Welches Equipment brauche ich?

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Moin,
find's ein wenig schade, dass diese Threads in letzter Zeit oft vom Thema abdriften. Das schöne hier im Forum ist doch, dass es so viele Leute mit unterschiedlichem Erfahrungsschatz und unterschiedlichem Equipment gibt, so dass das man einen guten Rundumblick bekommt. Ohne den Fragesteller zu kennen möchte ich ihm doch kein Brett vorm Kopf attestieren und somit kann die Dobson-Lösung tatsächlich ein gangbarer Weg sein, wenn man Geduld und Zeit mitbringt und nicht gleich beim ersten Versuch die perfekten Bilder erwartet. Jedenfalls könnte das vom Budget hinkommen, lediglich die Forderung, dass es auf ein Stativ passen soll wird so im klassischen Sinne meiner Vorstellung eines Stativs nicht so ganz erfüllt :)

Man sollte sich am Anfang halt ein paar Fragen stellen:
  • Von wo möchte ich fotografieren? Zuhause, oder lieber mobil?
  • Wie sind die Sichtbedingungen am Standort?
  • Wenn mobil, dann wie? Fahrrad, kleines Auto oder Kombi? LKW? ?
  • Wie viel Zeit möchte ich in die Sache investieren?
  • Wie frustrationstolerant bin ich?
  • Wie wichtig sind mir perfekte Abbildungseigenschaften einer Optik?
  • Wenn ich nicht alle fotografischen Wünsche auf einmal mit nur einem Gerät erfüllen kann, wo liegen dann meine Prioritäten?
  • Wieiviel Spaß habe ich bei der Bildbearbeitung?
  • Bin ich gegenüber Technik und Software eher feindlich eingestellt oder schaut mir auf dem Schreibtisch ein (Plüsch)pinguin bei der Arbeit zu?
Also hier mal ein Videotipp, wenn man die ISS fotografieren will: https://www.youtube.com/watch?v=DQlHW6UDrc4
Mit dem dort gezeigten Equipment wird man auch Flugzeuge gut fotografieren können und mit Einschränkungen und Bedarf einer zusätzlichen Montierung auch Deepsky. Was Planetenfotografie angeht, hab ich persönlich keine Erfahrung, aber viel Brennweite hilft. Mit dem verlinkten Teleskop bei Amazon wird sicher keine Planetenbilder in sehr sehr guter Qualität machen können.
Grundsätzlich kann man aber sagen: Deepsky: sehr lange Belichtungszeiten (Stunden, Tage, Wochen, je nach Objekt), eher moderate Brennweite (auch wieder abhängig vom Objekt, aber die meisten Gasnebel sind sehr groß, bei Planetarischen Nebeln und Galaxien darfs dann aber auch schon wieder mehr Brennweite sein)
Bei Planeten werden wohl typischerweise kurzbelichtete Videos gemacht.
In beiden Fällen ist ein nicht zu unterschätzender Bearbeitungsaufwand der Bilder vorhanden!

Sollte der Schwerpunkt bei der Deepsky Fotografie sein, hilft es auf jedem Fall sich ein wenig mit der Theorie zu befassen. Selbst das Aufstellen des Teleskops ist schon nicht so selbsterklärend und die Anleitungen der Teleskopmontierungen helfen da nur sehr begrenzt weiter. Soll aber nicht heißen, dass das alles megakompliziert ist, aber man muss sich halt mal damit befassen.
Gruß
André
 
Ich würde mich zuerst fragen, Wie weit weg ist das Objekt und wie groß. Auf dem Hafengeburtstag konnte ich mit der Panasonic 82 absolut Alles super fotografieren. Ohne Stativ. Man findet schnell, kann schnell ranzoomen, hat eine Bildstabilisierung und Autofokus bei sich nähernden Objekten wie dem Hubschrauber. Da sind mir viele gute Fotos gelungen. Auch Schiffe und Flugzeuge, die locker 10-20km entfernt waren. Auch der Zeitpunkt für den Schuß war z.T. knapp, da die Schiffe sich gegenseitig verdeckten oder der Hintergrund hässlich oder ungeeignet war.

Bei sehr kleinen, sehr weit entfernten Objekten, deren Größe fest steht wie Planeten, würde ich immer eine Optik mit großer Öffnung, Auflösung, ... bevorzugen.
Ob nun Dobson oder mit EQ. Aber da hat man auch kein Nachführungsproblem.

Daher denke ich, daß man ewahrscheinlich mit 2x Geräten. Kamera mit großem Zoomund Stabi plus Teleskop gut beraten ist.
Wenn es kompakt sein muß als Teleskop auch gerne eine MTO 1000 (Russentonne).

Gruß Play
 
Hier mal ein paar Bilder mit der Panasonic 82 gemacht unbearbeitet (nur Auschnitt gewählt):
Alles was weiter und kleiner ist MTO 1000 eventuell mit Kemko 2x oder Teleskop.
MTO 1000 mit 1 bis 2 Kemko = 2000mm oder 4000mm Brennweite. Das sollte ausreichen.

HH21.jpg


HH29.jpg


HH08.jpg


HH34.jpg


Gruß Play
 
Hallo,

Ich möchte nicht der Miesepeter sein (vor allem da ich nur visuelle Interessen verfolge). Aber man sollte vielleicht erst einmal mit einem Teleskop umgehen lernen und mal das handling lernen bevor ich damit alles was fliegen kann fotografisch jagen will...oder?

Daher erst mal jemanden aufsuchen der einem ein Teleskop mal richtig zeigt... vielleicht Verein (wie hier schon angesprochen).

LG Mark
 
Bei der Fotografie von Flugzeugen, gerade kleinen, muß man vorher wissen. Welche Vergrößerung, wie veränder ich schnell und passend die Schärfe und wie führe ich schnell nach. Das geht meiner Meinung nach mit einem Dobson besser. Mit einer EQ müßte man parallel und simultan an 4 Dingen gleichzeitig schrauben.
Das ist schwer bis unmöglich. Beim Flugzeug oben frei aus der Hand übernimmt die Scharfstellung der Autofokus, und die Stabilisierung der Stabi und ich kann mich auf das Nachführen und den Zoomfaktor konzentrieren. Nur 2x Dinge.

Beim Mond ist das dann völlig anders. Recht ruhig mit vorher bekannter Bewegung. Man weiß vorher (komplett oder Auschnitt bzw Details). Vor allem hat man x Versuche. Bei einem kleinen Flugzeug ist das dann weg oder man sieht es nur noch von Hinten.

Ich glaube daher nicht, daß es die universelle, eierlegende Vollmilchsau für Alles gibt. Mind. 2x Geräte wären je nach Aufgabenstellung sinnvoll.

Gruß Play
 
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