Hallo Andreas,
hier ein kleiner Zwischenbericht. Ich muß sagen, diese Zählerei ist nicht so banal, wie ich zuerst dachte. Die zuordnung einzelner Artikel zu übergeordneten Kategorien scheint mir jedenfalls nicht immer eindeutig. Ist zB. eine Software-Besprechung auch dann eine Produktvorstellung, wenn es sich um Freeware handelt? Ist ein Artikel über eine Internet-Seite nicht auf jeden Fall eine Produktvorstellung, wenn es sich dabei um eine dot-com Seite handelt? Was ist mit anderen Internet-Seiten, deren URLs zwar nicht mit ".com" enden, die aber Werbung enthalten? Ich kann auch nicht immer unterscheiden, ob eine Buchbesprechung Werbung ist oder eine echte Rezension (dazu müßte man das Buch schon lesen, und selbst dann, Bücher sind halt auch Geschmacksache). Und bei einigen "Testberichten" bin ich mir nicht sicher, ob ein richtiger Test die Grundlage war. Außerdem sind praktisch alle Artikel in S&T mit zum Teil sehr beeindruckenden Fotos versehen (zB. 15. Geburtstag von Hubble). Das finde ich zwar ganz nett, aber die Abgrenzung zu den eigentlichen "Fotopräsentationen" fällt so nicht immer leicht. Zudem sind Anzeigen manchmal getarnt, indem das Anzeigendesign an das Design der Artikel angepaßt wird. Mit all dem will ich sagen, daß mir insbesondere beim schnellen Durchblättern wohl nicht immer eine eindeutige Zuordnung gelingt, und daß andere Personen zu anderen Ergebnissen kommen könnten. Außerdem war ich durch Fernsehen und Weihnachtspunsch abgelenkt.
Kurz gesagt, mein Problem ist, das S&T nicht nur ein Magazin für Interessierte ist, sondern offensichtlich auch ein professionell gemachter Werbeträger.
Ich würde mich zum Zählen gerne auf wenige, gut erkennbare Arten beschränken. Also zB. Anzeigen, Beobachtungsberichte und Forschungsberichte. Oder ich halte mich einfach einfach an die Kategorien, die S&T selber vergibt, dann würde ich vielleicht "new product showcase" und "buyer's guide" zu "Produktvorstellungen zusammenfassen, und alles unter "test report" tatsächlich als Test akzeptieren. "astronomy online" und die Bücher würde ich dann ganz ausklammern. Ich bin hin- und hergerissen.
Ich kann aber auf jeden Fall schon mal die Gesamt-Seitenzahlen und die der Anzeigen hinschreiben, Ausgaben von Januar (1) bis Dezember (12) 2005. Fotopräsentationen sind "richtige" Fotopräsentationen, also die Leserfotos in "gallery" und das großformatige Foto in "spotlight on...". (Daß es so viele schöne Fotos in der Astronomie gibt, ist zwar ganz toll, aber es ist auch klar, daß so ein unbegrenzter Vorat an "Seitenfüllern" zur Verfügung steht. Es wäre eine gute Idee, die Anzahl der Worte pro Artikel zu zählen, um dem Verhältnis von Wort und Bild auf die Spur zu kommen, aber ich habe nicht wirklich Lust dazu.) Die Preise sind wie auf dem Heft aufgedruckt.
Ausgabe - Seiten gesamt - US $ - Seiten mit Anzeigen - Fotopr.
1.-----------168-----------------5,50 -- 67 1/3 = 40%---------8
2.-----------152-----------------5,50 -- 58 1/3 = 38%---------7
3.-----------152-----------------5,99 -- 54 2/3 = 36%---------6
4.-----------152-----------------5,99 -- 53 2/3 = 35%---------8
5.-----------144-----------------5,99 -- 55 1/3 = 38%---------6
6.-----------144-----------------5,99 -- 56 2/3 = 39%---------8
7.-----------144-----------------5,99 -- 53 2/3 = 37%---------6
8.-----------136-----------------5,99 -- 54 = 40%--------------8
9.-----------136-----------------5,99 -- 56 1/3 = 41%---------8
10.---------136-----------------5,99 -- 50 1/3 = 37%---------4
11.---------136-----------------5,99 -- 53 = 39%--------------7
12.---------136-----------------5,99 -- 55 = 40%-------------12
Deutlich ist zu erkennen, daß ich keine Ahnung habe, wie man hier eine vernünftige Tabelle herstellt, also Bindestriche bitte wegdenken. Sehr auffällig ist auch die über das Jahr abnehmende Seitenzahl und die Preiserhöhung für das Einzelheft. Die Seitenzahlen für das Jahr 2004 waren, von Januar bis Dezember: 168, 160, 160, 169, 160, 160, 160, 160, 160, 160, 152, 168, der Preis war immer $ 5,50. Die Seitenzahl für Januar 2006 ist 152. Ich zähle immer alle Seiten, entsprechend den im Heft gedrucken Seitenzahlen, also inklusive Titelblatt und Heftrückseite. Da meißt ein dreispaltiges Design Grundlage der Seitenaufteilung ist, ist meine kleinste Zähleinheit ein Drittel. Eigentlich müßte jemand die Zahlen überprüfen.
Zum Vergleich habe ich mal die Seiten mit Anzeigen in anderen Magazinen gezählt (Preise wie auf dem Heft aufgedruckt):
"The Economist" September 2005: 92 Seiten, davon 18 Seiten Werbung entspricht rund 20%. (Euro 4,90)
"Spektrum der Wissenschaft" April 2005: 124 seiten, davon 22 1/3 Seiten Werbung entspricht rund 18%. (Euro 6,90)
"iX" Februar 2005: 148 Seiten, davon 42 Seiten Werbung entspricht rund 28%. (Euro 5,50)
"Emma" Oktober 2005: 116 Seiten, davon 13 Seiten Werbung entspricht rund 11%. (Euro 6,50)
"Linux Magazin" April 2004: 148 Seiten, davon 44 Seiten Werbung entspricht etwa 30% (Euro 5,00)
joche