Wie PNG/BMP/TIF mit Algorithmus "AMaZE" debayern?

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Peter_Kratzek

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Hallo,

wie bekomme ich es hin PNG/BMP/TIF Datein mit dem Algorithmus "AMaZE" (Aliasing Minimization and Zipper Elimination) zu debayern?

Bisher habe ich nur Rawtherapee und Darktable gefunden, die den Algo "AMaZE" haben. Jedoch wird bei diesen Programmen nur debayert, wenn das Ausgangsformat eine Raw-Datei wie z.B. das Nikon NEF oder z.B. DNG ist. Bei PNG/BMP/TIF wird das Debayern leider automatisch deaktiviert.

Gibt es irgendein Programm, was auch PNG/BMP/TIF mit "AMaZE" debayern kann? Oder gibt es eine Möglichkeit PNG/BMP/TIF so zu DNG umzuwandeln, das im DNG auch die richtigen Flags mit eingebaut werden, so dass z.B. Rawtherapee es wie eine Raw-Datei automatisch debayert? Mit Lightroom konnte ich TIF zu DNG konvertieren, aber die Flags fehlen dabei, so dass bei Rawtherapee das debayern wieder automatisch deaktiviert war.

Gruß Peter
 
Hallo Frank,

Zitat von frasax:
es macht gar keinen Sinn ein Bildformat zu debayern welches gar kein Kamera RAW ist. Denn genau dafür sind doch debayer Algorithmen da!?
Wenn ich mit einer Farb-Astrocam im Raw-Modus aufnehme kommt da doch entweder ein AVI heraus (was ich zur Bearbeitung einzelner Frames in BMP/PNG/TIF umwandeln muss) oder gleich ein BMP oder FITS. Ich habe also RAW-Files (ohne debayering) in einem NON-RAW Format.

Außerdem kann ich mit Fitswork mit der Funktion "RGB zu Bayer-Pattern" aus einem beliebigen Bild ein Bild mit Bayer-Muster erzeugen wie es aus einem Bayer-Sensor kommen würde, dies aber auch nur als NON-RAW wie FIT/BMP/JPG/TIF/PNG abspeichern. Ich würde aber gerne mit diesen so selbst erzeugten Bildern verschiedene debayer-algos vergleichen. In Fitswork selber fehlen leider alle modernen Algos der letzten Jahre.

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

das klingt für mich ehrlich gesagt nach einem riesen durcheinander.
Ein AVI ist ein Film Format, ein komprimiertes dazu.

Zugegeben habe ich noch nie mit einer Color CCD gearbeitet möglicherweise kommt da ein Fits bei raus 8welches dann aber auch debayerd werden muss!) , aber alle color Kameras haben eins gemeinsam: Die Aufnahmen entstehen mit einer Maske aus Farbpixeln die Bayer Maske genannt wird. Um daraus ein vernünftiges Bild zu machen, wird das Bild debayert, dazu braucht es die Algorithmen. und genau bei dem Prozess zeigt sich auch deren Qualität.

Selbst wenn es (theoretisch) gehen würde aus einem farbigen TIFF File ein Bild im Bayer Modus zu machen, würde das absolut keinen Sinn ergeben.

Das wäre als würdest du aus einem Steak erst Hackfleisch machen, um dann daraus wieder ein Steak zu formen:-)

Wenn du verschieden Debayer Methoden auf ihre Qualität prüfen willst musst du das an Hand der RAW Files machen, und die heissen entweder RAW (bei Canon) oder DNG, oder bei einer CCD womöglich auch Fits.

Was für eine Kamera hast du denn genau? und was für Objekte nimmst du damit auf. Reden wir gerade über Planeten oder DeekSky?

CS Frank
 
Hallo Frank,

die aus den Farbkameras wie ASI120MC-S oder ALccd5L-IIc im RAW-Modus kommenden BMPs sind doch noch nicht debayert! Diese kann ich jedoch nicht in Rawtherapee oder Darktable debayern, da sie eben BMP sind ohne Flag zum debayern. RAW-Bilder aus einer Nikon/Sony/Canon DSLR sind keine Problem, da sie RAW oder DNG Format mit Flag fürs debayern haben. Ich möchte aber gerne diese RAW-BMPs mit AMaZE debayern, da dieser Algo wohl besser ist, als die der aktuellen Astro-Programme.

Mit Fitswork kann man aus einem beliebigen PNG/BMP/TIF ein Bild im Bayer-Modus zu machen. Das kann ich dann im Fitswork auch wieder debayern und das Ergebnis mit dem Original-Bild (oder mit dem Ergebnisbild eines anderen Fitswork-Algos) vergleichen! Ergibt also schon Sinn. Leider kann ich so nur die paar (veralteten) Debayer-Algos von Fitswork vergleichen und leider nicht neuere Algos wie AMaZE. Rawtherapee und Darktable haben AMaZE und noch viele weitere neuere Algos, aber wenden diese nicht auf BMP/TIF/PNG etc an, nur aus RAW-Daten von DSLRs!

Gruß Peter
 
Hi Peter,

Wenn ich mit einer Farb-Astrocam im Raw-Modus aufnehme kommt da doch entweder ein AVI heraus (was ich zur Bearbeitung einzelner Frames in BMP/PNG/TIF umwandeln muss) oder gleich ein BMP oder FITS. Ich habe also RAW-Files (ohne debayering) in einem NON-RAW Format.

Meine erste Frage ist, warum Du ein einzelnes Bild aus dem Videostrom "bearbeiten" willst. ?)

An irgendwelchen Einzelbildern aus nem Video pröbel ich net rum. Wegen Seeingeinflüssen und Rauschen ist das reichlich sinnfrei. Das überlasse ich schön Autostakkert. Ich guck doch net 6.000 Einzelbilder oder noch mehr von Hand an!

Das vergleichen von verschiedenen Algorythmen macht nur bei DSLR RAW´s Sinn, weil deren RAW´s nicht wirkliche RAW´s sind. Leider ist auch bei den RAW´s von DSLR´s schon durch die kamerainterne Software dran rumgepfuscht. Daher können RAWtherapee und Darktable auch blos diese DSLR-RAW´s ...

Schreib doch mal, was Du an den Einzelbildern machen möchtest...
 
Hallo,

ich habe schon lange nicht mehr gehört das Kameras eine BMP Datei ausspucken, muss aber dazu sagen, das ich die ASI und QHY Kameras nicht kenne. Aber nochmal: Das sind doch eher Videokameras für die Planetenfotografie?

Die nächste Frage ist: Wenn diese von dir genannten Programme bzw. Algorithmen für Kamera RAWs a la Canon und Nikon entwickelt wurden, macht es vermutlich auch Sinn genau diese dann zu verwenden. Die ganz grosse Unbekannte ist ja was zwischen Eintreffen der Photonen und Ausspucken des RAWs in der Kamera alles passiert. Ob man da dann überhaupt einen qualitativen Vergleich machen kann, wage ich sehr stark zu bezweifeln.
Eine astronomische Kamera ist dann auch wieder was ganz anderes.


Mit Fitswork kann man aus einem beliebigen PNG/BMP/TIF ein Bild im Bayer-Modus zu machen.

Wie gesagt das halte ich für völlig Sinnfrei, da keine Kamera ein Tiff oder PNG ausspuckt sondern eben ein irgendwie geartetes RAW File, das wird wie schon gesagt entweder ein Fits (bei astronomischen Kameras) oder ein Kamera RAW (bei DSLRs) sein. Und Videos sind wieder was ganz anderes.
Das wird dann per debayering in ein (sinnvollerweise) Tiff umgewandelt. Das dann wieder in RAW umwandeln und nochmals debayern, wäre sowas von sinnlos...

WAS Sinn ergeben würde ist, ein irgendwie geartetes Testbild zu erstellen (eine Art Graukarte vielleicht mit Linienmustern und natürlich Farbinformationen) und dieses durch die verschiedenen Debayer Programme zu jagen. Dann könnte man schauen wie das fertige Bild ausschaut in Bezug auf Farben, Auflösung etc. Wie man so ein künstliches RAW erstellen könnte, weiss ich aber nicht und habe auch noch nie davon gehört. Es wäre aber die einzig sinnvolle Variante, da sie sämtliche andere Faktoren (Kamerainterne Rechenoperationen etc etc) ausschliesst.

CS Frank
 
Hallo Leute,

Zitat von Sternenfee123:
Meine erste Frage ist, warum Du ein einzelnes Bild aus dem Videostrom "bearbeiten" willst. ?)

An irgendwelchen Einzelbildern aus nem Video pröbel ich net rum. Wegen Seeingeinflüssen und Rauschen ist das reichlich sinnfrei. Das überlasse ich schön Autostakkert. Ich guck doch net 6.000 Einzelbilder oder noch mehr von Hand an!

Schreib doch mal, was Du an den Einzelbildern machen möchtest...
Also ich will erstmal anhand eines einzelnen Bildes herausfinden welcher Algorithmus der beste ist. Dazu würde ich gerne Testbilder meiner Wahl nehmen, z.B. Bilder von Saturn oder Jupiter. Wahlweise perfekte Bilder oder sehr verrauschte Bilder (wie es in der Realität bei Teleskopaufnahmen vorkommen würde).
Wenn ich jetzt nicht Drizzeln möchte (wo die Daten der Kamera OHNE debayern in ein feineres Raster gesetzt und danach aufsummiert werden) MÜSSEN die einzelnen Frames eines Planetenvideo ja irgendwie vor dem Aufsummieren debayert werden. Um das debayern optimal durchzuführen brauche ich dafür halt den möglichst besten Algorithmus. Dabei muss ich ja nicht jedes einzelne Frame manuell debayern. In Rawtherapee kann ich z.B. auch beliebig viele Einzelbilder per Batch automatisch debayern lassen.

Zitat von frasax:
ich habe schon lange nicht mehr gehört das Kameras eine BMP Datei ausspucken, muss aber dazu sagen, das ich die ASI und QHY Kameras nicht kenne. Aber nochmal: Das sind doch eher Videokameras für die Planetenfotografie?
Ja klar sind das Videokameras. Aber wenn ich mit denen ein unkomprimiertes AVI aufnehme, besteht dieses aus quasi je einem unkomprimiertem BMP pro Frame. Dieses enthält halt die Rohdaten undebayert. Alle Frames werden dann halt zusammen als eine Datei im Kontainer AVI zusammen gespeichert.

Zitat von frasax:
Wie gesagt das halte ich für völlig Sinnfrei, da keine Kamera ein Tiff oder PNG ausspuckt sondern eben ein irgendwie geartetes RAW File, das wird wie schon gesagt entweder ein Fits (bei astronomischen Kameras) oder ein Kamera RAW (bei DSLRs) sein. Und Videos sind wieder was ganz anderes.
Das wird dann per debayering in ein (sinnvollerweise) Tiff umgewandelt. Das dann wieder in RAW umwandeln und nochmals debayern, wäre sowas von sinnlos...

Ob TIF, BMP, PNG oder Fits ist egal, da es quasi alles dasselbe ist, nur teilweise verlustfrei komprimiert oder unkomprimiert. Unkomprimiertes AVI ist auch quasi dasselbe wie eine Aneinanderreihung vom BMPs. Man kan ein unkomprimiertes AVI ohne Probleme ohne Verlust in BMPs zerlegen. Ich will auch nicht ein schon debayertes Bild nochmal bayern und wieder debayern, sondern nur zu Testzwecken (Vergleich der Algorithmen) anhand eines Referenzbildes ein Bayer-Bild erzeugen (geht ja mit Fitswork) und aus diesem die verschieden Algos testen. Wenn ich dann den besten Algo herausgefunden habe, werden natürlich nur die RAW-Bilder der Kamera mit eben diesem debayert! Dazu brauche ich aber nunmal eine Möglichkeit BMPs mit RAW-Inhalt (wie von der Planetenkamera geliefert) zu debayern oder BMPs irgendwie in DNGs zu verwandeln, so dass diese mit Rawtherapee debayert werden können.

Gruß Peter
 
Hi Peter,

Ich will auch nicht ein schon debayertes Bild nochmal bayern und wieder debayern, sondern nur zu Testzwecken (Vergleich der Algorithmen) anhand eines Referenzbildes ein Bayer-Bild erzeugen (geht ja mit Fitswork) und aus diesem die verschieden Algos testen.

bei langzeitbelichteten DSLR-Bildern macht das Sinn. Bei Planetenbildern nicht. Denn die sind nicht "hintergrundlimitiert" belichtet und durch Guiding auf dem Pixelraster "festgenagelt". Das geht sich schon wegen der deutlich längeren Brennweite für Planetenbilder und dem Seeing garnicht.

Auch bei perfektem Seeing sind sehr unterschiedliche Details pro Bild vorhanden, erst durch das Mitteln mit Multipointalignment werden alle vorhandenen Informationen in einem Summenbild dargestellt.

Nach welchen Kriterien willst Du denn aus einem 6.000 Bilder langen Avi ein "Referenzbild" rausfischen?

Jedes Bild über eine Jupitermaske legen und per Blinken Schärfe und Verzerrungen beurteilen?

Hast Du denn überhaupt schon mal ein Planetenvideo mit einer aktuellen "bunten" Kamera gemacht? Ich hab jetzt keine Ergebnisse von Dir im Gedächtnis, die Forensuche hat auch nix ausgespuckt und mir kommt es langsam so vor, als ob Du mangels eigener Erfahrung an Planeten überhaupt nicht verstehst, wovon Frank und ich schreiben.

Hier sind mal die ersten 20 Bilder aus einem meiner AVI´s als Gif:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/adbc3f-1425082025.gif

Du darfst gerne die Datei kopieren, in Einzelbilder zerlegen und dann hier posten, welches Bild aus der Menge Du als Referenzbild festlegen würdest. Sei ehrlich und schreib dazu, nach welchen Kriterien Du es ausgesucht hast und wie lange es dauerte. Dann multipliziere den Aufwand für 6.000 Bilder...

Und hier das debayerte Summenbild, wie es Autostakkert mit seinem Debayeralgorythmus ausspuckt:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/277902-1425083875.png




 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Zitat von Sternenfee123:
bei langzeitbelichteten DSLR-Bildern macht das Sinn. Bei Planetenbildern nicht. Denn die sind nicht "hintergrundlimitiert" belichtet und durch Guiding auf dem Pixelraster "festgenagelt". Das geht sich schon wegen der deutlich längeren Brennweite für Planetenbilder und dem Seeing garnicht.

Auch bei perfektem Seeing sind sehr unterschiedliche Details pro Bild vorhanden, erst durch das Mitteln mit Multipointalignment werden alle vorhandenen Informationen in einem Summenbild dargestellt.
Das hat alles gar nichts mit dem Debayer-Algorithmus zu tun! Sicherlich muss das Planetenbild auf jedem einzelnen Frame zentriert werden (was mit Multipointalignment wohl an genauesten wird wegen der Seeingdeformationen) und danach gestackt werden. ABER davor muss jedes einzelne Frame erstmal debayert werden. Und hier sollte für das beste Endergebnis der beste Debayer Algorithmus verwendet werden. Leider haben alle Astro-Programme die ich kenne nur veraltete Algorithmen.

Zitat von Sternenfee123:
Nach welchen Kriterien willst Du denn aus einem 6.000 Bilder langen Avi ein "Referenzbild" rausfischen?

Jedes Bild über eine Jupitermaske legen und per Blinken Schärfe und Verzerrungen beurteilen?
Zum Testen der Algo an einem verrauschten Bild würde ich eines mittlerer Qualität aus der Auswahl der hinterher verwendeten nehmen. Wenn man es ganz genau machen will könnte man auch, wenn man z.B. 2.000 Bilder verwendet, daraus das beste Bild, ein mittelgutes Bild und das schlechteste Bild testen.
Welches das beste oder schlechteste Bild ist, lässt sich ja ganz leicht mit der Qualitätsanalyse von Autostakkert! herausfinden. Braucht man nichts manuell vergleichen!

Zitat von Sternenfee123:
Hast Du denn überhaupt schon mal ein Planetenvideo mit einer aktuellen "bunten" Kamera gemacht? Ich hab jetzt keine Ergebnisse von Dir im Gedächtnis, die Forensuche hat auch nix ausgespuckt und mir kommt es langsam so vor, als ob Du mangels eigener Erfahrung an Planeten überhaupt nicht verstehst, wovon Frank und ich schreiben.
Ja habe ich mit einer umgebauten "Logitech Quickcam Pro 3000" aus der ich mit modifizierter Software auch RAW-Bilder in AVI oder BMP rausholen kann. Tut aber nicht zur Sache, hat ja mit meiner Frage bezüglich der Algorithmen nichts zu tun!

Zitat von Sternenfee123:
Hier sind mal die ersten 20 Bilder aus einem meiner AVI´s als Gif:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/adbc3f-1425082025.gif

Du darfst gerne die Datei kopieren, in Einzelbilder zerlegen und dann hier posten, welches Bild aus der Menge Du als Referenzbild festlegen würdest. Sei ehrlich und schreib dazu, nach welchen Kriterien Du es ausgesucht hast und wie lange es dauerte. Dann multipliziere den Aufwand für 6.000 Bilder...
Wie schon geschrieben, sortiert mir z.B. Autostakkert! die Bilder automatisch nach Qualität.

Zitat von Sternenfee123:
Und hier das debayerte Summenbild, wie es Autostakkert mit seinem Debayeralgorythmus ausspuckt:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/277902-1425083875.png
Ja welchen Algorithmus zum Debayern nutzt Autostakkert? Im Netz konnte ich dazu leider nichts finden. Deswegen habe ich mal ein selbsterstelltes! gebayertes Testbild durch Autostakkert geschickt. Demnach nutzt Autostakkert eines der schlechtesten Debayer-Algos:

(rechte Maustaste aufs Bild -> Grafik anzeigen für volle Größe)
Link zur Grafik: http://fs2.directupload.net/images/150228/n6su3ock.png

Bleibt weiterhin die Frage: Wie bekomme ich ein undebayertes RAW-BMP einer Bayer-Astrocam durch ein hochqualitätiven Debayer-Algorithmus wie z.B. AMaZE, welches z.B. Rawtherapee besitzt (aber nicht auf BMPs anwenden will).

Gruß Peter

 
Hallo Peter,

du machst meiner Meinung nach mehrere methodische Fehler.

(Abgesehen davon kann man sich dein Bild leider nicht anschauen)

1. Fehler: Dein Original ist ein bereits mit einer Kamera aufgenommenes Bild. Wir wissen nicht was Kamera intern passiert ist, und zumindest ich weiss nicht welcher debayer Algorithmus benutzt wurde um das Farbbild (bei dir Original) zu erstellen.

2. Was passiert beim wieder umwandeln in das sog. Bayered Bild? Sieht für mich nach einem einfachen Graustufenbild aus.

An diesem Punkt haben wir für eine methodische beurteilung schon denkbar schlechtes Ausgangsmaterial (meine Meinung wie gesagt, wie es besser ginge beschreibe ich oben).

3. Dann jagst du dieses (DSLR) Bild wieder durch einen Debayer Algorithmus und verwendest dabei unterschiedliche Software die für unterschiedliche Zwecke gemacht wurde (die letzte z.Bsp. eindeutig für Planetenaufnahmen).

Das alles führt zu keinerlei aussagekräftiger Beurteilung eines Debayer Algorithmus, finde ich.

Dazu liegt der Verdacht nahe, das der von dir gelobte Algo Amaze gar nicht dazu gedacht ist Bilder einer Videokamera zu debayern. Das alleine würde schon erklären warum es einfach auch nicht geht.

Aber vielleicht gibt es ja noch andere Meinungen dazu.

CS Frank
 
Hallo,
Ich hab leider weder die Kameras, noch filme ich Planeten, aber hab trotzdem mal etwas gegoggelt. Ich würde einfach mal annehmen das es nicht vorgesehen ist, die entsprechenden Softwarepakete haben ein Debayer-Algorithmus für Rohdaten-Formate eingebaut, die also solche von den Herstellern definiert wurden (also die CR2 von Canon, die NEF von Nikon, die ORF von Olympus usw). Weil vermutlich niemand auf die Idee kommt ein Graustufen-TIFF oder BMP zu dabayern sieht die Software das bei diesen Formaten nicht vor.

Was ich zu den Kameras gelesen hab würde ich sagen man kann die .SER-Dateien vielleicht noch als Rohdaten-Datei durchgehen lassen. Wenn man der Farbkamera aber sagt, debayer bitte nicht und speicher mir das ganze unbehandelt hab und er tut das dann als AVI oder BMP, dann sind das keine Rohdaten mehr. siehe auch deine Aussage:
Ich habe also RAW-Files (ohne debayering) in einem NON-RAW Format.

Daraus wieder ein debayertes Bild/Video zu machen kann allenfalls die Software des Kameraherstellers und dann ist man wohl dazu verdammt den Algorithmus zu benutzen, den der Hersteller gewählt hat. Wenn es den Amaze irgendwie OpenSource gibt kann man natürlich ein eigenes Programm schreiben, dass einem debayert was auch immer man ihm gibt.

Viele Grüße,
Felix
 
Hallo Peter,

Das hat alles gar nichts mit dem Debayer-Algorithmus zu tun! Sicherlich muss das Planetenbild auf jedem einzelnen Frame zentriert werden (was mit Multipointalignment wohl an genauesten wird wegen der Seeingdeformationen) und danach gestackt werden. ABER davor muss jedes einzelne Frame erstmal debayert werden. Und hier sollte für das beste Endergebnis der beste Debayer Algorithmus verwendet werden. Leider haben alle Astro-Programme die ich kenne nur veraltete Algorithmen.

wie kommst Du zu dieser Behauptung? Hast Du den Programmierer von Autostakkert angeschrieben und nach seinem Debayeralgorhythmus gefragt? Hast Du weiterhin gefragt, ob jedes Bild vor dem Stacken debayert wird, oder ob das erst nach dem Erstellen des Summenbildes geschieht?

Ich habe immer stärker den Verdacht, daß Du von diversen Annahmen ausgehst, die so nicht richtig sind.

Zum Testen der Algo an einem verrauschten Bild würde ich eines mittlerer Qualität aus der Auswahl der hinterher verwendeten nehmen. Wenn man es ganz genau machen will könnte man auch, wenn man z.B. 2.000 Bilder verwendet, daraus das beste Bild, ein mittelgutes Bild und das schlechteste Bild testen.
Welches das beste oder schlechteste Bild ist, lässt sich ja ganz leicht mit der Qualitätsanalyse von Autostakkert! herausfinden. Braucht man nichts manuell vergleichen!

Hier bist Du sehr inkonsequent. Dem Debayeralgo mißtraust Du, der Qualitätsanalyse nicht. Ich habe aber festgestellt, daß die Qualitätsanalyse nicht immer ins schwarze trifft. Manche Bilder sind definitiv gut, werden aber als "schlecht" analysiert. Insbesondere bei Helligkeitseinbrüchen werden Bilder als schlecht beurteilt, die jedoch sehr gut sind.

Solche Helligkeitseinbrüche habe ich regelmäßig, wenn genau zur Kulmination etwa 2 cm der Spiegelfläche meines Teleskops vom drüber liegenden Balkon abgedunkelt werden. Der Graph für solche Videos schaut extrem schlecht aus. Verwende ich da dann nach "Bauchgefühl" eine deutlich höhere als die empfohlene Stackingrate von 10%, kommen trotzdem sehr gute Summenbilder raus, die auch beim Schärfen nicht hinter anderen Videos ohne die Abdunkelung zurückliegen...

Zitat von Sternenfee123:
Hast Du denn überhaupt schon mal ein Planetenvideo mit einer aktuellen "bunten" Kamera gemacht?
Ja habe ich mit einer umgebauten "Logitech Quickcam Pro 3000" aus der ich mit modifizierter Software auch RAW-Bilder in AVI oder BMP rausholen kann. Tut aber nicht zur Sache, hat ja mit meiner Frage bezüglich der Algorithmen nichts zu tun!

Ähm, Du bezeichnest ne Kamera aus "D-Mark-Zeiten" als "aktuelle Technik"? Und bescheinigst den derzeitigen Programmieren, daß sie veraltete Algorythmen verwenden?

:mauer: :totlach: ?)

Sorry, das ist die bescheuertste Begründung, die ich bislang gehört hab.

Ja welchen Algorithmus zum Debayern nutzt Autostakkert? Im Netz konnte ich dazu leider nichts finden.

2 Mausklicks ergeben die aktuelle emailadresse von Emil Kraaikamp: <ekraaikamp@gmail.com>

Er ist sehr freizügig mit Details zu Autostakkert. Man muß ihm gegenüber jedoch eine minimale Höflichkeit (freundliche Anrede, Begründung, warum man etwas wissen möchte, abschließenden Gruß) an den Tag legen, dann erhält man eine sehr kompetente Antwort.

Deswegen habe ich mal ein selbsterstelltes! gebayertes Testbild durch Autostakkert geschickt. Demnach nutzt Autostakkert eines der schlechtesten Debayer-Algos:

Deine Fähigkeiten scheinen weder bei der Recherche nach Emil noch bei der Nutzung von Uploadseiten oder Bildbearbeitungstheorie besonders gut augeprägt zu sein. Die hochgeladene Zusammenstellung der totkomprimierten und kleingeschrumpften Briefmarken (Originalbild, Bearbeitungen) ist völliger Pfusch...

Sorry, wenn ich das so kraß rüberbringe, aber anscheinend merkst Du nicht, wie unhöflich Du mangels Verständnis der grundlegenden Theorien demjenigen ans Bein pinkelst, der für uns Amateure unentgeldlich hgervorragende Programmierarbeit leistet. :krank: :erschreck: :pfeif:

Leg Dir ne aktuelle Kamera zu und nutze aktuelle Programme für die Kameras, für die sie erstellt wurden. Und laß den Quatsch mit Amaze und Co. für Planetenvideos...

 
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