Wenn man sich mit Siril relativ gut auskennt... lohnt sich das Geld für PixInsight???

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Hallo Dominik!
Was ich nicht verstehe warum bezüglich der Bildbearbeitung nicht viel mehr Prozesse in PI über die GraKa verarbeitet werden. zB. wie bei CUDA > BlurX/NoiseX Terminator.
Ja, das ist aber wohl auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen und darum orientiert man sich vermutlich für die Anforderungen am Standard.
Ich erinnere mich an Prozesse (leider nicht mehr genau daran, welche das waren), die mit einer modifizierten Tensorflow-Datei zwar schneller liefen, aber schlechtere Ergebnisse erbrachten. Außerdem gibt es immer mal wieder Konflikte. Ich habe es z.B. nie geschafft, StarXterminator und Starnet++ gleichzeitig zum Funktionieren zu bringen.
Irgendwann habe ich es einfach auf den Standardeinstellungen gelassen. Bei einer derartig geschlossenen Wolkendecke mangelt es mir sowieso nicht an Zeit für die Bearbeitung. Sitze ich eben 5 Minuten davor und warte.
Gruß
Sebastian
 
Ich habe mir am Wochenende mal alle möglichen Trials runtergeladen und werde nun wahrscheinlich auch nach PI wechseln. Zumindest bist zu dem Punkt, wo mein Rechner das ohne Aufrüsten zulässt.

Ausschlag gegeben hat für mich die neue Version von BlurXterminator und deren Fähigkeit nun zuverlässig jegliche Chromatische Aberration und auch schlechte Korrektur in den Bildecken zu korrigieren. Nebenbei schafft es BXT auch die entsprechende PSF auf die Nebelgebiete anzuwenden und auch dort diese Fehler zu korrigieren. D.h. ich kann damit nun alle meine alten OSC Bilder neu machen. Das sind über 100 Stück. Das reicht für mehrere Winter :) Das spart mir dann nebenbei auch die einige vergleichbare Investitionen um diese kleinen Probleme über die Hardware zu lösen.

Die Performance in PI war bisher überraschend gut. Bisher ruckelt nichts. Allerdings habe ich vorwiegend die KI Plugins getestet, die über die GPU laufen. Komplexere PI Prozesse habe ich bisher noch nicht laufen lassen. Strecken usw. funktioniert jedenfalls genauso problemlos wie in Siril. Stacken kann ich zur Not natürlich auch weiterhin in Siril.

Das ist schon praktisch, dass man da alles an einem Platz hat. Die Werkzeuge sind zugegebenermaßen natürlich auch klasse. Alleine die zusätzlichen Optionen, die man mit der photometrischen Kalibration bekommt. Jetzt wo ich das mal selbst probiert habe, verstehe ich auch wie die Leute die Farbverteilung hingebekommen. In Siril kriegt man das allerdings mit etwas mehr Aufwand und der manuellen Farbkalibration auch hin, wenn man es darauf anlegt.

Ich habe es z.B. nie geschafft, StarXterminator und Starnet++ gleichzeitig zum Funktionieren zu bringen.
Das hat bei mir tatsächlich auf Anhieb funktioniert. SXT sowieso und bei Starnet++ habe ich die tensorflow.dll aus der CUDA Installation, die ich für Siril gemacht habe, in das BIN Verzeichnis von PI kopiert. Das ging dann einfach.

Grüße,
Joachim
 
Die Performance in PI war bisher überraschend gut.

Hallo Joachim,

das hatte ich ja an diversen Stellen schon erwähnt. Selbst mit meinem i7-2015er Macbook Pro konnte ich in PI sämtliche CPU-Tasks in akzeptabler Zeit durchführen. Stacking und Frame-Analyse gingen auch wunderbar.

Für mich ist neben den zahlreichen astronomie-optimierten Prozessen schlicht und ergreifend die Möglichkeit, auf einem Desktop parallel zu arbeiten, das Salz in der Suppe. Ist mir einfach schleierhaft, wie das in Siril abläuft. Hut ab vor allen, die tolle Bilder mit dem Programm (und diversen Nebenschauplätzen) zaubern, mir wäre das aber zu limitiert und fragmentiert.
 
Gehen: Ja. Allerdings muss man ehrlich zugeben, dass das Stacking von PI so ziemlich das langsamste ist, was man finden kann. Die Ergebnisse sind allerdings auch super. Insofern kann ich akzeptieren, wenn das Ding mal ein paar Stunden rechnet.

Ich verstehe nicht, wo diese Mondzeiten immer herkommen.
Ich stacke 1000 Subs in 30-60 Minuten (aus dem Stegreif geschätzt) mit NoiseEval aktiviert.
DrizzleIntegration benötigt dann ca. nochmal 5s pro Sub.
 
Hallo,

ich komme von DSS mit PS, habe dann irgendwann PI dazu gekauft, wobei mir damals in die Ergonomie und das intuitive Arbeiten sehr zu schaffen gemacht haben. Als dann APP herauskam, war ich ein APP-Mann der ersten Stunde. Ich konnte lange Zeit die Vorarbeit hervorragend in APP erledigen und die Feinarbeit in PS machen.

Mit den neuen und in PI hervorragend in linearen Daten einsetzbaren genialen Tools (SPCC, BXT, SXT etc.) mache ich jetzt nach dem Preprocessing in APP sehr gern den Umweg über PI und das Finish in PS. Das ist für mich das Beste aus drei Welten, wobei ich Schritt für Schritt weiter zu PI hinüberwachse und es irgendwann wohl ganz meine Heimat werden wird.

Aber auch heute, mit tieferen Kenntnissen in PI, würde ich als "Quereinsteiger" zu PI den Umweg über APP wohl wieder gehen und das Finish in PS machen. In jedem Fall würde ich Leuten, die schon Skills mit anderen Programmen erworben haben dazu raten, diese Programme zu Beginn weiter zu nutzen, zusammen oder im Wechsel mit PI. Denn es dauert schon eine Weile, bis man den Grad an Expertise in PI (wieder) erreicht, den man sich vorher mit anderen Programmen erarbeitet hat.

CS Peter
 
Ich stacke 1000 Subs in 30-60 Minuten (aus dem Stegreif geschätzt) mit NoiseEval aktiviert.
Was vergleichen wir denn hier? Fürs reine Stacking können deine Zahlen evtl. stimmen. Aber wenn ich halt das "volle Programm" will, dann ist ein voller WBPP-Run mit allem drum und dran braucht sehr viel langsamer. Im Hintergrund läuft gerade ein Job für 600 Bilder auf einem nicht ganz schlechten 12-Kern Prozessor und 64GB RAM . Der dürfte so ca. 3-4h laufen. Die CPU bewegt sich in der meisten Zeit bei 97-100% Auslastung.
 
Ich stacke 1000 Subs in 30-60 Minuten (aus dem Stegreif geschätzt) mit NoiseEval aktiviert.
Noch eine Frage: Welche Auflösung?

Gerade mal hier geschaut: Das reine Stacking ohne (!) Preprocessing dauert bei mir für 244 Bilder 23 Minuten. Ausgangmaterial sind 26MPix/Bild. Wenn man halt nur 8MPix/Bild hat oder noch weniger hat, dürfte es natürlich wesentlich schneller gehen.
 
Hallo zusammen:

Was vergleichen wir denn hier? Fürs reine Stacking können deine Zahlen evtl. stimmen. Aber wenn ich halt das "volle Programm" will, dann ist ein voller WBPP-Run mit allem drum und dran braucht sehr viel langsamer. Im Hintergrund läuft gerade ein Job für 600 Bilder auf einem nicht ganz schlechten 12-Kern Prozessor und 64GB RAM . Der dürfte so ca. 3-4h laufen. Die CPU bewegt sich in der meisten Zeit bei 97-100% Auslastung.

...in PI mittels WBBP? ...Respekt, ...aber das kann ich ja fast nicht glauben.
Was für eine Hardware wird da genau benutzt?

Noch eine Frage: Welche Auflösung?

Gerade mal hier geschaut: Das reine Stacking ohne (!) Preprocessing dauert bei mir für 244 Bilder 23 Minuten. Ausgangmaterial sind 26MPix/Bild. Wenn man halt nur 8MPix/Bild hat oder noch weniger hat, dürfte es natürlich wesentlich schneller gehen.

Aktuell nutze ich ein M2 Max Macbook Pro mit 64GB RAM und 1TB SSD.

Die Rede war vom Stacking, nicht von einem vollen WBPP-Durchlauf mit sämtlichen Optionen (inklusive LocalNormalization). Entsprechend bezieht sich meine Angabe darauf.
Ich nutze zwei 2600MM, d.h. Cropsensor mit 26MPx.

Das reine Kalibrieren der Subframes mit MasterDarks und -Flats ist rasend schnell (50 Subs in 1-2s), da mit einer der letzten Versionen vom Skript die NoiseEstimation aller Subframes entfernt wurde. Das geschieht jetzt in WBPP nicht mehr in der Kalibrierungsphase.

Für mehr als Kalibrieren nutze ich WBPP eh nicht, da mir da zu viel automatisiert geschieht, insbesondere die Subframe-Analyse. Das mache ich lieber manuell mit SubframeSelector, da habe ich mehr Kontrolle als (mir) nichtssagende Schieberegler für Bildqualität. Ich will die FWHM- und PSFSignal-Werte meiner Sessions sehen, bevor ich auswähle, gewichte und die Frames registriere.
 
In jedem Fall würde ich Leuten, die schon Skills mit anderen Programmen erworben haben dazu raten, diese Programme zu Beginn weiter zu nutzen, zusammen oder im Wechsel mit PI.
Genauso das ist meine Vorgehensweise. Das bietet sich auch an, wenn man mit anderer Software schon gute Ergebnisse erzielen kann.

Die Tools in PI sind relativ komplex. Mit denen will ich mich jeweils ausreichend lange beschäftigen bevor ich das nächste angehe.
 
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