Hallo Ber,
was meinst Du mit "bin ich mit dem schon recht kleinen Austrittspupillendurchmesser nicht klargekommen"? Die Austrittspupille wird am Teleskop bei höheren Vergrößerungen noch ganz erheblich kleiner ...
Ich nehme an, Du bist wie ich Brillenträger und kommst deshalb bei vielen Weitwinkel-Fernglasokularen nicht dazu, das volle Gesichtsfeld zu nutzen?
Leider geht ein grosses Gesichtsfeld immer mehr oder weniger auf Kosten des Einblicks (leider auch bei Nobelmarken).
Meine Erfahrung ist, daß es natürlich schön ist, wenn das bei Tageslicht auf Anhieb klappt mit dem vollen Gesichtsfeld mit aufgesetzter Brille. Aber meist müssen mindestens die Gummiaugenmuscheln umgeklappt werden (falls vorhanden), oft führt jedoch auch erst die Entfernung der entsprechenden Befestigungsringe zum Ziel (einfach abschrauben). Und wenn der Verkäufer noch so skeptisch guckt, sollten Brillenträger das (vorsichtig) ausprobieren!
Wehe aber, wenn der darunterliegende Okularrand aus Metall, womöglich noch rauh, besteht - die Verkratzung der Brillengläser ist dann nicht weit.
Meine Erfahrung ist aber auch, daß auch Brillenträger wie ich nachts weniger Probleme mit der Nutzung eines großen Gesichtsfeldes haben, da dann meist die Pupillenöffnung des Auges größer oder gleich der Austrittspupille des Fernglases ist.
Wenn also ein Fernglas bei Tageslicht dem Brillenträger Probleme beim Einblick macht, sonst aber gut gefällt: Ausleihen und ausprobieren im Dunklen!
Ach so, das Soligor 30x60 schlummert seit längerer Zeit in meinem Schrank bei der Herde der angesammelten und noch nicht wieder verkauften Ferngläser - es ist schlicht im freihändigen Gebrauch gegenüber meinem (schwereren) 20x80 reichlich unterlegen. Ich weiß, ich weiß, 20x, geschweige denn 30x, ist nix für freihändig - aber sollen wir mal abstimmen, wie viele von uns tatsächlich jedesmal ihr 20x auf ein Stativ packen? Ich sehe jedenfalls am Wochenende mal nach, wie das 30x60 (und ein auch vorhandenes 30x70) mir noch gefällt, da ich Erinnerungen (auch meinen) nur begrenzt traue ...
Gruß,
Dietmar