Wiedereinstiegsprobleme - 10" Dobson - kein Fokus

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Ich habe das 12" ES Gen. I. Da passt alles ohne Probleme, ich habe ein 24 mm ES 84°. Zeig doch mal ein Foto von deinem Aufbau, vielleicht bietet das Ansatzpunkte. Du bist auch nie auf den Vorschlag zurückgekommen, den Spiegel mit der Justierung abzusenken. Hast du das einmal versucht?
 
Ich gehe mal davon aus, dass das ES 30mm/82° "sehr ähnlich" wie das TV 31mm/82° konstruiert ist.

An meinem 120/900 Refraktor kam ich damit auch nur in den Fokus, nachdem ich einen sehr kurzbauenden und sehr teuren Zenitspiegel nachkaufte. Es ging auch "nur" um ein paar mm.
Als ich bei meinen Recherchen mir die TV-Okular-Daten dazu ansah, wurde schnell klar, dass das TV 31mm/82° eine gaaaanz andere Fokuslage als der Rest der Serie hatte.
An einem anderen Refraktor mit konstruktiv wesentlich mehr Backfokus gab's dagegen das Problem nie...
=> Nach meinen Erfahrungen scheinen diese langen Weitwinkel-Okulare also nicht unkritisch zu sein.

Das sagt aber i.d.R. keiner, weder Hersteller, Händler noch die "Berater" in Foren.
 
Ein Bekannter mitdem ich hier und da gemeinsam schon spechtelte hat einen ES 12" Dobson, glaube der ersten Generation. Sämtliche ES Okulare, so auch das 30mm kamen ohne Verlängerungen in den Fokus. Ich bin erstaunt, was Dein 10" in der Hinsicht zickt. ...

Gruß Horst
 
@Der_Peter : das ES 30mm, ist mit den anderen ES -Okularen ziemlich parafokal und bildet da, im GegensatEz zum Nagler 31mm, keinen Ausreisser...

Gruß Horst
 
Hallo Freunde

Hier, in dieser PDF-Datei sind alle Daten der ES-Okulare vermerkt.

Die Werte der Bildebenenlage sind in der vorletzten Spalte unter Feldblendenposition zu finden. Das 30er ist mit 3mm über dem Okularauszugende noch im moderaten Bereich wie die meisten ES-Okulare nur wenige weichen davon ab. Am meisten das 20MM 100°. Das liegt 18,2MM weiter innen und nur das 30MM 100°, der 3 Zoll "Jumbo", liegt mit 8MM noch 5MM weiter draußen.

Wenn ich die Werte hier so sehe dürfte der Sönke mit keinem der ES-Okulare an Seinem Gerät ohne Verlängerung oder Barlowlinse in den Fokus kommen.

Wie gesagt: traurig, traurig, traurig......


Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sönke,

nur weil es mir gerade einfällt und auf die Gefahr hin dass das in den bisherigen 65 Posts schon längst beantwortet ist: du hast nicht irgendwie relativ viel Dioptrien und beobachtest ohne Brille? Das verschiebt die Fokuslage auch merklich.

VG Klaus
 
Hallo Klaus
Das bisschen Dioptriendifferenz sollte der Okularauszug schon hergeben.
So, wie es aussieht, hat man da wohl eine Charge Hauptspiegel mit zu langer Brennweite verbaut. Der Hauptspiegel dürfte anstatt 1270MM so um die 1350-1400MM aufweisen.

v. G. Peter
 
Es gibt auch Leute mit 8 Dioptrien und mehr. Ich bin jetzt bei der Hälfte und da muss ich schon kurbeln wenn ich von mit auf ohne Brille wechsle. Naja wahrscheinlich ist dies nicht die Ursache, ich wollte es nur ausschließen.

VG Klaus
 
Mit ES habe ich auch noch einmal gesprochen, allerdings ohne eine passende Erklärung.
Hallo Sönke,
was heißt „ohne passende Erklärung“?
Ich hoffe (für Dich), dass die Verantwortlichen an einer kurzfristigen Lösung arbeiten!

Ich halte ja eigentlich recht große Stücke auf Explore Scientific. Die absolut meisten unserer Okulare sind von ES, und ich weiß, dass die auch Teleskope bauen können. Auf einem der letzten Teleskoptreffen (ITV) wurde das UltraLight 20“ vorgestellt, und die 92° LER Okulare..... ich war wirklich total begeistert.
Daher bin ich zuversichtlich, dass auch Du zu einem schönen (und funktionierendem) Dobson kommen wirst. Und wenn die Leute von ES das wider Erwarten doch nicht hinbekommen - und davon gehe ich nun wirklich nicht aus- dann müssen sie eben ihr Geschwür zurück nehmen, und die Kohle wieder rausrücken, damit Du Dir ein funktionierendes kaufen gehen kannst.

Ich drück Dir (Euch) weiter die Daumen!

CS

Dietmar
 
Ich bin auch über die "nicht passende" Erklärung gestolpert. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass wir nicht alle Fakten kennen und das es darum fast unmöglich ist, irgendwelche Empfehlungen zu geben. Gerade deshalb bleibt ein ganz fader Beigeschmack des nicht an ES-Okularen funktionierenden ES-Dobson. Alles ist möglich: Der Spiegel ist falsch, der Spiegel sitzt zu hoch, der Dobson hat einen Montagefehler anderer Art, die Okulare passen wirklich nicht zu diesem Dobson ... und und und... und das alles nun schon beim zweiten Gerät beim selben Benutzer!! Kaum zu fassen. Wenn ich es mir aber nun wieder überlege.... dann kann es ja nicht der falsche Spiegel mit zu viel Brennweite sein beim zweiten Gerät schon wieder - oder?
Guido
 
Hallo,

also falls die ES Okulare eine unübliche Fokuslage hätten, so wäre dies in der Szene bekannt, das wurde ja oben auch schon ausgeschlossen. Es wäre doch auch fatal wenn gerade nur ES Okulare an den ES Geräten funktionierten.

Daher liegt es an einem der restlichen optischen Bauteilen des Systems, dem Dobson oder den Augen. Da der Dobson als Fehlerquelle nach Austausch unwahrscheinlicher geworden ist ...

VG Klaus
 
Hallo,
wir hatten hier im Forum auch schon den Fall, dass am Fokusser gar nicht gedreht wurde, sondern das Okular nur reingesteckt...

Viele Grüße
Spunti
 
Hallo Freunde

Nu macht mal halblang.

Der Sönke hat berichtet das er selbst bei Verwendung einer 25MM Verlängerung und ganz ausgefahrenem Okularauszug mit dem 30MM ES nicht richtig in den Fokus kommt. Eine zweite Verlängerung ist dazu erforderlich, also insgesamt 50MM Verlängerung! Das so ein hoher "Turm" nicht gerade stabil ist sollte wohl einleuchten.
Das ganze in dem Ausmaß kann man auch nicht mehr mit Dioptriendifferenzen abtun zu mal wenn man auf ca 200 Meter fokusieren möchte nochmals weiter raus muß!

Man sollte auch nicht vergessen, daß eine solch weite Fokallage die Ausleuchtung und damit die Leistungsfähigkeit des Gerätes negativ beeinträchtigt.

Das Zweitgerät ist ja schon etwas besser aber immer noch weit entfernt von dem was normal währe.
Ich gebe auch zu bedenken das er nicht nur alleine damit beobachtet sondern er sich das Gerät mit einem zweiten Benutzer teilt.

c.S.

Peter
 
Hallo Peter,
das war nicht böse gemeint von mir. Wir hatten den Fall wirklich schon im Forum. Man kann ja auch durch reinstecken und festklemmen versuchen in den Fokus zu kommen.

Viele Grüße
Spunti
 
Ich würde mich nochmal an Bresser wenden. Das Geschilderte darf nicht er Standard eines ES ultralight 10" sein. Es dürfte auch im Interesse des Herstellers sein Abhilfe zu schaffen. Schliesslich ist ein solcher Thread wie dieser hier bisher keine Werbung für das Gerät. Das kann der Hersteller aber durch sein Verhalten wieder gerade rücken. Würde mich wundern, wenn er das nicht auch tut....

Gruß Horst
 
Hallo,

entschuldigt die etwas verzögerte Rückmeldung, da ich gestern mehr oder weniger offline war.

Zum Thema "Tieferlegen" des Spiegels: das hatten wir bei dem allerersten Gerät gemacht, jedoch ohne Erfolg. Der Spiegel vom ES-Dobson hat ja auch nur 3 Schrauben (andere haben wohl 6) und ich habe dazu auch schon mit dem Hersteller gesprochen, der aber auch meinte, dass darüber nur wenige Millimeter und keine Zentimeter zu erreichen wären.

Zum Thema Dioptrien: Ja, habe ich. Habe gerade nochmal im Brillenpass geschaut: +0,75/+1. Ich beobachte ohne Brille. Ich hatte ja erwähnt, dass das Gerät eine Gemeinschaftsanschaffung ist und mein Mitstreiter hat eine leicht andere Augenbeschaffenheit, was man dann merkt, wenn man am Teleskop wechselt und ich leicht am Fokus nachregeln muss, um es für mich scharf zu bekommen.

Zum Thema Bilder: die kann ich momentan nicht liefern, da das Gerät aktuell bei meinem Mitstreiter (Nachbar) steht.
Wir hatten allerdings schon alles mögliche geprüft, z.B. die Länge der Stäbe, welche aber bei den Modellen absolut identisch war und ich habe das auch mit den gelieferten Maßen eines anderen Besitzers aus den USA vergleichen und das ist identisch (644mm vs 643mm, aber ich habe auch nur Pi * Daumen gemessen).

Zum Thema Aufbau: viel kann man nicht verkehrt machen und nach dem 3-maligen Aufbau des Gerätes stellt sich ja auch eine gewisse Routine ein. ;) An dem Fokusierer kann man keine Lage o.ä. verstellen. Der Fokusierer an sich funktioniert auch definitiv. Er ist jetzt vielleicht nicht der butterweichste in der Welt, aber völlig ok (gilt auch für die 1:10 Untersetzung).

Zum Thema Okulare: besagter US-Besitzer hat mir 5 oder 6 Okulare genannt, die er benutzt, die alle ohne Verlängerung in den Fokus kommen. Er hat ein einzige Okular (Morpheus, 9mm), welches dann nur mit der Verlängerung passt. Der Fokus stellt sich bei ihm bei ca. 22mm auf Fokusierer (also ca. in der Mitte ein).

Zum Thema Erklärung: ich muss noch einmal unterstreichen, dass der Hersteller wirklich sehr, sehr kooperativ war und ist. Es hätte für Bresser überhaupt keine rechtliche Veranlassung bestanden, dass Gerät zu tauschen, da dies eigentlich Aufgabe des Händlers gewesen wäre. In dem letzten Gespräch was ich geführt habe, wurde zumindestens für mich nicht eindeutig geklärt, warum das 30er 82° nicht in den Fokus kommt. Angeführt wurde, dass das Teleskop in Sachen Fokuslage so berechnet wurde, dass es auch noch mit einem Komakorrektur (der ES-Komakorrektur ist für visuell und fotografisch geeignet) in den Fokus kommt. Mir ist zudem ein ES-Dobson-Besitzer (weiß aber nicht ob 10" oder 12") bekannt, der dem 24 und 8.8mm ohne Komakorrektur in den Fokus kommt und das würde ich auch erwarten, dass ein Komakorrektur nicht Voraussetzung für einen Fokus ist. Vor dem Kauf des 30mm 82° hat mir der Hersteller das Okular übrigens auch explizit empfohlen.

Zum Thema Fakten: ich wüsste nicht, welche Fakten ich noch liefern könnte. Mir wäre es sogar am liebsten, dass ich der Vollpfosten bin, der irgendeinen groben Fehler gemacht hat (und ich bin alt genug, dass ich dazu auch stehen würde), aber dem ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht so. Ich bin - auch wenn ich kein Bastler bin - technisch relativ affin, habe in meinem Leben mehrere hundert PCs selbst gebaut (keiner explodiert oder abgebrannt soweit mir bekannt) und arbeite auch in einem technischen Supportumfeld. Zurückhalten und verschleiern tue ich mit 100%iger Sicherheit nicht. Nichts wäre mir lieber als dieses Problem schnell zu lösen und erst recht, dass es an mir liegt, denn das könnte ich abstellen. Potentielle Unzulänglichkeiten an dem Gerät leider nicht.

Abschließend: ich habe das mit meinem Mitstreiter ausführlich besprochen und wir sind dort in der Beurteilung der Lage unterschiedlicher Meinung. Die 3 Stk. 1.25" Omegon-Okulare kommen mit dem zweiten Austauschgerät ohne Verlängerungshülse praktisch mit Anschlag des ausgefahrenen OAZs in den Fokus (bei meinem Mitstreiter etwas eher, bei mir etwas später). Ich spüre aber schon den Anschlag. Bei dem 2" 30mm ist es MIT 1" Verlängerung ähnlich. Um den Umbaustress zu vermeiden, kann man das 2" ohne Verlängerungshülse in den OAZ stecken und dann halt rausziehen (äquivalent zur Nutzung der Hülse). Mein Mitstreiter ist mit dem Teleskop zufrieden und das akzeptiere ich jetzt so auch. Ich stehe zu meiner Einschätzung und bin der Meinung, dass es besser gehen muss und sollte.

Abschließend II: ich bin mir nicht mehr sicher, wo ich etwas zu meinen Beobachtungsversuchen geschrieben habe, aber mir ist klar - und das hat nichts mit der Leistung des Teleskops zu tun - dass Dunkeladaption, Nachthimmel, Seeing und die eigenen Augen (sind nun einmal nicht mehr so gut wie zu Zeiten meines LX200) einen großen Einfluss auf die Beobachtung und Ergebnisse haben. Ich erwarte also keine magentastrahlenden Arme in M51 in Hubble-Auflösung.

Ich danke für Euren unermüdlichen Support, wertvollen Tipps und Eure Unterstützung.
 
Hallo Sönke,

damit sind die Dioptrien aus dem Rennen. Bei mir ist es tatsächlich so, dass wenn ich "verbotenerweise" ein 40mm Okular am f/5 Dobson nutze, Mit und ohne Brille den Unterschied machen kann, je nachdem wie tief der Spiegel grad steht.

VG
Klaus
 
Stichwort Komakorrektor: Nachdem ich den (ES HRCC)erstmals an einem f4,9 Newton eingesetzt hatte, wollte ich nicht mehr drauf verzichten. Der arbeitet prima und sorgt "nebenbei" für eine Bildfeldebnung.
Ich würde den Hersteller des ES- Gesamtpakets mal nach einem " ES Zufriedenheitspreis" fragen...

Gruß Horst
 
Das ist eine interessante Geschichte... Ich hätte jetzt auf zu hoch liegenden Hauptspiegel getippt, aber wenn man den tatsächlich nur um mm in der Höhe bewegen kann, ist es wohl ausgeschlossen. Klar ist nur eines: Der Fokus liegt zu weit draußen, was ohnehin sehr schlecht ist, denn entweder ist dann der Fangspiegel unnötig groß oder man verliert Öffnung. Wie sieht's aus - kann man durch die Filmdose den gesamten Hauptspiegel im justierten Fangspiegel sehen?
 
Hallo, auf den zu hochliegenden Hauptspiegel wurde ja schon bei dem ersten Exemplar getippt. Aber die Justagemöglichkeiten sind wirklich übersichtlich (der HS wird bei dem ES Dobson auch nur mit 3 und ohne Konterschrauben fixiert). Ja, ich sehe es genauso. Durch den zu weit aussen liegenden Fokus ist die Leistungsfähigkeit letztendlich nicht optimal und das Handling erschwert.

Der HS ist nach erfolgter Kollimation vollständig durch die Filmdose sichtbar. So erscheint es mir jedenfalls.

Ich sehe für mich momentan auch wenig Chancen die Situation zu ändern. Wie ich ja geschrieben habe, muss ich die Meinung des Mitbesitzers akzeptieren. Er ist zufrieden und ich möchte keinen weiteren Streit.

Der von Horst erwähnte Komakorrektor ist bestimmt eine schöne Sache, aber ich möchte in das Gerät kein weiteres Geld investieren.
 
Hallo Sönke,
verstehe ich das richtig? Der Mitbesitzer sieht in allen Okularen ein scharfes BIld und ist daher zufrieden??
Gruss
Guido
 
Hallo Sönke,
verstehe ich das richtig? Der Mitbesitzer sieht in allen Okularen ein scharfes BIld und ist daher zufrieden??

Hallo Guido,

was er genau sieht, kann ich logischerweise nicht beurteilen. Unsere Augen sind einen Tick unterschiedlich und ich muss etwas an der Untersetzung nachregeln, wenn wir uns am Okular abwechseln. Der Auszug ist m.E. aber auch am Anschlag ohne viel Spielraum und bei dem 30mm 82° muss auch die Verlängerungshülse ran (bzw. sein Workaround ist das 2" Okular nicht ganz so weit in den OAZ zu stecken, was optisch wohl einen ähnlichen Effekt hat). In der technischen Beurteilung sind wir unterschiedlicher Meinung und kommen nicht auf einen Nenner. Daher akzeptiere ich seine Meinung. Es ändert nichts daran, dass ich es so nicht für korrekt halte.
 
Letztendlich ärgert es, dass die Händler mit der Auslieferung derartig übler Optiken durchkommen.
 
Also ich habe den 10" GSO Dobson neu. Nach der Auslieferung habe ich mit dem Laser justiert und natürlich noch keine Experimente unternommen. Mir ging es dann aber ähnlich: die 2" Okulare lagen im Fokus hinter dem Endpunkt des Auszuges ohne Hülse. Mit Hülse dann wieder zu weit drinnen. Erst durch diesen Thread kam ich auf die Idee, mithilfe des Lasers den ganzen Hauptspiegel zu versetzen. Ich habe allerdings mindestens 10mm Spielraum zur Verfügung. Was das am Fokus bewirkt, müssten die Mathematiker mal ausrechnen. Jedenfalls habe ich den HS etwa 6mm rausgedreht und komme jetzt mit allen Okularen prima in den Fokus.
 
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