Welches Reiseteleskop für Deeep Sky

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aliaskleve

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Hallo,

eine kleine Frage an die erfahrenen!
Habe zur zeit einen Tschibo Torpedo getunnt und hab ein bischen erfahrung im Sternenhimmel gesammelt. Nun such ich eine neues Reiseteleskop für Deep Sky da ich viel unterwegs bin in Griechenland, die Frage mal etwas umformuliert
welches von diesen Teleskopen könnt Ihr mir emfehlen.


Skywatcher Newton 114/450mm
http://www.teleskop-express.de/shop...tcher-Newton-114-450mm--parabol--auf-EQ1.html

Skywatcher Refraktor 70/500mm
http://www.teleskop-express.de/shop...500mm-auf-parallaktischer-Montierung-EQ1.html

Skywatcher Refraktor 102/500
http://www.teleskop-express.de/shop...2-auf-EQ1---Gro-feld-Refraktor-102-500mm.html

welches Teleskop eignet sich wofür und was macht der unterschied der brennweiten aus welche ist besser für Deep Sky z.b.

Gruss
Nico
 
Moin, Nico,

willkommen im Forum.

Wie ernsthaft willst Du das denn im Urlaub betreiben? Auch eine "kleine" Ausrüstung wie ein 114er Newton oder ein 102er Richfielder müssen erstmal Platz im Reisegepäck finden.

Vielleicht reicht dir ja ein größeres Fernglas? 8x56 oder 10x60 oder vielleicht 15x70 oder so. Da geht schon einiges und es ist einfach zu transportieren. Bis zum 10x60 gehts auch definitiv noch freihändig - eine leichtere Reiseausrüstung gibt es wohl nicht ;-) 15x70 kann hier manch einer auch noch freihändig - ich könnts nicht, aber kann man mal ausprobieren.

Ansonsten ist die Frage garnicht so leicht zu beantworten. Der 102x500 ist sehr kompakt und leicht und bietet sicher ein tolles Richfield-Erlebnis. Höhere Vergrößerungen sind aber nicht drin, wegen des Farbfehlers. Da wäre dann eher der Newton gut, der aber in der o.g. Konfiguration eine sehr große Obstruktion aufweist und sehr okularkritisch ist. Ich würde eher einen kleinen ED-Refraktor bevorzugen, mit 60-80mm.
Eine weitere Möglichkeit wäre Gitterrohr-Dobson um die 200mm Öffnung, das ist zwar transportmäßig schon wieder etwas kritischer, aber da geht unter richtig gutem Himmel natürlich einiges. Wie gesagt, kommt auf deinen Anspruch an. Ich habe mein Fernglas in jedem Urlaub dabei ;-)

Grüße,
Pascal
 
Hallo Nico,
Flugreise?,
die Frage hatte ich mir auch seinerzeit gestellt.
Nach persönlichen Überlegungen bin ich auf die Transpotmöglichkeit der Optik als Bordgepäck und das Stativ/Monti zur Gepäckaufgabe gekommen. Schau dir mal die Refris in der 80er Klasse an, dazu eine AYO/Giro o.ä. und schon steht der am Equipment gemessenen umfangreichen Beobachtung nichts im Weg. Beachte auch, über 20kg wird unter Umständen teuer.
 
Hi,

mach es wie ich - ein gutes Fotostativ mit Getriebeneiger (z.B. Manfrotto 410) und darauf ein 80/400 oder 70/400 Refraktor. Da gibt es jede Menge Auswahl in jeder Preisklasse. Dazu noch drei Okulare nd Du bis gut für einen Flugurlaub gerüstet. Dazu noch einen Sonnenfilter basteln udn einen Adapter für Deinen Fotoapparat - und Du hast minimalistisch alles was Du brauchst.

Oh - ich vergaß - auch der neue Astro-Professional ED 66/400 geht dank 1,7kg Carbon Tubus gut ins Handgepack.

Ich habe im Teleskopforum mal den AP ED66 und den InED70 bewertet... veilleicht hilft Dir das.

Gruß
T.E. (der mit dieser Ausrüstung beruflich die ganze Welt bereist...)
 
Hallo,

wenns eine Reise zu einem wirklich guten Beobachtungsstandort ist, nehme ich meinen 8"-Hofheim mit - der geht noch als Handgepäck.

Wenn der Standort vermutlich nur Durchschnitt ist hab ich meist mein Zeiss-Fernglas (10x56) dabei, mit Einbeistativ zur entspannten Dauerbeobachtung.

Vom kleinen Refraktor für DeepSky bin ich abgekommen, man sieht halt auch bei Top-Himmel nicht wirklich viel, was nicht auch das Fernglas bietet.

Grüße Klaus
 
..das mit dem Fernglas stimmt, jedoch hat man mit dem kleinen Refraktor varaible Vergößerungen "in der Tasche", und kann ggf. auch Filter benutzen (UHC?!).

Gruß
T.E.

PS: Klaus - in Peking erkennt man doch kaum WO der Himmel überhaupt ist :-) Wie weit musst Du raus fahren, bis der Himmel zum Beobachten taugt? Ich bin immer bis nach YanChiZhen (bei den Bergen im Westen) gefahren... Da wurde die Luft "klar" ... Viel Spaß in peking...
 
Hallo Nico,

zusätzlich zu dem, was die vorhergehenden Beiträge schon gesagt haben, möchte ich noch ein paar Dinge erwähnen:

Der 100/500er dürfte nicht nur eine starke chromatische Aberration aufweisen, welche höhere Vergrößerungen als etwa 80fach verhindern sollte, sondern ist auch untermontiert. Deep-Sky kann durchaus hohe Vergrößerungen fordern, z.B. bei Kugelsternhaufen und Planetarischen Nebeln.

Der 70/500er ist in beiderlei Hinsicht günstiger. Das kleinere Öffnungsverhältnis (1:7 statt 1:5) sollte zusammen mit der geringeren Öffnung den Farbfehler deutlich drücken. Zusammen mit einem Minus-Violett-Filter oder "Fringe Killer" dürften schon ganz ordentliche Vergrößerungen möglich sein. Allerdings sind Beobachtungen mit sehr großer Austrittspupille kaum möglich, was bei schwächsten Gasnebeln hinderlich sein kann. Die Montierung sollte hier wegen der geringen Masse ausreichen.

Der 114/500er ist grenzwertig montiert - eine EQ2 oder Astro3 wäre zweifellos die bessere Wahl gewesen. Mit der EQ1 wird man kurzbrennweitige Okulare kaum scharfstellen können, weil die mit diesen erreichbare Vergrößerung eine sehr genaue Fokussierung verlangt, das Bild aber bereits zu sehr wackelt. Du kannst aber das Teleskop als OTA kaufen und mit einer Montierung Deiner Wahl kombinieren.

Bei Verwendung teuerer Okulare hohe Korrektion (TeleVue Panoptic oder Nagler) sind große scheinbare Sehfelder möglich, einfache Plössl oder Orthos sind mit leichten Abstrichen noch verwendbar, da das Gesichtsfeld relativ klein ist und somit ein Teil der Randunschärfen hinter der Feldblende verschwinden. Allerdings sind mit diesen Vierlinsern keine hohen Vergrößerungen möglich, da sie nicht in Brennweiten unter 4 mm zu haben sind. Hier sind somit andere Okulartypen oder eine Barlowlinse gefordert. Sternfreunde, die dieses Teleskop besitzen, schlagen oft eine Drei- oder Vierfachbarlow vor. Die Maximalvergrößerung liegt wohl um 160fach.

Ein Aspekt, der nur bei dem Newton auftritt, ist die Notwendigkeit einer Kollimation vor der Benutzung, also sollte ein Laser oder eine andere Justagehilfe von Anfang an eingeplant werden.

Als Reiseteleskop würde ich von den dreien noch am ehesten den 70/500er Achromaten empfehlen, denn der ist wenig justageempfindlich, vernünftig montiert und auch mit preisgünstigen Okularen über einen weiten Vergrößerungsbereich einsetzbar. Daß er das einzige der drei Teleskope ist, das für Objekte sehr geringer Flächenhelligkeit kaum taugt und die bei weitem geringste Öffnung besitzt, fällt demgegenüber kaum ins Gewicht.

Solltest Du dagegen unbedingt schwächste Gasnebel oder Galaxien beobachten wollen, sind die beiden anderen Teleskope interessanter. Die Untermontierung wirkt sich dann nämlich kaum aus. Wenn Du auch noch Geld in teure Okulare und eine bessere Montierung stecken kannst, wäre wohl der Newton eine Überlegung wert. Übrigens hatte ich vor ein paar Monaten eine ähnliche Überlegung. Die endete dann, um möglichst noch weitere Aufgaben bewältigen zu können, im Kauf eines 80/400er Refraktors und eines 90/1250er MC.

Wenn Du mehr Geld ausgeben kannst, solltest Du die Anschaffung eines ED-Refraktors zwischen 70 und 80 mm Öffnung überlegen, wie es die ersten beiden Antworten bereits nahegelegt haben. Entweder ein 70/420er (Pascal hat eine vernünftige Ausrüstung), oder aber ein 80/560er. Gewicht und Preis sind ähnlich, die Länge variiert stärker. Beide Teleskopgrößen werden mit 2"-Auszügen ausgeliefert und ergeben mit entsprechenden Okularen weite scheinbare und absolute Gesichtsfelder. Als Montierung kommt eine solidere azimutale oder eine parallaktische ab der Astro3 infrage.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Hallo,

nach Peking hab ich gar kein Teleskop mitgenommen - nur die große Spiegelreflexausrüstung :biggrin: - es gibt genug zu fotografieren.

CS Klaus
 
Hallo Nico,

Nun such ich eine neues Reiseteleskop für Deep Sky da ich viel unterwegs bin in Griechenland
...
welches von diesen Teleskopen könnt Ihr mir emfehlen.

das kommt auf einige Faktoren an über die du nichts gesagt hast.
1) welches Art von Deep Sky Objekten willst du beobachten?
2) wie groß darf das Packmaß sein und welche Montierung und
welches Stativ hast du schon für das Teleskop?

Zu 1)
Wenn du dich auf gerínge Vergrößerung bei der Beobachtung
beschränkst ist der 102/500mm (A)chromat die erste Wahl.

Wenn du aber nicht nur bis 50x sondern auch mal einige Stern-
Haufenzentren mit bis zu 150x beobachten möchtest ist der
kleine Parabolspiegelnewton die erste Wahl.

Das winzige 70/500mm Teleskop sammelt gerade mal die Hälfte
des lichtes das der 102/500 sammelt. Den kleinen würde ich
an diner Stelle also für Deep Sky nicht nehmen.

Montierung:
Der 102/500mm (A)chromat ist etwas anspruchsvoller als der
114/450mm Newton. Er braucht auch ein höheres Stativ.

In dunkler Gegend mit großer AP und einem 2" Okular
großflächige Deep Sky Objekte zu beobachten, das ist seine Stärke.
Wenn dir das vorschwebt, dann nimm den 4"f/5.
Wenn du aber doch auch mit hoher Vergrößerung deep Sky schauen willst
oder mal einen Blick auf Planeten oder Mond werfen möchtest,
dann nimm besser den kleinen Parabolspiegelnewton.
Dir muß aber auch klar sein daß dieser dafür perfekt jutiert sein muß.

Cs,Karsten
 
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