Wenn man sich mit Siril relativ gut auskennt... lohnt sich das Geld für PixInsight???

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Nun läuft gerade der erste Stack - hier fällt auf, wie unfassbar langsam das geht… in Siril hatte ich mit dem selben Datensatz nach 3 1/2 Minuten mein fertiges Summenstack.
Du kannst den WBPP sehr stark beschleunigen, in dem du an den Einstellungen schraubst. Die Standardeinstellungen bieten halt die beste Qualität. Das Ding macht halt deutlich mehr als einfach ein paar Bilder zu rotierenund übereinanderzulegen. Ja, das dauert, aber ich würde es dennoch nicht gegen etwas anderes tauschen wollen.
 
Erzähl mal, wie man es beschleunigen kann - sind jetzt schon 45min, und noch einige Punkte zu tun… DANKE

Edit: ich seh schon - Local Normalization eingeschaltet zu lassen war nicht so gut für die Geschwindigkeit. Allein DAS hat 25min gedauert. Die restlichen Prozesse sind jeweils relativ zügig. Auch wenn’s jetzt schon über 1h rödelt…
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll ich sagen?! Hätte es nicht gedacht... Keine Ahnung woran es liegt - aber mein erstes Resultat einer kompletten Bearbeitung mit PI ist bereits deutlich besser, als alles, was ich mit Siril aus dem exakt selben Datensatz herausholen konnte!! Nur noch minimal was in Lr gemacht...
Hier mal mein bestes Ergebnis aus Siril:
IC_410_Siril.jpg

Und zum Vergleich mein PI-Ergebnis, ohne dass ich das Programm je zuvor mal benutzt hätte:
IC_410_PI.jpg


Und da ist SICHER noch einiges möglich!!
Eckdaten:
ASI 2600 MC Pro, RedCat 51, SA GTI, ASIair Plus, ASI 120 MM Mini, ASI 30F4, kein Filter
95 Lights a 180s (Gain 101), je 40 Darks/Flats/Biases - extrem mieses Guiding, da Höllenwind!
 
Hi,

äh, wo siehst du da eine Verbesserung? ;)

Die Bilder sehen natürlich leicht unterschiedlich aus, da bestimmt verschiedene Level und Stretching Faktoren.

Mir gefällt die Farb-Balance in SiriL übrigens besser, da da auch noch leichte Brauntöne auftauchen. In PI ist das irgendwie überbügelt.

Gruß
Peter
 
Das mit den Farben stimmt - aber es sind definitiv einige Details viel besser zu sehen!
Vergleich mal:
IMG_5224.png
IMG_5225.png
 
Hi,

ok, das sehe ich jetzt auch. ;)

Bist du dir sicher, dass das nur vom PI kommt?
Oben wirkt so als ob da ein Schärfungs-Algorithmus drüber gegangen ist.

Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,

um ehrlich zu sein ist mir schleierhaft, wie man mit Siril überhaupt vernünftig arbeiten kann.
Der Mangel eines richtigen Desktops, in dem ich mehrere Bilder gleichzeitg öffnen, bearbeiten, vergleichen, etc. kann macht das Tool meiner Ansicht nach für fortgeschrittene EBV völlig unbrauchbar.

Mir ist klar, dass da eine andere Vision dahintersteckt; die deckt sich nur mit meiner in keiner Weise. :poop:
 
Der Mangel eines richtigen Desktops, in dem ich mehrere Bilder gleichzeitg öffnen, bearbeiten, vergleichen, etc. kann macht das Tool meiner Ansicht nach für fortgeschrittene EBV völlig unbrauchbar.
fortgeschrittene EBV mache ich nach der Grundbearbeitung mit SiriL und/oder GraXpert in Affinity Photo zB mit den Astro-Macros. Da hat man dann sogar non-destructive Layer Verarbeitung (bei den Live Prozessen), sprich du kannst an allen beteiligten Prozessen nachträglich "drehen" und siehst sofort die Auswirkungen am Bild.
Und natürlich, da das eine ausgewachsene EBV ist, kann man auch mehrere Bilder öffnen und auch gegenseitig verarbeiten.
AP hat auch ein Astro-Alignment (Arrange -> Align Layers by Stars) eingebaut. Habe aber keine Erfahrung damit.

Von dem her würde ich weder SiriL noch PI dafür nehmen. Aber das ist natürlich Geschmackssache. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
ich will jetzt kein Werbebeitrag für AP machen, aber trotzdem: ;)

PI bietet mittels Undo komplette Reversibilität.
kann natürlich AP und SiriL auch. Ob unendlich, das weiss ich nicht ;) .

AP ist halt kein dediziertes Astroprogramm, da verpasst man sehr sinnvolle Funktionen wie Multiscale-Tools.
na ja, mit den dedizierten Astro-Macros von James Ritson mM schon.
Und es hat ja sogar auch komplettes Astro-Stacking oder das Align Layers by Star von Haus aus eingebaut.

Mit den Astro-Macros kann man auch Verarbeitung in den verschiedenen Color Spaces von Mono-Aufnahmen machen bzw. aus zB NB-Aufnahmen die verschiedenen Color Spaces extrahieren.

Video zB hier:

Ich nehme auch an, dass im linearen Bereich mit AP nicht wirklich gearbeitet werden kann, korrekt?
linear Data Processing in AP geht, man muss nur ein paar Dinge einstellen, siehe zB dieses Video:

Aber es geht hier ja nicht um Affinity Photo und ich mach ja auch nur EAA mit nachträglichen Pretty Pictures. ;)
Aber PI war mir definitiv zu unhandlich.

Gruß
Peter
 
Was mir extrem geholfen hat jetzt beim Einstieg war, dass mir heut als allererstes die für mich wichtigsten Prozesse und Skripte auf den PI Desktop als quasi „Best of“ in der richtigen Reihenfolge abgelegt habe. Diese kann ich nun Schritt für Schritt abarbeiten. Notfalls über ne geklonte Datei, damit nix schief gehen kann…
Hat zwar gedauert, bis ich das mit dem Ablehen kapiert hab, aber nun hab ich das einfach als Projekt gespeichert, und somit kann ich PI immer mit dieser Ansicht neu starten - das hilft mir sehr, die einzelnen Features zu finden. Und wenn ich was neues lerne, so kann ich das einfach zwischen rein schieben, und alles neu abspeichern. So wächst und optimiert sich mein grob vorgegebener Workflow, und ich muss mich nur noch um die richtigen Parameter in den einzelnen Schritten kümmern. Schon ist alles gar nicht mehr ganz so sperrig - im Gegenteil.
Toll ist auch die Möglichkeit nur in nem kleinen gezoomten Bildausschnitt die Preview des jeweiligen Bearbeitungsschrittes live anzeigen zu lassen. Gerade bei rechenintensiven Tools ein echter Gewinn! Auch das hab ich heut gelernt…
Alles in allem muss ich sagen, dass ich nun der Meinung bin, dass PI wirklich gut bedienbar ist, wenn man sich in Ruhe drauf einlässt, und auch bereit ist unendlich viele Tutorials zu schauen! Auch ist es sicher sein Geld wert. Ich werde noch ein bisschen weiter spielen mit älteren Daten, und dann mal schauen, was dabei so raus kommt. Bin gespannt… und dann werd ich entscheiden müssen, ob es mir persönlich den finanziellen Einschnitt dann wert ist, oder ob ich es trotz aller Vorteile vielleicht doch bei Siril belasse.
 
Hallo Jörg,

Dein Siril-Bild gefällt mir besser, als das von PI. Ich sehe für mich keinen Grund, Siril plus LR und Graxpert und Topaz Denoise gegen PI einzutauschen, um dann zwar ein anderes, aber nicht zwingend besseres Ergebnis bei deutlich mehr Zeitaufwand zu erhalten. Hieße ich Frank Sackenheim oder Daniel Nimmervoll, würde ich mich auslachen und weiter PI nutzen. Ich bin aber Amateur und werde es bleiben. Ich bin auch kein Pixelpeeper und auch kein Perfektionist. Ich hab in meinem Workflow noch mindestens 75% Verbesserungspotenzial. Erst wenn ich da durch bin, denke ich über andere Software nach. Außerdem kann ich mir Schöneres vorstellen, als neue Software zu erlernen. Da hat aber jeder andere Vorlieben.

LG Olaf
 
Auf den ersten Blick gefallen mir die Farben im Sieil
Bild auch besser - aber das ist je eher ne Anpassung, die ich in LR noch easy etwas annähern könnte. Die Details im PI-Bild sind halt schon ne andere Hausnummer.
Was zeitlich wirklich krass ist, ist der Unterschied beim Stacking: 4 1/2 min etwa in Siril vs. über 1h mit PI!
 
Ja. Siril läuft auch auf nicht ganz aktueller Hardware noch recht flott. PI Brauch, wenn man wirklich zügig arbeiten will deutlich mehr Power. Nicht nur beim Stacking. Auch sonst ist PI bei vielen Dingen eher träge. Man muss nur Mal einen Blick auf die Systemanforderungen werfen... Die meisten "normalen" PCs kratzen da gerade an der Mindesthardware - zumindest wenn es nach den PI-Entwicklern geht.
Das muss man beim Preis auch einkalkulieren. Wenn man viel mit PI macht, steht schnell neue Hardware an - dann steigen die "Kosten" gerne Mal um 1500-2000€ ;-)

Und Siril z.B. wird ja auch ständig weiterentwickelt. Eine ROI-Funktion zur Bearbeitung von Ausschnitten quasi als schnelle Vorschau gibt es z.B. bald. Und das Stacking kann auch in Siril eine Menge, wenn man es richtig nutzt. Auch Siril hat schon mehr "Stellschrauben" als die meisten nutzen wollen...

Ciao, Udo
 
Zumindest mein Rechner - auch wenn’s nur ein Notebook ist - ist recht flott!
i7 der fast neuesten Generation, 32GB RAM, RTX3060, 2x 1TB Samsung SSD - da geht schon ganz gut was voran!
Ich will SIRIL nicht schlecht reden! Ganz im Gegenteil! Bitte nicht falsch verstehen…
 
Kleinster brauchbarer Prozessor: Intel 9/10/11. Generation mit 8 Cores
Brauchbarer Hauptspeicher: 32-64Gb.
Empfohlener Hauptspeicher: 64GB-1TB
Mindest Bildschirmauflösung: 1920x1080
Empfohlen: 4k, 5k, 8k (7680×4320)
Festplatten werden nicht empfohlen. Empfehlung für HighSpeed SSDs (also vermutlich PCIE 4.0).
Empfohlenes Betriebssystem: Linux

Laut PI Homepage.

Klar geht auch weniger, aber das sind die Vorstellungen der Entwickler... Und im Zuge der Weiterentwicklung werden die Anforderungen wohl kaum kleiner...

Ciao, Udo

P.S.: Für die ganzen X-Terminatoren macht dann noch eine schnelle Nvidia Grafikkarte Sinn, damit die Dinger in ein paar Sekunden statt viele Minuten fertig sind. RTX 4070 aufwärts macht da durchaus Sinn.

Hängt natürlich auch von der Bildgröße ab. IMX533 geht auch mit weniger. IMX571 mit 2x Drizzle sieht da anders aus...
 
Für PI hatte ich meinem inzwischen recht alten PC mehr Arbeitsspeicher und eine Nvidia-Grafikkarte verpasst, um die Terminatoren von dem US-Amerikaner massiv zu beschleunigen. Deshalb muss ich keine Bildausschnitte nutzen, die Grafikkarte hört man zum Teil richtig arbeiten. Stacking kann je nach Anzahl und Auflösung der Bilder paar Stunden dauern, ist für mich normal, weil ich andere Programme nicht kenne.
 
Hallo Olaf,

Hieße ich Frank Sackenheim oder Daniel Nimmervoll, würde ich mich auslachen und weiter PI nutzen. Ich bin aber Amateur und werde es bleiben. Ich bin auch kein Pixelpeeper und auch kein Perfektionist. Ich hab in meinem Workflow noch mindestens 75% Verbesserungspotenzial. Erst wenn ich da durch bin, denke ich über andere Software nach. Außerdem kann ich mir Schöneres vorstellen, als neue Software zu erlernen. Da hat aber jeder andere Vorlieben.

Ich lache niemanden aus, der eine andere Software benutzt. Was das erlernen von Software angeht: Es ist gar nicht die Software die man lernen muss, sondern das was man da tut. Hier werden zum Beispiel Bilder miteinander verglichen und daraus wird versucht ein Rückschluss auf eine Software zu führen. Dabei ist der einzige Schluss den man aus den Bildern führen kann, das WIE es der Bildbearbeiter gemacht hat. Eine Software ist ein Werkzeug. Ob ihr glaubt oder nicht, ich mache euch zwei Bilder die sehen exakt gleich aus, das eine in Siril, das andere in PI. Weil ich weiß was ich tue und es nur eine Frage ist mit welchem Werkzeug mache ich das.
Am meisten gelernt über Bildbearbeitung habe ich mit den Programmen, die mir zunächst als die schwersten vorkamen. Z.Bsp. mit Theli. Das kennen 99% heute gar nicht mehr, es nutzt in der Amateur Szene fast niemand mehr und es war zumindest früher ausschließlich für Linux. Aber es war die geilste Lernphase. Über PixInsight habe ich auch vieles grundsätzliche gelernt. Lerne ich heute eine neue Software frage ich nicht mehr: Wie geht das, sondern wo ist hier was?

Ich werfe mal noch Astropixelprozessor in den Raum, das benutzen viele zum stacken, weil es von der Bedienung recht einfach ist (und schnell), aber wehe es klappt etwas nicht in APP, dann geht es ans Eingemachte. Siril ist dafür kostenfrei, aber die Entwickler sind etwas stur wenn es um eine leichtere Bedienoberfläche geht. PI ist für mich das Werkzeug der Wahl, weil es unendliche Möglichkeiten bietet.

CS Frank
 
Hallo Olaf,



Ich lache niemanden aus, der eine andere Software benutzt. Was das erlernen von Software angeht: Es ist gar nicht die Software die man lernen muss, sondern das was man da tut. Hier werden zum Beispiel Bilder miteinander verglichen und daraus wird versucht ein Rückschluss auf eine Software zu führen. Dabei ist der einzige Schluss den man aus den Bildern führen kann, das WIE es der Bildbearbeiter gemacht hat. Eine Software ist ein Werkzeug. Ob ihr glaubt oder nicht, ich mache euch zwei Bilder die sehen exakt gleich aus, das eine in Siril, das andere in PI. Weil ich weiß was ich tue und es nur eine Frage ist mit welchem Werkzeug mache ich das.
Am meisten gelernt über Bildbearbeitung habe ich mit den Programmen, die mir zunächst als die schwersten vorkamen. Z.Bsp. mit Theli. Das kennen 99% heute gar nicht mehr, es nutzt in der Amateur Szene fast niemand mehr und es war zumindest früher ausschließlich für Linux. Aber es war die geilste Lernphase. Über PixInsight habe ich auch vieles grundsätzliche gelernt. Lerne ich heute eine neue Software frage ich nicht mehr: Wie geht das, sondern wo ist hier was?

Ich werfe mal noch Astropixelprozessor in den Raum, das benutzen viele zum stacken, weil es von der Bedienung recht einfach ist (und schnell), aber wehe es klappt etwas nicht in APP, dann geht es ans Eingemachte. Siril ist dafür kostenfrei, aber die Entwickler sind etwas stur wenn es um eine leichtere Bedienoberfläche geht. PI ist für mich das Werkzeug der Wahl, weil es unendliche Möglichkeiten bietet.

CS Frank
Moin Zusammen,
hier möchte ich kurz einwerfen, dass APP tatsächlich im ersten Wurf "einfach" erscheint...ich es aber genau deswegen als mein stacking Programm der Wahl erkoren habe weil es mir in jedem stacking Schritt maximale Freiheit und exakte Kontrolle darüber gibt was es tut! Die Ergebnisse damit sind einfach deutlich sauberer als in z.b. dss. Und es ist unglaublich gut im stitchen von Mosaiken. Der Stack dauert zwar deutlich länger als die hier angegebenen Zeiten von siril...aber hey ich muss dabei ja nicht zuschauen. ;)
Viele Grüße Ben
 
Hier werden zum Beispiel Bilder miteinander verglichen und daraus wird versucht ein Rückschluss auf eine Software zu führen. Dabei ist der einzige Schluss den man aus den Bildern führen kann, das WIE es der Bildbearbeiter gemacht hat. Eine Software ist ein Werkzeug. Ob ihr glaubt oder nicht, ich mache euch zwei Bilder die sehen exakt gleich aus, das eine in Siril, das andere in PI.
das ist das, was ich auch denke. Beide Programme sind ausgereift und Stacking und Kalibrierung ist ja kein Hexenwerk. Das ist ziemlich sicher ausgereizt.
Ich denke auch, dass es wichtiger ist, was man für einen Zugang hat, bzw. wie man mit einem Programm zurecht kommt. (Oder ob es viel Geld kostet ;) )

Bei den Open Source finde ich halt nicht nur wichtig, dass man es kostenlos bekommt, sondern dass dahinter eine aktive, offene Entwickler-Gemeinde steht und man kann, wenn man selber Entwickler ist, das Programm auch selbst bauen.
Das wird sich mM immer auf lange Sicht auszahlen (Verbesserungen, neue Features, Integration/Nutzung von anderen OS Projekten), wenn das Programm nicht komplett einschläft und seine Gemeinde verliert.

Gruß
Peter
 
Hallo Olaf,



Ich lache niemanden aus, der eine andere Software benutzt. Was das erlernen von Software angeht: Es ist gar nicht die Software die man lernen muss, sondern das was man da tut. Hier werden zum Beispiel Bilder miteinander verglichen und daraus wird versucht ein Rückschluss auf eine Software zu führen. Dabei ist der einzige Schluss den man aus den Bildern führen kann, das WIE es der Bildbearbeiter gemacht hat. Eine Software ist ein Werkzeug. Ob ihr glaubt oder nicht, ich mache euch zwei Bilder die sehen exakt gleich aus, das eine in Siril, das andere in PI. Weil ich weiß was ich tue und es nur eine Frage ist mit welchem Werkzeug mache ich das.
Ich hab halt das Gefühl, dass ich trotz der sperrigeren GUI in PI einfacher zu nem besseren Ergebnis kam, als in Siril - obwohl ich letzteres glaube besser zu beherrschen….
 
Hallo Olaf,



Ich lache niemanden aus, der eine andere Software benutzt. Was das erlernen von Software angeht: Es ist gar nicht die Software die man lernen muss, sondern das was man da tut. Hier werden zum Beispiel Bilder miteinander verglichen und daraus wird versucht ein Rückschluss auf eine Software zu führen. Dabei ist der einzige Schluss den man aus den Bildern führen kann, das WIE es der Bildbearbeiter gemacht hat. Eine Software ist ein Werkzeug. Ob ihr glaubt oder nicht, ich mache euch zwei Bilder die sehen exakt gleich aus, das eine in Siril, das andere in PI. Weil ich weiß was ich tue und es nur eine Frage ist mit welchem Werkzeug mache ich das.
Am meisten gelernt über Bildbearbeitung habe ich mit den Programmen, die mir zunächst als die schwersten vorkamen. Z.Bsp. mit Theli. Das kennen 99% heute gar nicht mehr, es nutzt in der Amateur Szene fast niemand mehr und es war zumindest früher ausschließlich für Linux. Aber es war die geilste Lernphase. Über PixInsight habe ich auch vieles grundsätzliche gelernt. Lerne ich heute eine neue Software frage ich nicht mehr: Wie geht das, sondern wo ist hier was?

Ich werfe mal noch Astropixelprozessor in den Raum, das benutzen viele zum stacken, weil es von der Bedienung recht einfach ist (und schnell), aber wehe es klappt etwas nicht in APP, dann geht es ans Eingemachte. Siril ist dafür kostenfrei, aber die Entwickler sind etwas stur wenn es um eine leichtere Bedienoberfläche geht. PI ist für mich das Werkzeug der Wahl, weil es unendliche Möglichkeiten bietet.

CS Frank


Hallo Frank,

aber nicht jede Software bietet gleich viele Möglichkeiten. Natürlich wird es Dir möglich sein, mit Siril und PI zwei gleich aussehende Bilder zu machen, weil Du weißt, was Du machst. Trotzdem gehe ich davon aus, dass mit PI einfach mehr möglich ist als mit Siril und Dir Siril schlicht nicht ausreichen wird, bei Deinem Wissensstand. Ich wollte damit sagen, dass mir einfache Tools bei meinem Kenntnisstand einfach ausreichen, um vernünftige Endergebnisse zu bekommen. Erfahrene Astrofotografen wie Du möchten aber mehr Kontrolle über die einzelnen Schritte, weniger Automatisierung und eben mehr Feinmotorik statt Grobmotorik, was - entsprechende Kompetenz vorausgesetzt - zu besseren Ergebnissen führt.

APP habe ich übrigens auch mal ausprobiert, hat mich aber nicht wirklich angesprochen, wahrscheinlich, weil es damals einfach noch zu früh für mich war. Ich könnte dem Programm noch mal eine Chance geben. Allerdings bin ich eben selbst mit Siril noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten angekommen. Und mit Photoshop erst recht nicht. Ich denke, wenn ich da die Basics gelernt habe, könnte ich eine Software wie PI auch besser verstehen und überhaupt erkennen, was die Software so bietet. Nur eine Vermutung von mir.

LG Olaf
 
Naja - die Tools konnte ich ja vorher auch bereits mit PS nutzen, und in meinen Siril-Workflow dahingehend integrieren…
Das hingegen wundert mich, da BlurXterminator PI exklusiv ist. Was mich auch wundert ist, dass du dir offenbar schon NXT und SXT gekauft hast und in PS verwendest. Mit der Kombo plus Siril sollte eigentlich wesentlich mehr gehen.

BXT ist aber das Tool, das den Unterschied macht. Um auszugleichen was das mit einem Knopfdruck vollautomatisch hinzaubert, brauche ich ein gutes Duzend manuelle Arbeitsschritte außerhalb von Siril. Um überhaupt etwas vergleichbares hinzubekommen, braucht man zusätzlich zu Siril plus AP/PS/Gimp noch eine konkurrenzfähige Bildbearbeitungs AI. Denn ohne das bekommt man meiner Meinung prinzipiell kein vergleichbares Ergebnis hin. Schon gar nicht mit Siril Bordmitteln.

Siril und PI ist auch nicht wirklich vergleichbar. PI ist eine Suite für professionelle Anwendung mit der man seine komplette Bildbearbeitung von Anfang bis Ende durchführen kann. Das PI entsprechende gute Ergebnisse liefert, steht außer Frage. Siril dient dann halt auch nur dazu sein Bild für das Postprocessing in Programmen wie AP oder Gimp vorzubereiten. Die Postprocessing Tools in Siril sind relativ einfach gestrickt. Wenn man Siril mit etwas vergleichen kann, dann ist es eher APP. Im Gegensatz zu APP wird Siril sehr aktiv weiterentwickelt. Siril hat meiner Meinung APP mittlerweile sogar überholt.

Wenn ich einen Grund finden müsste um zu PI zu wechseln, dann wäre es tatsächlich die Paketlösung. Alles was ich brauche könnte ich mit Bordmitteln oder Plugins hinbekommen ohne wie mit Siril + Gimp dauernd hin und her springen zu müssen. Mittlerweile brauche ich nur noch drei Programme. GraXpert und Starnet wurden bereits integriert. Vorher musste ich zwischen fünf Programmen hin und her springen. Da war ich echt am überlegen. Allerdings war mir tatsächlich am Ende die Rechnung zu hoch. PI plus Croman Tools plus Hardware Aufrüstung waren schnell vierstellig. Da hört dann irgendwo der Spaß auf. Die Hardware Aufrüstung alleine war mir ehrlich gesagt schon zu viel. Wenn ich Siril und Gimp verwende, brauche ich nur 45€ für Topaz Denoise AI ausgeben und komme damit mittlerweile fast auf die gleichen Ergebnisse.

Muss man halt für sich ausmachen, ob einem das ein Tausender aufwärts wert ist. Ich stelle mir gerade die Gesichter meiner Familie vor, wenn ich denen zu erst darlege, dass ich für >500€ Software brauche um meine Bilder 10% besser zu machen, die Voraussetzung dafür aber erstmal ein neuer Rechner für 3000€ ist :D Durch mein Teleskop kann ich ja wenigstens noch durchschauen. Selbst Topaz Denoise AI oder AP kann man noch für Tageslichtfotografie verwenden. PI und die Croman Tools können aber nur Astrofotos. Das ist für sonst nichts gut. Und einen neuen Rechner bräuchte ich ehrlich gesagt auch für sonst nichts. Und das für 10 Bilder pro Jahr, mit denen man im Internet vor paar Duzend Leuten posen kann, die aber ansonsten keinen interessieren? Das muss man sich wie gesagt gut überlegen.
 
Also für PixInsight und Photoshop müssen es keine Rechner im oberen Preisbereich sein.
Habe gerade geschaut, mein PC hat den Intel i7-2600K und dürfte damit um die 11 Jahre alt sein _affeaugen:
Speicher wurde auf 32GB erweitert (bitte nicht zu sehr auslachen) und für die alten Prozessor und Mainboard als sinnvolle Grafikkarte die GTX1070 gekauft.
Wie schon paar Mal geschrieben wurde, die Croman Tools mit einer Nvidia deutlich zu beschleunigen ist aktuell die halbe Miete. Die Grafikkarte muss nicht extrem schnell und damit teuer sein, gilt natürlich auch für die CPU. Die SSD Festplatten sind die letzten Jahre gut günstiger geworden, bei den CPUs und Grafikkarten wird man wie eh und je ordentlich gemolken.
 
Ups, sorry! Das mit BXT stimmt natürlich! Da hatt ich AstroSharp stattdessen im Einsatz…
Mein Läppi ist wie gesagt ja zum Glück flott! Mag sein, dass ich beim Stacking in PI noch was gewinnen könnte, aber meine Güte, was soll’s? Dann wartet man halt man 1h bis der Stack erledigt ist….
Intel I7 (8Core 12800H), NVIDIA RTX3060 (6B RAM), 2x 16GB Arbeitsspeicher, 2x 1TB Samsung SSD M.2
Da brauch ich nix, den hab ich schon für VideoSchnitt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Siril muss man übrigens auch scharf unterscheiden, je nach dem WIE man es nutzt. Die volle Flexibilität hat man (natürlich...) nur, wenn man den kompletten Prozess manuell durchführt. Also Bilder manuell konvertieren, Master-Frames (Darks, Bias, Flats) manuell erstellen, Registrierung manuell durchführen, schlechte Subs manuell aussortieren, Stacking manuell durchführen... Wie das geht ist z.B. hier recht gut beschrieben (leider nur auf englisch). Wenn man das mal durcharbeitet, kann man sich daraus eine kurze Liste für den eigenen Workflow erstellen in der man sich ein paar Stichworte notiert, was man machen möchte. Dann kommt man wunderbar ohne eine Automatisierung aus.

Wenn man Sirilic oder die Scripte nutzt, verschenkt man schnell einen Teil dessen, was möglich wäre - dafür ist es halt sehr viel einfacher.

Und zum Thema Bildbearbeitung: PI ist keineswegs das beschriebene "komplettes" Werkzeug für die Bearbeitung von Astrofotos - das ist auch gar nicht der Anspruch. Mag sein, dass es ein Stück weiter geht als z.B. Siril, aber die endgültige Bearbeitung macht man auch als PI-User normalerweise in Photoshop, Affinity Photo, Gimp oder einer anderen Bildbearbeitungssoftware. Zumindest machen das alle PI-User die ich so kenne.

Ciao, Udo

P.S.: Zur Hardware: Wie gesagt ist das natürlich auch stark abhängig von der Bildgröße die man verarbeitet. Und von den eigenen Ansprüchen. Was mich z.B. endlos nervt ist, wenn eine einzige Funktion mehr als ein paar Sekunden dauert. Das stört einfach im Workflow. Wenn eine Berechnung 1 Stunde dauert: Kein Problem - da kann man zwischendurch etwas Anderes machen. Aber wenn es 1 Minute dauert, dann ist das nur nervig. Und ich beginne ab ca. 5-10 Sekunden bereits innerlich zu kochen *g*

Und zu BXT: Auch da gibt es ja Licht am Horizont... Ähnliches gibt es bereits als freie Software und da wird sicherlich in Zukunft noch mehr kommen. Dank vieler engagierter Hobbyisten die sowas einfach aus Spaß an der Freude machen. Insofern auch nochmal Danke an die Entwickler von Siril, ASTAP, DSS, GraXpert, NINA u.v.m.
 
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