Welches Kleinteleskop für schnellen Einsatz

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo!

Doch, ist es. Das kommt einfach drauf an, wo man das Fernrohr aufbewahrt. Wenn ich es im Winter natürlich in einem auf 25°C geheizten Zimmer liegen habe muss ich eben warten... aber wir heizen erstens nicht so stark und zweitens gibt es bei uns genug Räume, die auch im Winter nicht oder kaum geheizt werden. Und den Rest des Jahres über ist es gar kein Problem, da ist der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draussen sowieso nicht groß. Mein C6 ist jedenfalls innerhalb von einer Viertelstunde immer betriebsbereit.

Grüße
Maximilian
Wie definierst Du denn "betriebsbereit"? Ist das Tubusseeing dann "nicht mehr unendlich schlecht" oder "ist zwar alles unscharf, aber man kann hell und dunkel unterscheiden", oder aber "zackige Sterne finde ich schön"?:ROFLMAO:;);););)
Ich habe schon viele Teleskope besessen, und durch viele geschaut, aber ein C6, was nur 15 Minuten Auskühlzeit benötigt....damit könntest Du viel Geld verdienen, wenn Du so eines besitzt und nach diesem Vorbild eine entsprechende Produktion in Auftrag geben würdest. Ich kaufe 10 Stück! ;);)

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Leute

nach langem hin und her ist es am Ende ein C6 geworden.

Eigentlich war aber die Entscheidung für einen Skymax 150 sehr sicher, aber am Ende kams dann anders.
Ich hoffe ich werde diese Kaufentscheidung nicht bereuen.


Danke u. lg
Simon
 
für einigermaßen befriedigende Planetenbilder brauchst eine gute Auflösung und eine gute Fokussierung.
Hast Du mal gelesen, wie der Bresser Maksutov im Netz beurteilt wird??
Ich würde Dir einen 100 mm ED Apo f7 Zweilinser empfehlen. Der hat alles, was Du haben willst und ist mit 4 kg
leicht zu transportieren. Bei TS derzeit bei 599.-€ im Angebot. Und eine guter OAZ ist auch verbaut. Auskühlzeit
ca 30 - 45 min; wenn man den auf dem Balkon kurz vorher rauslegt, ist das schnell passiert. Und man guckt von hinten rein,
was auf dem Balkon ein großer Vorteil ist Vergrößerung bis ca. 200x, aber auch bei DSOs mit ordentlicher Leistung.
Hallo und guten Abend,

das Thema dieses Threads ist ja eigentlich erledigt, möchte mich aber an dieser Stelle noch mit einer Frage im Nachgang dranhängen. Alternativ zum vorgeschlagenen TS 102 ED Apo gäbe es ja von Explore Scientific ein ähnliches Instrument mit 102 mm f7, mit 999 € teurer als der ES, allerdings mit drei Linsen und Zenitspiegel an Bord. Man liest ja eher wenig über ES Refraktoren, scheinen als vergleichsweise neuer Anbieter zumindest hier in D ein gewisses Schattendasein zu fristen, aber vielleicht kennt den ES 102er ja einer von Euch und kann ihn von der Qualität her einordnen.

Schöne Grüße, Rolf
 
Hi,

irgendwie wie im Kindergarten - thermik hin oder her , jeder ist doch in der Lage sein Handy oder PC zu bedienen . Da ließt man die Wetterkarte ab und entscheidet ob man in einer Std. was machen kann oder nicht . Demzufolge stell ich das Zeug schon raus . Zumindest die Optik auf den Balkon legen und Kamera wenn aufgenommen werden soll .
Wenns um Feuchtigkeit geht dann kauft man sich einen Schrank den man auf den Balkon stellt und packt die Optik eben dort hinein , dann ist sie kalt und kann sofort loß legen .
 
irgendwie wie im Kindergarten - thermik hin oder her , jeder ist doch in der Lage sein Handy oder PC zu bedienen . Da ließt man die Wetterkarte ab und entscheidet ob man in einer Std. was machen kann oder nicht . Demzufolge stell ich das Zeug schon raus . Zumindest die Optik auf den Balkon legen und Kamera wenn aufgenommen werden soll .

Die Vorgabe war halt: "Die wichtigste Bedingung ist Kompaktheit und der schnelle Einsatz bei Wolkenlücken."
"Schnell" ist halt relativ. Deswegen finde ich konkrete Zeitvorgaben besser als einen Begriff wie "schnell" .
Ein Tag ist für mich sowieso immer schnell vorbei.;)

Gruß
Ronald
 
Die Vorgabe war halt: "Die wichtigste Bedingung ist Kompaktheit und der schnelle Einsatz bei Wolkenlücken."
"Schnell" ist halt relativ. Deswegen finde ich konkrete Zeitvorgaben besser als einen Begriff wie "schnell" .
Ein Tag ist für mich sowieso immer schnell vorbei.;)

Gruß
Ronald
Die Bedingung "schneller Einsatz" wird auch erfüllt, da der C6 sehr kompakt ist wird er in einer Platikkiste am Balkon gelagert.
Somit ist er im Grunde sofort einsatzbereit.


Danke für die Hilfe!
Simon
 
Hallo,

Auch wenn die Entscheidung schon gefallen ist, möchte ich dennoch auf ein ähnliches Teleskop wie dem C6 hinweisen.

Seit einiger Zeit gibt es bei Teleskop-Express die Cassegrain auch in der 6" Ausführung. Diese sind im Gegensatz zum C6 nicht mit einer Schmnidtplatte verschlossen sondern haben einen offenen Tubus. Damit könnte auch die Auskühlzeit geringer sein.
Wären diese Teleskope eine Alternative zu den C6?

Ich selbst habe als Teleskop zum "schnell mal beobachten" einen 110/1035mm Maksutov Cassegrain der ebenfalls einen offenen Tubus hat. Ich meine schon das dieses Teleskop schnell einsatzbereit ist. Den Maksutov Cassegrain betreibe ich auf einem stabilen Fotostativ mit Getriebeneiger.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

die RC Cassegrains haben bei visuellem Einsatz zwei, drei Handicaps, die man kennen sollte. Die Geräte sind fotografisch ausgelegt und haben für eine gute Ausleuchtung bei geebnetem Bildfeld große Fangspiegel.

Folglich ist erstens die Obstruktion sehr hoch, was das Bild visuell weicher macht und alles andere als knackig erscheinen lässt. Fotografisch spielt hohe Obstruktion keine Rolle, da man den Kontrast durch längere Belichtungszeit steigern kann - das Auge kann das leider nicht, wehalb bei visuellem Einsatz mit 50% Obstruktion keine große Freude aufkommt.

Zweitens ist die Kollimation kritisch, weil der SweetSpot in dem die Justage passt, systembeding nur sehr klein ausfällt, d.h. er ist mühselig zu finden, und kann bei kleinster Abweichung der Idealstellung auch schnell wieder verloren gehen.

Aufgrund dieser Justierempfindlichkeit müssen Tubus und der große Fangspiegel genügend massiv und verwindungssteif gelagert und gebaut sein, weshalb die Geräte drittens ein gemessen an der Öffnung hohes Gewicht haben und nicht gerade transportfreundlich sind.

Für den visuellen und mobilen Einsatz als leichtes unkompliziertes Schnellspechtelgerät sind die meines Erachtens nicht zu empfehlen.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo,

Von welchen Teleskop redest du überhaupt? Von einem RC = Ritchey-Chrétien oder einem Cassegrain wie ich ihn angesprochen habe?
Ich selbst habe die 10" Version vom klassischen Cassegrain und kann deine Aussagen nicht nachvollziehen.

was das Bild visuell weicher macht und alles andere als knackig erscheinen lässt.

Diese Aussage kann ich weder bei meinem 10" Cassegrain noch bei meinem 4,3" Maksutov Cassegrain nachvollziehen. Bei beiden Teleskopen habe ich ein scharfes Bild im Okular das nur durch das Seeing limitiert wird. Ich konnte bisher noch kein "weiches" Bild im Okular sehen.


Das Justieren von meinem Cassegrain klappt dank Mittenmarkierung auf dem Fangspiegel problemlos. Die genaue Justierung erfolgt am Stern. Auch hier ist das Justieren vom Teleskop eine einfache Angelegenheit.

Öffnung hohes Gewicht haben und nicht gerade transportfreundlich sind

Ich habe oben in meinem Text einen 6" Cassegrain als Alternative zu einem 6" SC angesprochen.
Der 6" Cassegrain wiegt laut Händler 5,4kg, der 6" SC mit 3,7kg, das sind gerade mal 1,7kg weniger. Wo siehst du hier ein hohes Gewicht und eine mangelnde Transportfreundlichkeit?

Für den visuellen und mobilen Einsatz als leichtes unkompliziertes Schnellspechtelgerät sind die meines Erachtens nicht zu empfehlen.

Warum? Das solltest du genauer Erläutern.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

ich denke wir reden durchaus vom selben 154mm RC Cassegrain Gerät (beide Spiegel hyperbolisch mit deutlich größerem fotografisch nutzbaren Feld, eine Weiterentwicklung des klassischen Cassegrain mit parabolischem Haupt und hyperbolischem Fangspiegel). Oder welches rein klassische 6" Cassegrain meinst Du?

Davon abgesehen ist mir ein Rätsel wie ich die m. E. mangelnde Eignung dieser vergleichsweise schweren und hoch obstruierten Systeme als leichtes visuelles Schnellspechtelgerät noch "genauer Erläutern" soll: ein großer Fangspiegel mit 50% Obstruktion bewirkt am Planeten im Fall des 6" eine visuelle Kontrastleistung wie bei einer nur noch 77mm kleinen unobstruierten 3" Öffnung.

Visuell wird man damit im Grunde gleich zweimal bestraft, erstens büßt man beim Kontrast die halbe Öffung ein und zweitens muss man dafür auch noch rund 50% zusätzliches Gewicht in Kauf nehmen. 50% weniger visueller Kontrast bei 50% mehr Gewicht, für das man anderswo ordentlich mehr Öffnung bekommt, (ein 8" C8 mit 200mm wiegt gleich viel), zuzüglich der manchmal tückischen Justage, über die man hier einige Threads finden kann : keine Ahnung was Du an dieser Kombination von Eigenschaften zum Schnellspechteln so attraktiv und empfehlenswert findest. Aber YMMV...



Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke wir reden durchaus vom selben 154mm RC Cassegrain Gerät

Nein, das tun wir nicht.
Ich meine einen klassischen Cassegrain, mit parabolischen Hauptspiegel und hyperbolischen Fangspiegel mit einer linearen Abschattung von 38% und zwei Zoll Okularauszug. So etwas gibt es seit längeren auf dem Markt.

Ein 5,4kg Teleskop ist für meinem Empfinden nicht schwer, hier mag sicher jeder seine eigenen Ansichten haben.
 
Danke! Für so ein System in 6" sind 450 Euro ein vergleichsweise interessanter Preis. Gut möglich auch, dass bei der klassischen Bauweise mit f/12 die Justage gutmütiger reagiert als bei den höher geöffneten f/9 RC.

Allerdings wirkt die Ostruktionsangabe von 38% im Bezug auf die Abbildungen irgendwie unstimmig. Wenn man das Foto mit der Öffnung schräg von vorn anschaut - das dritte von links in der Reihe - sieht man, dass der eigentliche Fangspiegel auf einem kleineren runden Träger sitzt, also weiter hinten im Tubus. Das Verhältnis vom weiter vorn liegenden Trägerdurchmesser zur wirksamen Öffnung liegt auf diesem Foto zwar bei ca. 38%, aber das zählt ja nicht. Denn beim dahinter sitzenden Fangspiegel ist der Durchmesser deutlich größer als beim Träger und dessen für die Abschattung entscheidender Wert dürfte pi mal Lineal eher bei 50% der Öffnung liegen.

Man könnte also vermuten, dass bei der Obstruktionsangabe von 38% fälschlich der kleinere Durchmesser des Trägers zu Grunde gelegt wurde. Kann aber natürlich auch sein, dass da ein falsches Foto einer RC-Variante zugeordnet wurde. Halte ich sogar für noch wahrscheinlicher, denn für ein f/12 System gegenüber einem f/9 sollte nämlich eigentlich ein um 9/12 (oder 38/50) kleinerer Fangspiegel reichen. Irgendwas passt da jedenfalls nicht ganz zusammen...

Wie sieht das denn bei Deinem klassischen 10"- Cassegrain aus, welches Öffnungsverhältnis mit welcher Obstruktion hat der?

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe auf die Schnelle (ohne Blenden, Nominaldurchmesser) auch ca. 40% lineare Obstruktion geschätzt (siehe Skizze - Maße sind meine Linienlängen, nicht Originalmaße).
Je nach Händler wird das mit 33% LO angegeben: TS-Optics 6" 154/1848mm: Cassegrain Teleskop OTA

oder 38%: Teleskop-Express: TS-Optics 6" f/12 Cassegrain Teleskop 154/1848 mm OTA

dürfte baugleich sein mit einem GSO: GSCC6 | 154/1848 Cassegrain Teleskop, nur Tubus

lg
Niki

Bildschirmfoto 2021-01-30 um 18.03.10.jpg


(Bild: Teleskop Service https://www.teleskop-express.de/sho...retien/tsrc6m-6-inch-rc-innenblenden-1000.jpg)
 
Hallo Niki,

mit Deinen eingezeichneten Linien komme ich nicht klar.

Die violette Linie soll vermutlich für die wirksame Öffnung stehen. Sie ist dafür aber m.E. nicht nur oben zu lang, weil sie dort über den inneren Tubusrand hinausgeht, sie setzt meines Erachtens auch unten falsch und zu tief an. Dort "stützt" sie sich zwar auf den vorderen inneren Tubusrand, aber der ist meines Erachtens nicht gleich der wirksamen Öffnung. Diese ist m.E. kleiner und liegt auf Höhe des Fangspiegels weiter hinten, dort wo die erste Blende erkennbar ist.

Die wirksame Öffnung für den parallelen Lichteinfall muß doch immer die Stelle sein, die das parallel einfallende Lichtbündel maximal passieren kann, und das ist m.E. der Durchmesser der Blenden, hier also abzulesen an der ersten grauen Blende hinter den Fangspiegelstreben. Deine violette Linie ist in Bezug auf die tatsächlich wirksame Öffnung meiner Meinung nach also oben und unten deutlich zu lang geraten.

Den Fangspiegeldurchmesser (vermutlich die rechte gelbe Linie) hast Du außerdem nach unten etwas zu kurz gemacht, denn wenn man den Parallaxeneffekt berücksichtigt käme das untere Ende des Fangspiegel nach vorne projiziert einen Tick tiefer zu liegen. Wenn Du die grüne Line, um das zu erkennen, parallel nach oben verschiebst bis Anschlag geriffelter Fangspiegelrand, sollte man die gelbe Line bis zu einem Schnittpunkt der beiden noch etwas nach unten verlängern, ab dem es dann zählt.

Die gelbe Linie ist also m.E. unten etwas zu kurz geraten, die violette unten und oben deutlich zu lang, das macht dann im Quotienten fälschlich eine signifikant zu kleine Obstruktion... Misst man dagegen so, wie ich es versucht habe darzulegen, landet man bei um die 50% - ich finde, man sieht das dem großen Durchmesser des Fangspiegels doch schon an...

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mathias,

wie die Öffnung hier angegeben wird, weiß ich nicht, man müsste da tatsächlich nachmessen. Ob die bei 6" die Blenden meinen, weiß ich nicht, letztlich müsste ich so ein Ding tatsächlich kaufen, um das wirklich abzumessen. Wie ich schrieb, machen sogar die Händler verschiedene Angaben, sowohl was die Obstuktion betrifft, als auch die Verspiegelung. :coffee:

Meine Skizze war nur grob, die Perspektive des Tubus ist schon sehr ausgeprägt, insofern ist das alles eine Schätzung. Wenn Menschen wie Du die technischen Produktangaben erstellen würden, dann wäre die Genauigkeit der Angaben mit Sicherheit deutlich höher... :)

Die Fangspiegelhalterung selbst ist schon ein Hammer, die ist nicht gerade klein, und wahrscheinlich ist der Spiegel nochmals kleiner, denke ich, also würde hier die Angabe des Sekundärspiegeldurchmessers (wie bei anderen Konstruktionen) auch nicht ausreichen... es bliebe nur wirklich nachmessen - oder glauben.

lg
Niki
 
Hallo Niki,

stimmt, Du hast recht, letztlich kommt's bei der wirksamen Öffnung auf den Hauptspiegeldurchmesser an, der dann aber nochmal einen kleinen Tick geringer sein dürfte, als die Blendendurchmesser, die ich zur Abschätzung ansetzen wollte. Ginge damit sogar minimal in Richtung noch etwas höhere Obstruktion. Aber wie auch immer.

Schätze aufgrund von Gerds Angaben, dass das mit den 38% bei diesem klassischen langbrennweitigen Cassegrain hinkommt, dass aber das Foto versehentlich von einer kurzbrennweitigeren RC-Variante mit 50% stammt.

Ein weiterer Vorteil des thermisch offenen Systems im Vergleich zu SCs oder Maks ist, dass es dank des festverbauten Hauptspiegels weder Shifting noch Mirror-Flop geben kann, und die Brennweite bei der Entfernungseinstellung sich nicht verändert, und dass dank des fixen Abstands der Spiegel somit immer die maximale Bildqualität gegeben ist. Nachteilig finde ich jedoch die Spikes...

Gruß,
Mathias
 
Hallo Simon,

vielleicht noch was zum deutlichen Preisunterschied dieser 6" Cassegrains gegenüber gleichgroßen SCs oder Maks.

Bei letzteren beiden ist ja jeweils noch ein optisch aufwendiges und nicht ganz einfach herzustellendes oberflächenvergütetes Frontglaselement verbaut. Beim Mak eine dicke Meniskuslinse mit innen aufgedampftem Spiegel, beim SC eine dünne asphärische Korrektorplatte mit verschiedenen Zonen sammelnder und zerstreuender Wirkung. Schon deren Herstellung dürfte die Baukosten deutlich verteuern.

Hinzu kommt aber auch noch die erforderliche aufwendige bewegliche Hauptspiegellagerung, die zur Fokussierung eine möglichst spielfreie Bewegung der nicht ganz leichten Spiegel ermöglichen soll, die dabei außerdem exakt auf der optischen Achse geführt sein müssen. Auch sowas kostet.

Einfache Cassegrains kommen dagegen ohne zusätzliche optische Korrekturelemente aus und haben fest verbaute Spiegel mit Standard-Okularauszügen dahinter, und sind damit weniger aufwendig zu fertigen. Es kommt hinzu, dass sie vermutlich aufgrund des höheren Gewichts und höherer Montierungsanforderungen nicht ganz so weit verbreitet sind (was unter anderem auch ein Grund ist, weshalb die sonst optisch hervorragenden Schmidt-Newtons trotz relativ günstiger Preise nicht so beliebt sind).

Dass die Preise zwischen den Systemen bei den 6-Zöllern besonders weit auseinanderklaffen (bei 8 Zoll und mehr sind die Unterschiede nicht mehr so deutlich) hat wie ich spekuliere, vor allem marketingtechnische Gründe: die verkaufen sich für den fotografischen Hauptanwendungszweck nicht so gut wie die größeren Öffnungen, liegen daher vermutlich länger im Händlerregal und werden deshalb mit geringerer Marge und etwas Werbung immer mal wieder "promotet"...

Wenn ich mich nicht falsch erinnere, waren die bei der Markteinführung jedenfalls mal deutlich teurer, so um die 600 bis 700. Aber dafür wollten sie wohl zu wenige kaufen. Für den Preis wirkt ein lichtstärkerer und weitwinkligerer 80mm oder sogar 100mm ED-Apo fotografisch und schnellspechtelmäßig auch für meinen Geschmack jedenfalls deutlich attraktiver. Für 450 lockt man dagegen bestimmt den ein oder anderen an, der auf die größere Öffnung schielt (und das Öffnungsverhältnis übersieht ;-)

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nikki


letztlich müsste ich so ein Ding tatsächlich kaufen, um das wirklich abzumessen.

hab ich schon für euch gemacht :cool: der Außendurchmesser der Sekundärspiegelblende beträgt beim 6" Cassegrain 58,7mm. Ich habe die Blende bei meinem Exemplar um 20mm gekürzt dann vignetiert nix mehr und das Ding erscheint mir optisch ganz gut. Nicht gemessen aber an der Sonne performt es prima (mit einfachem Folienfilter). Helligkeit des Bildes erscheint auch passend zur 96%igen Verspiegelung zu passen da geht auch bei Deep Sky schon was.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Gerd,


der Witz ist daß das 6" Cassegrain schneller auskühlt als ein 5" Mak und wirklich schwerer ist es auch nicht was eine schon vorhandene kleine Monti nicht überfordert. Ich hab es auf einer Vixen GP bzw. einer Giro II mini das paßt auch mit dem leichten Vixen Alustativ. Bei geringen Temperaturunterschieden zeigt es vor allem mit dicht am Tubus sitzender Folie nur sehr geringes Tubusseeing das taugt bei dem hier üblichen doofen Himmel auch zum schnellspechteln.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Gerd,


das ist ein Aluteil mit ca. 2mm Wandstärke, ich hab nur mit einem Höhenreißer ringsherum die 20mm angerissen und dann mit einer feinen Metallsäge abgesägt. Anschließend plattgefeilt, Kanten gebrochen und mit Lack schwarz getupft.

Der Grund ist folgender: ich hatte vorher den 127/1900 Bresser Mak und war erstaunt wie nah der am 6" Cassegrain liegt. Daraufhin hab ich eine Glasplatte vorne auf das Cassegrain gelegt und die Öffnung mit einem Justierlaser abgefahren. Dabei fällt auf daß wenn der Laser auf den äußeren 8-10mm des HS auftrifft er an der Blende des Sekundärspiegels hängenbleibt und nicht auf den Sekundärspiegel trifft. Nach der Sägung war der Unterschied zum Mak wie ich das bei 5" vs. 6" erwarten würde und der Mak ist jetzt bei seinem neuen Besitzer. Ansonsten scheint die Positionierung der Blendrohre perfekt zu passen der Laser läuft jetzt schön an allen Kanten vorbei ohne irgendwo hängen zu bleiben und die gute Unterdrückung von Streulicht ist geblieben. Mein Eindruck ist besser als bei den meisten günstigen Maks die ich kenne.


Viele Grüße Felix
 
Hallo

um nicht ein neues Thema anzufangen frage ich hier:

Ist es für das Stativ gut wenn man es auf dem Balkon lagert und es somit hin und wieder etwas nass wird?
Mein Stativ steht nämlich seit 2 Wochen (aufgestellt) am Balkon.


Danke u. lg
Simon
 
Hallo Simon,

dem Alu- oder Stahlstativ dürfte es wenig ausmachen - aber der Montierung (Elektronik?) schon!

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter

danke, die Montierung ist natürlich drinnen, das Stativ kann somit draußen bleiben, eventuell auch zusammengeklappt.


lg Simon
 
Hallo Namensvetter :)

Ich würde das Stativ zusammen klappen und zumindest ein bisschen abdecken. Grill Abdeckungen eignen sich hierfür sehr gut. Denn sagen wir nach 2 Jahren Regen, Schnee, Frost, Hitze, massive Sonneneinstrahlung, dadurch festegebackene Pollen und dem ein oder anderen Vogelhaufen ist selbst der edelste Stahl irgendwann nicht mehr so edel, sieht einfach mega unschön aus und wehe du musst das Zeug dann mal sauber machen.

Ist aber nur meine Meinung. Ganzjährig draußen stehen wenn vor Witterung geschützt kann denke ich auch eine Montierung komplett, gibt ja viele hier, die haben Remote Gartensternwarten bei sich stehen und ich glaube da bleibt auch alles mehr oder weniger aufgebaut permanent :cool:
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben