Welches Teleskop empfehlt ihr?

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lDaReK

Mitglied
Hallo ich bin Darius und komme aus Bochum. Ich interessiere mich eigentlich schon lange für unser Universum und würde mir gerne ein Teleskop zulegen.
Kosten sollte es so bis 300€. Ich habe zwei bei Amazon in aussicht:

Das Erste:
Teleskop 700-76 Big Pack mit USB Okular für direkten Anschluß an PC oder Laptop
LINK

# Spiegeldurchmesser: 76mm
# Brennweite: 700mm
# Sternengrößenklasse: sichtbar bis 12,0M! (ca. 1.000.000 Sterne sichtbar!
# Auflösungsvermögen in Bogensekunden: 1,82
# Öffnungsverhältnis: 1:9
# Okulare: 1,25 (31,7mm)
# Vergrößerung normal:
# SK4mm/175x, SR6mm/117x, H12,5mm/56x, H20mm/35x
# Vergrößerung mit der Barlow-Linse:
# SK4mm/350x, SR6mm/234x, H12,5mm/112x, H20mm/70x
# Montierung: Azimuthal-Montage
# Gewicht: ca. 10 kg
# Ausbaubar durch 1,25 (31,7mm) Auszug: Fotografie, Motor, Filter etc.

Lieferumfang:

# 1x Seben Big Pack 700mm Reflektor-Spiegel-Teleskop
# außerdem erhalten Sie von uns folgende Zubehörartikel absolut kostenfrei dazu:
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H20
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H12,5
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR6
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR4
# 1x Umkehrlinse 1,5x
# 1x Mondfilter 1,25 (31,7mm)
# 1x Barlow-Linse 1,25 (31,7mm)
# 1x Sucherfernrohr: 5x24
# 1x Azimuthal-Montage
# 1x Stufenlos höhenverstellbares, stabiles Alu-Stativ
# USB Okular für Anschluß an Laptop oder PC

Technische Daten:
# Echtzeitbildererfassung in Farbe
# Videofunktion
# Auflösung: SXGA 1280x1024 + VGA 640x480 Pixel
# Pixelgröße: 5,2x5,2µm
# Dynamikbereich: 54db
# Bilder pro sec.: 15x SXGA 1280x1024 + 32x VGA 640x480
# USB 2,0



Das Zweite:
Teleskop 900-60 Big Pack mit USB Okular für direkten Anschluß an PC oder Laptop
LINK
# Spiegeldurchmesser: 60mm
# Brennweite: 900mm
# Sternengrößenklasse: sichtbar bis 11,5M! (ca. 1.000.000 Sterne sichtbar!)
# Auflösungsvermögen in Bogensekunden: 2,3
# Öffnungsverhältnis: 1:15
# Okulare: 1,25 (31,7mm)
# Vergrößerung normal:
# SK4mm/225x, SR6mm/150x, H12,5mm/77x, H20mm/45x
# Vergrößerung mit der Barlow-Linse:
# SK4mm/450x, SR6mm/300x, H12,5mm/144x, H20mm/90x
# Montierung: Azimuthal-Montage
# Gewicht: ca. 7,5kg
# Ausbaubar durch 1,25 (31,7mm) Auszug: Fotografie, Motor, Filter etc.

# Lieferumfang:

# 1x Seben Star-Commander Refraktor-Teleskop
# außerdem erhalten Sie von uns folgende Zubehörartikel absolut kostenfrei dazu:
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H20
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H12,5
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR6
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR4
# 1x Umkehrlinse 1,5x
# 1x Mondfilter 1,25 (31,7mm)
# 1x Barlow-Linse 1,25 (31,7mm)
# 1x Sucherfernrohr: 5x24
# 1x Azimuthal-Montage
# 1x Stufenlos höhenverstellbares, stabiles Alu-Stativ
# USB Okular für Anschluß an Laptop oder PC

Technische Daten:
# Echtzeitbildererfassung in Farbe
# Videofunktion
# Auflösung: SXGA 1280x1024 + VGA 640x480 Pixel
# Pixelgröße: 5,2x5,2µm
# Dynamikbereich: 54db
# Bilder pro sec.: 15x SXGA 1280x1024 + 32x VGA 640x480
# USB 2,0

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Mir würde es schon sehr daran liegen, dass ich die Bilder auch auf meinem Laptop sehen kann.
Welches Teleskop der beiden würdet ihr mir empfehlen? Wo sind die unterschiede?
Ich möchte in erster linie unser Sonnensystem beobachten aber möchte natürlich auch mal den ein oder anderen Stern oder Galaxy sehen.

Vielen dank im vorraus für eure Unterstützung.

MfG DaReK
 
Hallo Darius,

herzlich Willkommen imForum.
Um es kurz zu machen: weder die verlinkten Teleskope noch die USB-Cams taugen etwas. Mit viel Glück un einer sehr ruhigen Hand kannst du evtl. Mondaufnahmen damit machen.Ansonsten ist der Frust schon vorprogrammiert.
Lies doch einfach mal ein paar Beiträge hier im Einsteigerforum, was im Allgemeinen einem Eisteiger geraten wird. Dort findest du auch viele Links auf Seiten, die sich der Einsteigerberatung verschrieben haben und Grundlagen zu den Teleskopen vermitteln.
Btw. für Telskope gibt es Fachhändler (findest du hier im Biete-Forum). Da muss man nicht beim "Buchhändler" kaufen ;-)

Viele Grüße
Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo DaReK,

ehrliche Meinung?

Beide "Teleskope" sind Spielzeug, und das Geld nicht wert.

Für 300€ gibt es viel leistungsfähigere Teleskope, mit denen du VIEL mehr sehen kannst.

Dieses USB Okular ist nix anderes als eine billige Webcam, mit der man Mond oder helle Planeten auf dem Laptop anzeigen lassen kann. Bei schwächeren Objekten (und das sind die allermeisten) geht damit nix mehr. Reine Spielerei.


Wenn du gerne ein Teleskop mit Stativ und Montierung willst, geht einiges vom Geld dort rein.

Wenn du fast alles in die Optik investieren wilst, um so viel wie möglich zu sehen, ist ein Teleskop in Dobson-Bauart am besten geeignet (Newton-Teleskop auf einem Holzunterbau).

Suche mal hier im Forum, es werden oft Einsteigerteleskope in dieser Preisklasse empfohlen.

cs
Martin
 
Hallo, Darius,
ertsmal willkommen im Forum. Die beiden Teleskope kannste in die Tonne kloppen. 269.- für ein 60/900 und na Webcam. Puhhhhhhhhh. Ich würde zu nem Dobson raten, wenn es nicht umbedingt Fotografie sein müsste, weil da gilt wieder das Sprichwort: Viel Öffnung für ,,wenig" Geld.
Für 300.- wäre dieses hier mit 8" Öffnung:
Skywatcher 200/1200
oder dieser hier mit 5cm weniger Öffnung:
Skywatcher 150/1200

MfG
SEbi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Darius,

sehe Dich doch mal hier um: Einsteiger-Ecke
Dort werden auch konkrete Empfehlungen zu Einsteiger-Teleskope (Typ) gegeben, anhand derer Du Dich bei den Händlern mal nach was für Dich Passendem umsehen kannst.

Weitere, erfahrene Astro-Kollegen bieten auf ihren HP ähnliche und gute Informationen für den Einsteiger ... da kommen bestimmt auch noch ein paar Links ;)
 
Hallo Ralf,
Zitat von Quentchen:
...Weitere, erfahrene Astro-Kollegen bieten auf ihren HP ähnliche und gute Informationen für den Einsteiger ... da kommen bestimmt auch noch ein paar Links ;)
ich denke, am Anfang dieses Unterforums und an dem über Teleskope sollte, wie schon oft vorgeschlagen, eine Liste mit den bewährten Einsteigerseiten gesetzt werden, dann spart man sich das Verlinken auf die Hauptseiten.

Um Neutralität zu gewährleisten, kann man sie ja, wie ich es auch jetzt noch einmal mache, alphabetisch ordnen oder per Skript im regelmäßigen Abstand rotieren lassen.

www.astroinfos.net
www.binoviewer.at
www.deepsky-brothers.de
www.hobby-astronomie.com/beobachtung.html
www.stern-fan.de
www.svenwienstein.de
www.taunus-astronomie.de

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christian,

ich führe keinen Wettbewerb mit anderen Einsteigerseiten. Dann streich meine besser aus der Liste, das ist mir zu peinlich.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

es tut mir sehr leid, dass es da offenbar ein Missverständnis gab. Die Seiten habe ich verlinkt, da Ralf auf diese angespielt hat. Es geht mir auch nicht um einen Wettbewerb, deshalb verlinke ich i.d.R. alphabetisch, damit es neutral und ohne Wertung bleibt. Und das mit der zentralen Verlinkung am Forumsbeginn wurde ja schon öfters vorgeschlagen. Ein Wettbewerb wäre auch deshalb unzweckmäßig, da es die eine beste Seite nicht gibt, und jede ihre eigenen Schwerpunkte und Darstellugsweisen hat.

Ich werde dich aus der Liste streichen und dich hier nicht mehr verlinken, wenn ich auf Einsteigerseiten verweise.

CS und VG Christian
 
Hallo Sven,

Zitat von Sven_Wienstein:
ich führe keinen Wettbewerb mit anderen Einsteigerseiten. Dann streich meine besser aus der Liste, das ist mir zu peinlich.
wenn Dir Deine eigenen Seiten zu peinlich sind, warum hast Du sie denn dann erstellt und publiziert? :-)

Und wenn Christian meint, Deine Seiten seien erwähnenswert, sollte er den Link auf Deine Seiten auch nicht aus seiner Liste entfernen.

Das hast Du nun davon, daß Du was im Web publiziert hast. :-) Sowas nennt man in der Fotografie Panoramafreiheit.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Darius,

gut, daß Du erst fragst, statt erst zu kaufen!
Zitat von lDaReK:
Kosten sollte es so bis 300€. Ich habe zwei bei Amazon in aussicht:

Das Erste:
Teleskop 700-76 Big Pack mit USB Okular für direkten Anschluß an PC oder Laptop
# Vergrößerung normal:
# SK4mm/175x, SR6mm/117x, H12,5mm/56x, H20mm/35x
# Vergrößerung mit der Barlow-Linse:
# SK4mm/350x, SR6mm/234x, H12,5mm/112x, H20mm/70x
Bei sehr guten Optiken kann man als Maximalvergrößerung das Doppelte der in mm gemessenen Öffnung nehmen, und dieses Teleskop ist bestenfalls mittelmäßig. Die angegebenen Vergrößerungen sollen Einsteiger anlocken. Beim Einsatz des USB-Okulars hat man übrigens nur zwei "Vergrößerungen", da es ohne die normalen Okulare benutzt wird.

# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H20
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) H12,5
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR6
# 1x Hochleistungsokular 1,25 (31,7mm) SR4
Nichts davon ist als Hochleistungsokular zu bezeichnen, eher als unterdurchschnittliches Billigmaterial. Das H20 wäre vermutlich in Ordnung, wenn Zeiss es gefertigt hätte. Dem ist aber nicht so.


Das Zweite:
Teleskop 900-60 Big Pack mit USB Okular für direkten Anschluß an PC oder Laptop
LINK
# Spiegeldurchmesser: 60mm
# Brennweite: 900mm
Auf der verlinkten Webpage steht "Fakten", aber der angegebene Spiegeldurchmesser ist definitv falsch: Das Teleskop ist ein Refraktor und hat ein Linsenobjektiv! Die Qualität könnte evtl. in Ordnung sein, die Daten sind altbekannt und unkritisch.

# Vergrößerung normal:
# SK4mm/225x, SR6mm/150x, H12,5mm/77x, H20mm/45x
# Vergrößerung mit der Barlow-Linse:
# SK4mm/450x, SR6mm/300x, H12,5mm/144x, H20mm/90x
Diese Vergrößerungen sind meist noch unsinniger als die des Reflektors.

Man kann eine Montage mitliefern?!

Diese Teleskope sind nicht einmal annähernd den Preis wert, zu dem sie verkauft werden, trotz des USB-Okulars.

Die Firma Seben hat manchmal recht ordentliche Sachen im Sortiment, leider aber auch sehr viel Schrott, der mit übertriebener Werbung in den Mann gebracht werden soll.

Mir würde es schon sehr daran liegen, dass ich die Bilder auch auf meinem Laptop sehen kann.
Diese Anforderung würde ich nicht durch den Kauf eines Sets erfüllen, sondern das Teleskop so aussuchen, daß man bei Gelegenheit eine Webcam oder Digicam per Adapter anschließen kann.

Für 300 Euro bekommst Du einen 130/650er Newton auf einer EQ3-2, vermutlich auch einen 150/750er Newton auf der gleichen Montierung. Beide Instrumente sind qualitativ besser als die von Dir vorgeschlagenen, haben deutlich mehr Öffnung und besseres Zubehör. Die Okulare sind z.B. nicht unter der Bauart "Kellner" angesiedelt, wobei ich für Planeten eher zu Plössl oder gleich zu Orthos raten würde. Ordentliche Plössl stehen den Orthos fast nicht nach, sind aber für wenig Geld zu bekommen, selbst neu. Und gute Okulare sind am nächsten Teleskop weiterverwendbar, und an dem folgenden, und an dem danach ...

Wenn ich in die Astronomie einsteigen wollte, würde ich zur Zeit einen 114/900er Newton auf einer Astro3 nehmen. Kostet unter 150 Euro und taugt mehr als die von Dir vorgeschlagenen Dinger. Den Rest des Geldes kann man dann in Webcam + Adapter (zusammen ergibt das ein USB-Okular) sowie ein paar gute Okulare (neu je unter 20 Euro) investieren. Eventuell kann man auch noch einen Motor für die Nachführung dazukaufen.

Grüße

fquadrat
 
WOW da komme ich von meiner Spätschicht und habe soviele hilfreiche Antworten. DANKE!
Also OK ich streiche jetzt beide Teleskope von meiner Wunschliste :D Ich werde mir jetzt erstmal die Zeit nehmen und mir eure Tipps und Links etwas genauer anschauen. Auf jedenfall merke ich, dass ich hier richtig gelandet bin und mir geholfen wird...nochmals danke an alle!

Zum USB Okular: Im Grunde war es mir wichtig, aber ich hätte auch nichts gekauft wenn ich nicht ein Foto vorher dadurch gesehen hätte. Z.B. vom Jupiter, der ja im moment schon durch mein altes "made in UDSSR" Spielzeug Teleskop mit Monden zu sehen ist :D
Es wäre auch zu schön um wahr zu sein, dass man durch das USB Okular schöne Bilder sehen kann.

Ich möchte noch sagen ich bin ein leidenschaftlicher programmierer und bastler. Ein kleiner wunsch wäre es irgendwann ein Stativ selber zu Bauen und ein Programm zur Ausrichtung zu schreiben. Ich hätte dafür schon zwei Schrittmotoren die ich per USB Interface ansprechen kann (2° Schrittwinkel und mit den richtigen Zahnrädchen geht bestimmt noch weniger) Durch den Zugang zu CNC Fräs und Drehmaschinen hätte ich auch eine Ideale Möglichkeit die einzelnen Elemente für das Stativ zu Entwickeln.

Das ist aber im moment nur ein Gedanke in meinem Kopf im moment will ich erstmal was sehen vorallem den Jupiter in den nächsten Monaten!

So ich werde mir gleich bzw. morgen alle Links anschauen und mich noch bischen schlau machen.
Vielleicht noch eine Frage: Wie genau funktionieren Okulare für Fotokameras? Also auf was müsste man da bei einem Teleskop genau achten wenn ich das irgendwann mal nachrüsten möchte?

MfG DaReK


 
Tach,

Zitat von copernicus:
Um Neutralität zu gewährleisten, kann man sie ja, wie ich es auch jetzt noch einmal mache, alphabetisch ordnen oder per Skript im regelmäßigen Abstand rotieren lassen.

Zitat von Sven_Wienstein:
ich führe keinen Wettbewerb mit anderen Einsteigerseiten. Dann streich meine besser aus der Liste, das ist mir zu peinlich.

Zitat von helly:
wenn Dir Deine eigenen Seiten zu peinlich sind, warum hast Du sie denn dann erstellt und publiziert? :-)

oh, das ist ja eine wahnsinnig intelligente Schlußfolgerung :krank:

Na, wer schon so einsteigt:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/613295/

Und tschüß, Karsten
 
Hi allerseits,

nachdem Darius zunächstmal "versorgt" ist :) ... schwerer Stoff zum Studieren ;) ... mal kurz ein Wort an Christian.

Christian, Deine Formulierungen bzgl. einer "salomonischen Erwähnungsweise der verschiedenen Einsteiger-HP" kann man (als ein solcher HP-Betreiber) schon a bisserl in die falsche Kehle bekommen, sie "implizieren" nämlich schon ein wenig, dass da wohl eine Art Wettbewerb zw. den HP-Betreibern bestehen würde, und jeder dem anderen neidet, wenn dieser mehr erwähnt und er oder jener nicht oder weniger erwähnt wird ... :Trost: ;)

In der Regel werden wohl die schon länger existierenden und somit doch bekannteren HPs öfter erwähnt, als solche, die erst vor Wochen entstanden sind ... liegt in der Natur der Sache und nivelliert sich mit der Zeit.
Und wenn man selber als ein solcher HP-Betreiber meint, man hat dort einen passenden Beitrag etc. für den gerade Fragestellenden, was spricht dagegen, auch (mal) auf seine eigene Einsteiger-HP entsprechend hinzuweisen ... ohne gleich "salomonisch verdröselt" alle anderen mitzuerwähnen ... ?) :)

Es geht hier um gezielten Informationsaustausch und -verbreitung, und nicht um "Einschaltquoten" (es sei denn, man trägt "Banner" auf seiner Site) :schwitz: :)
 
Hallo Ralf,

ich glaube, das kam von mir wirklich falsch rüber. Ich ordne die Seiten alphabetisch, da ich sie im wesentlichen gleich gut finde und auch deshalb keine Qualitätsrangfolge erstellen kann und will. Würde Website x in einer Linkliste immer oben stehen, kann ein Leser den Eindruck bekommen, die Site sei besser als die anderen.

Obwohl oder gerade weil ich ebenfalls Websites zum Thema betreibe, ist es mir wichtig, neutral zu dem Thema Seitenqualität zu urteilen.

Dass ich es hier so ausdrücklich betonte mit der alphabetischen Ordnung lag vor allem darin begründet, aufzuzeigen, wie man Einsteigerseiten am Beginn des Forums "Astro-Equipment für Einsteiger" zentral verlinken kann (sofern von der Administration erwünscht), ohne dass jemand bevor- oder benachteiligt wird. Im gleichen Zusammenhang habe ich deshalb die Rotation erwähnt.

Wenn es mir darum gehen würde, neidisch auf die Verlinkungen anderer zu sein oder Klicks zu schinden, würde ich wohl kaum die etablierten Seiten im selben Atemzug mit meinen erwähnen. Natürlich verweise ich auch mal isoliert auf meine Seiten, wenn es zum Thema passt. So jüngstens zu den Diskussionen über geeignete Geräte für den Balkon.

Und auf meine eigenen Sites verweise ich auch generell nur, wenn es thematisch passt.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Christian,

selbstverständlich habe ich nicht damit gemeint, dass Du "neidisch" bist ... aber es könnte nach Deinen Formulierungen bei manchem der Eindruck entstehen, man müsse bei der Erwähnung der HPs "vorsichtig" sein, weil da anscheinend so eine Art Wettbewerb bestehe. Somit war Deine sicher gut gemeinte Vorgehensweise so "vorsichtig", dass man das auch falsch verstehen konnte bzw. sich etwas "unterstellt" fühlen konnte (als HP-Betreiber).

Von meiner Warte aus nu "Schwamm drüber" ... :)

 
Hallo Darius,

wilkommen im Forum :)

... im moment will ich erstmal was sehen vorallem den Jupiter in den nächsten Monaten!

Jupiter ist eigentlich in allen Teleskopen schön. Es wird ein paar Abende dauern, bis Du gelernt hast, Details auf Jupiter´s Wolkenoberfläche zu beobachten. Wir sind ja im normalen Leben gewohnt, mit beiden Augen zu gucken. Der Einblick in ein Teleskop ist da schon etwas anderes. Je länger Du Jupiter im Okular beobachtest, desto mehr Details nimmst Du wahr. Mit den Teleskopen, die preislich in Deinem Limit liegen, kannst halt nur bis zu einem bestimmten Faktor vergrößern.

Wie genau funktionieren Okulare für Fotokameras? Also auf was müsste man da bei einem Teleskop genau achten wenn ich das irgendwann mal nachrüsten möchte?

Wenn Du mit einer Kamera Sonne, Mond und Planeten durch ein Teleskop fotografieren möchtest, solltest Du eine Webcam haben. Aber nicht so ein 15 Euro Teil fürs Web, sondern eine, die für Astronomie geeignet ist. ;)

So ne astrotaugliche Webcam hat schon nen "Schnorchel", mit dem Du sie wie ein Okular in den Okularauszug steckst. USB-Kabel in den Laptop rein, Aufnahmeprogramm starten und mit Hilfe des Livebildes am Okularauszug drehen, bis der Planet scharf ist :) Dazu brauchst Du kein Okular. Aber die Webcam hat ein sehr kleines Gesichtsfeld, daher mußt vorher den Planeten sehr sorgfältig in die Mitte vom Gesichtsfeld vom Okular holen. Dann Okular raus, Webcam rein...

Wie groß ein Planet auf dem Webcamchip abgebildet wird, hängt dabei von der Brennweite des Teleskops ab. Erste Oberflächendetails kannst ab etwa 1 bis 1,5 Meter Brennweite erkennen. Wenn Du das Bild größer haben möchtest, kommt zwischen Okularauszug und Webcam eine 2-fach Barlow-Linse. Die verdoppelt die Brennweite Deines Teleskops. Es gibt auch Barlow-Linsen, die stärker vergrößern. Aber für eine Webcam hast dann pro Pixel zu wenig Licht. Da müßtest dann empfindlichere (und viel teurere) Kameras verwenden.

Fang mit ner einfachen astrotauglichen Webcam an. Am besten am Mond. Du wirst begeistert sein, was eine Webcam am Mond bei jedem Teleskop zeigt. Der Mond ist groß, hell und zeigt jeden Tag andere Strukturen, weil sich die Beleuchtung ja jeden Tag ändert. Der Mond ist ein gutes Übungsobjekt für den Umgang mit der Webcam...

Wenn Du mit dem Gedanken an Sonne- Mond- und Planetenfotografie liebäugelst, ist eine in beiden Achsen motorisierte Montierung ein "Muß". Solange Du von Hand an der Nachführung drehst, hast immer Vibrationen an der Montierung. Dadurch ist das Livebild der Webcam "verwackelt". Elektromotoren dagegen bringen eine ruhige Nachführung und Du kannst mit viel Genuß das Livebild betrachten oder auch aufnehmen :)

Daher solltest Du Dich in diesem Fall für eine Montierung entscheiden, die mit Motoren nachgerüßtet werden kann.

Viel Spaß beim neuen Hobby
Fee
 
Hallo Darius!

An deiner Stelle würde ich zu einer Dobson Montierung greifen.
Da du das Ding nicht ewig aufbauen musst.
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html
Das wär so eins. Dir wird als Anfänger die Orientierung auch leichterfallen, da du das Teleskop einfach senkrecht und wagerecht schwenken kannst. Eine Parallaktische Montierung sieht zwar unheimlich professionell aus, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sie meisten Neulinge sich nicht damit auseinandersetzen weil sie zuerst was sehn wollen. Das Ergebnis is eine falsch eingeordnete Montierung. Ich habe es sogar schon gesehn, dass jemand sie so dermaßen verstellt hatte, dass sie doch wieder waagrecht und senkrecht am Himmel benutzt wurde d:-).
Die restlichen 100 Euro würde ich in zusätzliche Okulare investieren die dir hier sicher auch empfholen werden können.
Was fotographieren angeht.:
Wenn du eine Diggicam hast kannst du natürlich damit auch durch das Okular knipsen und es kommen fotos raus. Wenn du dir noch eine Diggiklemme für 50 euro kaufst kannst du auch videos damit machen. Das funktioniert ganz gut, natürlich kommen da keine Profifotos raus wie teilweise hier in der Galerie gezeigt werden, aber glaube mir du wirst lange lange Zeit andere Probleme haben als dich um ernste astrofotografie zu bemühen.

Gruß Deadlock
 
Moin Deadlock,
guck doch mal was ich schon oben verlinkt hab :Trost:

MfG
SEbi
 
Hi!

Ich bin schon fleißig am studieren. Ich finde eigentlich auch den ersten Link von newtonsebi interessant (Skywatcher 200/1200). Allerdings schreibst du auch: "wenn es nicht umbedingt Fotografie sein müsste".
Jetzt habe ich mich auch umgeschaut wie man Kameras mit Klemmhaltern anmontieren kann. Wieso genau wäre dann ein Dobson ungeeignet?
Ich habe eine Canon EOS 550D ich würde dann in Zukunft auch gerne mal damit das ein oder andere Bildchen von meinen Beobachtungen machen. Diese Kamera ist sehr Lichtempfindlich und macht bei Dunkelheit ohne Blitz gute Fotos ich kann mir vorstellen, dass auch herrliche Astrofotographien damit möglich sind. Andererseits befürchte ich dass das Okular zu klein sein könnte für so ein grosses Objektiv und eine übliche kleine Digicam wäre angebrachter.
Lohnt es sich überhaupt in der Preisklasse über Fotos nachzudenken?

MfG Darek
 
Hallo Darek,

Das Problem beim klassischen Dobson ist die fehlende automatische Nachführung. Es gibt zwar inzwischen Dobsons mit GoTo und azimutaler Nachführung, das Bild wird jedoch aufgrund der dann eintretenden Bildfeldrotation verwischt, und Sterne erscheinen als Strichspuren. Es gibt auch schon parallaktische Untersätze für Dobsons, deren genaue Poljustage soweit ich weiss ähnlich den Polhöhenwiegen jedoch sehr umständlich ist.

Was beim Dobson bleibt, sind kurzbelichtete Aufnahmen von Sonne und Mond im Primärfokus mit deiner Canon oder die Webcam-Fotografie von Mond und Planeten.

In der Preisklasse (300 Euro) lohnt es sich durchaus über Fotografie nahzudenken: Deine Canon mit einem kleinen Leitrohr auf eine (N-)EQ-3 montieren und per Piggyback Weitwinkelaufnahmen des Sternenhimmels machen. Da die Canon schon vorhanden ist, müsstest du bei Gebrauchtkäufen mit deinem Budget hinkommen oder ggf. noch ein wenig sparen.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Darek!

Wenn ich es richtig verstanden hab hast du noch keinerlei Erfahrung mit der Astronomie. Wenn es so ist würde ich mir jetzt noch keine Gedanken an die Astrofotografie verschwenden. Du musst erst einmal den Himmel kennenlernen, dein Gerät die Okulare, und und und. Bei mir sind nun schon 2 Jahre vergangen aber ernsthafte Astrofotographie betreibe ich immernoch nicht. Christian hat sicherlich recht, dass man für 300 euro einsteigen kann, aber es bedeutet deutliche Abstriche an den visuellen Möglichkeiten in Kauf zu nehmen. Und es ist bei weiten nicht so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt.
Mein Rat: Eins nach dem anderen!

Gruß Deadlock

@ Sebi hatte deinen link bereits gesehn d:-)
 
Hallo Christian,

außer
Zitat von copernicus:
Das Problem beim klassischen Dobson ist die fehlende automatische Nachführung. Es gibt zwar inzwischen Dobsons mit GoTo und azimutaler Nachführung, das Bild wird jedoch aufgrund der dann eintretenden Bildfeldrotation verwischt, und Sterne erscheinen als Strichspuren.
sehe ich bei einem manuell nachgeführten Dobson noch ein zusätzliches Problem: Beim manuellen Nachführen muß man sich immer klar machen, in welche Richtung um welchen Betrag zu drehen ist, um ein Objekt, welches aus dem Blickfeld gelaufen ist, wieder in dasselbe zu holen. Und herauslaufen wird das Objekt bei der Webcamfotografie ziemlich sicher.

Bei einer halbwegs vernüftig eingenordeten parallaktischen Montierung kann es nur die Stundenachse sein. Nützt es nichts, in die eine Richtung zu drehen, dreht man halt zurück, bis das Objekt im Bildfeld erscheint. Und nach der hier recht preisgünstigen Motorisierung kann man sich ganz dem Objekt widmen.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Zitat von lDaReK:
Also OK ich streiche jetzt beide Teleskope von meiner Wunschliste
Vernünftig!

gesehen hätte. Z.B. vom Jupiter, der ja im moment schon durch mein altes "made in UDSSR" Spielzeug Teleskop mit Monden zu sehen ist :D
Achtung, ein ganz schöner Teil der Optik dieser Herkunft ist gut, z.B. mein 8x30-Fernglas. Das tausche ich auch nicht gegen Fujinon oder deutsche Edelmarken ein.

Ein kleiner wunsch wäre es irgendwann ein Stativ selber zu Bauen und ein Programm zur Ausrichtung zu schreiben.
Ein Stativ kann man selten mittels Programm ausrichten, muß dies aber auch nicht. Was Du meinst, ist vermutlich die Montierung.

Vielleicht noch eine Frage: Wie genau funktionieren Okulare für Fotokameras?

Wenn Du wirklich Okulare meinen solltest: Die haben oben einen Anschluß, um daran mittels Adapter eine Kamera anbringen zu können. Das eignet sich für afokale Okularprojektion, wenn die Kamera kein wechselbares Objektiv besitzt, oder, zusammen mit einer Verlängerung, zur normalen Okularprojektion, um Planetenfotografie mit einer SLR zu betreiben.

Für fokale Aufnahmen mit einer SLR, bei denen das Teleskop als Objektiv dient, braucht man kein Okular, dafür aber einige andere Sachen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Fee,

zu
Zitat von Sternenfee123:
Mit den Teleskopen, die preislich in Deinem Limit liegen, kannst halt nur bis zu einem bestimmten Faktor vergrößern.
wäre noch zu sagen, daß das auch für Teleskope gilt, die weit außerhalb dieses Limits liegen ...

Wenn Du mit dem Gedanken an Sonne- Mond- und Planetenfotografie liebäugelst, ist eine in beiden Achsen motorisierte Montierung ein "Muß".
Eigentlich wäre ein Richtung ausreichend, sofern es sich um eine parallaktische Montierung handelt. Die gelegentlichen Korrekturen in Deklination kann man auch von Hand machen. Btw: Meine EQ5 läßt sich manuell in beiden Achsen butterweich verstellen, weshalb ich die Motorkupplung der Deklinationsachse oft gelöst lasse.

Übrigens: Für 259 Euro bekommt man einen 130/900 Newton auf EQ3, ein 130/650 dürfte sich ebenfalls für diesen Preis anschaffen lassen. Für 298 Euro hat man dann schon einen 150/750er. Die Variante mit 2"-Crayford kostet freilich 329 Euro.

Dazu würde ich noch 39 Euro für einen Polsucher ausgeben und mir Gedanken machen, welche Nachführung die sinvollere wäre, einachsig für 89 Euro, oder zweiachsig für 119 Euro. Das kann später erfolgen, oder preismindernd beim Kauf der Montierung.

Grüße

fquadrat
 
Hi fquadrat,

Zitat von Sternenfee123:
Mit den Teleskopen, die preislich in Deinem Limit liegen, kannst halt nur bis zu einem bestimmten Faktor vergrößern.
wäre noch zu sagen, daß das auch für Teleskope gilt, die weit außerhalb dieses Limits liegen ...

hmmm, ja, da hab ich mich nicht ganz korrekt ausgedrückt. Mit meinem für die Fotografie optimierten 8"er kann ich visuell wirklich 400-fach vergrößern, da hab ich viel Oberflächendetails bei meinen Lieblingsobjekten (Planeten). Fotografisch blase ich die Originalbrennweite auch mal bis 7 oder 8 Meter effektive Brennweite auf, falls das Seeing es zuläßt. Bei einem Einsteigergerät sind Spiegel und preisgünstigste Einfachstokulare nicht wirklich für eine Vergrößerung (2x Durchmesser in mm) für visuell oder fotografisch geeignet. ;)

Wenn Du mit dem Gedanken an Sonne- Mond- und Planetenfotografie liebäugelst, ist eine in beiden Achsen motorisierte Montierung ein "Muß".
Eigentlich wäre ein Richtung ausreichend, sofern es sich um eine parallaktische Montierung handelt. Die gelegentlichen Korrekturen in Deklination kann man auch von Hand machen.

Bei einer nicht modifizierten Einsteigermontierung "frisch von der Stange" halte ich das nicht für sinnvoll. Damit auf einem Webcambild ordentlich was zu sehen ist vom Planeten, bläst man üblicherweise die Brennweite mit Barlows bis ans Limit des Röhrle bzw. der Webcam auf. Wenn man dann mit 4 oder 5 Zoll Öffnung bei 3-4 Meter effektiver Brennweite angekommen ist, flutscht der Planet sofort aus dem Mini-Gesichtsfeld der Kamera, sobald man die Montierung berührt. Egal, an welcher Schraube man dreht. Ich hab da leidvolle Jahre voller Frust mit einer Schlabbermontierung und 6" hinter mir, ehe ich bei ner stabilen Montierung mit ausgetauschem Fett und sauber eingestelltem Spiel angekommen bin...

Btw: Meine EQ5 läßt sich manuell in beiden Achsen butterweich verstellen, weshalb ich die Motorkupplung der Deklinationsachse oft gelöst lasse.

Visuell hast meine uneingeschränkte Zustimmung. Da kann sie wirklich butterweich bedient werden. Fotografisch schauts anderst aus. Da möchte ich nicht auf Motoren verzichten.

Grüße
Fee
 
Hi!
Wieder einmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten und Diskussionen.
Ich werde von Beitrag zu Beitrag schlauer! So langsam denke ich weiss ich worauf ich achten will und das Limit von 300€ kann auch gerne gesprengt werden. Wäre auch bereit mehr auszugeben. Ich möchte nicht etwas kaufen und in 1-2 Jahren feststellen hmm eigentlich muss ich alles neu Kaufen um bischen mehr zu haben.
Ich würde schon gerne mit der Canon schöne Planetenaufnahmen sowie Deepsky-Objekte Fotografieren. Deshalb wäre wie ich es so verstanden habe, eine parallaktische Montierung wichtig. Muss ja auch nicht am Anfang mit Motoren sein aber es sollte sich nachrüsten lassen. Es wäre ja auch langweilig wenn ich direkt am Anfang alles hätte und ich mich nicht steigern könnte ohne mir direkt ein neues Teleskop oder eine neue Montierung zu kaufen.
Ich finde die Dobson sehen sehr einfach und praktisch aus aber ich glaube für meine Ziele dann doch eher ungeeignet. Oder gibt es da eine Möglichkeit der Nachführung?

Sternenfee ist dein Profilbild, der Jupiter, von dir selber Fotografiert? Was hast du denn so für Instrumente dafür verwendet? Wahrscheinlich sprengt das hier den Rahmen eines Anfängers aber würde mich interessieren, da das Bild ja sehr deutlich aussieht.

MfG Darek
 
Hallo Darek,
Wenn du ein Dobson kaufst, musst du es ja nicht wegschmeißen, wenn es dir plötzlich nach mehr verlangt.
Dann investierst du in eine solide Montierung und packst da dein Teleskop drauf. Die Rockerbox kannste trotzdem behalten und sie zum schnellspechteln nutzen wenn du mal keine Lust hast die ganze Montierung aufzubauen. Anders herrum wirds ehr schwierig.
Beim fotografieren gehts nämlich vor allem drum möglichst kein wackeln zu haben. Das wiederum bedeutet aber du brauchst entweder eine teure Montierung, oder du verzichtest auf Öffnung im Teleskop um eine prallaktische Montierung nicht zu überlasten.
Dann hast du später aber vielleicht ein Teleskop was dir nicht genügt und welches du samt Montierung loswerden willst, um dir was größeres zu kaufen.
Mein Vorschlag wär, du versuchst dich mal tiefer in die Materie der Astrofotografie einzuarbeiten um zu verstehen was da so auf dich Zukunft. Stichwort Leitrohr etc...

Gruß Deadlock
 
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Hallo Darek,

warst Du schon in der Nacht mit einem Teleskop unterwegs? Falls nicht, möchte ich Dir anraten Dich in Deiner Auswahl nicht jetzt schon festzulegen.
Ich bin hier auch blutjunger Anfänger und habe mir vor etwa 3 Monaten das erste Teleskop zugelegt. Mittlerweile kann ich sagen, daß ich von vielen meiner anfänglichen Erwartungen, Hoffnungen und Planungen abgekommen bin. Jetzt heisst es erstmal Erfahrungen sammeln, am Nachthimmel orientieren - Teleskop, insbesondere auf parallaktischer Montierung, ist nochmal was ganz anderes als ein Fernglas - und mit dem Teleskop umgehen lernen.

Zu Deinen Beobachtungswünschen:
Schlag Dir die Astrofotografie am Teleskop erstmal aus dem Kopf. Das kannst Du immer noch anfangen, wenn Du Dich mit der Technik und dem Himmel wirklich auskennst. Da hängt so unglaublich viel dran, dass Du da nicht mit Deinem Equipment für 300 Euro wirklich zufriedenstellend auskommen wirst. Die Kamera reicht, da habe ich hier im Forum schon tolle Aufnahmen gesehen, aber wenns dann an die Okulare, die Hauptoptik und vor allem an die Montierung geht, dann wird Dein finanzieller Rahmen absolut gesprengt.
Sterne wirst Du immer als Punkte sehen, mach Dir da keine Illusionen. Wirklich interessant sind doch schöne Sternenhaufen. Aber auch hier bekommst Du bereits schöne Einblicke mit kleinen Teleskopen.
Für Beobachtungen in unserem Sonnensystem reichen anfangs auch die einfachsten Optiken. Versuch einmal einen Planeten bei kleinem Gesichtsfeld und hoher Vergrösserung auf einer einfachen Montierung in den Fokus zu bekommen. Da bist Du eine Weile beschäftigt.
Bei Galaxien wirst Du ausser grau-weiss nebligen Flecken ähnlich einem Taubenschiss auf der Optik kaum was erkennen. Auch hier ist eine grössere Optik gefragt. Dennoch ist die Erfahrung der ersten eigenen extragalaktischen Sichtung faszinierend.


Worauf ich hinaus will: Wenn Du es nur irgendwie einrichten kannst, such Dir in Deiner Nähe einen Sternenfreund oder einen Astroverein und geh ein, zwei Mal mit ihnen Nachts spechteln bevor Du Dir hier den Kopf zerbrichst. Wenn das nicht möglich ist, dann sei kompromissbereit und fang klein an. Stell die Astrofotographie erstmal hinten an. Piggyback und Widefield auf dem Stativ ist natürlich sofort möglich, für alles weitere wirst Du viel Lesestoff finden, viel Erfahrung sammeln müssen und evlt (viel) mehr Geld ausgeben (müssen/wollen/dürfen).

Hier im Forum gibt es einen Suche/Finde Bereich. Da wirst Du für ein super Preis-Leistungsverhältnis gebrauchte Optiken finden. Was für Dich das Richtige ist, wirst Du erst herausfinden, wenn Du selbst am Gerät gestanden und damit beobachtet hast. Jedes Gerät hat seine ganz eigenen Vorteile, Nachteile, Tücken, Macken und es wird beim Beobachten von jedem persönlich vermutlich anders empfunden.
Wenns unbedingt ein Neugerät sein soll dann bleib unbedingt bei Deinem finanziellen Rahmen. Die astronomische Beobachtung ist ein Hobby auf der nach oben offenen Kostenskala ;) Draufsatteln kannst Du später also immer noch.

Btw: Ich habe mich für ein gebrauchtes Celestron Newton 114/900 auf einer MON-1 für rund 100 Euro entschieden. Die Optik gefällt aber die Montierung ist Käse, doch für mich reicht sie noch (hier kann ich nur zu einer etwas besseren Montierung raten - nicht jeder ist mit viel Geduld gesegnet). Ausserdem weiss ich jetzt wie empfindlich parallaktische Montierungen sind, habe die Tücken des kleinen Gesichtsfeld kennengelernt und welche Ausmaße solch ein Teleskop beim Nachteinsatz auf dem Feld einnimmt. Diese persönlichen Erfahrungen wirst Du nur selbst draussen beim Spechteln machen können. Irgendwann kommt sicher etwas Grösseres, aber erstmal lern ich damit umzugehen. Das kann ich Dir auch nur anraten.

Welcher vernünftige Mensch kauft sich schon zuerst einen Sportwagen und lernt dann fahren?
 
Hi!
Stimmt, wenn ich die Dobson irgendwann dann mal nur zusätzlich habe ist das praktisch für "mal eben was gucken" :D
Ist wahrscheinlich auch sinnvoller mehr fürs Teleskop auszugeben als für die Montierung.

Ich habe vor einigen Wochen bei einer Bekannten Jupiter und Mond beobachtet. Ich kann leider keine genauen Daten zum Teleskop sagen nur beschreiben was ich gesehen habe. Also ich glaub das war einfaches Stativ ich konnte zwei Achsen bewegen und mit einer Schraube feststellen. Eine ziehmlich wackelige Angelegenheit. Der Balkon war genau nach Süden ausgerichtet und Jupiter war erst um 1 Uhr oder so im Blickwinkel. Vorher hab ich schonmal den Mond im Süden angeschaut. Wenn ich maximal vergrössert habe konnte ich ca. ein viertel der Fläche sehen.
Beim Jupiter konnte ich sogar die Obere Wolke erkennen. Alle vier grossen Monde waren auch zu sehen. Ich habe noch versucht den Uranus zu sehen der war ja ziehmlich in der nähe des Jupiters, doch keine Ahnung ob es mit dem ding überhaupt möglich wäre. Außerdem war der Mond ziehmlich hell.
Irgendwie habe ich seitdem diese sache mit dem Teleskop im Kopf. Ich denke nicht das ich enttäuscht sein werde von dem was ich zusehen bekomme. In meinem Newsabo sind Kepler und Cobot und ich weiss auch ganz genau, dass Hubble mir viel bessere Bilder liefern kann.
Doch ich will selber auch mal was sehen und auf Fotos festhalten. Ich bin mir sehr bewusst dass ich da für das Geld nicht bis zum Urknall gucken kann und bis auf unsere Sonne sind einzelne Sterne auch eher uninteressant für mich.
Ich will nur den Kauf nicht überstürzen und dir Beratung die ich hier bekomme ist echt tadellos und sehr aufschlussreich.

Ich werde mir morgen nochmal Gedanken machen mit fallen schon die augen zu. Aber ich denke ich bleib bei einem Dobson.
So Gute Nacht
MfG Darek
 
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Hi Darius,

Sternenfee ist dein Profilbild, der Jupiter, von dir selber Fotografiert? Was hast du denn so für Instrumente dafür verwendet? Wahrscheinlich sprengt das hier den Rahmen eines Anfängers aber würde mich interessieren, da das Bild ja sehr deutlich aussieht.

ja, das ist mein eigenes Werk. Ich fotografier seit Jahren hauptsächlich Planeten. Dazu benutze ich seit 2 Jahren einen 8" Newton f=5 (gebraucht gekauft) einen Okularprojektionsadapter von Baader (neu gekauft), ein 12,5 mm Plössel (für 5 Euro aus der Grabbelkiste bei nem Teleskoptreffen), ein Filterrad (Neukauf) mit Astronoimik-CCD-Filtern (2. Wahl) und eine s/w Kamera von TIS (gebraucht übers Forum gekauft). Das alles sitzt auf ner 7 Jahre alten Sphinx auf meinem Balkon mitten im Großraum Stuttgart. Für Deepsky kannst meinen Himmel knicken, aber bei Planeten ist das wurscht.

Ich mach also 3 Videos (rot- grün- und blaugefiltert) a 30 Sekunden (= 3 x 900 Bilder), mittle und schärfe jede Sequenz für sich und leg dann im Rechner die 3 Farbkanäle übereinander. 2 Minuten Aufnahmezeit, 1 Stunde Bildbearbeitung für 1 einziges fertiges Bild...

So groß wird bei meinem Setup Jupiter derzeit abgebildet:

Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-2010-10-08-23-42-17-ut.png

Wenn das Seeing gut ist, mach ich auch gerne mal mehrere Bilder an einem Abend. In gleichmäßigen Abständen. Und da draus wird dann eine Animation gebastelt.

Bei der hier war das Seeing grauenhaft, aber die 4 Monde auf einen Streich waren halt zu schön, um das Material einfach wegzuschmeißen. Damit es nicht ganz so grottig ausschaut hab ich da die Brennweite nicht so weit aufgeblasen (1 Zwischenring rausgemacht)...

Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-2010-10-09.gif

Angefangen hab ich vor 8 Jahren mit ner 4" Russentonne auf ner GP, einer 2x Barlow und ner ToUcam. Hab mich dann schrittweise verbessert. Damals waren die Finanzen der begrenzende Faktor, seit 2 Jahren ist es meine Gesundheit. Ein größeres (=schwereres) Teleskop kann ich alleine nicht mehr aufbauen. Ich bin gewichtsmäßig am persönlichen Öffnungslimit angekommen. Trotzdem mach ich in der Bildbearbeitung immer noch Fortschritte. Da hab ich das Limit noch lange nicht erreicht, auch die diversen Programme zur Bildbearbeitung werden laufend besser :)

Hier zum Vergleich mal einer meiner ersten brauchbaren Jupiters (auch wenn der noch etwas blaulastig ist) mit der Webcam und einem 150/750 Newton bei etwa 3 Meter Brennweite aus dem Jahr 2005:

Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-05-05-19-23-42.jpg

CS
Fee

Edit: Schreibfehler korrigiert
Fee
 
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