Welches Teleskop für Astrofotographie

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gizmo1986

Neues Mitglied
Hallo,
erstmal klasse Forum hier.
Nach langer Zeit der visuellen Beobachtung möchte ich mich weiterentwickeln und das schöne Hobby der Astrofotographie erlernen. Erste Erfahrungen habe ich bis jetzt schon gesammelt(fokal und piggy back). Mich interessiert jetzt vor allem Galaxie und Nebel aufnahmen. Leider ist mein jetziges Teleskop zu klein und auch die Monti ist zu schlecht um irgendwie eine vernünftiges Bild mit langer Belichtungszeit ohne verwackelungen wie bei einem schweren Erdbeben zu bekommen. Deswegen hab ich mich mal schlau gemacht, was es da so alles gibt und hab mir ein paar Teleskope rausgesucht.

Leider weiß ich nicht so recht welches für die Deep Sky fotographie besser geeigent ist.
Deswegen hier mal meine Auswahl:

1)MEADE 8'' f/10 LX90GPS mit UHTC
2)SKYWATCHER 254/1200mm EQ-6 Pro v3.20
3)SKYWATCHER 200/1000mm EQ-6 Pro v3.20
4)Celestron CPC 800
5)Celestron Advanced C8-SGT

Ich hoffe ihr könnt mir helfen meine Entscheidung zu vereinfachen.

Vielen Dank schonmal im voraus
Gruß
 
Hi Gizmo,

zur Info vielleicht das hier:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Bei all Deinen Vorschlägen fällt auf, dass es recht lange Brennweiten sind - das ist halt schon schwer am Anfang. Bis jetzt hast Du ja noch keine Langzeitbelichtung gemacht, korrekt?

Was willst Du denn ausgeben?

CS

Klaus
 
Hi Gizmo

lad dir mal CCDcalc runter, damit siehst Du ganz gut, dass so lange Brennweiten oft gar nicht nötig sind. Die errechneten Werte lassen sich auch sehr gut in Cartes du Ciel einbinden (unter Okulare/CCD lässt sich der Himmelsausschnitt einblenden, der abgelichtet wird).
Ich würde mich eher bei Brennweiten zwischen 500 und 750mm umsehen, je nach Sensorgröße.

Dann kommen noch die üblichen Faktoren wie Budget, vorhandene Ausrüstung (DSLR, Laptop), Beobachtungsplatz/Transport/Stromversorgung hinzu.

CS
Jürgen
 
Mein Budget beläuft sich auf 2000€ nur für das Teleskop.

DSLR,Laptop, Strom und Beobachtungsplatz ist alles vorhanden.

Die einzigen langzeitbelichtungen die ich gemacht habe, waren Strichspuraufnahemn von sternbildern.
 
Zur Langzeitfotografie:

800mm f:4 Newton auf entsprechender Montierung + Leitrohr
1000mm f:5 Newton, Rest s.o.
Refraktor 600 - 800 mm, f: um die 7,0

Meade 90: dazu brauchst Du noch eine Polhöhenwiege. Die Brennweite sollte auf f:6,3 bei 1280mm reduziert werden.

Deutsche Montierungen (Stabilität vorausgesetzt) sind etwas besser als gabelmontierte CS`s, die aufgrund der langen Gabel und der Polhöhenwiege wackeliger sind.

CS
Winfried
 
Hallo Gizmo,

was hast Du denn derzeit für ein Gerät?
Vielleicht wäre es für den Start durchaus brauchbar und Du müsstest nur eine vernünftige Montierung drunter setzen (die so dimensioniert ist, dass Du dann später bei Bedarf die Optik austauschen könntest).

CS
Volker
 
Ich besitze zur Zeit ein Bresser 114/900mm auf einer leichten Montierung vergleichbar mit einer EQ-Sky. Für Planeten ist das teil in ordnung find ich, nur fürs Fotographieren ist es einfach zu wackelig.
 
Hallo,

ums direkt heraus zu sagen, Du gehst die Sache komplett falsch an! Astrofotografie beginnt nicht!! mit dem Kauf eines teuren Fernrohrs und dann klappt alles von selber. Das klappt nicht, weil Du erstmal mit einer Kamera und kurzer Brennweite Erfahrungen sammeln mußt, bevor Du Dich an die langen Brennweiten machen kannst. Um noch einen Schritt weiter vorne anzufangen, Fotografie beginnt mit der Montierung und nicht mit irgendwelchen Optiken. Für die Montierung kann man schon alleine schnell mehr Geld ausgeben als Du im Budget hast. Gabelmontierungen vergiß mal ganz schnell, weil du dann auf die Optik beschränkt bist, die da drin hängt. Was also tun? Zum Einstieg also eine mittelschwere Montierung besorgen, z.B. GP-DX, GM8 oder EQ6 usw. . GOTO ist bei der Astrofotografie nicht schlecht, kann aber durchaus was langsames sein, wie Littlefoot ( Kleinfuß auf englisch) oder das MCUUpdate für die EQ6. Selber basteln ist auch angesagt, wenn Du kein Vermögen ausgeben willst. Zum Schluß braucht man dann doch Optiken. Ein Leitrohr hast Du ja schon, der 114/900 geht schon für den Anfang. Als Fotooptik solltest Du etwas mit 300 mm bis max. 750 mm Brennweite ins Auge fassen. 300mm Russentonne von MTO, 80/600 ED APO oder ein 6" f/5 Newton sind da so ein paar Beispiele, die mir direkt einfallen. Dann brauchst Du auch noch ein beleuchtetes Fadenkreuzokular oder eine Autoguiderkamera, was aber für den Einstieg wahrscheinlich schon zu viel auf einmal wäre. Danach braucht man nur noch klare mondlose Nächte und viel Zeit um Erfahrungen zu sammeln.
So sieht meiner Meinung nach der Einstieg in die Fotografie aus, vor allem weil man dann nur was anschafft, was man auch als Profi noch benutzen kann und nicht wieder in die Ecke werfen muß.
 
Hallo Gizmo,

ok, mit dem 114/900 wird es vermutlich schwer zu fotografieren.

Deine o.g. Wünsche sind aber vom Budget her schon ziemlich eng würde ich sagen.

Konkrete Hinweise zu den von Dir genannten Geräten kann ich Dir mangels Kenntnis nicht geben, aber einige persönliche Einschätzungen.

Zunächst teile ich Winfrieds Meinung bzgl. der Gabelmontierung . Da kommt die Polhöhenwiege noch hinzu und stabil ist in meinen Augen anders. Da würde ich eher auf eine deutsche Montierung setzen.

Alternativ zu Skywatcher werden bei Foto eigentlich immer die GSO Newtons genannt.

Der 150/750 Newton wäre noch eine Alternative bzgl. Budget und Brennweite.

Das benötigte Zubehör nicht außer acht lassen, wie Fototaugliche Steuerung, Leitrohr + passende Halterung, evtl. Bild-Flattener. Ich denke da geht auch noch einiges an Geld drauf, vor allem wenns stabil sein soll.

Generell würde ich, wenn es um Fotografie geht erstmal das Hauptaugenmerk auf die Montierung legen und ggf. eine Nummer kleiner bei der Optik gehen.

Ich denke die Fotoexperten können noch mehr zu den einzelnen Geräten (bzw. benötigten Zubehörteilen) sagen.

CS
Volker

 
Hi Gizmo,


was Du eigentlich machen willst - Galaxien abbilden, vermutlich noch mit möglichst viel Detail - ist schon ne ganz schön anspruchsvolle Sache. Wenn man das richtig gut machen will brauchst schon einiges an schwerer Ausrüstung, für die 2000EUR vermutlich nicht reichen

Ich denke, eine vorläufige Ausrüstung wäre gut für Dich zum Üben und bis Du weisst was Sache ist.

Eine Idee wäre:

Ein 150/750 auf ner adm z.B., damit geht schon einiges.
Wenns Qualität sein soll: einen 150/750-Newton in Leichtbauweise auf ner Vixern GP-Foto. In beiden Fällen ein 4-Zoll-Mak als Leitrohr. Damit wären die 2kEUR dann auch schon weg.

Jedenfalls wäre damit bis 750mm Brennweite alles machbar, am Anfang kann man ja den Newton als Leitrohr benutzen und die Kamera oben draufsatteln. Mit 750mm und ner dslr gehen Galaxien auch schon halbwegs.

CS

Klaus
 
also ich hab mit nem 150/750er auf ADM angefangen und dazu das kleinfüßige. Damit sind belichtungszeiten bis 30 Sekunden möglich. Alles drüber wird schon schwierig aber ist möglich ( Refek macht u.a. damit bis zu 90 s lang Bilder.. - nutzt allerdings eine GP)

edit: beispielsweise auch mit Guiden via Fadenkreuzokular.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Flo,

dazu möchte ich ergänzen, dass mit Guiding per Fadenkreuzoku auch mehrminütige Aufnahmen gut möglich sind. Astrofotografie ganz ohne Guiding ist ja eher ein Spezialfall.

CS

Klaus
 
Danke erstmal für die vielen Tipps :)

Aber ist es möglich mit einem 254/1200mm auf EQ-6 Pro astrofotographie zu betreiben???
 
Hallo Gizmo,

das ist schon möglich, das will Dir auch keiner wirklich ausreden.

Das Problem ist einfcah, dass der 10-Zöller sauber nachgeführt werden muss. Dazu brauchts "gute" Varianten der eq6, ein ausreichendes Leitrohr, ne gute Steuerung und vermutlich auch nen Autoguider - dann wirds mit Deinen 2000EUR halt schon recht knapp.

Ausserdem sind 1250mm Brennweite schwierig nachzuführen. Dazu brauchts dann wieder Erfahrung.

Und dann kommt noch hinzu, dass Du ca. 50Kg Ausrüstung bewegen mußt.

Kuck mal bei www.space-watcher.de nach. Der macht sowas und hat schön seinen Werdegang beschrieben.

CS

Klaus
 
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