Welches Großfernglas mit Wechselokularen?

#1
Hallo!

Auch wenn ich mit meinem 15x70 Fernglas recht zufrieden bin, überlege ich doch mein Weihnachtsgeld in ein anderes Glas, eines mit 45° oder 90° Einblick, zu investieren.
Da ich am Dobson auch mit Binoansatz beobachte, sind Okularpaare von 32mm LOAs, 24mm Panoptics, 13mm Nagler und 8mm Delos vorhanden.
Daher dachte ich an ein Glas mit 1,25'' Wechselokularen.

Das Weihnachtgeld wird rund 1000 Euro ermöglichen.
Ich weiß, dass das nicht all zu viel für so ein Glas ist.

Daher stellen sich zwei Fragen, bei denen ich auf eure Hilfe und eure Meinungen hoffen:

a, Macht ein Glas mit 45° oder 90° Einblick und Wechselokularen um rund 1000 Euro überhaupt Sinn?
Oder wird das bei etwas mehr Vergrößerung so schlecht, dass ich gleich beim 15x70 TS LE bleiben kann?

b, Was für Erfahrungen habt ihr mit Gläsern wie den Folgenden? Was ist gut, was ist schlecht?
Omegon Nightstar 100: Omegon Fernglas Nightstar 20+40x100 Triplet mit wechselbaren Okularen
APM 100mm ED-Halbapo: APM Fernglas 100mm ED-Halbapo
APM 100mm Semi-APO: Teleskop-Express: APM 100 mm 45° Semi-APO Fernglas
TS 90° 70mm: Teleskop-Express: TS APO Bino 70mm Öffnung - 1,25" - 90° Einbl.
TS 45° 70mm: Teleskop-Express: TS 70mm APO Bino - 45° Einblick für 1,25" Wechselokulare mit Okularset 16-fach
TS 100mm Triplet: Teleskop-Express: TS-Optics 100 mm Triplet Semi-Apo Großfernglas 90°, 1,25" Wechselokulare
Vixen BT 81S-A: Teleskop-Express: Vixen BT 81S-A Binokulares Teleskop mit 81 mm Öffnung
… (weitere Vorschläge in diesem Preissegment?)

Danke und Grüße, Mario
 
#2
Hallo Mario,

ich habe das Vixen BT 81 S-A und bin sehr zufrieden!
Grundsätzlich solide verarbeitet, Made in Japan, dass Glas ist mit rund 4kg. auch noch nicht so schwer.
Optisch bis gut 40x einsetzbar, dann wird der Farbfehler doch sichtbar aber das dürfte bei den anderen genannten ähnlich sein.
Das Glas nutze ich jetzt seit min. 4Jahre und habe in der Zeit schon viele schöne Beobachtungen damit gemacht. Ich habe mich damals bewusst gegen ein 100er entschieden weil das alles Chinageräte in der Preisklasse waren und ich häufig über irgendwelche optischen und mechanischen Mängel bei diesen Gläsern gelesen habe.
Übrigens, die Begriffe wie Semi-Apo und Halb-Apo oder den gepriesenen TS Apo für 719,- Euro (geil für so kleines Geld einen Binoapo...schluck) würde ich nicht Glauben schenken, mit dem Begriff "Apo" wird viel Schindluder getrieben, CA (Farbe) gibt es gratis dazu...auch beim Vixen, aber die sparen sich wenigstens die Werbelyrik!

Andreas
 
#3
Eine gute Quelle zum Schmökern ist auch Cloudynights, da die Amis (eher) auf große Brocken stehen. Z.B. über die APM 70mm bis 120mm sind da zig Seiten voller interessanten Erfahrungen, sowie Tipps&Tricks.
Was ich oft feststellen muss ist, dass der Unterbau gerne vergessen resp. dessen Bedeutung unterschätzt wird - diese Gläser sind schon eine Hausnummer und eine ganz andere Gewichtsklasse als ein 15x70. Ich habe seit vielen Jahren ein 100er-Miyauchi mit der genialen originären Einarm-Montierung auf einem massiven Slik Pro4 - das ist genug für die 20x-Vergrösserung. Da die Möglichkeiten des Okularwechsels damals (2008) noch sehr beschränkt waren, habe ich mir jetzt das 100er-ED von APM 'geschenkt', was allerdings anders montiert werden muss (verm. Gabel + 27er-Berlebach) wieder natürlich mit Kurbelsäule, die halte ich bei Großferngläsern für essentiell. Wenn sowas (ähnliches) schon vorhanden ist, ok - ansonsten ist das auch keine unwesentliche Investition.

Ich habe vom Großfeldbino auch noch Okularpaare (24er PanO, 15er Eudis, 10er Radian + die 18er APM) sodass ich schonmal gucken kann - geeignete Morpheus werden dann ggf. diese ersetzen. Allerdings bin ich Vergrößerungsfreak und es bleiben für mich Ferngläser, schließlich muss ich ja auch händisch nachführen - und beim Dobbi geht das auch (für mich) nur mit Spacewalk-Äqui-Monti. Zum Finden überlege ich noch, ob Digi-Teilkreise Sinn machen - hängt von der Objektauswahl ab.

Ich bin's von den Miyauchis gewohnt, mit 45° zu gucken (20x100, 15,22x60), daher hab' ich auch wieder 45° beim APM genommen - ich beobachte im Stehen, und mit dem mehr als 2m hohen Slik incl. Kurbelsäule komme ich so auch gut in den Zenitbereich. Das mag mit 90° noch besser funzen, aber der rechte Winkel ist eher was für's Sitzen und außerdem Geschmackssache.

gute Wahl wünscht
Manfred

PS: Wenn die Vergrößerungen 'gemäßigt' sein sollen (~bis 50x), fände ich die 'Non-ED'-APM auch preislich eine interessante Option; auch die 'kleineren' 70 und 82mm, da dort auch noch das WGF mit 4° resp. 3,3° noch rel. groß ausfällt. Bei Brennweiten jenseits der 500mm (z.B. APM 100 mit 550mm) wird's dann mit 1,25° schon etwas enger.
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
Danke für den Hinweis zur Montierung, Manfred.

Ein Manfrotto Stativ mit Manfrotto Videoneiger ist vorhanden (jeweils eine Tragkraft über 10kg). Das sollte für den Anfang durchaus ausreichen, denke ich.

Bezüglich Nachführung hatte ich damit bei 150facher Vergrößerung am Refraktor eines Kollegen den wir darauf ausprobiert hatten kein Problem - sollte also auch passen.

Und ja, wenn am Fernglas Vergrößerungen bis etwa 50/60fach gehen, reicht mir das. Für alles stärker zu vergrößernde nehm ich dann sowieso meinen Dobson (den ich übrigens auch bei 350fach noch angenehm händisch nachzuführen finde, ganz ohne EQ-Plattform).

Und zu so hohen Brennweiten wie du in deinem PS ansprichst, komm ich am Fernglas mit meinem angedachten Budget sowieso nicht ;-)

Danke, Mario
 
#5
Hallo,

ich kann Manfred da nur beipflichten.

Das Drumherum ist bei einem Großfernglas mit entscheidend über den Spaß an der Sache. Mein Slik 923 CF ist schon grenzwertig für mein 4 kg Gläschen plus bis zu gut 1 kg Okulare, vor allem bei hoch ausgekurbelter Mittelsäule. Die Einarmgabel für das 100er geht gut, aber hat gefühlt kaum Reserven. Mit einem 100er APM Apo Bino und einem Pärchen Docter/Noblex wären sowohl Stativ als auch Gabel etwas überfordert, denke ich. Da bräuchte es dann so etwas wie ein Manfrotto 475B oder ein Berlebach Uni und eine massivere Gabel, für höhere Vergrößerungen sowieso.

Das 81mm Vixen könnte da schon ein gewisses Optimum darstellen. Mit 4,1 kg ist es ziemlich leicht. Die Achromaten schränken den sinnvollen Okularzoo etwas ein, vielleicht könnten zwei Pärchen schon ausreichen (24mm und 11...14mm). Dafür täte es dann vielleicht auch ein (gebrauchter) Videoneiger. Wenn Du nicht damit wandern willst, ist Holz oder (viel) Alu für das Stativ durchaus zu empfehlen. Ein Nutzer aus diversen Foren (Pinac), der sowohl das 70er ED Vixen als auch das 81er hat, bevorzugt das 81er wegen offenbar besserer Transmission. Auch andere Nutzerberichte sind zum 81er tendenziell positiver als zum 70er. Das war damals für mich mit entscheidend, nicht das Vixen 70mm zu kaufen.

Inzwischen gibt es auch ähnlich bepreiste APM "non-ED" Binos. Die sind neu und viel ist darüber noch nicht bekannt. Gurken sind da aber nicht zu erwarten. Hier wird inzwischen auch die Einarmgabel vom 100er dazu angeboten, das könnte mit dem geringeren Gewicht sehr gut funktionieren und ist zudem relativ preisgünstig und leicht.

Für mich ist Großfernglas immer noch die schönste Art des Beobachtens, es ist allerdings auch eine der kostenintensivsten...

Viele Grüße,
Seabstian
 
#6
Naja - das Budget strapazieren nicht die Brennweiten, sondern die verbauten Gläser: vmtl. werden Mond und Planeten bei den Non-ED ab einer gewissen 'Grenzvergrößerung' nicht mehr ganz so sauber abgebildet (ist ja nicht nur der Farbfehler…) - aber ob das dann 'stört' weiß ich nicht. Du kennst ja deine Okularbrennweiten, dann kennst du auch die resultierenden Vaus. Dass sich bei kleineren Gläsern die AP auch entsprechend ändern, ist ja bekannt - unter 1mm wollte ich ganz sicher nicht gehen, zudem (mich) dann die Nachführung nervt (daher auch die Plattform, andere (Du) ruckeln ja bei 350x immer weiter… (y)).

Wenn selbst meine angesprochenen V noch zu viel sind, wäre dann nicht ein 25x-Geradsichtglas geeigneter (ohne Wechseloption)? Aber auch das ist ja kein Kleinkram und muss auch montiert werden. Dass ein Videoneiger für ein 100er geeignet ist, sehe ich eher kritisch: mein 503 wäre da schon arg grenzwertig - vor allem ist dieses ewige Losdrehen-Feststellen im vertikalen Bereich nicht gerade förderlich (vllt. schafft das der Nitro 8 oder 12, gibt da Erfahrungsbericht auf CN). Wie gesagt, Kurbel ist für mich Pflicht, auch stabiler als 'ne Mittelsäule (die BB 70mm-Kurbelsäule ist natürlich Hammer… o_O).

Da du ja nicht hoch vergrößern willst (auch wg. dem Manfrotto-Setup), würde ich mir das 82-non-ED mal genauer anschauen. 'Gefühlt' ist das 70mm eher zu nah am bisherigen Glas, aber das ist sicher eher psychologisch: ich 'verbessere' mich ggü. dem Miyauchi 100 (das 60er darf bleiben :love:) auch 'nur' erstmal mit der Vergrößerungsfähigkeit - mal sehen… Aber ein 120er ist schon ein mir zu schwerer Brocken, als dass ich ihn zum Rausfahren gerne mitnehmen möchte. Falls es die Mittel zulassen, versuche ich mal die Meiling-Gabel, wird ja 'prächtig' beworben… :unsure:

binokularer Gruß
Manfred
 
#7
Danke!

Ich habe jetzt auch schon viel in den englischen Foren gelesen und langsam zeichnet sich für mich folgendes Bild ab:

a, Ja, es macht auch mit diesem Budget Sinn ein Großfernglas mit Wechselokularen zu kaufen.
b, Die ganz preiswerten, wie die 70mm von TS werden es nicht.
c, 100mm ist mir zu sperrig, zu groß und zu schwer (ev. auch für den vorhandenen Manfrotto Unterbau).
d, Ich will auf jeden Fall mit dem vorhandenen Manfrotto Stativ und den vorhandenen Okularen auskommen, damit da nicht noch mehr Geld zusammenkommt.

Also bleiben das Vixen BT-81S-A
( Vixen BT81S-A (Vixen BT 81 S A) )
und das APM 82 mm non-ED Fernglas
( APM 82 mm 45° non-ED Fernglas mit 1,25" Wechselokularaufnahme-APM-SA82-Bino45 ).

Zu ersterem liest man viel Gutes im Netz, solange man nicht zu hoch vergrößert.
Zu zweiterem gibt es praktisch noch keine Berichte - vielleicht habe ich ja Glück und in den nächsten Wochen kommt das noch irgendwo etwas ...

Was sagt ihr zu der Auswahl?
Ideen?
Empfehlungen?
Denkt ihr, dass sich die etwa 250 Euro mehr, die das APM kostet, auszahlen oder werden die Bilder die die beiden Geräte liefern ungefähr gleich gut sein?

Das non-ED APM scheint es in den gängigen Shops noch gar nicht zu geben, nur bei APM direkt bestellbar, seh ich das richtig?

Danke und Grüße, Mario
 
#8
Ich hätte beim 82er APM kein allzu schlechtes Gefühl, da es doch mittlerweile eine längere Markt- und Stabilitätserfahrung mit den 100ern gibt. Ich selbst habe vor kurzem ein 100/45° gekauft, aber noch nicht im Einsatz gehabt. Mit beiden wird man Spaß haben, was soll beim Vixen viel anders sein als beim APM, nüchtern betrachtet.

Auf der Welt werden täglich (zehn)tausende Linsen gefertigt und beschichtet, mal kommen sie da rein, mal dort, die 80mm Gläser sollten so ziemlich alle Marken sauber und brauchbar produzieren können. Der Rest ist für mich reines Marketing. Und wenn Dir etwas in der Praxis nicht gefällt, kannst Du es gegebenenfalls auch retournieren. ;)

Ich würde also sagen, die beiden zeigen am Himmel wahrscheinlich das Gleiche.
Wenn das Hirn etwas nicht wirklich fundiert unterscheiden kann, darf sich der Bauch was aussuchen...

lg
Niki
 
#9
das non-ED APM ist erst am 21.11. auf den Markt gekommen, siehe Blog. Wenn ich als Produzent die Mglk. habe, ein neues Produkt ganz eng am Kunden zu "testen", kann ich dazu den Käuferkreis minimieren. Vll hat APM das deshalb noch nicht in die anderen Shops gelassen, um den Kundenkreis im Griff/in der Feedbackschleife zu behalten.
 
#10
Hallo Mario,

noch zwei kleine Anmerkungen: 90° gibt es nur in den APMs, falls das bevorzugt wird.

Ich würde die 70er noch nicht ausschließen, die kürzere Brennweite erlaubt etwas weitere Felder (4° vs. 3,4° bei den 81/82).

Sonst stimme ich zu und würde ich einfach nach Bauch oder Aussehen entscheiden.

Viele Grüße,
Sebastian
 
#12
Hallo und Danke!
Jetzt weiß ich wenigstens, warum das Wetter der letzten Wochen so mies ist (auf Demokrat schau). :p

Da ich sowieso auf das Weihnachtsgeld warten muss, werde ich frühestens zwischen Weihnachten und Neujahr, wohl eher Anfang 2019, bestellen. Daher sind noch ein paar Wochen Zeit mir alles durch den Kopf gehen zu lassen und mit etwas Glück taucht noch ein guter Bericht zum neuen APM-Glas im Internet auf.

Fürs weite Feld bei geringer Vergrößerung hab ich eh mein aktuelles 15x70 mit 4,4° - daher ist das nicht so wichtig.

Ob 90° oder 45° bin ich mir selbst noch etwas unsicher. Ich hätte aktuell eher zu 45° tendiert ...
90° kenn ich von diversen Refraktoren und von meinem Coronado PST. Im Zenit super, Horizontnahe finde ich es für den Nacken eher unangenehm.
Geradsichtig habe ich jetzt am 15x70 Fernglas, geht auch, ist aber gerade in Zenitnähe echt unpraktisch.
Und als Biologe ist ab und an die terrestrische Nutzung für Tierbeobachtungen auch nicht ganz ausgeschlossen.
Daher meine Überlegung: 45°, also die Mitte der beiden Optionen die ich kenne - müsste meist ideal sein.

Aus dem Bauch heraus würde ich eher zum Vixen tendieren - vor allem da ich kaum Vorteile beim APM erwarte und für 250 Euro, die ja das APM teurer ist, kann man schöne andere Sachen fürs Hobby kaufen - sind bei diesem Gesamtpreis ja doch rund 25% mehr als das Vixen!

Mario
 
#13
Denkt ihr, dass sich die etwa 250 Euro mehr, die das APM kostet, auszahlen oder werden die Bilder die die beiden Geräte liefern ungefähr gleich gut sein?
Enge Geschichte...

Mario das kannst nur Du selber entscheiden!
Habe mal das Angebot vom APM überflogen, Vorteil 300g. leichter, 1mm. mehr Öffnung, Nachteil kürzere Brennweite!
Die Öffnung und die Brennweite liegen aber so dicht beeinander das Du selbst wenn beide Geräte nebeneinander stehen würden Du keine Unterschiede wahrnehmen könntest, vorrausgesetzt beide Gläser haben eine gleich gute Optik.
Also, als Vorteil beim APM bleiben 300g. weniger Gewicht...aus Erfahrung mit vielen Ferngläsern weiss ich aber dass das nicht unbedingt auf's Gramm genau ist, könnte also auch ähnlich schwer wie das Vixen sein.
Was bleibt noch, ein Pärchen Okulare beim APM, ob die 250,- Euro Wert sind eher nicht.

Ich denke beide Gläser sind optisch sehr ähnlich, wie es mechanisch beim APM ist steht wohl noch in den Sternen.
Mein Punkt, vermutlich wirst Du mit beiden Gläsern nicht viel falsch machen, Du musst also wohl oder übel selbst entscheiden!
Bei zuviel hin und her Überlegerei hilft auch manchmal die Münze...;)

Andreas
 
#14
Hallo Annette, das 100er ED, am Violet Friday bei APM war´s günstiger... aber immer noch kontozerstörend. Zusammen mit dem Zeiss 10 x 56 Conquest HD sind meine Weihnachtsgeschenke für mich somit erledigt. ;)

Aus dem Bauch heraus würde ich eher zum Vixen tendieren - vor allem da ich kaum Vorteile beim APM erwarte und für 250 Euro, die ja das APM teurer ist, kann man schöne andere Sachen fürs Hobby kaufen
Klar, würde ich auch so sehen. Ich finde, wir kaufen im Wesentlichen bei fast gleichem Preis ziemlich gleiche Qualität, deshalb entstehen ja die Fragen nach den eigentlichen Unterschieden. Weil es kaum welche gibt. Als gelernter Konsument mit 100% Eingenverantwortung wollen wir natürlich keine Fehler machen und fragen hier nach. Aber wenn´s nach dem Markt geht, kann ich nur sagen: jeder Hersteller muss für das Geld adäquates bieten, und so sind ähnliche Produkte m.E.- ähnlich gut heute.

Ich hab bei CN fast 2 Tage lang alles über Binos und den jeden Quack darüber gelesen und die Summe aller Meinungen ist 0. Das ist wie die Glockenkurve vom alten Gauss, manche fanden das Vixen entsetzlich, manche liebten es. Manche fanden das APM besser, manche nicht. Manche sagen es zeigt irre Farbe und manche sagten, es wäre absolut super für ein non ED. Also was bitte soll ich da draus für eine Conclusio ziehen? Selbst machen. Selbst kaufen, Selbst testen. Selten gibt es ein Produkt, das alle hier gleich miserabel finden. Und ja, die teuren Sachen wieder meist als sehr gut bezeichnet. Nun, überraschend ist das für mich nicht. Ich hab auch Takahashis, aber ich zweifle, ob ein APM oder ein Vixen oder ein Celestron am Himmel so wesentlich anderes zeigen, um teilweise viel weniger Geld. Das seeing ist der Hund. Nicht die Linse oder der Spiegel bis 8". Das können wir und die Chinesen und die in Taiwan seit Jahren (mit unseren Maschinen) hervorragend schleifen. ;)

lg
Niki
 
#15
#18
schüchtern fingerheb: in der APM Vorführliste steht es zum Vixen-Preis. €€€ müsste demnach nicht unbedingt ein Argument sein, wenn's Dir nichts ausmacht ein Vorführgerät statt eines Jungfräulichen zu wählen.
 
#19
schüchtern fingerheb: in der APM Vorführliste steht es zum Vixen-Preis. €€€ müsste demnach nicht unbedingt ein Argument sein, wenn's Dir nichts ausmacht ein Vorführgerät statt eines Jungfräulichen zu wählen.
Danke für den Tipp - mal sehen ob das noch verfügbar ist, wenn ich dann das Geld zum Kauf habe.
Aber ich behalte es auf jeden Fall im Blick!

Mario
 
#20
Wir haben uns jetzt mal erkundigt, wo die Unterschiede zwischen dem Vixen und dem neuen APM sonst noch liegen.

Es hieß:
Ansich sehr ähnlich, aber das neue APM ist stickstoffgefüllt, das Vixen nicht.
Und das APM hat eine Prismengröße von 28mm, das Vixen nur von 24mm (oder sogar nur 20mm - je nachdem welcher Auskunft man Glauben schenkt).

Denkt ihr, dass man größere/kleinere Prismen und Stickstofffüllung merkt?

Grüße, Mario
 
#21
Stickstofffüllung soll bei Kälte Beschlagen verhindern, im Gegensatz zu Luft, die im Werk bei der Montage auch eine gewisse Feuchtigkeit hat.

Das mit den Prismen weiß ich nicht, beide haben 1,25" Okulare, die Prismen sollten also zumindest 24mm Panoptic oder ähnliche problemlos ausleuchten.

lg
Niki
 
#22
Hi Mario,

die Stickstofffüllung ist dazu gedacht, das Eindringen von feuchter Luft in das Fernglas und die anschließende Kondensation im Inneren zu verhindern. Leider finden die Stickstoffmoleküle früher oder später einen Weg ins Freie, so dass man nur begrenzt was von der Füllung hat.

Dennoch hilft natürlich die Abdichtung. Selbst wenn sich der Stickstoff verdünnisiert hat, kommt Wasser immer noch schwerer hinein als ohne Dichtungen. Insgesamt ein Pluspunkt für die APM-Gläser.

Mit den Prismen ist es schwieriger. Natürlich hilft eine größere freie Öffnung bei der Verhinderung von Vignettierungen. Allerdings helfen kleinere Durchlässe bei der Unterdrückung von Streulicht. Manche APM Nutzer berichten von internen Reflexionen unter bestimmten Bedingungen. Andererseits fühlt sich kaum jemand davon ernsthaft gestört. Bevor die Vignettierung durch einen nominell zu kleinen Durchlass stört, braucht es aber auch ein größeres Missverhältnis. Ich habe in meinem Fernglas Umlenkspiegel mit einem Minimaldurchmesser von 30mm. Aber selbst Okulare mit 38mm Feldblende vignettieren da nicht sichtbar.

Dennoch bleiben die APMs das modernere Design und Herr Ludes nimmt die Rückmeldung seiner Kunden sehr ernst und hat genau deswegen den Durchlass der Prismen erhöht. Das Vixen kann hingegen einen gewissen klassisch-japanischen Großfernglas-Charme und die farbenfrohere Lackierung ins Rennen schicken.

Viele Grüße,
Sebastian
 
#24
Hallo Niki,

im großen internationalen Forum hat mal jemand Bilder von einem geöffneten APM gezeigt. Es sah so aus, als wäre das Glas von den Objektiven bis zum Prismenblock dicht und die darüber liegende Abdeckung mit den Okularklemmen dann separat ausgeführt.

Viele Grüße,
Sebastian
 
#27
Für die Überlegung, ob Stickstofffüllung sinnvoll ist, ist ja nur das Konstruktionsprinzip entscheidend, und das ist meines Erachtens fast ident, nur in klein. ;) ED und NON-ED betrifft nur die Glassorten der Frontlinsen.

lg
Niki
 
#28
Ich hatte beim Vixen BT 81 Probleme andere als die originalen Vixen Okulare zu klemmen, da die Spannzangen z.B. bei TeleVue und Explore Scientific Okularen ins leere Greifen und die Okulare nicht sauber gehalten werden.
Bei meinem APM 70 APO / 45 ° ist das etwas besser und die APM und TV Okulare gehen problemlos.

Wer hat blos diese unsäglichen Okular-Sicherungsnuten eingeführt ?- So ein Schmarrn!

cs
Andreas
 
#29
Wer hat blos diese unsäglichen Okular-Sicherungsnuten eingeführt ?
Ein Ding alleine macht noch keine Probleme... ;) Aber Klemmungen, die nicht weit genug zugehen, um auch Okulare mit den Spannnuten zu klemmen, sind Quatsch. Aber auch die Unterschiede bei den Nuten sind intelligent, manche sind konisch, das ist dann besonders praktisch und spannend, wenn man zentrisch spannen will... ich sag nur: DIN Norm. Ein Fremdwort für Teleskopbauer. Jeder baut, wie er will und denkt, er kann das in der Werbung als Pluspunkt zu Unterscheidung vom Mitbewerb anführen. :devilish:

lg
Niki
 
#30
Ich hatte beim Vixen BT 81 Probleme andere als die originalen Vixen Okulare zu klemmen, da die Spannzangen z.B. bei TeleVue und Explore Scientific Okularen ins leere Greifen und die Okulare nicht sauber gehalten werden.
Bei meinem APM 70 APO / 45 ° ist das etwas besser und die APM und TV Okulare gehen problemlos.
Hmmm …
Danke!
Das spräche wieder deutlich gegen das Vixen, denn ich möchte unbedingt meine bereist vorhandenen TeleVue Nagler und Panoptics nutzen!

Wie bist du denn sonst so mit deinem APM zufrieden?
Mechanisch könnte das neue non-ED ja ähnlich sein ...


Danke, Mario
 

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