Wer hat ein Meade LXD75 AS mit 8"ACF SC?

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mickie1111

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Liebe Anfänger, Amateure und Profis,
wer von Euch hat ein Meade LXD75 AS mit 8"ACF SC und Erfahrung damit.
Würde gerne öfter mal bei Euch um Rat fragen, denn ich bin momentan noch ein richtiges Greenhorn...

Danke & liebe Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ich habe ein Meade 8'' ACF auf LXD 75, bin mir aber nicht sicher, ob es die "AS"-Version ist. Wofür steht das?

CS und VG Christian
 
Hi Christian,
AS steht für AutoStar, also für die Handcomputerbox.
Wie lange hast Du Dein Teleskop schon?
Kannst Du Dich nur lobend äußern, oder hast Du auch schon Schwachstellen entdeckt?
Ich habe das Ding jetzt 4 Tage und glaube bis jetzt zumindest eine Schwachstelle gefunden zu haben.
Hast Du schon versucht, die Ausrichtung der optischen Achsen zu prüfen?
In der Deutschen Bedienungsanleitung gibt es da eine Beschreibung (Seite 57, "Methode 2: Ausrichtung der Achsen unter Verwendung des AutoStar").
Meiner Meinumg nach kann diese Methode nicht funktionieren, zumindest bei mir nicht, der ich ein 8" SC f/10 ACF montiert habe.
Der Grund ist folgender. Bei dieser Methode sollte der Tubus nach Einstellung des Referenzobjekts im Okular automatisch eine Drehung um beide Achsen (R.A. und DEC) durchmachen, nach welcher die Position des Referenzobjekts neuerlich kontrolliert werden sollte. Man geht zunächst von der Position in Abb. 47 aus. Bei der ersten Drehung um die DEC Achse geht alles normal. Doch bei der zweiten Drehung gibt es Schwierigkeiten. So wie die Anleitung das beschreibt, sollte der Tubus am Ende nach unten stehen und das Gegengewicht nach oben zeigen. Wenn ich diese Bewegung vollständig ablaufen ließe, würde der Kopf der großen Rändelschraube, mit der die Wiege des Tubus an der Montierung bedestigt ist, mit dem Plastikgehäuse des R.A. Motors kollidieren. Bevor es dazu kommen kann, habe ich den Vorgang natürlich abgebrochen, damit nichts kaputt wird.
Ich kann nicht verstehen, was ich falsch gemacht haben sollte.
Groteskerweise empfielt Meade gerade Anfängern (und ich bin einer) diese Methode 2 zu wählen und nicht die erste, rein manuelle Methode, die auf Seite 55-56 der Anleitung beschrieben ist.

Irgendeine Idee woran es liegen könnte?
Gibt es von Deiner Seite andere Beobachtungen und Erfahrungen?

LG Michael
 
Hallo Michael,

tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, gestern war ich nicht online.

Meine Version habe ich vor 2,5 Jahren gekauft, und sie hat Autostar. Zu deinen Fragen bin ich leider völlig überfragt, da ich den Autostar aufgrund seiner Lautstärke, die auch im Modus "leiser Betrieb", auf meinem Balkon zu laut ist, nicht nutzen kann. Ich nutze die Handbox nur zur Feinkorrektur in RA und DEC und zum Einschalten.

Als ein Beobachter, der sich zu 95% mit Mond und Planeten beschäftigt, brauche ich eh kein GoTo (im Billigbereich eher als "DontGoto" zu bezeichnen): In der Zeit, in der ich den Kram eingestellt habe, habe ich mein Zielobjekt schneller manuell eingestellt. Die LXD75 habe ich damals nur gekauft, weil die GP-D2 damals nicht lieferbar war.

CS und VG Christian
 
Danke Christian,
wenn Du nicht laut sein möchtest mit dem LXD75, wohnst Du bestimmt in der Stadt und nimmst Rücksicht auf die Nachbarn.
Was machst Du, wenn Du störendes Stadtlicht ausblenden möchtest? Ich wohne zwar am Land, aber da gibt es so eine bescheuerte Strassenlaterne, die von oben genau auf mein Grundstück strahlt. Im Hausschatten geht das so einigermaßen, aber die Perspektive ist dann halt auch eingeschränkt.
Hast Du Erfahrungen mit den Meade Breitband, Schmalband oder OIII Filtern. Ich überlege mir, vielleicht einen zu kaufen. Aber ich frage mich welchen? Oder auch von anderen Herstellern, da manchmal preislich günstiger.
Da ist aber noch so eine Sache mit dem Gewinde am Tubus. Ich habe gelesen, dass das Gewinde bei manchen Filter-Fabrikaten nicht ganz genau auf das Meade-Gewinde passt. Wahrscheinlich sind das die Unterschiede von metrischen und zölligen Feingewinden, die theoretisch auch noch verschiedene Steigungen haben könnten.


Liebe Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ja, ich beobachte aus der Stadt von meinem Balkon aus. Um das Abblenden von Straßenlaternen kümmere ich mich teleskopisch nicht: Der Balkon ist zufällig so konstruiert, dass sie beim Blick durch das Teleskop alle abgedeckt sind.

Bei der Beobachtung mit Auge oder Fernglas baue ich einen Stuhl oder Liegestuhl so auf, dass alle Laternen von den Balkonmauern abgedeckt werden. Dann erreiche ich nach der Dunkeladaption eine Grenzgröße von ca. 4,8 mag.

Mit den genannten Filtern habe ich keine eigene Erfahrung, aber bei Gasnebeln bringen OIII und H-Alpha einiges. Hier ein persönlicher Erfahrungsbericht mit etwas Filter-Theorie:

http://hobby-astronomie.com/balkon_astronomie.html

Hier sind auch persönliche Erfahrungen eingeflossen, die von der individuellen Balkon-Architektur abhängen.

CS und VG Christian
 
Hi Christian,
danke für Deine netten Zeilen.

Photographierst Du auch? Falls ja, welche Ausrüstung hast Du und was kannst Du empfehlen?
Ich überlege, den Meade DSI III Pro (der mit den 4 Farbfiltern) zu kaufen. Das ist keine Colour-Camera, aber ich habe gelesen, dass diese bezüglich Lichtempfindlichkeit gar nicht so toll sein sollen.

LG
Michael

 
Hallo Michael,

ich betreibe Astrofotografie, jedoch habe ich noch nie durch das ACF fotografiert, da mir die Monti hierfür zu instabil war, zumindest mit nur einem Gegengewicht, das man dann ganz außen auf der Stange positionieren muss. Hier muss ich ggf. nachrüsten, und die EOS 1000D mit Spiegelvorauslösung habe ich noch nicht am Teleskop getestet.

Ich persönlich bin auch ein Verfechter der Astrofotografie mit kleinen Geräten, Fotoobjektiven und DSLR, da ich Großfeldaufnahmen um ein vielfaches eindrucksvoller finde als Bilder mit großen Teleskopen (von Mond und Planeten abgesehen): Sternhaufen, Nebel und Galaxien finde ich viel eindrucksvoller, wenn sie von einem großen Umfeld aus Sternen umgeben sind, aber das ist Geschmackssache. So wird für mich ein besserer Eindruck von Tiefe vermittelt.

Mit der DSI habe ich leider gar keine Erfahrung, so dass ich dazu nichts sagen kann.

Ich habe den Eindruck, dass du zu schnell zu viel möchtest. Gerade in der Astrofotografie ist es wichtig, in kleinen Schritten voran zu gehen, dann stellen sich auch schnell Erfolge ein. Wenn man zu schnell zu viel möchte, ist Frust fast immer vorprogrammiert.

CS und VG Christian
 
Lieber Christian,
Du hast recht, es klingt fast so, als wollte ich zu viel auf einmal machen.
Nun ich bin zunächst eben sehr wissbegierig und versuche, viel zu lesen und zu diskutieren, um einen Gesamteindruck über die Aspekte und Optionen der Astrophotographie zu bekommen.
Das bedeutet nicht, dass ich mir unüberlegt neue Geräte anschaffen werde.

Wenn Dir die LXD75 Montierung zu instabil war, wie hast Du dann mit deiner EOS bei längeren Belichtungszeiten nachgeführt?

LG Michael


 
Hallo Michael,

ganz einfach: gar nicht. Bisher habe ich das Gerät nur visuell genutzt. Mit meinem früheren Teleskop, dem LX 50, habe ich Piggyback-Fotografie betrieben und den Mond im Prmärfokus fotografiert.

Nachdem ich meine Lieblingsobjekte jahrelang nur durch den Kamerasucher gesehen habe, wollte ich mich in jüngster Zeit wieder mehr dem visuellen Beobachten widmen. Das bedeutet nicht, dass ich Astrofotografie Ad Acta gelegt habe, im Gegenteil. Ich plane schon jetzt meine SoFi-Fotos für den 4. Januar.

CS und VG Christian
 
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