Wie "Gewicht bremsen" bei meinem Ayo Nachbau?

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Guten Morgen Janice,

ich habe mir die Giro angeschaut, aber keine Möglichkeit (Schrauben) gesehen, sie zu zerlegen. Zum Auseinanderhebeln war mir das dann doch etwas zu heikel, ich kann Dir also jetzt leider nicht sagen, wie es innen ausschaut. In den Bohrungen der Klemmschrauben liegt eine Art Zapfen, der aber nicht aus Teflon ist - es sah irgendwie matt-metallisch aus. Evtl. ein Alu-Propfen, der ja auch weicher wie die Achse ist.

Grüsse, Gerd

 
Danke Gerd! Kein Problem - das Geheimnis löse ich schon noch ;) Ich vermute im Moment, dass da eh noch eine Rutschkupplung drin ist. Da habe ich so einen Plan im Kopf -> aber keine Ahnung ob das was wird.

Ich melde mich bald mit einem neuen Prototyp. Aber erst mach ich mal die Winkelkonstruktion weg.

Liebe Grüße
Janice
 
Ok, ich habe die Herausforderung mit der Baumarkt-Prismenschiene angenommen: Habe ein Kantoflex Profil zurechtgesägt und an einen Prismengleiter montiert. Dann Hartholz im Schraubstock gepresst und mit dem größten Hammer den ich finden konnte ins Profil getrieben. Der Aufwand lag bei knapp 1-2 Stunden und das Ergebnis ist weitaus besser als meine alte Konstruktion. Ich hatte duch die Verwindung dort immer ein kleines "Zurückrutschen" wenn ich ein Objekt ins Zentrum des Okulars bewegt habe und losgelassen habe. Das Objekt wanderte dann - da sich die Winkel entspannt haben - noch etwas zurück. Das ist jetzt komplett weg. Auch habe ich an kritischen Punkten mit Holz einen schwingngsfreien Übergang hergestellt. Die Kugellager mit den Bremsen laufen auch sehr gut und lassen sich individuell von Leerlauf bis Vollbremsung regulieren. Auch wenn sie ganz leicht eingestellt sind - wo man mit der Fingerspitze am Zenitspiegel steuert - bleibt die Kontruktion sofort und schwingungsfrei stehen, sobald man keinen Druck mehr ausübt - egal ob man schnell gewandet ist oder im 7mm Okular die Kirchenuhr leicht zurechtschiebt.

Und jetzt das ganze in Aktion:

-=> VIDEO <=-

Und noch mal ein Schnappschuss:

Link zur Grafik: http://www.zavx.com/mygiwilayoiv.jpg


LG
Janice
 
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Stabiler würde die Rohrschelle werden, wenn Du mehrere Lagen dünnes Sperrholz mit Epoxy miteinander verklebst. So wie die Schelle jetzt konstruiert ist, würde ich befürchten, daß sie plötzlich entlang der Maserung bricht. Ich würde die Kamera noch mit einem Band als Fallsicherung ausstatten.

Gruß, Jörg.
 
?) Ähmmmmmm ... ja ... also ....

Du hast natürlich völlig, völlig unrecht! Denn sie ist nicht an der Maserung gebrochen - sondern quer durch *lacht*

Mist ... beim abmontieren im Dunkeln ging der Ring nicht über den Spiegel - das Klebeband, welches Kratzer vermeiden sollte, hatte sich verhakt. Also habe ich den Ring mal ganz kräftig - wohl zu kräftig - auseinandergedrückt. Er brach direkt an einer Bohrung.

Und ich gebe zu, das tat im Herzen weh!

Naja, neuer Versuch.

LG
Janice

 
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Welchen Durchmesser hat der Ring? Wenn's kleiner als 70mm ist könnt ich Dir einen aus Alu dremeln da hab ich grad Material da.

meint
Eike
 
Nein, ich gebe nicht auf Eike! Ich will das hinbekomme :) Ist auch weniger so, dass ich viel fotografieren will - ich will es einzig zum Ziele eines Erfahrungsgewinnes bauen. Ich baue ja nicht nur am und für's Telementor - sondern auch unsere Experiementalteleskope mit & für kleine(n) Spechtler(n) :)

Spätestens hier geht es nicht mehr um die Optik, sondern um Spaß und richtig verdreckte Finger :) Und da brauche ich auch ein "paar" Schellen und Montierungen mehr. Und Holz hat sich vorgestern zum Renner entwickelt. Es hat nämlich - wenn es richtig fein beschliffen wurde - eine ganz faszinierend
glatte Oberfläche :) Und ich glaube Holz kommt hier sowieso besser an als Stahl. Zumal: Es ist auch deutlich einfacher zu bearbeiten und etwas weniger "gefährlich" in der Bearbeitung.


Liebe Grüße
Janice
 
Dann schlür doch mal zum örtlichen Holzhandel und frag ob Du Dich mal in deren Restekiste umgucken darfst. Wenn da ein Stück Multiplex ausreichender Dicke rumliegt ... wär deutlich besser/stabiler als Dein jetziges Holz.
 
Multiplex müßte dann ja auch wieder "quer" bearbeitet werden, was zur Folge hätte, daß die Stabilität weg ist. Ich würde so vorgehen:
1. Ein Rohr mit passendem Durchmesser stabil einspannen und mit Frischhaltefolie, Paketklebeband od. ähnlichem umwickeln.
2. Dünne biegsame Leisten (Furnier, Flugzeugsperrholz 0,5-1mm)zurechtschneiden
3. Die Streifen mit Epoxydharz aufeinander aufs Rohr kleben, so daß die Stöße versetzt sind.
Das gibt eine tolle Optik und wird unglaublich stabil. Ist allerdings auch eine ganz schöne Harzferkelei, aber bestimmt nicht schlimmer als der Umgang mit schwarzer Farbe.

Gruß, Jörg!
 
Hallo Jörg ..

Habe schon ein paar Epoxydharz-Experimente hier studiert. Manche machen es auch mit anderen Materialien als Holz (Gewebe etc.) Ursprünglich wollte ich mich mal am Tubus probieren - aber mir war klar, dass ich da erst einmal ganz schön viel Übung brauche. Und Zuhause wollte ich mit dem kram erst lieber nicht anfangen. Wie du schon sagst: Nach dem Spektakel mit dem Tafellack :)

LG
Janice
 
Hallo Jörg,

ob man nun einige Lagen Sperrholz aufeinanderklebt oder Multiplex verwendet macht keinen wirklichen Unterschied. Multiplex is ja nix anderes als (dickes) Sperrholz, stabiler als gewachsenes Holz wirds auf jeden Fall.

Viele Grüße Felix
 
Du klebst das Sperrholz aber ringförmig, die Multiplexplatte wird quer durchgeschnitten. Das macht den gewaltigen Unterschied in der Stabilität. Der Ring aus Multiplex wird einfach zerbröseln.

Als Ergänzung zu oben, natürlich kann man anstelle des Epoxy auch einen schnellen Holzkleber verwenden, z.B. Ponal Express oder PU-Leim.

Gruß, Jörg!
 
So einfach zerbröselt das nun auch wieder nicht wenn die Platte dick genug ist. Soll ja kein LKW dran aufgehängt werden.
 
Blöde Idee! = Kann ich nicht einfach eine Nut ausfräsen (wow, das klingt ja professionell!) .. also, eine kleine Rille ins den Ring "machen" und ein Stahlband einleimen und/oder schrauben .... quasi "aufflanschen" - oder vielmehr: "einflanschen" -> also reinpappen.

*lacht*

Janice

PS: Was ist eigentlich so ein blöder Flansch .. hmmm ...
 
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So, Ende ....

Ich hab's fertig. Habe das neues Gehäuse nochmal gekürzt und gefeilt - aver auch noch am Stecksystem für's Gegengewicht gearbeitet (man weiß ja nie).
Bremsen sind jetzt: Schreibenbremse V-Achse (für minimale Bremsung - und verhindert Abgang des Tubus beim Okkularwechsel unabhängig von der normalen Bremse; außerdem Vorteile, da die Doppelsichelbremspatronen entlastet werden und somit feiner zu regulieren sind, ohne Gefahr zu laufen Schwingungen zu ererben) - die beiden Hauptbremsreguliersysteme sind jetzt ähnlich wie das alte Teflon-Doppelsichelsystem - jedoch aus Holz. Ich mache mal noch Bilder wenn es sich den Teflonbremsen überlegen zeigt. Wenn nicht wird es einfach wieder getauscht.

Ja ... da war's. Hoffe nun auf mehr Sterne um etwaige neue Schwachpunkte zu finden oder auch hoffentlich nicht zu finden. Und vor allem hoffe ich, dass es euch gefällt :)


Liebe Grüße
Janice
 

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