Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35 mm?

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schischi

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Weiß jemand, welches Okular mit einer Brennweite von ca. 25 bis 35 mm die maximale Feldblende nutzt?

Weiterhin sollte es einigermaßen F/6 tauglich sein.

Welche Feldblende hat z.B. das Meade UWA 30 mm? Finde leider nichts darüber.

Grüße
Michael
 
Das 24mm Panoptic von TeleVue, mit 27mm Feldblende. Ein sehr schönes Okular, sicher keine Probleme mit f/6, aber knapp ausserhalb des von dir vorgegebenen Brennweiten-Bereichs. Aber du hast ja "ca." davorgesetzt... :/

Grüße, Herbert
 
Hallo Herbert,

ich hatte vergessen zu sagen, dass ich max. 2-Zoll-Feldblende, also ca. 47 - 48 mm meinte.

Ansonsten passt das PanO 24 perfekt darauf - eben nur für eine 1,25"-Steckhülse.

Grüße
Michael
 
Zitat von schischi:
ich hatte vergessen zu sagen, dass ich max. 2-Zoll-Feldblende, also ca. 47 - 48 mm meinte.

Ich weiss nicht, ob sich 47-48mm Feldblende überhaupt ausgehen. Das 55m Plössl von TeleVue hat 46mm Feldblende, und die Feldblende ist da der vordere Rand der Steckhülse des Okulars...

46mm Feldblende hat auch das 41mm Panoptic. Wenn Du eine ähnlich große Feldblende bei noch kürzerer Brennweite haben willst, brauchst Du also noch mehr scheinbares Gesichtsfeld, als die 68° des Panoptics, und eine ähnlich lange Brennweite. Da wird's eng. Das 31mm Nagler hat auch "nur" 42mm Feldblende, und da wird das 30mm MEADE UWA wohl auch nicht mehr haben.

Grüße, Herbert
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hi Michael,

das 28er UWAN hat eine Feldblende von 43mm (Herstellerangabe 43,5mm). Vermute aber, das wusstest du schon ... ;)

 
Hallo Herbert,

laut Meade-Anfrage hat das 30 mm UWA 47 mm Feldblende.

Ein TS 42 mm WW hat z.B. auch 47 mm (laut Angabe) und das Wide Scan II oder III hat wohl gar keine Blende...

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

47 mm Feldblende für ein 30 mm Okular ist heftig.

Ich sehe die Problematik von 43 mm oder 43,5 mm Feldblende schon bei meinem 28er UWAN.
Es hat zudem noch ein recht ebenes Feld, die Bildfeldwölbung fällt bei weitem nicht so dramatisch aus wie z.B. bei einem 30er BW oder einem 32er TSWA.
Das tatsächliche Feld, also das was Du am Himmel siehst ist damit beim 28er UWAN sehr groß, deutlich größer als z.B. beim 32er TSWA.
Bezügleich der Randschärfe an F/5 und F/6 ist es besser als das TSWA aber nicht perfekt.
Jüngere Leute als ich (49) können das sogar mit den Augen annähernd ausfokussieren und sprechen an F/6 von randscharf.
Der junge Mann war auch an seinem 10" F/5 hochzufrieden mit dem Okular und der Randschärfe, sein WA gefällt ihm hier nicht so sehr weil die Nachfokussiertechnik mit seinen Augen mit diesem Okular ganz offensichtlich weniger gut funktioniert.
Wie gesagt, bei mir klappt Nachfokussieren nur über den OAZ und dann wird es halt in der Mitte unschärfer, man kann aber eine recht ordentliche Mittenstellung finden.
Ganz anders sieht es am 6" F/8 Newton aus, da gibt es absolut nichts mehr zu meckern.

Punkten kann das UWAN gg. WA und BW ganz stark bei der Verarbeitung (Innenschwärzung, einstellbare Augenmuschel, Vergütung pp) und das sieht man auch am Himmel. Das Okular hat eine sehr gute Transmission und Schärfe (Objektdefinition)und ist nicht streulichtempfindlich.

Das Okular präsentiert sich also deutlich besser als die 100 € Erfle Klasse und ist nicht so gut wie ein Nagler (das habe ich nicht im direkten Test gesehen aber ich kenne das 31er Nagler ganz gut).
Damit steht es genau da, wo es vom derzeitigen Preis her hin gehört.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von schischi:
laut Meade-Anfrage hat das 30 mm UWA 47 mm Feldblende.

Das 31mm Nagler mit 82° scheinbarem Gesichtsfeld hat, wie erwähnt, 42mm Feldblende. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das 30mm MEADE UWAN bei etwas weniger Brennweite und gleichem scheinbaren Gesichtsfeld einein um mehr als 10% größeren Feldblendendurchmesser hat...

Wenn man die Verzerrungen im Okular einmal ausser acht lässt, dann kann man aus der Brennweite und dem Radius der Feldblende das scheinbare Gesichtsfeld errechnen. Mit den Daten vom 31mm Nagler ergibt sich der Halbmesser des scheinbaren Gesichtsfelds zu ArcSin(21mm/31mm) ~ 42,6°, was einigermassen mit den 82° übereinstimmt. Für das MEADE wären das ArcSin(23,5/30) ~ 51,6°, was einem scheinbaren Gesichtsfeld von > 100° entsprechen würde.

Also, entweder stimmen die 47mm Feldblendendurchmesser nicht, oder das Okular hat sehr bemerkenswerte Verzerrungen...

Grüße, Herbert
 
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Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Herbert,

wenn Du "das Okular hat sehr bemerkenswerte Verzerrungen" auf das 31mm Nagler beziehst, ist das richtig!
Peinlich ist, das Meade weder in D noch auf der US-Seite Feldblendenangaben zu den UWA der Serie 5000 macht. Dabei weiss ich per Durchlaufmessung des 14mm, dass die Feldblende ziemlich groß ist.

CS
Sven
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von Sven_Wienstein:
wenn Du "das Okular hat sehr bemerkenswerte Verzerrungen" auf das 31mm Nagler beziehst, ist das richtig!

Nein, ich beziehe mich nicht auf das Nagler, sondern auf das MEADE.

Wenn Du dir meine obige Rechnung ansiehst, dann ist das geometrische (aus Brennweite und Feldblendendurchmesser, ohne berücksichtigung der Verzerrung) scheinbare Feld des Naglers (85°) noch in recht guter Übereinstimung mit der Herstellerangabe zum scheinbarebn Gesichtsfeld (82°). Die Abweichung (die von den Verzerrungen herrührt) ist 3%.

Beim MEADE unterscheider sich das geometrisch errechnete Feld (103°) ganz erheblich vom angegebenen scheinbaren Feld (auch 82°). Die Abweichung ist hier 25%!

Geht man umgekhert an die Sache ran, und errechnet aus dem Radius der Feldblende für das MEADE (23,5mm) und dem Halbmessser des scheinbaren Gesichtsfeld (41°) auf die Brennweite zurück (23,5mm/Sin(41°)), erhält man 35,8mm. Jetzt kann man sich überlegen, wie das MEADE es schafft, das Feld eines (verzerrungsfreien) 36mm/82° Okulars bei nur 30mm Brennweite in das gleiche scheinbare Gesichtsfeld abzubilden...

Grüße, Herbert
 
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Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von Quentchen:
Hi Michael,

das 28er UWAN hat eine Feldblende von 43mm (Herstellerangabe 43,5mm). Vermute aber, das wusstest du schon ... ;)

Hallo Ralf,

bei meinem UWAN28 habe ich die (effektive) Feldblende gemessen: 38,8 mm, d.h. weit entfernt von den propagierten 43 mm. (Das UWAN16 hat eine Feldblende von 22,0 mm, Herstellerangabe 28,6 mm)

Die Herstellerangabe ist schlicht falsch. Im übrigen waren bei den UWANS am Anfang Feldblendenangaben (z.B. 24,5 mm für das 4 mm UWAN), die so jenseits jeder Realität sind, dass offensichtlich niemand kontrolliert hat.

Andreas
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hi Andreas,

dann muss sich der Carsten (Reese) und einige andere auch aber erheblich vermessen haben ... :biggrin:

UWAN

Von wem stammten denn diese "exorbitanten" FB-Angaben ... Link? Bei WO sind die zumindest derzeit relativ "messnah" - sogar eher etwas untertrieben was das 4er und 7er betrifft ;)

WO UWAN
 
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Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von Quentchen:
Hi Andreas,

dann muss sich der Carsten (Reese) und einige andere auch aber erheblich vermessen haben ... :biggrin:

UWAN

Von wem stammten denn diese "exorbitanten" FB-Angaben ... Link? Bei WO sind die zumindest derzeit relativ "messnah" - sogar eher etwas untertrieben was das 4er und 7er betrifft ;)

WO UWAN

Hallo Ralf,

gewundert habe ich mich auch!

Zu dem Bericht von Carsten Reese kann ich gut Stellung nehmen, da ich von ihm nach Beendigung seiner Tests die beiden UWANs 28 und 16 gekauft habe. Meine Messungen beziehen sich also auf zwei der von ihm "gemessenen" Okulare.

Da meine Messmethode eine Unsicherheit von unter 1% hat, habe ich mit ihm natürlich anschließend darüber gesprochen. Ohne ihm jetzt zu nahe treten zu wollen, waren seine Auskünfte gewissermaßen etwas "dünn", und weil er ein netter Mensch ist, wollte ich nicht näher darauf eingehen. Soviel dazu. (Im Klartext: er KANN sie gar nicht gemessen haben, sondern er hat offensichtlich die "gemessenen" Angaben aus dem gleichzeitig auf CN erschienenen Bericht von Tom Trusock übernommen.)

Zu den Angeben auf der WO-Seite kann ich nur eine Vermutung aussprechen. Eventuell handelt es sich um die Durchmesser der zwischen den Linsengruppen eingebauten Feldblenden, die dann aber durch die Barlowfunktion der feldseitigen Negativgruppe nicht den effektiven Feldblendendurchmessern entsprechen. Aber nur diese begrenzen das im Oku sichtbare Feld.

Andreas

P.S. Ich sehe gerade noch Deinen Punkt zu den "messnahen" Feldblendendurchmessern (WO-Seite) für die 7er und 4er. Das ist nicht richtig, da derartige Ultraweitwinkelokulare nicht orthoskopisch ausgelegt sind (tan-Formel) sondern für winkelgetreue Abbildung (arcus-Formel). Danach hätte das 7er 98° und das 4er immerhin noch 86°
 
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Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hi Andreas,

ich gebe mich "geschlagen" ;) ... für mich als "Astro-Frischling" ist das noch zu hoch und noch nicht so recht durchschaubar :schwitz:

Dann würde ja einzigst und alleine eine sozusagen "rekursive" Messmethode auf die wahren FB-Werte schliessen lassen ... also sowas wie ein gemessener Stern-Felddurchgang, und dann zurückgerechnet auf die FB und sGF/und wahres GF oder so ... ?)

Wir kommen zwar etwas OT, aber ich hoffe, es interessiert auch andere und Michael verzeiht den Abschweif ... :)

Nachtrag: Du kannst mir ja mal eine PN schicken, wennst magst, und mir mal mitteilen, wie Du mit den UWANs zufrieden bist (Stärken/Schwächen/an welchem Gerät) ... dann kann ich meine mal unter diesem Aspekt begutachten, sofern ein "Frischling" das hinbringt :)

 
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Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Andreas,

... sondern er hat offensichtlich die "gemessenen" Angaben aus dem gleichzeitig auf CN erschienenen Bericht von Tom Trusock übernommen. ...

aua, das wäre dann keine besonders gute Idee gewesen.
Der gute Tom hat ein paar Verständnisschwierigkeiten
wenn es um Okulare geht.

Ich habe das 28mm UWA vor ein paar Wochen mal an meinem 8"f/6
Dobson ausprobieren können. Da zeigte es das übliche sehr große
scheinbare Gesichtsfeld wie man es auch von den Naglern her kennt.

Ich war aber von der Abbildungsleistung des 28mm UWA nicht
sehr angetan, nur das innere Drittel des Gesichtsfeldes war
scharf, dann fing schon die Unschärfe an bemerkbar zu werden.
Das fiel im direkten Vergleich zum 26mm Nagler deutlich auf.

Ein Messung per Sterndurchlauf habe ich dann schon nicht mehr
durchgeführt, da ich einige andere Okulare einzeln und hinter
einer Barlow am Stern testen wollte.

Aus meiner Sicht ist die Durchlaufmethode am besten geeignet
um die effektive Feldblende bei Okularen dieses Typs wie UWA,
Nagler, XL/WX, etc zu ermitteln.

MfG,Karsten
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von KaStern:
Hallo Andreas,

... sondern er hat offensichtlich die "gemessenen" Angaben aus dem gleichzeitig auf CN erschienenen Bericht von Tom Trusock übernommen. ...

aua, das wäre dann keine besonders gute Idee gewesen.
Der gute Tom hat ein paar Verständnisschwierigkeiten
wenn es um Okulare geht.

Ich habe das 28mm UWA vor ein paar Wochen mal an meinem 8"f/6
Dobson ausprobieren können. Da zeigte es das übliche sehr große
scheinbare Gesichtsfeld wie man es auch von den Naglern her kennt.

Ich war aber von der Abbildungsleistung des 28mm UWA nicht
sehr angetan, nur das innere Drittel des Gesichtsfeldes war
scharf, dann fing schon die Unschärfe an bemerkbar zu werden.
Das fiel im direkten Vergleich zum 26mm Nagler deutlich auf.

.....

MfG,Karsten

Hallo Karsten, das wundert mich nun gar nicht. In meinem f/7-Refraktor (TEC140) hat das UWAN28 ein völlig scharfes Bild über das gesamte riesige Feld. Das liegt daran, dass es zufällig dieselbe Bildfeldwölbung hat wir der TEC, nämlich -400 mm (Wölbung zum Objektiv). Da ein Newton Reflektor eine umgekehrte Bildfeldwölbung hat (hier könnte sich Harrie mal einschalten, da das in seinem Buch anders steht!!), sind die beiden Bildfeldwölbungen leider gegenläufig.

CS

Andreas
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Andreas,

Da ein Newton Reflektor eine umgekehrte Bildfeldwölbung hat (hier könnte sich Harrie mal einschalten, da das in seinem Buch anders steht!!), sind die beiden Bildfeldwölbungen leider gegenläufig.

die Bildfeldwölbungen meines Newton und deines TEC sind in die
gleiche Richtung orientiert, so wie es im Buch von Harrie steht.
Bei beiden ist die Wölbung konkav zum Objektiv hin, bei meinem
8"f/6 Newton sollte sie aber deutlich schwächer ausfallen,
der Radius der Bildfeldwölbung liegt in der Mitte zwischen
der sagittalen und tangentialen Bild"ebene" und entspricht
der Brennweite des Spiegels (Telescope Optics S. 48 Mittte).
Das gilt wenn die Eintrittspupille am Spiegel liegt, was beim
normalen Newton der Fall ist.

Wenn das UWA an deinem TEC anders als an meinem Newton über
das Feld perfekt scharf abbildet muß es an anderen Dingen liegen.

Keine Ahnung welche, vielleicht kannst du die Bildfeldwölbung
noch wegfokussieren (jüngere Augen), oder das UWA läßt von
f/7 nach f/6 so deutlich nach, oder die Summe der Unschärfe
ist in meinem Newton höher, weil sie zu den Okularfehlern
noch die Spiegelkoma addiert?! Ist weis es leider nicht.
Ich schätze da kann nur ein direkter Veergleich weiterhelfen.

MfG,Karsten

Edit:
Aber die Bildfeldwölbung ist beim Newton eher kein Thema,
denn die Koma ist es ja die die off-axis Abbildung des Newton
am stärksten beeinträchtigt. Da spielt dann die geringe
Bildfeldwölbung eigentlich kaum noch eine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Andreas,

Hallo Karsten, das wundert mich nun gar nicht. In meinem f/7-Refraktor (TEC140) hat das UWAN28 ein völlig scharfes Bild über das gesamte riesige Feld. Das liegt daran, dass es zufällig dieselbe Bildfeldwölbung hat wir der TEC, nämlich -400 mm (Wölbung zum Objektiv). Da ein Newton Reflektor eine umgekehrte Bildfeldwölbung hat (hier könnte sich Harrie mal einschalten, da das in seinem Buch anders steht!!), sind die beiden Bildfeldwölbungen leider gegenläufig.

Hier bin ich ;)

Es ist genau wir Karsten schreibt.

Für ein Newtonspiegel erwarten viele die gleiche Bildfeldwölbung als bei einem Schmidtspiegel. Ist aber nicht so. Bei einer Parabel (der Schmidtspiegel ist ja sphärisch) ist die tangentiale Bildschale ist nach innen gekrümmt (Radius etwa 0,5F), die sagittale ist flach. Im Mittel also nach innen gekrümmt. 'Dank' der Koma sieht man nichts von irgend einer Bildfeldwölbung.

Das Du bei deinem Teleskop unter benutzung des 28 mm UWA bis zum Rande ein scharfes Bild hat kann zweierlei Gründe haben:
a. Die mittlere Bildschalen des Okulars und des Teleskops fallen zusamen und damit wäre das die perfekte Situation.
b. Die fallen nicht genau zusammen, aber das Auge kann die Unterschiede mittels Akkomodation korriegeren. Ab einen gewissen Alter macht das Auge aber nicht mehr mit.

Wie ist es bei andere UWAs?

Gruß,
Harrie


 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von binoviewer:
das 30mm Meade UWA Serie 5000 hat 46mm Feldblende, habe es soeben nachgemessen.

Dann muss davor eine Linsengruppe sitzen, die den Strahlengang aufweitet. Ich bin mir sicher, dass das Okular keinen Kreis von 46mm in der Fokalebene abbildet. Dazu müsste es ~100° scheinbares Gesichtsfeld haben.

Der effektive Felddurchmesser liegt sicherlich auch irgendwo im Bereich von 40-42mm. Tom, vielleicht kannst Du ja einmal einen Sterndurchgang messen und so auf das wahre Gesichtsfeld und den effektiven Durchmesser der Feldblende zurückrechnen.

Grüße, Herbert
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von Telescopia:
Hallo Andreas,

Hallo Karsten, das wundert mich nun gar nicht. In meinem f/7-Refraktor (TEC140) hat das UWAN28 ein völlig scharfes Bild über das gesamte riesige Feld. Das liegt daran, dass es zufällig dieselbe Bildfeldwölbung hat wir der TEC, nämlich -400 mm (Wölbung zum Objektiv). Da ein Newton Reflektor eine umgekehrte Bildfeldwölbung hat (hier könnte sich Harrie mal einschalten, da das in seinem Buch anders steht!!), sind die beiden Bildfeldwölbungen leider gegenläufig.

Hier bin ich ;)

Es ist genau wir Karsten schreibt.

Für ein Newtonspiegel erwarten viele die gleiche Bildfeldwölbung als bei einem Schmidtspiegel. Ist aber nicht so. Bei einer Parabel (der Schmidtspiegel ist ja sphärisch) ist die tangentiale Bildschale ist nach innen gekrümmt (Radius etwa 0,5F), die sagittale ist flach. Im Mittel also nach innen gekrümmt. 'Dank' der Koma sieht man nichts von irgend einer Bildfeldwölbung.

Das Du bei deinem Teleskop unter benutzung des 28 mm UWA bis zum Rande ein scharfes Bild hat kann zweierlei Gründe haben:
a. Die mittlere Bildschalen des Okulars und des Teleskops fallen zusamen und damit wäre das die perfekte Situation.
b. Die fallen nicht genau zusammen, aber das Auge kann die Unterschiede mittels Akkomodation korriegeren. Ab einen gewissen Alter macht das Auge aber nicht mehr mit.

Wie ist es bei andere UWAs?

Gruß,
Harrie

Hallo Harrie,

vielen Dank für die klärenden Worte. Auf die Version mit der zum Refraktor umgekehrten Bildfeldwölbung bin ich durch eine ausführliche Diskussion auf CN gestoßen. Das hatte mich damals gewundert, da ich viel von Deinem Buch halte. Deine Ausführungen überzeugen mich natürlich.

Für das perfekte Zusammenspiel von meinem f/7-Refraktor und dem UWAN28 sorgt der von Dir "a" genannte Fall. Da ich 69 Jahre alt bin, scheidet Fall "b" aus. Die Änderung des Fokussierweges zwischen Bildmitte und Bildrand ist maximal 0,05 mm und damit innerhalb der Schärfentiefe der f/7-Optik.

Das 16 mm UWAN hat eine entgegengesetze Bildfeldwölbung.

Grüße

Andreas
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von KaStern:
Hallo Andreas,

....

Bei beiden ist die Wölbung konkav zum Objektiv hin, bei meinem
8"f/6 Newton sollte sie aber deutlich schwächer ausfallen,
der Radius der Bildfeldwölbung liegt in der Mitte zwischen
der sagittalen und tangentialen Bild"ebene" und entspricht
der Brennweite des Spiegels (Telescope Optics S. 48 Mittte).



MfG,Karsten

Hallo Karsten,

der Radius der Bildfeldwölbung meines TEC140 ist laut TEC -400 mm. Wenn bei Deinem Newton dieser Radius der Brennweite entspricht, d.h. -1200 mm, liegt doch hier die Lösung des Rätsels. Das UWAN28 hat also eine gegenüber Deinem Teleskop deutlich stärkere Bildfeldkrümmung.

Grüße

Andreas
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Andreas,

ich werde mir das William 28mm UWA bei Gelegenheit noch mal
von einem Spechtelkollegen ausleihen und es mir etwas genauer
am meinem Newton ansehen. Diese Sache hat mich jetzt ziemlich
neugierig gemacht.

Gruß,Karsten
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Herbert,

Dann muss davor eine Linsengruppe sitzen, die den Strahlengang aufweitet. Ich bin mir sicher, dass das Okular keinen Kreis von 46mm in der Fokalebene abbildet. Dazu müsste es ~100° scheinbares Gesichtsfeld haben.

Sehr gute Bemerkung.

Wenn eine Smith-linse in einem Okular benutzt wurde liegt die Feldblende hinter diesen negatieven Teil. Da man nicht weiss wie viel dieser Teil die Brennweite verlängert (oder die Brennweite des Okulars verkürzt) kann man dieser Feldblendendurchmesser und Brennweitenverzeichniss des Okular nicht nutzen zur Bestimmung des Gesichtsfeldes.

Mit dem Sterndurchgang ist meine favoriete Methode um exakte Gesichtsfelder zu bestimmen. Am besten nimmt man ein Stern nahe am Himmelsequator oder man nimmt die Breite des Sterns in Betrag (Cosinus).

Gruß,
Harrie
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Andreas,

Das 16 mm UWAN hat eine entgegengesetze Bildfeldwölbung.

Dass wird nicht so sein. Die Bildfeldkrümming wird einigermassen proportional sein mit der Brennweite. Deshalb ist die Bildfeldkümmung eines 16 mm Okulars viel stärker als dass eines 28 mm. Der Effekt bemerkt sich aber quadratisch weil es eine, in erster Ordnung, Kugel ist.
Deshalb kann man den Eindruck bekommen das die Beldfeldkrümmung umkippt, liegt aber an der anderen Seite Bildfeldkrümmung des Objektivs.

Gruß,
Harrie
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Zitat von Telescopia:
Hallo Andreas,

Das 16 mm UWAN hat eine entgegengesetze Bildfeldwölbung.

Dass wird nicht so sein. Die Bildfeldkrümming wird einigermassen proportional sein mit der Brennweite. Deshalb ist die Bildfeldkümmung eines 16 mm Okulars viel stärker als dass eines 28 mm. Der Effekt bemerkt sich aber quadratisch weil es eine, in erster Ordnung, Kugel ist.
Deshalb kann man den Eindruck bekommen das die Beldfeldkrümmung umkippt, liegt aber an der anderen Seite Bildfeldkrümmung des Objektivs.

Gruß,
Harrie

Hallo Harrie,

beim UWAN 16 mm ist es eindeutig so, dass zum Fokussieren am Feldrand der Okularauszug zum Objektiv hin bewegt werden muss (d.h. verkürzt), wenn vorher auf der Achse fokussiert wurde. Am Feldrand (11 mm über der Achse) ist die Bildschale des TEC 140 aber 0,15 mm in Richtung Objektiv gewölbt (ROC=-400mm). Gleichzeitig muss der Fokussierer um etwa 0,40 mm weiter eingeschoben werden. Also hat das UWAN16 in der Tat eine stärkere Bildfeldwölbung als das UWAN28, aber in die entgegengesetzte Richtung. Die Okulare sind ja auch nicht skaliert.

Grüße

Andreas
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Herbert,

trotz Harries Einwand ist es so, dass Du nicht einfach von der effektiven Feldblende (wie auch immer korrekt ermittelt) auf das scheinbare Gesichtsfeld umrechnen kannst. Das missachtet völlig, dass es Verzeichnung gibt (falls der Begriff nicht klar ist, es ist nicht Unschärfe am Rand, sondern sowas wie tonnen- oder kissenförmige Verzeichnung gemeint).

Zum Nagler: Du hast mich überhaupt nicht verstanden. Ich wollte andeuten (schade, dass Du nicht darauf bekommen bist), dass auch beim Nagler die Feldblende nicht zum scheinbaren Feld passt. Grund: Starke Verzeichnung, der Mond ist am Feldrand ein Ei! Auch beim 31mm Nagler ist das scheinbare Feld größer, als man aus der Feldblende errechnen würde.
Ich habe das so geschrieben, um darauf aufmerksam zu machen, dass man nicht einfach das Nagler als frei von allen Fehlern und gottgegeben hinzunehmen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Welches Okular mit max. Feldblende, f = 25-35

Hallo Harrie und Andreas,

schade daß die Okularhersteller keine Angaben zu Okulareigenschaften
wie Verzeichnung und Bildfelbwölbung machen. Das würde es dem Käufer
erleichtern das richtige Okular zu seinem Teleskop auszuwählen.

Auf der William Optics Seite habe ich nur gefunden daß das
28mm 6 Linsen haben soll und das 16mm UWAN 7 Linsen.

Strukturelle Unterschiede gibt es also, aber wie die sich auswirken
weis man nicht.

Bei Pentax gibt es zu den XL und XW Okularen Digramme welche
die sagittale und tangetiale Bildfeldwölbung in zeigen,
in Abhängigkeit von der Bildhöhe zeigen. Das ist eine feine Sache!

Gruß, Karsten
 
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