Hallo,
entschuldigt die etwas verzögerte Rückmeldung, da ich gestern mehr oder weniger offline war.
Zum Thema "Tieferlegen" des Spiegels: das hatten wir bei dem allerersten Gerät gemacht, jedoch ohne Erfolg. Der Spiegel vom ES-Dobson hat ja auch nur 3 Schrauben (andere haben wohl 6) und ich habe dazu auch schon mit dem Hersteller gesprochen, der aber auch meinte, dass darüber nur wenige Millimeter und keine Zentimeter zu erreichen wären.
Zum Thema Dioptrien: Ja, habe ich. Habe gerade nochmal im Brillenpass geschaut: +0,75/+1. Ich beobachte ohne Brille. Ich hatte ja erwähnt, dass das Gerät eine Gemeinschaftsanschaffung ist und mein Mitstreiter hat eine leicht andere Augenbeschaffenheit, was man dann merkt, wenn man am Teleskop wechselt und ich leicht am Fokus nachregeln muss, um es für mich scharf zu bekommen.
Zum Thema Bilder: die kann ich momentan nicht liefern, da das Gerät aktuell bei meinem Mitstreiter (Nachbar) steht.
Wir hatten allerdings schon alles mögliche geprüft, z.B. die Länge der Stäbe, welche aber bei den Modellen absolut identisch war und ich habe das auch mit den gelieferten Maßen eines anderen Besitzers aus den USA vergleichen und das ist identisch (644mm vs 643mm, aber ich habe auch nur Pi * Daumen gemessen).
Zum Thema Aufbau: viel kann man nicht verkehrt machen und nach dem 3-maligen Aufbau des Gerätes stellt sich ja auch eine gewisse Routine ein.

An dem Fokusierer kann man keine Lage o.ä. verstellen. Der Fokusierer an sich funktioniert auch definitiv. Er ist jetzt vielleicht nicht der butterweichste in der Welt, aber völlig ok (gilt auch für die 1:10 Untersetzung).
Zum Thema Okulare: besagter US-Besitzer hat mir 5 oder 6 Okulare genannt, die er benutzt, die alle ohne Verlängerung in den Fokus kommen. Er hat ein einzige Okular (Morpheus, 9mm), welches dann nur mit der Verlängerung passt. Der Fokus stellt sich bei ihm bei ca. 22mm auf Fokusierer (also ca. in der Mitte ein).
Zum Thema Erklärung: ich muss noch einmal unterstreichen, dass der Hersteller wirklich sehr, sehr kooperativ war und ist. Es hätte für Bresser überhaupt keine rechtliche Veranlassung bestanden, dass Gerät zu tauschen, da dies eigentlich Aufgabe des Händlers gewesen wäre. In dem letzten Gespräch was ich geführt habe, wurde zumindestens für mich nicht eindeutig geklärt, warum das 30er 82° nicht in den Fokus kommt. Angeführt wurde, dass das Teleskop in Sachen Fokuslage so berechnet wurde, dass es auch noch mit einem Komakorrektur (der ES-Komakorrektur ist für visuell und fotografisch geeignet) in den Fokus kommt. Mir ist zudem ein ES-Dobson-Besitzer (weiß aber nicht ob 10" oder 12") bekannt, der dem 24 und 8.8mm ohne Komakorrektur in den Fokus kommt und das würde ich auch erwarten, dass ein Komakorrektur nicht Voraussetzung für einen Fokus ist. Vor dem Kauf des 30mm 82° hat mir der Hersteller das Okular übrigens auch explizit empfohlen.
Zum Thema Fakten: ich wüsste nicht, welche Fakten ich noch liefern könnte. Mir wäre es sogar am liebsten, dass ich der Vollpfosten bin, der irgendeinen groben Fehler gemacht hat (und ich bin alt genug, dass ich dazu auch stehen würde), aber dem ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht so. Ich bin - auch wenn ich kein Bastler bin - technisch relativ affin, habe in meinem Leben mehrere hundert PCs selbst gebaut (keiner explodiert oder abgebrannt soweit mir bekannt) und arbeite auch in einem technischen Supportumfeld. Zurückhalten und verschleiern tue ich mit 100%iger Sicherheit nicht. Nichts wäre mir lieber als dieses Problem schnell zu lösen und erst recht, dass es an mir liegt, denn das könnte ich abstellen. Potentielle Unzulänglichkeiten an dem Gerät leider nicht.
Abschließend: ich habe das mit meinem Mitstreiter ausführlich besprochen und wir sind dort in der Beurteilung der Lage unterschiedlicher Meinung. Die 3 Stk. 1.25" Omegon-Okulare kommen mit dem zweiten Austauschgerät ohne Verlängerungshülse praktisch mit Anschlag des ausgefahrenen OAZs in den Fokus (bei meinem Mitstreiter etwas eher, bei mir etwas später). Ich spüre aber schon den Anschlag. Bei dem 2" 30mm ist es MIT 1" Verlängerung ähnlich. Um den Umbaustress zu vermeiden, kann man das 2" ohne Verlängerungshülse in den OAZ stecken und dann halt rausziehen (äquivalent zur Nutzung der Hülse). Mein Mitstreiter ist mit dem Teleskop zufrieden und das akzeptiere ich jetzt so auch. Ich stehe zu meiner Einschätzung und bin der Meinung, dass es besser gehen muss und sollte.
Abschließend II: ich bin mir nicht mehr sicher, wo ich etwas zu meinen Beobachtungsversuchen geschrieben habe, aber mir ist klar - und das hat nichts mit der Leistung des Teleskops zu tun - dass Dunkeladaption, Nachthimmel, Seeing und die eigenen Augen (sind nun einmal nicht mehr so gut wie zu Zeiten meines LX200) einen großen Einfluss auf die Beobachtung und Ergebnisse haben. Ich erwarte also keine magentastrahlenden Arme in M51 in Hubble-Auflösung.
Ich danke für Euren unermüdlichen Support, wertvollen Tipps und Eure Unterstützung.