Ich beschreibe mal kurz meinen Werdegang.
Anfang vor ca. 35 Jahren mit einem 8x30 Feldstecher auf Fotostativ.
Lange Pause wg. Berufsausbildung, Familie usw. irgendwann über ein Kaufhausteleskop gestolpert (500xVergrößerung mit 60mm Objektivdurchmesser?), ein wenig gelesen und für 6,-Euro ein 76/700 Newton im großen Auktionshaus erworben. Sofort festgestellt, daß Montierung und Okulare Schrott sind, 2 Super Okulare (10mm + 25mm) erworben und eine 3/4 Zoll Pipemount aufs Alustativ gesetzt. Gesamtkosten unter 50,- Euro.
Diese Kombi hat mir dann zwei Jahre Freude bereitet, Planeten, Mond, Ring- Hantelnebel usw, alles gut sichtbar.
Dann kam ein 90/800 Refraktor und die Entdeckung des Farbfehlers, der mich überhaupt nicht gestört hat. Montiert wieder auf einer Pipemount mit Holzstativ. Saturn mit Ringen war damit schon möglich. Mittlerweile hatte ich auch einen 10 Zoll Dobson, ein 127/1400 Mak auf EQ3 und nun ein 12er Dobson und den kleinen 80/400 Refraktor auf Pipemount/Fotostativ für den Rucksack im Urlaub.
Keines dieser Instrumente würde ich als Geldverschwendung bezeichnen, insbesondere die Kombi 80/400 auf AZ3 finde ich sehr günstig.
Man kommt um das "Teleskop probieren" nicht wirklich herum, bevor man weiß, was man will. Der finanzielle Verlust tritt nur ein, wenn man Neue Instrumente verkauft.
Wo ich wirklich nicht sparen würde sind Okulare. Die erwähnten Super Okulare sind günstig, besitzen einen bequemen Einblick und haben leider auch ein rel. enges Sichtfeld. Für den Anfang ok, aber dann die Okularpalette mit hochwertigen Okularen (z.B. den 82° ES, die Nagler für den kleinen Geldbeutel) ausbauen. Teleskope kommen und gehen, Okulare bleiben.
Viel Spaß!
P.S. für die oben erwähnten 4000,- Euro kauf ein Auto, was dann 10 Jahre bei mir ackern muß, Teleskope sind Spielkram und das Budget dafür ist schmal.

feif: