 250fach, das geht dann schon Mal öfter und gerade wenn es nicht zappenduster um Dich rum ist mit Orangefilter sehr gut.
Trotzdem bin ich ein eingefleischter Grau-/Polfilter Nutzer und die ganzen farbigen Gläser bleiben meist im Koffer, weil ich die Verfärbung nicht mag.
Für das 5er mit barlow, also 2,5 mm Brennweite und 500fach muss das Seeing aber superb gewesen sein und so ab 350-380fach dürften auch keine Details hinzu gekommen sein.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Anette,

die Kombi Orangefilter und Cirrus ist garnichtmal so schlecht. Durch die Cirren hellt sich das Bild etwas auf und der Kontrast Planet-Hintergrund nimmt ab. Dadurch kann sich das Auge manchmal besser adaptieren.

Ging mir vor einigen Tagen am Mars ebenso (12" Dob und 4,7mm UWA). Der Filter hatte dabei nicht so viel gebracht wie die Cirrus-Aufhellung des Himmels. Meine alten und schlechten Augen haben sich gefreut!

Wichtiger ist wohl, immer und immer wieder längere Zeit zu beobachten, dann 5 Minuten Pause einlegen und dann nochmal schauen. So prägt man sich immer mehr Details ein.

CS
Winfried
 
Hi Adson,
ich habe einen kleinen Garten und einen Balkon leider auf der Westseite unterm Giebel. Früher wohnte ich woanders in Stuggi, da hatte ich eine mit Bäumen zugewachsene Terrasse im EG und davor wohnte ich mitten an einer Strassenkreuzung, da lief jahrelang gar nix. Erst seit ich den Garten habe, nutze ich die etwas größere Himmelslücke über mir aus wie ein Verdurstender den letzten Tropfen Wasser seiner Flasche, wenn er durch die Wüste streift.

An viele Deep Sky Sachen komme ich ganz klar nicht ran, manchmal denke ich, dass es schon peinlich ist, immer nur das konvetionelle Programm abzufahren und darüber zu berichten. Wenn ich hier die Berichte von LEuten lese, die viel weiter in den Space gehen, weis ich, dass ich ein Vorstadtvögelchen bin und darüber niemals hinauskomme....es sei denn, hier versagt mal das Stromkraftwerk...aber ich gebs nicht auf....wenn ich mit Mühe und Not doch mal was finde, wie den M1 neulich, dann ist das der berühmte Tropfen.....wer Pferde liebt, der liebt auch kleine Ponies....Grüssle von Anette
 
Ich verbinde mit dem Großraum Stuttgart eine Menge angenehme Erfahrungen, sowohl rein privat als auch astronomisch.

Am 11.8.99 war ich in Kirchberg/Murr und konnte die SoFi genießen. Ohne Stau und ohne Wolken. Herrlich. Auf dieses Erlebnis hatte ich seit 18 Jahren gefreut und hatte wohl eine Menge Glück.

Und vor einigen Monaten habe ich in Ludwigsburg wundervolle Jupiter-Beobachtungen (mit einem geliehenen APO) gemacht. Also ganz so schlecht ist es da nicht, wenn man da auch vermutlich M 33 nie mit bloßem Auge zu sehen bekommt ...

Das Problem mit der Himmelslücke im eigenen Garten kenne ich, aber immerhin haben wir nach oben unendlich viel Platz

:super:

Gruß
Adson
 
Hallo Anette,

ein Mitglied hier aus den Foren habe ich mal nach Mannheim zu uns eingeladen (bei meiner Mutter). Auf der Terasse haben wir dann mit dem 8" Dobson beobachtet, mitten aus der Stadt heraus (nicht Innenstadt) bei halbwegs wolkenfreiem Himmel und Halbmond.

Er war begeistert und ich habe mich gewundert, daß man überhaupt noch was sehen konnte, ich bin durch dunkle Dorfhimmel in der badischen Pampa ja verwöhnt. Immerhin einige Galaxien, Nebel und Sternhaufen. Und Orion war (mit 0-III) herrlich. Ganz so schlimm kann es also nicht sein, wenn man sogar "durch die BASF hindurch" noch Dinge beobachten kann!
- Zumindest besser als garnichts -

CS
Winfried
 
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