Welches Teleskop?

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Eagle_Works

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Ich möchte mit einem guten Teleskop für maximal 200€ in die Astronomie einsteigen. Es sollte zum Betrachten von Planeten/dem Mond und für fotographische Aufnahmen dieser geeignet sein.
Soll ich mir das Galaxia 114/900 EQ-SKY von Maede/Bresser kaufen?
 
Hallo,

Also...hmm...vorweg, so ein 114/900 Newton Teleskop ist schon eine feine Sache, damit kann man ne Menge beobachten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Fotografisch kommt es natürlich darauf an was du machen willst, aber die Stabilität der Montierung wird dir da deutliche Grenzen setzen, und gerade die Montierung ist das wichtigste wenn die Fotografie ins Spiel kommt.

ABER, ich möchte dir nicht dazu raten dir dieses Teleskop zu kaufen, jedenfalls jetzt noch nicht.
Hast du schonmal mit einem astronomischen Teleskop beobachtet? Kennst du dich in der Materie ein bischen aus?

So ein Teleskop wie du es vorschlägst gehört sicherlich in die preiswerteste Teleskopklasse überhaupt, zuviel erwarten sollte man aufgrunddessen auch nicht, womit ich dieses Geräte nicht schlecht reden will (Das Zubehör vielleicht schon).
Naja...worauf ich hinaus will, auch 200€ sind viel Geld, auch wenn du uns nicht deinen Namen nennst so gibts du immerhin an, dass du Schüler bist, so sind 200€ eben für dich noch mehr Geld. So würde ich mit diesem finanziellen Fundament etwas vorsichtiger umgehen, den mit einem Teleskop allein ist noch lange nicht alles getan um zu erfolgreichen Beobachtungen zu kommen.
Hast du gute themenbezogene Literatur? (z.B. Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoschka, oder das Kosmos Himmelsjahr, drehbare Sternkarte...)
Auch solltest du vor dem Fernrohrkauf Kontakt zu Sternfreunden/Sternwarten aus deiner Gegend herstellen. Die lassen dich bestimmt mal gern bei sich mitbeobachten und dabei lernst du auch worauf es ankommt. Diese Erfahrungen werden dich weiter bringen und nach einiger Zeit kannst du dir die Frage nach dem richtigen Teleskop für dich auch selbst beantworten und wer weiss vielleicht hast du dann auch soviel Feuer gefangen dass du auch bereit wärest mehr Geld (soweit vorhanden....aber man kann ja sparen) zu investieren.
Auch wenns am Anfang schwierig ist (ja ich weiss man wills unbedingt so schnell wie möglich haben....) es ist auf jeden Fall der weisere Weg, der dich vor unnötigen Ausgaben und vor Frust bewahren kann.

Die Sache mit der Fotografie würde ich auch erstmal ein wenig zurückstellen, da wirds nämlich noch ein wenig komplexer und kostenintensiver, einzig die Mond/Planetenfotografie mittels Webcam ist recht einfach machbar, wenn entsprechendes Equipment schon vorhanden ist.
Und mit den Kosten fürs Teleskop ist es auch nicht getan, da kommt immer noch soviel Zubehör dazu....


clear skies,
André
 
Sorry war noch nicht ganz mit meinem Profil fertig.

Ich hab noch ein Refraktor Teleskop von Bresser zu Hause rumstehen (d=50mm und f=600mm). Allerdings hat das ein extrem wackeliges Stativ. Daher hatte ich schnell die Lust an Beobachtungen verloren.
Im Moment bin ich dabei mir Literatur zu beschaffen. Und ich hab CyberSky und Cartes du Ciel auf meinem Computer.
 
moin,

hab auch ein 114/900. mond und saturn gehen richtig gut. jupiter ist bei mir ne helle scheibe bei 180x. der steht aber auch verdammt tief. mars bleibt ein punkt. den rest unserer planeten hab ich noch nicht im visier gehabt. wie bilder so mit digiknipse vorm okular aussehen, siehe meine seite unter Astro. mond ganz okay, aber saturn, da lachste dich schlapp. mit einer webcam sollte das deutlich besser gehen.
deepsky, naja. bei sternenhaufen sieht man halt viele punkte, nur gibt mir das persönlich nicht viel. galaxien hab ich noch nicht gesucht, da ich glaube, das man da eh nicht viel sieht. außerdem ist meine umgebung mit 2 laternen und mauer rechts/links für DS zu "verschmutzt".

evtl. ein gebrauchtes 114/900 kaufen. teleskope werden in der regel gut gepflegt. vor ein paar tagen ist bei ebay ein vixen (leider nur der tubus ohne monti und stativ) für 50öro weg gegangen. ich habe für mein gebrauchtes r114m, 210 öro bezahlt (tubus, 18ner okular, monti und stativ).

auf der seite der deepsky-brothers, findes du eine tabelle, die sehr hilfreich bei der wahl der montierung ist. die ist im allg. sehr hilfreich!

tschau norman
 
Danke für den Tipp.

Ich schau mich grad bei eBay um <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
 
Noch eine Frage:

Wie ist eigentlich die Qualität der Teleskope von Seben oder Optrons?
 
Moin Alex!

> Wie ist eigentlich die Qualität der Teleskope von Seben oder Optrons?

Schmeiß mal die SuFu dieses Forums an. Da findest Du zu diesen Stichwörtern sicher so einige Meinungen.
Kurz und knapp: Finger weg! eBay ist für Newbies zum Teleskopkauf nicht zu empfehlen, außer man weiß genau, was man will.
 

Da gibt es natürlich eine Menge, kommt immer ganz auf die Qualitätsansprüche und den Geldbeutel an. Als Einsteigerteleskope sind Synta/Skywatcher/Celestron/GSO (Chinaware) von der Qualität ok und auch bezahlbar. Im hochwertigerem Bereich sind dann u.a. Orion, Vixen, TeleVue, William Optics angesiedelt.

Da hier die ganze Zeit nur von Teleskopen gesprochen wird noch der Hinweis, dass Newton-Spiegeltelskope die meiste Öffnung fürs Geld liefern, Linsenteleskope (Refraktoren) zwar teurer sind, dafür aber einen besseren Kontrast haben, jedoch meist mit meinem Farbfehler zu kämpfen haben.

Bei dem Zubehör würde ich darauf achten, mindestens die 4-linsigen Plössl-Okulare zu nehmen, da die 2 bzw. 3-linsigen (z.B. Hygens, Kellner) auch wieder einen Farbfehler (Prisma/Regenbogeneffekt) produzieren.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias, hallo Threaderöffner, hallo allerseits,

einige Anmerkungen/Ergänzungen/Differenzierungen/Erweiterungen:

1. Bei Einsteigerteleskopen ist "Qualität" genauso wichtig wie für "Aufsteigerteleskope" oder "Dauerlösungen". Ohne für freudvolle Beobachtungen angepasst durchdachtes optisches Design, sachgerechte Ausführung und gesamtkonzeptionelle Abstimmung und Passung sind Zufriedenheitsabstriche vorprogrammiert. Gerade der Einsteiger sollte sich an seinem Erstgerät nachhaltig erfreuen können, sonst ist häufig allzubald Finis mit dem neuen Hobby.

2. Nach beraterischer Klärung von (örtlichen/Transport-/Transportabilitäts/Okularpreislage-) Bedingungen und Einsatzgebiet(en) ergibt sich für die meisten Durchschnittseinsteiger die Forderung nach einem Allrounder. Nicht allzuviele Teleskope aus dem großen Angebot des Markts erfüllen diese Bedingung. Für Spezialanwendungen werden Abstriche zu erwarten sein, diese können durch geeignete Wahl allerdings meist gut minimiert werden.

3. "Marken" zu empfehlen ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, da die "Empfehlungskriterien" stark subjektiv sind. Es gibt optische Designs, die prinzipiell (optiktheoretisch, mechanisch...) nicht unbedingt für Einsteiger zu empfehlen sind. Was, wenn dieselbe Marke (Label) auch andere, empfehlenswerte Optiken herstellt? Was, wenn eine andere Marke (Label) viele "suboptimale Allrounder"-Designs anbietet, aber auch Empfehlenswertes? Zudem kommt noch Serienstreuung und Preis/Leistung...

4. Spiegelteleskope (Newtons) haben heute ein sehr gutes Preis-Öffnungs-Verhältnis. Wenn das Restdesign (Mechanik, Spiegelgüte etc.) stimmt, sind es sehr leistungsfähige Geräte. Die Aussage, öffnungsbezogen haben Refraktoren einen besseren Kontrast als Newtons ist bedingt auch richtig. Wenn man allerdings den Preis als wesentlichen Parameter berücksichtigt, erhält man beim Newton derart viel mehr Öffnung und damit Auflösung, daß der relative Kontrastnachteil mehr als ausgeglichen wird. (Der Kontrast maßgeblicher Ortsfrequenzen verschiebt sich für die MTF durch die größere Öffnung, daß preisvergleichbare Refraktoren da gar nicht hinkommen.) Um volle Leistung zu bringen, müssen am Newton einige Aspekte beachtet werden (Justage, Auskühlung, Ventilation, Isolation evtl. Tiefschwärzung und himmelseitige Tubusverlängerung), dies ist jedoch mit relativ bescheidenem Bastelaufwand machbar. Am Refraktor ist derartiges Tuning im Prinzip kaum anwendbar. Visuelle Allroundrefraktoren sind ordentlich farbkorrigierte Designs und leider relativ kostspielig. Allroundnewtons beispielsweise als 8"-f/6 sind wesentlich niederpreisiger und vielfach bewährt.

5. Okularberatung sollte m. E. mehr oder weniger erst dann einsetzen, wenn ein Teleskop bereits festgelegt ist. Zu viele Variablen sind sonst unbekannt. Da visuelle Allrounder nicht allzuschnell vom Öffnungsverhältnis her sind (ca. f/6...f/8 [+/-]), brauchen aufwendige und kostspielige Okulardesigns nicht dringend angeraten zu werden. (Auch im unteren bis mittleren Preissegment ist eine nachhaltig freudvolle Okularbestückung möglich.)

6. Sehr wichtig finde ich persönlich noch, Einsteiger auf die Besonderheiten von 2"-Okular-Auszügen hinzuweisen, und die sich damit ergebenden Möglichkeiten. Gleiches gilt für eine ordentliche Montierung, was sowohl Rockerbox für Dobsons oder auch Stativ(länge! Refraktoren im Zenit) und Montierungskopf angeht (Stabilitätsanforderung kaum hoch genug einzuschätzen und daher wegen Budgetgrenze auch wesentlicher Gesamtsystemlimitierer).

Klare Himmel mit Top-Bedingungen wünscht allen

Matthias.
 
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