Werbung in Sky& Telescope

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R_Andreas

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Hallo,

ist noch jemandem aufgefallen, dass die Sky&Telescope Januar 2006 wahnsinnig viel Werbung enthält? Ich habe mal nachgezählt: Von den insgesamt 152 Seiten des Heftes sind 56 Seiten reine Werbung und 9 Seiten Market Place, was ebenfalls Werbung ist. Meade hat allein 15 volle Seiten Werbung im Heft.

Insgesamt sind knapp 43% des Inhaltes mit Werbung belegt, kleinere Anzeigen nicht berücksichtigt.

Ist das ein normales Verhältnis? Ich habe da eher das Gefühl, mit dem Kaufpreis auch noch die Anzeigen der Hersteller zu finanzieren und tendiere dazu, mein Abo aufzukündigen, zumal im Text selber auch noch jede Menge Werbung versteckt ist, z.B. bei den Hot Products, so dass an echtem redaktionellem Inhalt nicht mehr so viel übrig bleibt.

Oder muss das so sein bei einem nicht so auflagenstarken Fachblatt?

Viele Grüße
Andreas
 
Grüzi Andreas.

das war genau der Grund meiner Abo-Kündigung...
...und wer behauptet die Zeitschrift wäre NICHT auflagenstark???
Glaube kaum das deine örtliche TZ WELTWEIT vertrieben wird, oder??? ;-)))
Das ist die gleiche Mähr wie die immer wieder aufgestellte Behauptung der Astro-Markt in Deutschland wäre ja ach soooo kleine.
In eben dieser Zeitschrift S+T stand einmal zu lesen, der deutsche Markt wäre weltweit der drittgrößte, nach USA und Japan - darüber sollte man einmal nachdenken...hüstel...

Liebe Grüße
Winni

PS: aber nich das du wegen MIR dein Abo jetzt aufkündigst, gelle?!?! ;-))
 
... wenn man mal die letzten Jahre vergleicht, dann stellt man schnell fest, dass gerade das Januarheft sehr viel mehr und oft auch neu gestaltete Werbung enthält.

Was die Größe eines Astromarktes betrifft, ist es m.E. schwierig, eine konkrete Aussage zu machen, wo nun der drittgrößte Markt ist. Wenn man sich die jährlichen Ausgaben des Statistischen Bundesamtes kommen läßt, wird man feststellen, dass auch Großprojekte für die großen Sternwarten in einer Rubrik zusammengefasst sind. Auch muss man berücksichtigen, dass z.B. die Lieferungen an sog. Europaniederlassungen erfasst werden, von wo aus die Waren dann teilweise wieder in andere Länder verteilt werden. Dadurch erhöht sich einerseits natürlich der Import, andererseits auch der Export. Eine genaue Aussage, was nun definitiv in Deutschland verbleibt, wird nicht gemacht.

Mit freundlichen Grüßen
 
Hallo Andreas

Ich kaufe S&T oder Astronomy ausschliesslich wegen der Werbung. Für mich ist das immer eine gute Gelegenheit, schnell über Neuigkeiten informiert zu werden oder vor allem Preise zu banchmarken. Das ist natürlich ein Graus für gewisse Händler, wie wir aus dem Nagler-Thread von vor einem Jahr wissen. (Ich verzichte an dieser Stelle auf eine verlinkung mit diesem Thread)

Von einem "Alten Fuchs" der Astroszene wurden mir sinngemäss folgende Vorkommnisse geschildert:
Ein ganz bestimmter Händler ging vor einigen Jahren so weit, laufende Abos der Zeitschrift Sky&Telescope, die Kunden vorher über seine Firma bezogen hatten, regelrecht zu sabotieren, um sie zur Kündigung der Zeitschrift zu veranlassen. Er leitete einfach bezahlte Verlängerungen der Abos und Neubestellungen nicht an Sky Publishing weiter und beschuldigte Sky Publishing, in zahlreichen Schreiben an der ausbleibenden Lieferung Schuld zu haben.

Das hat die betreffende Firma scheinbar mindestens gut 7 Jahre bis 2001 (lt. einschlägigen Diskussionen im Usenet) bei Dutzenden von Kunden so praktiziert.

Wer so weit geht, weil er Angst davor hat, dass seine Kunden US-Preise zu lesen bekommen, der läuft auch dem Hersteller die Tür ein, um Exportverbote durchzusetzen, zumal das betreffende Unternehmen auch sonst seit Jahrzehnten alle Hebel in Bewegung setzt, jede Konkurrenz und seien es private Verkäufe gebrauchter Geräte durch "Warnanzeigen" in SuW unter Hinweis auf verweigerte Garantieleistungen auszuschalten.

Man bilde sich dazu seine eigene Meinung.
 
Dass in Sky&Telescope ziemlich viel Werbung ist, dürfte unbestritten sein. Ich finde auch die Werbung relativ interessant, wenn man mal von den großformatigen und mehrseitigen Anzeigen von Meade und Celestron absieht.

Was ich aber vor allem attraktiv finde, ist der Preis. Das Drei-Jahres-Abo kostet incl. Versand rund 160.- Dollar, also je nach Wechselkurs etwas über 40.- Euro im Jahr. Man vergleiche das etwa mit dem Abo-Preis von SuW. Dafür nehme ich gerne etwas mehr Werbung in Kauf. (Der Preis für ein Jahr ist mit gut 60 Dollar übrigens auch akzeptabel.)

Zudem verlängert sich das Abo nicht automatisch (amerikanisches Recht). Ich habe schon manche deutsche Zeitschrift, die ich eigentlich nicht mehr haben wollte, weiter beziehen müssen, weil ich irgendwelche Kündigungsfristen (meist drei Monate vor Ablauf) versäumt habe. Das kann in den USA nicht passieren; insofern finde ich das dortige Recht auch deutlich verbraucherfreundlicher.

Matthes
 
Naja, ich habe über den Astro Shop Hamburg aboniert, die haben 1 Jahr Kündigungsfrist. Das passiert mir nicht nochmal.

Andreas
 
Hallo liebe Moderatoren,

warum wurde das Thema denn in dieses Forum verschoben? Wenn das kein "Preise + Markt" Thema ist, dann weiß ich auch nicht mehr, was man dort posten soll.

Viele Grüße
Andreas
 
Wollen wir nicht eine quantitative Untersuchung durchführen? Wir nehmen verschiedene Astro-Zeitschriften, bestimmen das Verhältnis von Werbung und journalistischem Inhalt und setzen das in Relation zum Preis (oder irgendwie so...). Ob ein Magazin teuer oder billig ist, läßt sich dann sehr schön erkennen. Natürlich gäbe es dann noch andere Aspekte (Papierqualität usw.), aber ich glaube, das wäre schon aussagekräftig.


joche
 
Hallo Joche,

ich mache sowas häufig spaßeshalber, auch beim Himmelsjahr ist unglaublich viel Werbung drin, was ich für ein Buch als Unverschämtheit empfinde.

Man könnte, neben der Werbung, noch aktuelle Hinweise, Fotopräsentationen, Beobachtungsberichte, Forschungsberichte, Produktvorstellungen, echte Testberichte und sonstige redaktionelle Inhalte unterscheiden, so als erste Idee.

Sinnvoll wäre es, 1 Jahr lang zu untersuchen, also 2005. Ich wäre bereit, mir die Interstellarum vorzunehmen.Sky&Telescope verschenke ich immer... Man bräuchte noch Webspace für eine unabhängige Veröffentlichung.

Viele Grüße
Andreas
 
Hey Andreas,

uuhh, gleich ein ganzes Jahr.... aber OK. (Endlich eine sinnvolle Beschäftigung für den heiligen Abend.) Deine Kategorien finde ich alle gut, insbesondere die Unterscheidung zwischen Produktvorstellungen und echten Testberichten. Möglicherweise fallen uns noch andere Möglichkeiten ein, wenn wir erstmal mit dem Durchblättern angefangen haben. Kannst Du dich an den Artikel "Combat Astronomers" im S&T von Anfang des Jahres erinnern? Der handelte von amerikanischen Soldaten, die in der irakischen Wüste mit einem kleinen Teleskop beobachteten (Zitat aus dem Gedächtnis: "Sterne beobachten ist eine tolle Möglickeit, die Moral unserer Truppen hochzuhalten"). Naja, wahrscheinlich würde ich den doch einfach unter "Beobachtungsbericht" einsortieren.

Also ich gehe davon aus, daß bei mir noch alle Sky & Telescope Ausgaben des Jahres 2005 herumfliegen, die kann ich übernehmen. Mit Webspace kann ich nicht dienen. Könnten wir die Zahlen nicht einfach hier im Forum veröffentlichen?


joche
 
Hallo Andreas,

hier ein kleiner Zwischenbericht. Ich muß sagen, diese Zählerei ist nicht so banal, wie ich zuerst dachte. Die zuordnung einzelner Artikel zu übergeordneten Kategorien scheint mir jedenfalls nicht immer eindeutig. Ist zB. eine Software-Besprechung auch dann eine Produktvorstellung, wenn es sich um Freeware handelt? Ist ein Artikel über eine Internet-Seite nicht auf jeden Fall eine Produktvorstellung, wenn es sich dabei um eine dot-com Seite handelt? Was ist mit anderen Internet-Seiten, deren URLs zwar nicht mit ".com" enden, die aber Werbung enthalten? Ich kann auch nicht immer unterscheiden, ob eine Buchbesprechung Werbung ist oder eine echte Rezension (dazu müßte man das Buch schon lesen, und selbst dann, Bücher sind halt auch Geschmacksache). Und bei einigen "Testberichten" bin ich mir nicht sicher, ob ein richtiger Test die Grundlage war. Außerdem sind praktisch alle Artikel in S&T mit zum Teil sehr beeindruckenden Fotos versehen (zB. 15. Geburtstag von Hubble). Das finde ich zwar ganz nett, aber die Abgrenzung zu den eigentlichen "Fotopräsentationen" fällt so nicht immer leicht. Zudem sind Anzeigen manchmal getarnt, indem das Anzeigendesign an das Design der Artikel angepaßt wird. Mit all dem will ich sagen, daß mir insbesondere beim schnellen Durchblättern wohl nicht immer eine eindeutige Zuordnung gelingt, und daß andere Personen zu anderen Ergebnissen kommen könnten. Außerdem war ich durch Fernsehen und Weihnachtspunsch abgelenkt.

Kurz gesagt, mein Problem ist, das S&T nicht nur ein Magazin für Interessierte ist, sondern offensichtlich auch ein professionell gemachter Werbeträger.

Ich würde mich zum Zählen gerne auf wenige, gut erkennbare Arten beschränken. Also zB. Anzeigen, Beobachtungsberichte und Forschungsberichte. Oder ich halte mich einfach einfach an die Kategorien, die S&T selber vergibt, dann würde ich vielleicht "new product showcase" und "buyer's guide" zu "Produktvorstellungen zusammenfassen, und alles unter "test report" tatsächlich als Test akzeptieren. "astronomy online" und die Bücher würde ich dann ganz ausklammern. Ich bin hin- und hergerissen.

Ich kann aber auf jeden Fall schon mal die Gesamt-Seitenzahlen und die der Anzeigen hinschreiben, Ausgaben von Januar (1) bis Dezember (12) 2005. Fotopräsentationen sind "richtige" Fotopräsentationen, also die Leserfotos in "gallery" und das großformatige Foto in "spotlight on...". (Daß es so viele schöne Fotos in der Astronomie gibt, ist zwar ganz toll, aber es ist auch klar, daß so ein unbegrenzter Vorat an "Seitenfüllern" zur Verfügung steht. Es wäre eine gute Idee, die Anzahl der Worte pro Artikel zu zählen, um dem Verhältnis von Wort und Bild auf die Spur zu kommen, aber ich habe nicht wirklich Lust dazu.) Die Preise sind wie auf dem Heft aufgedruckt.

Ausgabe - Seiten gesamt - US $ - Seiten mit Anzeigen - Fotopr.
1.-----------168-----------------5,50 -- 67 1/3 = 40%---------8
2.-----------152-----------------5,50 -- 58 1/3 = 38%---------7
3.-----------152-----------------5,99 -- 54 2/3 = 36%---------6
4.-----------152-----------------5,99 -- 53 2/3 = 35%---------8
5.-----------144-----------------5,99 -- 55 1/3 = 38%---------6
6.-----------144-----------------5,99 -- 56 2/3 = 39%---------8
7.-----------144-----------------5,99 -- 53 2/3 = 37%---------6
8.-----------136-----------------5,99 -- 54 = 40%--------------8
9.-----------136-----------------5,99 -- 56 1/3 = 41%---------8
10.---------136-----------------5,99 -- 50 1/3 = 37%---------4
11.---------136-----------------5,99 -- 53 = 39%--------------7
12.---------136-----------------5,99 -- 55 = 40%-------------12

Deutlich ist zu erkennen, daß ich keine Ahnung habe, wie man hier eine vernünftige Tabelle herstellt, also Bindestriche bitte wegdenken. Sehr auffällig ist auch die über das Jahr abnehmende Seitenzahl und die Preiserhöhung für das Einzelheft. Die Seitenzahlen für das Jahr 2004 waren, von Januar bis Dezember: 168, 160, 160, 169, 160, 160, 160, 160, 160, 160, 152, 168, der Preis war immer $ 5,50. Die Seitenzahl für Januar 2006 ist 152. Ich zähle immer alle Seiten, entsprechend den im Heft gedrucken Seitenzahlen, also inklusive Titelblatt und Heftrückseite. Da meißt ein dreispaltiges Design Grundlage der Seitenaufteilung ist, ist meine kleinste Zähleinheit ein Drittel. Eigentlich müßte jemand die Zahlen überprüfen.


Zum Vergleich habe ich mal die Seiten mit Anzeigen in anderen Magazinen gezählt (Preise wie auf dem Heft aufgedruckt):

"The Economist" September 2005: 92 Seiten, davon 18 Seiten Werbung entspricht rund 20%. (Euro 4,90)
"Spektrum der Wissenschaft" April 2005: 124 seiten, davon 22 1/3 Seiten Werbung entspricht rund 18%. (Euro 6,90)
"iX" Februar 2005: 148 Seiten, davon 42 Seiten Werbung entspricht rund 28%. (Euro 5,50)
"Emma" Oktober 2005: 116 Seiten, davon 13 Seiten Werbung entspricht rund 11%. (Euro 6,50)
"Linux Magazin" April 2004: 148 Seiten, davon 44 Seiten Werbung entspricht etwa 30% (Euro 5,00)


joche
 
Hallo Joche,

da warst Du aber fleißig über die Feiertage! Dein Ergebnis ist wirklich interessant, besonders was die abnehmende Seitenzahl bei gleichzeitiger Anhebung des Preises angeht.

Knapp 40% Werbung im Durchschnitt sind sicher gut fürs Geschäft, aber schlecht für die Qualität.

Kurz gesagt, mein Problem ist, das S&T nicht nur ein Magazin für Interessierte ist, sondern offensichtlich auch ein professionell gemachter Werbeträger.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />


Ich werde mir diese Tage nun wirklich die IS vornehmen. Vielleicht hat jemand Lust, das VDS-Journal und die SuW zu untersuchen?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

ich habe SaT seit 1970 bezogen und alte Jahrgänge seit Ende
der 50er Jahre geerbt.

In diesem Zeitraum ist eine deutliche Entwicklung vom sympathischen
Fachblatt zum modernen Hochglanz-Medienzeitalter-Werbemagazin mit
immer weniger Nettoinhalt zu beobachten. Dies war der Grund weshalb
auch ich vor zwei Jahren mein Abo gekündigt habe - der Stil des Blattes
gefällt mir einfach nicht mehr.

Gruß Coyote
 
Hallo Coyote,

hast Du denn eine englischsprachige Alternative gefunden? Ich kenne sonst nur noch das "Journal of the British Astronomical Association ", das aber eher Vereins-Interna behandelt und nur teilweise von allgemeinem Interesse ist.

joche
 
Hallo Joachim,,

nein, ich habe noch keine Alternative gefunden, primär deshalb
weil ich noch keine gesucht habe. Ist auch nicht so tragisch,
da ich mitllerweile im Englisch ziemlich fit bin und es auch
wegen meiner Frau nicht verlernen werde. Wir reden abwechselnd
Deutsch oder Englisch, das wechselt oft mitten im Satz und keiner
weiß warum. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

So spontan als englische Zeitschrift wäre für mich noch der
Strolling Astronomer interessant, das Magazin der ALPO. Auf
der anderen Seite sind meine Ablagemöglichkeiten recht beschränkt
geworden seit ich Familie habe, also lasse ich es besser sein und
schnüffele im Internet rum.

MfG Coyote
 
Hallo,

...habe gerade was anderes nachgesehen.....

"Das Himmelsjahr 1975" hatte 112 Seiten und genau NULL Werbeeinschaltungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Grüße
Johann
 
Hallo Joche,

so, jetzt bin ich auch fertig; die Rubrik mit den Bildern habe ich weggelassen, da IS viel mit Zeichnungen, die es in der S&T fast gar nicht gibt, und Bildern arbeitet, die besser in den Text der Beobachtungsthemen integriert sind, als dies bei S&T der Fall ist. So gibt es eigentlich nur die Rubrik "Galerie" mit ihren zwei Seiten, wo Hochglanzbilder gezeigt werden.


Code:
 Ausgabe        Seiten ges.    Preis/€    Werbung Seiten    Werbung in %
 Dez./Jan. 05   82             6,90       19,5              24
 Feb./Mär. 05   82             6,90       16,25             20  
 Apr./Mai  05   82             6,90       15,5              19
 Jun./Jul. 05   82             6,90       13,5              16
 Aug./Sep. 05   82             6,90       13                16
 Okt./Nov. 05   82             6,90       15,5              19

Also, es ist wohltuend wenig Werbung im IS, nahezu die Hälfte der S&T Menge, bezogen auf die Gesamtseitenzahl. Mir aufgefallen, dass die Werbung vom Layout her generell weniger professionell und eher von den Firmen selbstgemacht wirkt, was aber kein wirklicher Nachteil ist, da zum Teil der Informationsgehalt dadurch erheblich steigt. Werbeleute sind eben keine Hobbyastronomen und umgekehrt.

Der Preis der IS ist mit 6,90 gegenüber den ca. 5 Euro (Kurs 1,20) der S&T schon vordergründig recht hoch; eine Textseite in der IS kostet im Schnitt also rund 10 Eurocent (im Abo 9,5), eine werbefreie Textseite in der S&T ca. 6 Eurocent , was den ersten Eindruck des hohen IS-Preises zur Gewissheit macht.

Warum das so ist, kann viele Gründe haben. Die IS Auflage wird sicher nur den Bruchteil der von S&T erreichen. Da ich selber einige Jahre lang Drucksachen eingekauft habe weiß ich, dass die mengenabhängige Preisstaffel bei Drucksachen besonders ausgeprägt ist, da das Einrichten der Druckmaschinen und das Setzen der Seiten bei kleinen Auflagen besonders auf den Einzelpreis durchschlägt (hoher Fixkostenanteil).

Sicher sind auch die Anzeigenpreise niedriger bei der geringen Auflage.

Andererseits muss man bedenken, dass die Artikel in der IS von wenigen festen und vielen freien, mehr oder weniger ehrenamtlichen Autoren kommen, was den redaktionellen Anteil kostengünstig macht. Andererseits macht diese Art von inhaltlicher Gestaltung das Blatt recht bodenständig. Eine weniger aufwändige Produktion - vielleicht mal die Druckerei wechseln, oder eine günstigere Papiersorte testen, oder - würde meiner Ansicht nach die Kundschaft nicht vergraulen.

Vielleicht kann sich doch noch jemand dazu aufraffen, andere Astroblätter zu durchforsten? Das Einfügen der Tabelle hat länger gedauert, als das Zählen der Seiten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Viele Grüße
Andreas
 
Tach Astros,

habe diesen Thread seit einiger Zeit beobachtet und bin etwas überrascht, dass sich noch gar keiner in die Diskussion eingeschaltet hat, der „von der anderen Seite“ her kommt, nämlich von der Verlagsseite. Es sieht so aus - ich spreche aus Erfahrung, weil ich seit meinem Examen vor 13 Jahren im Verlagswesen tätig bin - dass Werbung doch nicht lästiges Beiwerk einer Zeitschrift (oder eines Buches wie dem Himmelsjahr) ist. Das gilt für alle Astrozeitschriften, die wir am Markt haben und speziell für diese gelten folgende Punkte:

- Für uns Astros sind diese Zeitschriften Lesevergnügen (Ziel offenkundig erreicht!), für die Macher dieser Blätter ist es hartes Geschäft.

- Es gibt manche Zeitschrift überhaupt nur deshalb (noch), weil das Anzeigenvolumen ein gewisses Maß hält. Knausern Anzeigenkunden, ist es oft schnell geschehen mit dem Blatt (und übrigens auch mit den Anzeigenkunden!)...

- Es profitieren die Anzeigenkunden: Wer würde sonst ihre Produkte kaufen?

- Es profitieren aber auch die Leser, indem sie so das Marktgeschehen besser einschätzen können. Und manche Kauflust entsteht überhaupt erst nach Lektüre von Werbung etc. pp...

- An der Spitze von Verlagshäusern, die Astroblätter auf den Markt werfen, sitzen in den seltensten Fällen Visionäre oder Kümmelspalter, sondern Geschäftsleute, die nicht wollen, dass die aktuelle Ausgabe ihres Blattes die letzte ist.

- Den Luxus von Fachmagazinen, denen Anfang der 90er, als Bibliotheken in großem Stil zu sparen begannen, zu Hunderten das böse Erwachen (bzw. das schnelle Sterben) kam, können und wollen sich die Verlage, welche unseren begehrten Blätter heraus geben, zum Glück nicht leisten.

Fallt jetzt über mich her, aber ich sehe eine gewisse Naivität in Euren Kümmelzählaktionen, weil sie an der Realität völlig vorbei gehen.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo,

ist alles sicher richtig, was Du geschrieben hast, es gibt immer zwei Sichten der Dinge. In diesem Falle sind wir die Käufer und machen uns Gedanken über die Qualität der Zeitschriften. Wenn man versucht, etwas zu quantifizieren, muss man schon mal auf banale Dinge, wie Werbeseiten zu zählen, zururückgreifen.

Es ist vollkommen legitim, mit einer Fachzeitschrit Geld verdienen zu wollen. Aber darum geht es uns hier gar nicht. Es geht darum, welche Zeitschrift einen guten Gegenwert fürs Geld bietet. Solche Abos kosten uns Verbrauchern Geld, und Geld ist für die Meisten ein begrenztes Gut.

Von daher finde ich den Ansatz legitim, mal in die Inhalte und Preise der einzelnen Publikationen zu schauen.

Viele Grüße
Andreas
 
Von daher finde ich den Ansatz legitim, mal in die Inhalte und Preise der einzelnen Publikationen zu schauen.

Hallo Andreas,

klaro, ist auch so! Es müssen beide Seiten ausgewogen sein, sonst kauft keiner, was ein anderer verkaufen möchte. Aber genau um die Inhalte geht es mir: Nur wenn bei einer Zeitschrift ein krasser Niedergang der Inhalte feststellbar wäre, würde ich die Alarmglocken schrillen lassen. Bei S&T kann ich es ehrlich gesagt nicht sagen. Ist es dort so? Ist ja eh eher eine Zeitschrift, die sich an Amateure richtet, so wie der deutsche Ableger Aheu. S&W ist da ein anderes Kaliber.

Ein anderes Thema finde ich beachtlich: Vor etwa 8 Jahren schaltete ein offensichtlicher Esotheriker bei Sterne und Weltraum Monat für Monat eine Anzeige mit abstrusen Inhalten. Er machte Werbung für ein eigenes Buch, das im Selbstverlag veröffentlicht worden war. Ging alles in eine Ecke, die man als Kreationismus und Esotherik bezeichnen kann. Und das Spannende: Auf die Beschwerde etlicher Leser hin kanzelte Sterne und Weltraum diese Anzeige! Also: Auch auf Inhalte wird bei Anzeigen wohl geachtet. Ich selbst habe als Bereichsleiter eines Verlages mal einem Anzeigenkunden nahegelegt, anderswo zu inserieren; damit entging uns eine ganze 4-Farb-Seite, was unserem Verlagschef zwar nicht schmeckte, von ihm aber mit genau diesem Argument akzeptiert wurde, dass uns ansonsten Leser abhanden kämen. Der Leser ist nicht aus den Augen, wenn es um Anzeigenkunden geht! Und so wird es bei den meisten Blättern sein.

Viele Grüße

Serenitatis
 
SuW und die "Kathodenstrahlkometen"

Hallo Serenitatis,

ach ja, die Geschichte mit den "Kathodenstrahlkometen".

Ich fand es sehr bemerkenswert, wie die SuW damit umgegangen ist.

Wie Du bereits geschrieben hast, erschien dieses fragwürdige Buch im Eigenverlag, also wahrscheinlich ohne vernünftigen Vertriebsweg, sodaß sich das Buch für den Autor nicht gelohnt haben dürfte. Das monatelange Schalten halbseitiger Anzeigen in der SuW war bestimmt auch nicht ganz billig. Es kam mir so vor, als ob die SuW diese Anzeigen trotz des offenkundigen Schwachsinns bereitwillig abgedruckt hat (sie war sich wohl sehr sicher, daß sie der Zeitschrift nichts anhaben können), und zwar solange, bis dem Autor offenbar die Luft ausging. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

So kann man manchen Sumpf natürlich auch trockenlegen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Etwas off-topic, ich weiß. Sollte nur eine Randbemerkung sein.

Gruß

Talby
 
Hallo Andreas, Hallo zusammen1!

Ich verfolge diese Diskussion mit regem Interesse und stelle mal einige Fragen in den Raum, welche für mich interessant sind und auch im Eigeninteresse sind.

Wie einige von euch wissen, gebe ich u.a. die Zeitschrift NightSky heraus. Wir erstellen die Zeitschrift aus Spaß an der Freud zum Selbstkostenpreis. Es gibt Werbung, die ist aber aus meiner Sicht "als Masse" zu vernachlässigen. Speziell mit dem neuen Layout ab der Ausgabe 1/2006 und ca. 60 Seiten sind der VK von 3 Euro meines Erachtens nicht viel.

Am Inhalt kann sich Jeder beteiligen -> dafür gibt es (bei dem uns zu Verfügung stehenden Preisrahmen!) ab der nächsten Ausgabe sogar ein Belegexemplar. Berichte kommen direkt von der Basis. Natürlich kann zu diesem Preis die Qualität nicht mit kommerziellen Zeitschrift mithalten, dass ist der Preiskompromiss.

Meine Fragen:

1. Was erwartet ihr von einer Zeitschrift von Amateuren für Amateure?

2. Würde euch eine Mitarbeit (im Sinne von Artikel einreichen) interessieren. Unter diesem Aspekt kann eine Zeitschrift auch mit sehr geringem VK, qualitativ hochwertige Berichte (auch in der Masse) erzielt werden.

3. Bewertet ihr Layout (professionelles Erscheinen) gleich/höher als den Inhalt?

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

4. Praktischer astronomischer Samstag - PaS am 22. April 2006 in der Sternwarte Neuenehaus
 
Hallo Christoph,

ich beantworte Deine Fragen mal der Reihe nach, so gut ich kann.

Zu 1) Es wäre schön, wenn sich das ganze Spektrum der Amateurastronomie in den Beiträgen wiederspiegeln würde, und zwar nicht nur in der Breite der verschiedenen Themen, sondern auch in der unterschiedlichen Eindringtiefe in die jeweilige Materie. Es wäre also schön, wenn sowohl die Spezialisten für ihr Gebiet spezielle Artikel finden könnten, als auch nur die am Rande Interessierten, die nur mal in ein Fachgebiet reinschnuppern wollen. Die Artikel sollten inhaltlich sauber sein, also keine wirklichen Fehler enthalten.

Zu 2) Mitarbeit ist, so glaube ich jedenfalls, für die meisten Leser interessant. Das Problem ist, regelmäßig auf Hobbybasis Beiträge zu schreiben. Manche werden auch nicht für ein Belegexemplar schreiben wollen. Mir persönlich wäre das egal, wenn nur niemand Geld aus dem Projekt ziehen würde. Die Finanzierung muss total eindeutig sein. Mir ist schon klar, dass dieser Punkt Frage 1 entgegen steht...

Zu 3) Hochglanzlayout ist schön, aber kein Muss. Der Inhalt ist wichtiger. Heutzutage kann man mit einem gescheiten Profifarbdrucker gute Ergebnisse erzielen, das sollte bei einem Blatt von Amateuren für Amateure reichen. Das Layout selber, für mich als Laie ist das der grob gesagt der äußere Anschein der Artigel, das Einbinden der Bilder, Gestaltung des Textes, usw., sollte den Autoren überlassen werden, um die Individualität nicht einzuschränken. Ein durch die Layoutmühle gedrehtes Blatt hat zwar ein einheitliches Erscheinungsbild, wirkt aber etwas langweilig.

Viele Grüße
Andreas
 
@ Andreas,

Ich gebe Dir Recht das Artikel sachlich "sauber" sein sollten, aber teils erzeugen schon unterschiedliche Ansichten "Fehler". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

@ Christoph,

1.) Fairer Preis, verständliche Informationen welche sich hauptsächlich auf die Amateurastronomie beziehen ("Nasa-News" kriege ich überall her), Tips & Tricks...

2.) Die Mitarbeit finde ich sehr interessant bzw die Weitergabe von Informationen, was u.a. Ansporn für mich war auch mal was dazu beizutragen. Ich denke mal ein Belegexemplar ist eigentlich überflüssig. Wenn jemand eine Webseite hat, dann soll halt die URL unterm Beitrag stehen. Ist doch gute Werbung und für einige ein Ansporn.

3.) Professionelles Aussehen ist nicht zwingend notwendig, der Inhalt zählt. Das Layout sollte aber auch nicht so miserabel sein, das man keine Lust mehr hat zu lesen. Weil dann nützen die besten Artikel nix. ;-) Wie Andreas schon sagt ist Hochglanz kein Muss. Es sei denn ihr präsentiert demnächst noch nebenbei die neue Bikini-Mode, dann wäre Hochglanz wünschenswert. *grins*

lg,
Patric
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andreas,

Gilmore Girls war gestern ziemlich langweilig, daher habe ich noch ein bischen gezählt: Alles was in S&T unter "test report" steht, habe ich als Testbericht (Testb.) gewertet, "new product showcase" und "buyer's guide" habe ich zu Produktvorstellungen (P.vor.) zusammengefasst. "books & beyond" und "astronomy online" sind natürlich Buchvorstellungen (B.vor.) und Internet. Im Mai-Heft gibt es unter der Kategorie "telescope preview" einen 4 seitigen Artikel, der das Meade RCX400 ankündigt, und der eine einzige Lobhudelei auf die Firma Meade ist (Zitat, bezogen auf eine Meade-Anzeige im März-Heft: "Maede was announcing what some people feel is the biggest news to hit the amateur telescope market in more than a decade, maybe even a quarter century"). Denn habe ich als Produktvorstellung gewertet. Mir ist auch aufgefallen, daß bei der Besprechung von Web-Seiten unter "astromy online" wohl einige Male eine dot-com-Seite ausgewählt ist, aber nicht sehr oft. Insgesamt würde ich diese Rubrik nicht als Werbung verstehen.



Code:
Ausgabe	S. ges.	US $	Anz. Seiten	A.in %	Fotopr.	Testb.	P.vor.	B.vor.	Internet
1/05	168	5,50	67 1/3		40	8	0	11	3 1/3	1
2/05	152	5,50	58 1/3		38	7	6	4	3	1
3/05	152	5,99	54 2/3		36	6	8	4	3 1/3	1
4/05	152	5,99	53 2/3		35	8	8	4	3 1/3	1
5/05	144	5,99	55 1/3		38	6	2	6	3 2/3	2
6/05	144	5,99	56 2/3		39	8	7	3	2 1/3	1		
7/05	144	5,99	53 2/3		37	6	8	4	3 2/3	1
8/05	136	5,99	54		40	8	4	1	3 1/3	1
9/05	136	5,99	56 1/3		41	8	3	1	3 1/3	1
10/05	136	5,99	50 1/3		37	4	8	2	4 1/3	0	
11/05	136	5,99	53		39	7	7	2	2 2/3	0
12/05	136	5,99	55		40	12	7	1	3 1/3	1


Wenn man Anzeigen, Testberichte, Produkt- und Buchvorstellungen unter "Dinge, die man kaufen kann" subsummiert, fällt also knapp die Hälfte des Heftes in diese Kategorie.

Im übrigen beantrage ich, diesen Thread aus dem smalltalk-Forum herauszunehmen, weil es sich hier nicht um small talk handelt.

joche
 
Hallo Joche,

mittlerweile bin ich auch der Meinung, dass sich der Thread für das ST-Board zu gut ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Ist "Karten, Software, Literatur " ok?

Viele Grüße,
Bernd.
 
Hallo nochmal,

da offenbar und verständlicherweise niemand so recht Lust hat, "Sterne und Weltraum" durchzublättern, habe ich mal ein bischen angezählt. Leider ist mir die Ausgabe 10/2005 irgendwie abhanden gekommen, für einen ersten Eindruck reicht's aber trotzdem.



Code:
Ausgabe	Seiten	Euro	Anzeigenseiten
1/05	100	7,60	15 2/3
2/05	100	7,60	15 1/3
3/05	100	7,60	13
4/05	108	7,60	15
5/05	108	7,60	17 1/2
6/05	100	7,60	13	
7/05	108	7,60	15
8/05	108	7,60	14
9/05	100	7,60	16 2/3
10/05
11/05	108	7,60	21
12/05	108	7,60	23

Da einige Ausgaben genau hundert Seiten haben, braucht man für einen Überblick über die Prozente nicht lange rechnen. Ausgabe 12 hat mit rund 21 Prozent den größten Werbeanteil. Die privaten Kleinanzeigen habe ich nicht mitgezählt.


joche
 
Hallo Serenitatis,

falls Du Informationen darüber hast, würde mich interessieren, wie sich ein Magazin typischerweise finanziert; also welchen Anteil an der Finanzierung haben die Anzeigenkunden, die Abonnements, der Kioskverkauf? Und wie verteilen sich eigentlich die Kosten (was weiß ich, Druckkosten, Personalkosten, usw.)?


Viele Grüße
joche
 
Hallo Serenitatis,
falls Du Informationen darüber hast, würde mich interessieren, wie sich ein Magazin typischerweise finanziert; also welchen Anteil an der Finanzierung haben die Anzeigenkunden, die Abonnements, der Kioskverkauf? Und wie verteilen sich eigentlich die Kosten (was weiß ich, Druckkosten, Personalkosten, usw.)?

Hallo Joche,

ALSOOOOO: Wenn diese Frage so einfach zu beantworten wäre... Dieses „typischerweise“ gibt es in der Praxis nicht.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Bei den unzähligen Magazinen, die es gibt, ist das natürlich - leicht nachvollziehbar - eine jeweils ganz individuelle Angelegenheit, die von 1000 verschiedenen Faktoren abhängt. Um die Extreme zu nennen: Es gibt ja selbst im Magazinbereich reine Anzeigenblätter, die sich zu 100 % über Anzeigen finanzieren und die kostenlos verteilt werden (ich meine keine „Wochenblätter“!). Die Auflage ist hier meistens gering und sie sind nur auf lokaler Ebene erhältlich. Inhalte sind oft zu 100 % pseudojournalistisch und wollen dem Leser irgendetwas andrehen (Vorsicht vor der vorschnellen Verurteilung: Dieses Procedere ist bei supervielen Printmedien Usus geworden, dem Anzeigenkunden durch Abdruck eines redaktionellen Beitrags aus Werbefeder „entgegen zu kommen“. Ein schönes Beispiel ist ja die recht neue Rubrik in SuW „Astroszene“). Die Halbwertszeit dieser reinen Anzeigenblätter ist oftmals entsprechend gering. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Beispiele für diese Blätter finden sich in jeder größeren Stadt und sind meist initiiert von lokalen Einzelhandels- oder Tourismusverbänden.

Dann gibt es auf der anderen Extremseite diejenigen Magazine, welche gar keine Anzeigen (bzw. so gut wie keine, und wenn, dann nur im hintersten Teil) abdrucken; sei es aus Überzeugung, oder weil es sich um typische Unternehmensblätter etc. handelt. Beispiele sind hier die frühen Merian-Hefte oder das Schweizer Magazin „DU“ (war früher übrigens ein absolutes Highlight...).

Zwischen den von Dir angesprochenen Dreh-und-Angelpunkten „Anzeigenkunden“, „Abonnements“ und „Kioskverkauf“ findet man alle Gewichtungen. Abonnementen spielen übrigens bei manchen Blättern nicht die große Rolle, die man erwarten würde. Konstanten in der Kalkulation eines Magazins sind da eher z.B. die Personalkosten (in den letzten Jahren von den meisten Verlagshäusern gesenkt, weil der schwarze Peter auf die Schultern der freien Journalisten und Fotografen übertragen worden ist) und die Druckkosten (die von großen Verlagen oft soweit heruntergedrückt werden, dass Druckereien am Stock gehen).

Was die konkrete Kalkulation von Magazinen betrifft, so sind die Karten bei denen mit geringer Auflage (dazu zählen auch die uns bekannten Astro-Magazine!) und/oder geringem Abonnementenanteil mit jeder Ausgabe wieder neu gemischt. Anders sieht es natürlich bei den Blättern mit Auflagen wie der des SPIEGEL aus, die nicht jede Woche neu bangen müssen, ob es die letzte Ausgabe war... Der STERN übrigens hat eine mehrjährige Durststrecke hinter sich, die er fast nicht überlebt hätte.

Ich hoffe, Dir ein wenig klargemacht zu haben, weshalb ich Dir keine „genauen“ Prozentanteile nennen kann, die Verlagsleiter auch aus guten Gründen nicht preisgeben. Plaudereien aus „meinem“ Nähkästchen wären auch nicht übertragbar auf die Magazine, die im Kontext dieses Forums von Interesse sind. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße

Serenitatis
 
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