Welches Fernrohr?

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Hallo Klaus,

äh... f/13... "für Astrofotos gemacht" - also man muss schon sehr differenzieren, um eine solche Marketinggeschichte nicht als Quatsch abtun zu müssen. Jedenfalls würde ich mit einer DSLR an diesem Gerät nur Mondfotos machen, bräuchte dafür aber keine Serienbelichtung. Planetenfotos würde ich mit einer Webcam oder DMK oder vergleichbaren Kameras machen und Deepsky mit f/13 praktisch gar nicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

klar - mit astrofototauglich meinte ich die integrierte Polhöhenwiege, die dann Fotos mit leichten Gerät zuläßt, evtl. den Mak als Leitrohr.

War knapp ausgedrückt, wie bei Don auch ;)

CS

Klaus
 
Hallo Don,


unter Umstände, jo.

Was Sven schon angesprochen hat: es gibt verschiedene Arten von Astrofotgrafie. Da gibts zunächst die Mond/Planetenfotografie, die gerne mit Webcams gemacht wird. Damit fertigt man viele kurzbelichtete Aufnahmen hintereinander an und sucht mit spezieller Software daraus die besten Shots raus um die weiterzuverarbeiten. In diesem Fall kann man evtl. auf eine Polhöhenwiege auch verzichten wenn sich die Gesamtdauer der Belichtungsserie in Grenzen hält. Dann gibts noch die Deep-Sky-Fotografie. Hier werden einige Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten angefertigt und sozusagen gemeinsam weiterverarbeitet. Hier bräuchte man die Polhöhenwiege, weil sonst auch bei automatischer Nachführung Unschärfen ins Spiel kommen. Diese Unschärfen kommen dadurch zustande, dass sich der Himmel nicht entlang einer Linie bewegt, sondern sich quasi in sich dreht. Schon nach kurzer Zeit würde man dann an den Rändern einer Aufnahmne verzogene Sterne sehen.
Soweit zur Polhöhenwiege.

Was das Fernrohr angeht: für Planeten ist in der Fotografie eine hohe Brennweite nötig und auch eine gewisse Lichtstärke, sonst wird das Planetenfoto recht finster oder sehr klein.
Bei Deep Sky Fotografie dagegen setzt man auf eine Öffnung, die im Verhältnis zur Brennweite groß sein sollte. Sonst werden die Belichtungszeiten viel zu lange.

Der 4"-Mak, den Du jetzt näher betrachtest hat im Verhältnis zur Brennweite sehr wenig Öffnung, für Deep Sky fotos praktisch ungeeignet. Für Planeten, naja, groß ist das Gerät nicht. Für Mondaufnahmen kommt man am ehesten auf seine Kosten.

Das Wichtigste beim Knippsen ist die Montierung. Gerade bei Deep Sky Fotografie sollte die stabil sein und präzise laufen. Und selbst wenn das der Fall ist nutzt das Ganze nichts, wenn das Stativ drunter wackelig ist. Bei Deinem verlinkten Teleskop wird genau das vermutlich das Problem sein - soviel zum Marketinggag.

Und dann kommt noch was hinzu: keine Montierung ist so genau, dass Du wirklich lange ohne Guiding belichten kannst. D.h., man braucht was, womit man während der Belichtung immer wieder korrigieren kann, indem man die Position eines Sterns möglichst genau verfolgt. Das kann z.B. ein zweites Fernrohr sein, in das man ein Fadenkreuzoku steckt und damit einen Stern immer in der Mitte hält. So ein Zweitrohr heisst dann Leitrohr.

Wieauchimmer, wenn man mit kurzer Brennweite arbeitet gäbe es schon Möglichkeiten mit diesem Gerät: indem Du die Kamera auf den Mak befestigst und den Mak selber als Leitrohr verwendest. Dann macht auch die Polhöhenwiege Sinn. Die ist übrigens schon im Stativ eingebaut - wie stabil das ganze dann ist, tja ...

Ich habe aber schon den Eindruck, dass DU in erster Linie mehr Information brauchst.
Dazu gibts schöne Seiten, z.B.:
www.svenwienstein.de und www.deepsky-brothers.de

CS

Klaus

 
Hallo Don,

eine einfache Polhöhenwiege ist ja bereits integriert - mit der sollte schon was möglich sein. Der Astrokollege kay_thriemer zeigt hier im Forum gelegentlich sehr schöne Fotos mit kleinen Brennweiten bis max 135mm auf der Montierung des SE4. Planetenfotos mit webcam oä werden bei einer Brennweite von max 2650mm mit 2xBarlow bei F26 wahrscheinlich nicht soviel Spass machen, ebenso Langzeitbelichtungen durchs Teleskop.

Viele Grüße und CS - Jörg
 
@KlausTietzel,

danke für deine Tips, mit der stabilen Montiereung wusste ich schon, ich hab für Jahre mal ein Newton 4"(Vixen) besessen, der eine recht stabiles Dreibeinstativ hatte mit parallaktischer Montierung.
Ich konnte das Gerät draussen (weite Wiese) recht einfach auf den Polarstern ausrichten was für visuelle Beobachtung ausreichte.

Von der Öffnung ist das Gerät was ich euch da gezeigt hab etwas kleiner, doch muss ich evtl. ein paar Abstriche bzgl. der Öffnungsgrösse machen, da ich nun ein Komplett-System haben möchte, wo ja eine GOTO(hätte ich damal von geträumt :)) mit drinn ist.
Alternativ könnte ich mir vorstellen, einfach eine Parallaktische Montierung mit Nachführung falls es sowas gibt?

Mir sind Celestron, Vixen und Meade als Marken bekannt, wisst ihr wie es da qualitativ aussieht?



 
Hallo Don,

ich glaube mit "könnte man gebrauchen" und "muss ich eventuell ein paar Abstriche machen" ist es irgendwie nicht getan. Das ist so ein lustiges herumgerate, was man denn machen könnte. Die nächste Frage ist schon die nach der Marke.

Also bevor das hier ein Zeitgrab wird (für mich), muss erstmal feststehen, was Du willst, dann kann man daraus ersehen was Du brauchst und ob Du es bezahlen kannst.
Im Moment sehe ich Foto und ich sehe Goto und kann Dir sagen, dass Du das ganz allgemein für 800 Euro nicht bezahlen kannst. Man kann aber irgendwelche abgebrochenen Lösungen verzapfen, mit denen zwei drei Leute weltweit irgendwie zurecht kommen, weil sie schmerzbefreit sind.

Also, fragt sich: Was willst Du an Nachführung? Willst Du nur was, dass von selbst die Erddrehung ausgleicht? Falls es sowas gibt - wenn Du Vixen aus damaliger Zeit kennst, weißt Du das schon - wobei, der Vixen wird doch eher 4,5" gehabt haben. Dafür gab es sowas.

Denk mal fehlerorientiert. Was nervte Dich am Vixen, so dass Du das Ding nicht mehr benutzt hast bzw. nicht wieder willst? Welche Fehler sollte also das neue nicht haben?
Und fang mal an, die Links zu lesen, sonst wird das nix...

Clear Skies
Sven
 
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