Wie "Gewicht bremsen" bei meinem Ayo Nachbau?

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Janice

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Hallo ... dass ich diese Ayo Montierung nun auch selbst bauen wollte, hatte ich ja schon angedroht :) Die ist schwer zu bekommen und die Williams-Version VIELLLLL zu teuer.

Schaut mal das Video - bisher "läuft" mein Prototyp SUPER!!!

HIER geht es zum Video (.mov)

Komplett kugelgelagert in einem Eiseneinbau. Die Lager selbst dürften 120kg aushalten - das Eisen drumherum bestimmt auch. Wie sie dann allerdings agiert, dass weiß ich nicht. Bei meinem kleinem Refraktor läuft sie aber überraschend genial. NUR: Es gibt wieder ein Problem. Die Einstellung der Sensitivität ist eigentlich selbst mit einer Druckschaube möglich - wird aber durch eine Magnetbremse ersetzt. Allerdings bekomme ich ein Problem auch damit nicht in den Griff: Ist der Neigungswinkel des Tubus nicht exakt horizontal, dann kippt er - durch die Leichtgängigkeit - nach vorn oder eben hinten. Vermutlich lässt sich dass mit einem Gegengewicht balancieren - aber es muss doch einen anderen Weg geben. Wie macht das die Ayo oder ihre Williams Kopie??? Ich brauche also eine Art Kupplung oder so. Wisst ihr was ich meine? Ich mag sie einfach loslassen und sie soll in jeder Postiton stehen bleiben und nicht weiter kippen. Wenn ich das neue Fett in die Lager mache, dann geht sie ja noch leichter und kippt folglich noch eher.

Natürlich sollte es nicht teuer als die Montierung werden - also mit unter 20€ zu realisieren sein.

Danke, vielleicht hat ja jemand ein brilliante Idee oder eine dieser genanneten Montierungen.


Liebe Grüße
Janice



 

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Ah ... ok!!! Ich sehe gerade - habe da einen Denkfehler. Es ging auch vorhin bei einem Schnell-Ankuppel-Test viel besser und jetzt weiß ich warum. Der Teleskop-Tubus sitzt bei der Ayo auf Achsenverlängerung mittig und nicht wie bei mir oben auf der Achse. Aber dann muss ich meine Schellen um 90" drehen - sonst wäre ja der OAZ verdreht. Da meine Schellen aber "fest" sind - habe ich die Option nicht gesehen.

Sorry ... es lag also am Schwerpunkt. Oder habe ich immer noch einen Denkfehler? Wie reagiert sie dann aber bei Okularwechsel????? Kippt da dann aber definitv auch, oder?

Sorry
Janice - die übereilige
 
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Hallo Janice,

befestige an der Achse einfach einen Winkel auf den Du den Telementor-Klon draufsetzt. Dann mußt Du nix ändern. Wenn das ganze im Gleichgewicht ist wird die Bremserei einfacher...

Viele Grüße Felix
 
Japppp ... SUPER!!!! Ich bin soooo doof ;) Ich hatte vorhin den Tubus 90° gedreht - nur zum Testen - daran, und es lief super. Dann als es fertig war - nicht mehr. Aber ich gebe zu - ich hätte mal ne Pause machen sollen oder etwas mehr schlafen ... dann wäre das auch nicht passiert ;)

Eben habe ich gegrübelt, wie ich die Schiene an der Seite dran bekomme - ohne die Rohschelle mit den Nasen zu drehen. Hatte wieder ne super komplizierte Lösung *versprochen*. Das mit der Schelle ist mal wieder so simpel - warum komme ich da nicht selbst drauf????

Jetzt muss ich mal seh'n - mit einem einfachen Winkel wird dass ganze natürlich ziemlich verwindungsfreudig. Aber Zwei Winkel mit einer Schiene - japp, dass wird gehen.

Da ich (noch) keine Prismenschiene gebaut habe, muss ich fragen: Kann ich an der Ayo das Gewicht über die Schiene regulieren? Also quasi Schiene mit Teleskop einfach weiter vor oder zurück in die Klemme??? Würde ja womöglich reichen, oder? Ich weiß nicht, ich mü0te dann ja auch sowas basteln oder ein Schiebegewicht anbringen.

LG & Danke für den guten Einfall

Janice


 
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Guten Morgen Janice,

ja, die Gewichtregulierung durch Verschieben des Teleskoptubus in der Prismenschiene klappt bei meiner Giro-II auch. Dein Refraktor ist offenbar ähnlich lang wie mein 130/780mm Modell, da sollte das auch ähnlich gut funktionieren. Je länger man die Schiene macht, am besten über die komplette Tubuslänge, desto mehr Tarierbereich gewinnt man.

Es wäre etwas unschön, wenn Du die Gewichtsersparnis, die Du vermittels des Carbontubus gewonnen hast, mit Schiebegewichten wieder 'vernichten' würdest.

Ein schönes Wochenende allerseits,


Gruß Coyote
 
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Hallo Coyote

Ich habe jetzt - glaube ich - dieses Prisemenschienen und Klemmen Prinzip verstanden. Es gibt für die Giro bestimmt auch solche runden Klemmen. Dann wird es natürlich einfach - wenn ich nur eine große Rädelschraube lösen muss und die Schiene verschieben kann. Ich werde das also auch machen. Habe jetzt Flachstahl oder Alu im Auge - da mein Glasfaser hier nicht fest genug für eine Schiene wäre. Diese feile ich dann zum Trapez. Dazu eine rechteckige Klemme mit Nut. Vielleicht kann ich das heute noch machen. Aber erst muss das Teleskop an die Seite. So oder so

Weißt du, wie die Bremse bei der Giro funktioniert? Ich kann da doch sicher einstellen wie leichtgängig alles geht ... also von Ultraleicht bis Stop

Danke
Janice
 
Die Winkel habe ich dran ... aber irgendwie .... hmmm ...weiß nicht. Es schwingt plötzlich damit. Aber die Neigung geht jetzt besser - wenn auch nicht 100% perfekt. Irgendwie gehen die Kugellager zu leicht - ich muss etwas die Achse bremsen - dann geht es perfekt.

Als Prismenschiene habe ich erstmal so eine - wie nennt man das? - Schiebe-Schiene für Schubladen. Aber naja, hatte schon bessere Ideen. Ich lackiere noch schnell - dann zeige ich euch mein neues Konstrukt. Aber ganz ehrlich? Ich glaube ich kaufe jetzt einfach Rohrschellen und so ein blöde Schiene .... irgendwann wir mein Gebastel teuer als die richtige Lösung.

LG
Janice

PS: Ich glaube mein Rest-Problem liegt am Schwerpunkt, da ich noch ein Telrad auf dem Tubus habe, Wo liegt dann nämlich der vertikale Mittelpunkt ... jaja ... wird schon :)
 
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Dann sollte aber drauf geachtet werden, dass dabei nicht so viel Verschleiß provoziert wird. Also entweder Kunststoffschraube (oder evtl. Alu) oder eine mit eingepresster Kugel.
 
Hallo ihr beiden ....

Jaaaaa ... ist doch schon längst erledigt :) Habe M4 Gewinde ins Gehäuse geschnitten und eine Gewindestange eingeschraubt. Daran dann auf der einen Seite die Welle der EQ-1 - auf der anderen einen Gummikegel, der sich an der Achse vorbei schiebt und je nach Tiefe fester darauf drückt. Eine Schraube direkt auf der Achse ist irgendwie nicht so sensibel und *richtig* es verkratzt und verschleißt. ABER Ich habe hier schon den Magnetring fertig - ich möchte die Bremse über Magneten realisieren. Ganz ohne leichte Bremsung geht es definitiv nicht - die Lager sind so leichtgängig, dass der Schwerpunkt dann zu 110% genau auf Achsenmitte liegen müsste.

Nun, es funktioniert jetzt - Kindersicher -> siehe Video

-=> VIDEO neuer Prototyp <=-

Nur eben die Winkel- und Schubladenleistenkonstuktion ist mir nicht gelungen. Sie schwingt. Hier muss ich nachbessern. Die Monti selber ist absolut schwingungsfrei und läuft auch mit 35Kg (mehr konnte ich nicht auflegen, da sonst das Stativ sicher zerbrochen wäre ;)

Ich muss jetzt mal schauen: Brauche eine richtige Prismenschiene und Klemme. Dazu noch Schellen. Aber bei AS und TE kosten die ja mehr als mein ganzes Teleskop. Geht sicher irgendwie preiswerter.

Nun .. ich bin noch lange nicht fertig, finde aber, dass mir bisher mit der Montierung mein schönstes Projekt geglückt ist. Macht richtig Spaß und ist auch endlich was für Kinderhände. Und das hier ist ja nur ein Prototyp. Ich werde mir da sicher noch was einfallen lassen, damit es etwas hübscher anzuschauen ist :)

LG
Janice
 

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Ach ja ... ich habe da noch eine andere Idee für die Ayo gefunden.
Einfach einen Ring mit Winkel zusägen (üblicher Breitengrad) und drehbar unter die Azi-Monierung schrauben. Und schon wird es parallaktisch. Da ich noch Platz im Gehäuse habe, und die Lager so leicht laufen, würde da auch noch ein kleiner Schrittmotor reinpassen. Das wäre ja Klasse, wenn das funktionieren würde.

LG
Janice
 
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Hallo Janice,

man könnte auf der dem Teleskop gegenüberliegenden Seite eine kleine Andruckscheibe installieren, die ähnlich funktioniert wie die "Höhenfriktionsbremse" der Skywatcher-Dobsons.
Schau Mal in diesen Thread rein
http://forum.astronomie.de/phpapps/...637815/Austarieren_eines_Dob_Tubus#Post637815
speziell diesen Link
http://www.deepsky-brothers.de/Skywatcher-Guenther.htm
Das kann man auch in Miniaturausführung bauen.

1.auf dem äußeren Gehäuse Deines "T-Stücks" eine feststehende Scheibe von 5-10 cm Durchmesser anbringen
2. in das innere Drehlager eine Gewindestange adaptieren auf die sich eine dreh-/schraubbare Scheibe setzt mit der sich Druck auf die feststehende Scheibe bringen lässt (Telfon/Filz oder ähnliches Material als Zwischenlage/Gleitlage ausprobieren.
3. die schraub-/drehbare Druckscheibe mittels einer starken Feder und Konterverschraubung gegen selbsttätiges Lösen sichern

Dieses kleine "Dobsonhöhenlager" dürfte im Zusammenspiel mit der Feststellschraube im Lager Dein Problem lösen und kleiner Ungleichgewichte kompensieren.

Dem Waklizismus im Winkel zur Prismenschiene kommst Du m.E. nur durch massivere Ausführung des Winkels oder durch ein bis zwei zusätzlich oben auf den Rohrschellen verschraubte Haltestege bei, die den Winkel entlasten.

Gruß und CS
*entfernt*

 
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Hallo Günther ...

da muss ich mich heute Abend mal noch hineindenken. Bist du sicher, dass die Achse dann nicht doch beim Zudrehen der Bremse weiter will? Ich habe hier einen Quick-Stop drin - den ich jetzt noch auf Elektr.-Magnet umstelle und einen Taster an den ZS mache. Dann kann ich draufdrücken und alles blockiert ohne Verstellung der Achse. Denn wenn ich an der Bremse drehe, dann will die Achse noch ein ganz kleines Stückchen weiterdrehen. Irgendwie bekomme ich das aber schon in den Griff. Werde wohl vom Gummi-Kegel auf einen Ring wechseln. Ist wirklich nur ein winziger Bruchteil eines Millimeters - aber wenn ich etwas im Fokus habe und die Bremse drehe - dann verschiebt sich das Objekt ein wenig. Das muss ja nicht sein. Ich werde jetzt daher beim Quick-Stop bleiben und die Bremse eben nicht benutzen um mal schnell "festzustellen" - sondern nur um die Sensibilität einzustellen. Macht die Ayo/Giro/William sicher auch irgendwie so, oder? Ich mach mal noch ein Video demnächst - wo man die Bremse den QS bewundern kann. Ist richtig, richtig toll geworden. Nur das Gewicht mit 1,6Kg ist schon ein Brocken geworden.

Wie man sieht habe ich nun doch noch den letzten Tag hier mit Werkstatt genutzt und das Winkel/Prismenschienenkonzept über den Haufen geworfen. Jetzt funktioniert es endlich und ich verschiebe halt den Tubus in der Schelle. Ich suche aber schon nach richtiger Schelle und Schiene und Klemme. Nur das erste ist noch schwer zu finden, da ich D=78mm habe und keine Leitrohrschelle nehmen mag. Eigentlich würde ich gern EINE (breite, dicke) Schelle nehmen - aber ich finde einfach keinen Shop wo es die gibt. Gesehen hab ich die schon an div. APOs ... ich schätze 10cm breit.

Egal ... heute werde ich hoffentlich die MyWillAyo auf dem Balkon einsetzen können - und bin jetzt erstmal wieder Zuhause & ohne Werkstatt. Da kann ich nur Kleinigkeiten ändern. Mal sehen was mir noch so einfällt :) Aber deine Links lese ich später in Ruhe durch. Dankeschön

LG
Janice
 

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Sooo. Der erste Test am Mond heute war einfach nur witzig. Es macht unglaublich viel Spass mit der Montierung durch den Himmel zu wandern. Allerdings habe ich scon 2 Schwachpunkte entdeckt. Die Alu-Hülse die ich zur Adapierung an die Eq habe - ist nicht sehr fest und wird getauscht. Das andere Problem: Schwingung. Ich habe lang suchen müssen - aber habe die Ursache gefunden. Die M4 Schrauben der Bremsen sind noch etwa 1cm lang im Gehäuse - erst dann berühren sie mit dem Gummi die Achse. Stop man jetzt den Tubus und die Schraube drückt an der Achse, dann biegt sich das Schraubengewinde leicht im Sinne der Schwingung hin und her. Ich könnte jetzt ein dickeres Gewinde wählen, oder - und das werde ich tun - auf die hier vorgeschlagene Scheibenbremse umsteigen. Horizontal sicher einfach zu lösen, aver vertikal muss ich etwas improvisieren. Hoffe mal, dass es zwischen den beiden Scheiben dann schwinungsfreier bremst. Die Montierung selbst schwingt nicht einen Millimeter :)

Der Umstieg von meinem Veloursklon auf Alkorfolie brachte übrigens nocheinmal deutlich mehr Kontrast ins Bild. Guter Tipp. Danke!

Liebe Grüße
Janice

(getippt auf mobil-telefon. Entschuldigt die Typings)
 
Hallo Janice,

entschuldige meine späte Antwort, ich war das ganze Wochenende unterwegs. Die Giro hat in jeder Achse eine Klemmschraube, mit der man die Achsen entweder ganz festsetzen oder sie leicht bremsen kann. Wo die Schrauben innen ansetzen weiß ich nicht, ich meine aber, Giovanni hätte mal erwähnt, daß die Schrauben einen kleinen Teflonzapfen auf die Achse drücken. Das Einstellen der richtigen Bremswirkung erfordert etwas Gefühl.

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg mit Deinem klasse Giro-Clone! Auf dem letzten ITV hatte ich Gelegenheit kurz mit der Pipemount von meinem Platznachbarn Sudan Jackson zu beobachten - das Ding hat mich sehr beeindruckt.


Gruß Coyote
 
Hallo Coyote

Die meisten Pipemounts die ich gesehen habe, sind ohne Kugellager. Ich schätze mal, dass das neben den üblichen Nachteile aber auch einen Vorteil haben wird. Ich nehme einmal an, dass ein Gleitlager (Teflon etc.) schwingungsfreier bremst - im Vergleich zu einer 0815 Bremse bei Kugelgelagerten Achsen. Könnte du nochmal nachschauen, welche Schraubenstärke bei den Bremsen der Giro verwendet werden? Ich bohre dann mal zum Test ein größeres Gewinde ins Gehäuse. Einfach mal schauen ob das was bringt.

Aber die Idee mit der Scheibenbremse lässt mich nicht mehr los ;)

LG
Janice
 
Hi,

ja, das Gleitlager in meiner Pipemount läuft nun auch ohne Bremse so wie ich es will, was aber kniffelig das so einzustellen. Da schwingt nix und das ganze vermittelt so ein Dobsonfeeling.

Gruß und CS

Stefanie
 
Halo Janice,

ich habe die Giro (Typ II) momentan am zweiten Wohnsitz liegen, und komme erst Freitag wieder dahin. Ich bin aber ziemlich sicher, daß die Klemmschrauben M5 oder gar M6 sind - auf jeden Fall dicker wie M4. Sie haben Kunststoff-Knebelgriffe zur Handhabung.

Ich würde bei einem Selbstbau keine Kugellager nehmen, die 'rollen' zu gut und haben so gut wie keine Bremswirkung. Das ist ja ein Designziel bei Lagern, möglichst wenig Reibungsverluste zu haben. Die Giro läuft auf Gleitlagern. Ich zerlege sie am Samstag einmal und schaue genauer hin. Bis dahin bitte Geduld. ;)

Nebenbei, wenn Du so eine Schwenkeinheit parallaktisch aufstellen möchtest, muß die Azuimuth- bzw. in diesem Falle die Stundenachse sehr gut austariert sein; entweder vermittels Gegengewichten oder besser mit einem zweiten Teleskop auf der anderen Achsseite.

Die Klemmvorrichtungen für die kommerziellen Prismenschienen gibt es von verschiedenen Lieferanten (Baader, TS, VegaOptics etc) als Fertigteile in zwei Ausführungen. Bei der preiswerteren Version drückt die Klemmschraube direkt auf die Schiene, bei der anderen ist ein Klemmschuh dazwischen. Die Preise liegen zwischen 30-50 Thalern. Man kann so eine Klemmung natürlich auch selber bauen, das würde optisch besser zu Deiner Montierung passen wie ein Fertigteil.


Gruß Coyote

 
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HALT COYOTE!!! Aber nicht, dass dann die Garantie erlischt, oder so !!!! Also nur, wenn du das wirklich auch aus eigenem Interesse machen magst. Sollte sie dabei kaputtgehen, dann melde dich trotzdem bei mir: Ich brauche sicher das eine oder andere Lager ;)

Nein Quatsch ... lass dir ruhig Zeit. Habe bis Samstag sowieso keine Werkstatt für den kompletten Neubau.

Aber wie Stefanie schon sagte: Teflon ist der aktuelle Trend - und da konnte ich nicht nur in meinem alten Kugellager-Kostüm hier auftauchen. Also: Und jetzt wird es ironisch: Meine neuen Bremsen laufen auf Teflon! Ich habe gestern mit Kunststoffringen und Teflonband 2 Bremspatronen gebastelt. Nicht 100% stabil - da eben Plastik - aber eindeutig ein neuer Level. Ignoriere ich mal die überdrehten Gewinde - dann war der Umbau sehr lehr- und hilfreich. Im Prinzip laufen jetzt Teflon-beklebte Achsen in einem Teflon-beklebten Kunststoffring - welcher gegen den M(üll)4 Schraubenpressdruck mit einem Stahlband ummantelt ist. Sicher, hier und da noch eine Menge Spiel - aber sehr gute Lösung für den Moment. Und endlich schwingt mein EQ-1 Stativ!!!
Naja, das bedeutet zumindest mal, dass es die Monti nicht mehr macht, oder ;)


Und mal ehrlich - ich kauf mir noch ein 2cm langes und achsenbreites Carbonrohr und baue es ein. Nicht weil es Sinn macht - sondern einfach nur damit ich sagen kann: "HEy, hier meine Kugelgelagerte-Carbon-Teflon-Tachyonen Montierung" ;) .... und aus unsichtbarem Aluminium und so ...

Wer hatte vor 4 Wochen gedacht, dass ich hier sowas mit meinen eigenen Händen hinbekomme :)

Ich werde jetzt die Kunststoffringe ersetzen und weiter testen. Der Abend mit dem Mond auf meinem Balkon war jedenfalls ein Erfolg

Liebe Grüße
Janice






 
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Hi Janice,

seh ich das richtig, dass du jetzt doch ein Gleitlager hast?

Gruß und CS

Stefanie
 
Habe nun doch noch einen Satz M6 Gewindeschneider gekauft und mit dem Akkuschrauber die alten M3 Gewinde mit M5 vorgebohrt und auf M6 geschnitten. Dazu neue Schrauben rein - die Kunststoff-Teflon-Bremspatronen durch Metallhülsen verstärkt und schon läuft es wieder. Die Schrauben sind jetzt viel stabiler. Die Reihenfolge der Gewindeschneider ist doch 1->2->kein Strich, oder? Finde nirgends eine Anleitung und meine Erinnerung ist mit dem Alter auch nicht besser geworden. Naja, aber die Schrauben drehen sich ja gut - also kann so falsch nicht gewesen sein.

 

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Hallo Janice,

die Reihenfolge der Gewindeschneider stimmt: eins-zwei-keins.

Kaufst Du die Dinger für jede Gewindegröße einzeln? Bei Deinem Basteltalent solltest Du Dir gleich einen ganzen Satz zulegen; das ist vermutlich auch billiger.


Gruß Coyote

 
Die Reihenfolge der Gewindeschneider ist doch 1->2->kein Strich, oder?

Ja. Siehst Du auch wenn Du Dir anschaust wie ausgeprägt die Schneiden sind. Es gibt aber auch Gewindebohrer die alles in einem Schritt erledigen. Die sehen z.B. so aus:

Link zur Grafik: http://www.plexxart.at/Forum/Images/Werkstatt/Wissenswertes/Theorie_Gewindebohren/Gewindebohren3.jpg

Link zur Grafik: http://www.ritter-werkzeuge.de/pics/anwendungstabelle_oben.gif

Ich kaufe gar keine 3er Sätze mehr, sondern nur noch die Maschinengewindebohrer. Neu schonmal gar nicht weil mir zu teuer. Ich hol mir alles von ebay und das klappt bisher ganz gut - da gibt's mit Geduld auch richtig teures und gutes Werkzeug für kleines Geld.

Billiges Werkzeug kaufe ich auch nicht mehr - das bezahlste eh nur teuer. Entweder durch den Kauf von gutem Werkzeug weil das billige aufgibt, oder weil Du Dir Dein Werkstück versaust.


Dann gibt es noch Gewindeformer, die ich vor allem gerne in Alu und Messing benutze weil das Material eben nicht geschnitten, sondern nur verformt wird. Durch die Verformung steigt die Festigkeit und das Gewinde hält deutlich mehr aus. Für Gewindeformer muß die Kernlochbohrung je nach Material ein wenig größer sein als bei Gewindeschneidern.

Gewindeformer sehen z.B. so aus:

Link zur Grafik: http://img.directindustry.de/images_di/photo-g/gewindeformer-271302.jpg


Mit bastelnden Grüßen
Eike
 
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Guten Morgen ihr Beiden ... na, mit Werkzeug kann ich auch!!!! Glaubt ja nicht :)

Also der komplette Satz (Glaube M3-10 Innen/außen) lag bei 57 Euro. Dabei dann die Spielzeug-Windeisen - ausgelegt für 10 Durchläufe. Ich bin da sicher keine Expertin - aber billiges Werkzeug erkenne ich schon. Also wäre dann noch der Werkzeughalter mit Rätsche zu 19,00 Euro .... und wir sind bei 76 Euro. Davon:

- brauche ich alles ab M7 sicher nie
- kann ich die Innengewindeschneider sowieso nicht verwenden, da ich in meiner Wohnung nichts zum Spannen habe
- und davon kann ich die Werkzeugehalter eben eh wegwerfen

Ich finde nicht, dass das billig ist???? Andere hatten sie nicht. Die Einmalschneider kenne ich auch - nehme sie aber nur für dünne Werkstücke und nicht - wie die Montie - für Massivstahl. Obwohl, Eike, dein Einmalschneider sieht etwas anderes aus als die, die ich kenne.

Der Satz M5 oder M6 lag bei knapp 10 Euro. Ich werde noch M3 und M4 hohlen. Und ein Rätschenw.halter eben zu 19,00. sind zusammen auch um die 59 Euro.

Nochwas: Ich habe sie auch nur für Zuhause gekauft. Ich habe spätestens an den Wochenenden auch Zugang zu einer kleinen - aber umfangreichen - Werkstatt. Da gibt es auch einen kompletten Satz.

Außerdem habe ich mir noch eine Schraubenbox und Millionen (mindestens !) M3-6 Schrauben/Muttern/UScheiben/Sprengringe und sämtliche Varietäten gekauft. Das ermöglicht mir jetzt auch Zuhause mal die eine oder andere Idee zu verwirklichen.

Einen Grundstock an Werkzeug habe ich. Bohrer, Akkuschrauber und große Bohrmaschine (noch vom Einzug) leben auf verwandtschaftlicher Dauerbasis bei mir. Aber das Meiste mache ich zweifelsfrei mit meinem Akku-Dremel. Da habe ich zwar immer noch ne Menge Respekt - und natürlich eine Brille :) - aber nachdem sich mir erst letzte Woche beim M10 Bohren die Winkelhalterung um die Finger gedreht hat - ist mir dieses Kleinwerkzeug 1000x lieber ;) Aber vielleicht nehme ich mal einen neuen Schraubstock für die Werkstatt mit ;) Zuhause habe ich übrigens keinen und irgendwo ist auch Schluss - da ich hier nur Teppich, Laminat und Parket habe. Und der Keller, jaaaaa, der Keller .... das letzte mal das ich drin war ist sicher schon Monate her. Ihr wisst ja was da nach kompletter Neumöblierung alles landet. Dass letzte mal, jaaaaa, da dachte ich ehrlich daran, mit einem Streichholz aufzuräumen. Dann würde da auch sicher wieder ein kleines Werkzeugtischchen reinpassen.

LG
Janice



PS: Hat jemand mal darüber nachgedacht, warum die DInger "Windeisen" heißen? Kommt das von ">ver<winden"? Also, ist dies ein Gütesiegel dafür, dass ich sie mit Bestimmtheit kaputt bekommen werde?






 
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So, ich denke der Prototyp ist jetzt bereit für einen langen, langen Praxistest. Wenn sich alles bewährt, dann werde ich das Gehäuse anständig zurechtfeilen, richtige Löcher bohren und das ganze knackig beim Fahrradrahmenbauer lackieren lassen.

Ich habe wirklich sehr viele Varianten mit den Bremsen probiert. Mit ca. 30 verschiedenen Wasseramaturadaptern gibt es da einiges zu verwirklichen. Ob es die Kugellager nun wirklich braucht? Keine Ahnung, ich denke schon dass es Vorteile bei der Achsenführung gibt - aber k.a.

Mein Fazit jedenfalls:

- Bremse direkt mit Schraube auf Achse: Ist Mist. Die Achse wird in eine Richtung gedrückt, es gibt Abrieb und beim Zuschrauben dreht die Achse ein Stück weiter. Bei dünnen Schrauben schwingt die Konstruktion -> also FAILED

- Bremse über Kegel auf (über) Achse: Besser, aber sehr schwingungsanfällig. Zusätzlich dreht auch hier die Achse beim Zustellen der Bremse ein Stück mit. Was dann nervt, wenn man ein Objekt im Focus hat und die Achse fixieren will.

- Bremse über Ringschelle (zB. Waschmaschinenschelle) Super simpel und - wenn richtig fest montiert und in massiver Ausführung! - recht gut. Leider passt es nicht in mein Gehäuse wie ich es mir vorstelle. Das gleiche gilt für andere Massivschellen. Hier könnte man sich aber etwas Passendes basteln.

- Scheibenbremse: Habe verschiedene Varianten probiert. Am besten läuft immer noch die vorgeschlagene Lösung, mit den 2 Scheiben, die gegeneinander gedrückt werden. Es gibt keine Querkraft auf die Achse, die Bremsfläche ist schön groß usw. Eigentlich optimale Lösung ... ABER sieht total bescheuert aus ;) Abhilfe? Denke da an eine Sandwichkonstruktion von 3 oder 4 Scheiben die über einen Ring (klar, nicht punktuell) auf 4 andere (feste) Sandwichscheiben gedrückt werden. Das passt womöglich ins Gehäuse. Aber bekommt man das dann auch schwingungsfrei hin? Hmmm ...

- Meine aktuelle Lösung: Siehe Bild! Zwei breite, sichelförmige Ringe, die inneinander gedrückt werden. Der innere wird mit zB. Teflon beklebt. Vorteil: relativ große Bremsfläche, keine Schwingung, simple Konstruktion die auch in das Gehäuse passt, Achse bleibt immer mittig. Es empfiehlt sich ein kleines Massiv-Stahl-Röhrchen mit einer breiten Rille zu kaufen (Also links und recht jeweils ein Steg) -> darauf läuft dann die Doppel-Teflon-Sichel. So bleibt alles "in der "Spur" - und 100% gerade. (PS: Und die Bremsfläche wird zusätzlich vergrößert und die Anpresschraube hat keinen freien Schafft mehr, der biegen könnte.)

Mit einer massiven Feder zwischen Sichel und Schraube ist das "Drehfeeling" auch ganz angenehm und nicht zu kurz und schwergängig. Auch sollte die Doppel-Kunststoffsichel natürlich mit einem Metallband an der Druckstelle gesichert werden.

Ich bin wirklich sehr zufrieden - auch wenn es sicher hier und da noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Die Montierung selbst ist jetzt absolut schwingungsfrei und läuft sogar besser, wenn ich mein Teleskop noch beschweren würde. Einzig meine Winkelkonstruktion (Prismensch.ersatz) ist ein totales no-go und steht schon auf der To-Do Liste.

Was ich nun hier habe? Siehe anderes Bild! Ich habe eine Schnellspechtel Ausrüstung, die ich sowohl aufs modifizierte EQ-1 Stativ für draußen, als auch auf Dörr für drinnen (zum Kirchturmuhr Testen ;)) schrauben kann. Gesamtgewicht MIT! 2" Okular, ZS, OAZ, Telrad, Stativ, Montierung, Karbon Tubus = 6,2 KG

Damit kann ich sehr gut leben :) Und auf der EQ-1 schlägt sich die Montierung wirklich wacker!

Jetzt kann ich auch einfach Stativ und Tubus schnappen und mal schnell Tagsüber beobachten. Einfach Klasse ...

Also: Danke für eure Tipps ... bin sicher noch nicht ganz fertig damit - aber bis hier her war's mein bisher solidestes Projekt :)

LG
Janice










 

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Hallo Janice,

gute Arbeit. :super:
Nun das Ganze doppelt in T-Ausführung mit Polausrichtung der Azimut-Achse unter der T-Verzweigung und das Röhrchen in Schellen dazwischen. :erschreck: ;)

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther ...

Das Winkelstück habe ich schon hier ;) Ich säge es auf Breitengrad und schraube es über meine neu entwickelte (:totlach:) Amaturenschnellkupplung direkt unter die Montierung. Gegengewicht wird wohl ein schickes Gefäß, das ich mit Wasser (oder purem Gold ;)) füllen kann. Mein Tubus ist doch sehr leicht - da wird das reichen.

NACHTRAG:

Meine dauernde Fragerei nach schönen Rädelschrauben im Baumarkt hat ein Ende!!! Geht mal in die Schubladen und Türknaufabteilung!!!! Da gibt es die schönsten "Rädelschrauben" ;)

Gesamtpreis: 3-5 Euro (was dann das teuerste an der Montierung wäre, wenn ihr die Kugellagerpatronen nicht grad neu kauft)


 

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Hallo Janice,

Find den Selbstbau echt genial! :respekt:

Ich überlege mir auch schon einige Zeit sowas selber zu bauen hab mich aber noch nicht drübergetraut weil ich Angst hatte das es zu instabil wird und weil ich keine Idee für die Bremse hatte. Die Azimuthalen Montierungen sind mir im Laden allesamt zu teuer, die AZ3 hatte ich zwar schon, hab ich aber wieder weggegeben.

Hab jetzt durch den Threat richtig Lust bekommen so etwas nachzubauen, nicht vielleicht Lust eine Stückliste oder Bauanleitung (bzw was du ca.für die Teile gezahlt hast) zu posten wenns mal fertig ist?
 
Hallo Markus ...

Ja, die Stückliste und der Plan ist angedacht. NUR: Ich möchte noch ein wenig Testen - bevor sich Konstruktionsfehler verbreiten ;) Auch weiß ich immer noch nicht, ob die Kugellager den Aufwand wert sind??? Hier brauche ich mehr Vergleiche und mal die Erfahrung langjähriger Spechtler. Auch muss sie sich ohne meine Winkelkonstruktion und auf anständigem Stativ behaupten. Da kann ich leider noch nicht zaubern ;) Seit 2 Tagen läuft die Bremse tadellos - davon 2 Stunden inklusive der Lager in der Bohrmaschine leergedreht. Mal sehen was passiert wenn's kalt wird und so weiter. Getauscht sind sie jedenfalls auch in 1 Minute.

Preise: Nun, dank einiger Fehlversuche und nun überzähliger Teile ist das natürlich subjektiv. Auch habe ich einiges an Werkzeug gekauft. Mir (uns) geht es ja aber auch ums Basteln und nicht nur ums Ziel. Verbaut sind letztendlich im Moment höchstens 20 Euro (ohne die Super-Sonder-Rädelschrauben die ich gerade anbringe) So sind zum Beispiel meine jetzigen Schrauben ein klarer Konstruktionsfehler, denn sie werden am Griff locker ;)

Janice

PS: Deine AZ3 erinnert mich irgendwie an die azi-Version meiner Wackel-EQ-1. Nun, die zu übertreffen war nicht schwierig ;) Nur habe ich ja beim Spechteltreffen an einer Giro Feuer gefangen - da liegt die Meßlatte also sicher etwas höher - sonst wäre sie auch nicht so teuer. Da warte ich aber auch mal noch auf den Coyoten, damit ich wirklich mal sehe, was da an "Geldwert" drin steckt.

PS2: Aber wegen den Kugellagern: Meine Intuition sagt mir, dass es besser ist etwas leichtgängiges abzubremsen, als mit allen Mittel zu versuchen etwas schwergängiges zum Laufen zu bekommen. Keine Ahnung ... war nur so eine Idee
 
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